Monatsarchiv: November 2010

Rätsel um die Wunder-Batterie, Zweifel an der Rekordfahrt von DBM


Aus der aktuellen ADAC Motorwelt 12/2010:
Bundeswirtschaftsministerium und Medien feiern eine Elektroauto-Rekordfahrt als technologischen Durchbruch. Ob die Firma DBM jedoch halten kann, was sie für ihre Akkus verspricht, ist ungeklärt

“Wir gehen in Serienproduktion. Auch ohne Fördergelder”


Foto: David Klammer

Ford-Experten Jens Knoth (links) und Dr. Roland Krüger. Foto: David Klammer

In acht Modellregionen werden vom Bundesverkehrsministerium Förderprojekte zur Elektromobilität gestartet. Wir haben mit den Ford-Experten Jens Knoth und Dr. Roland Krüger darüber gesprochen, wo die Elektroautoproduktion ohne den Druck der Politik und den Fördermitteln stehen würde. Weiterlesen

Kommt ein Schiff geladen


Der i-MiEV von Mitsubishi

Der i-MiEV von Mitsubishi

Den i-MiEV werden wir in Zukunft wohl öfter auf unseren Straßen sehen. Im belgischen Hafen Zeebrügge ist am vergangenen Montag ein Schiff mit den ersten Linkslenker-Versionen des Mitsubishi i-MiEV gelöscht worden. 5000 Einheiten des Elektrofahrzeugs wurden bisher im japanischen Werk Mizushima gebaut, teilte Mitsubishi Motors mit. Von Zeebrügge werden die Fahrzeuge an die Händler verteilt.  In Deutschland gibt es, so verkündet das japanische Unternehmen, bereits “einige hundert” Vorbestellungen – bei einem Verkaufspreis von stolzen 34.390 Euro. Weiterlesen

Staatliche Kaufprämie für Elektroautos?


Die Bundesregierung hat unlängst ehrgeizige Ziele formuliert: Im Jahr 2020 sollen eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen fahren. Ein Vorhaben, das nach Ansicht von Daimler-Forschungsvorstand Thomas Weber in Gefahr ist – ohne eine Kaufprämie für Elektrofahrzeuge. “Elektrofahrzeuge brauchen mindestens zu Beginn zusätzlich Kaufanreize, um sich als neue Technologie am Markt zu etablieren. Wenn wir dies nicht ernst nehmen, wird es im internationalen Wettbewerb zu Verzerrungen kommen”, sagte Weber der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”.

In Frankreich, den USA und vor allem China könnten Autohersteller auf die Unterstützung der Regierung bauen – weshalb Weber die deutsche Industrie schon in Bedrängnis sieht: “Jetzt geht es um den Durchbruch einer neuen Technologie und darum, wie Deutschland hier Leitmarkt und Leitanbieter werden kann.”

“Gibt’s den auch in Pink?”


Auch die 13-jährige Aina aus Wedel war gemeinsam mit ihrer Mutter eine Woche lang im Smart electric drive unterwegs. Ihre Gedanken zur Elektromobilität lesen Sie hier. Weiterlesen

„Wir werden eine Münze werfen müssen.“


Vincent Posteuka: Projektleiter und Auszubildender

Im RWE Ausbildungszentrum Rauschermühle bauen die Lehrlinge derzeit aus einem Oldtimer ein Elektroauto. Vincent Posteuka hat als Projektleiter die Entwicklung des Heinkel E-Kabinenrollers angetrieben. Am 12. Januar hat der 19-jährige Auszubildende seine Prüfung zum Elektroniker für Betriebstechnik zu bestehen. Wir haben ihn in seiner Vorbereitungsphase erwischt und noch ein paar Fragen zu dem Projekt gestellt:

Herr Posteuka, wie viel Zeit hat der kleine Kabinenroller Sie und Ihre Kollegen schon gekostet? Das kann ich in Stunden kaum zählen. Da ausschließlich Auszubildende an dem Projekt beteiligt sind und immer wieder unterschiedliche Fachbereich an Teilstücken arbeiten, ist es etwas unübersichtlich. Aber es waren schon eine ganze Menge. In der heißen Phase haben sechs Auszubildende gleichzeitig an dem Auto gearbeitet. Bis wir eine finale Hinterachse hatten, brauchten wir beispielsweise vier Anläufe. Weiterlesen

