Elektroautos haben bekanntlich ein Reichweiten-Problem, wie auch viele Kommentatoren in diesem Blog angemerkt haben. Kurz nachdem wir mit unserem Karabag losgefahren sind, oder eigentlich schon vorab, müssen wir uns fragen, ob die Reichweite einer Batteriefüllung für die geplante Strecke genügt. Dabei sagt die Statistik, dass die meisten täglichen Fahrten weniger als 10 Kilometer lang sind. Und dass der durchschnittliche Autofahrer vielleicht sechs bis achtmal pro Tag in sein Auto steigt, um stets nur eine kurze Strecke damit zulegen. Jedenfalls, so die Statistiker, fährt der durchschnittliche deutsche Autofahrer insgesamt keine 40 Kilometer am Tag.
Schlussfolgerung: Ein Elektroauto ist mit einer Reichweite von 80 bis 100 Kilometer für den Normalfall des Autoalltags geeignet.
Ist das Reichweitenproblem also am Ende gar kein technisches, sondern nur ein Problem in unserem Kopf? Oder sind wir alle gar keine Durchschnittsmenschen, weil der Durchschnittsmensch natürlich ein theoretisches Konstrukt ist? Oder haben wir schlichtweg einfach keine Lust, unsere Touren mit dem Auto gut zu planen und dabei Einschränkungen hinzunehmen? (rud)