Ein Opel zum Mercedes-Preis


Opel hat nun den Verkaufspreis für den Ampera festgesetzt. Ab 42.900 Euro kann man die Rüsselsheimer-Elektro-Offensive bestellen. Zum Vergleich: Eine Mercedes E-Klasse schlägt mit einem vergleichbaren Preis zu Buche. Ab 2011 sollen die ersten Fahrzeuge ausgeliefert werden. Die Ingenieure setzen auf die sogenannte Reichweitenverlängerung (Range-Extender). Ein Benzinmotor (81 PS) lädt bei längeren Fahrten die 16 kWh starke Lithium-Ionen-Batterie wieder auf und greift nur in Ausnahmesituationen in den Antrieb ein. Im Elektrobetrieb (150 PS) reicht eine Akkuladung für 60 bis 80 Kilometer. So kommt man rechnerisch auf einen Benzinverbrauch von 1,6 Liter auf 100 Kilometer. Vorausgesetzt, man steckt den Ampera nach 100 Kilometern an die Dose. Da dauert es dann drei Stunden, bis der Akku wieder geladen ist.

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Ein sturer Berliner in Hamburg


Busfahrer Michael Bluhm testete den Smart ED in Hamburg (Foto: Bluhm)

Busfahrer Michael Bluhm testete den Smart ED in Hamburg (Foto: Bluhm)

Als ich am Tag der Übernahme und Einweisung des Smart electric drive auf die Ladefläche des LKW schaute, musste ich unweigerlich schmunzeln. Ich sah das Nummernschild mit dem B. Ein Berliner der in Hamburg lebt, wird in den kommenden Tagen ein Fahrzeug mit Berliner Kennzeichen fahren. So wie die Berliner die Autofahrer mit auswärtigem Kennzeichen meistens abschätzig in ihrer Fahrweise betrachten, verhalten sich die Hamburger ebenfalls. Was werden die anderen Verkehrsteilnehmer wohl denken, wenn ich stur in den vorgeschriebenen Geschwindigkeiten genau auf den Punkt fahre. Also 30er-Zone 30km/ h und 50er-Zone 50 km/ h. Weiterlesen

Zurück in die Vergangenheit


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Als der Heinkel Kabinenroller vor einigen Monaten in das RWE Ausbildungszentrum Rauschermühle gerollt wurde, staunten die Mitarbeiter nicht schlecht. Ein schöner Oldtimer. Doch hier sollte keine Restauration stattfinden, sondern eine Transformation. Weiterlesen

“Ich bin der Stromschalter-Depp”


Der E-Smart "tankt" in einer Scheune (Foto: Gunnar Jans)

Der E-Smart "tankt" in einer Scheune (Foto: Gunnar Jans)

Auch Gunnar Jans, Sportchef der Münchner “Abendzeitung”, ist derzeit mit einem Smart electric drive unterwegs. Lesen Sie seine Fahreindrücke!

Haben Sie schon mal – als einziger Gast in einem Country-Club – eine Wirtin mit Augenklimpern angefleht und geseufzt: “Ich habe ein Riesen-Problem. Und Sie sind der einzige Mensch auf der Welt, der mir helfen kann.” Eine peinliche Situation, aber anders wusste ich mir gestern Abend nicht mehr zu helfen.

Ich hätte halt doch besser auf den Sven hören sollen. Sie erinnern sich: Sven, der Transporterfahrer in der kurzen Hose, der mir am Samstag den “eletric drive” übergeben hat und dabei so nützliche Tipps hatte wie “Hupen Sie an der Kreuzung!” Hab ich ja auch gemacht – aber trotzdem vergessen, was der Sven noch so an Anleitungen für den Elektro-Smart parat hatte – vor allem beim Aufladen. Und deshalb steht der Testwagen jetzt auch noch 40,2 Kilometer entfernt von mir vor einem Landgasthofs in der Gemeinde Aying, wo ich gestern mit 5 Prozent Restbatterie stehen geblieben bin. Weil ich zu blöd zum Stromladen bin!
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