Rekordbeschleunigung: Ein Elektro-Löwe in China


Foto: PeugeotPeugeot hat sich mit seinem Elektro-Concept-Car EX1 auf dem Militärflugplatz von Chengdu, der Hauptstadt der Provinz Sichuan, einigen Beschleunigungstests gestellt und sich selbst übertroffen.

Am Steuer des Boliden saßen der französische Abenteurer und Umweltschützer Nicolas Vanier und der in China berühmte Blogger Han Han.

Foto: Peugeot

Han Han brauchte für die 1/8-Meile aus dem Stand nur 7,08 Sekunden
(bisher 8,89 s). Die 1/4-Meile mit stehendem Start legte er in 12,67
Sekunden (bisher 14,4 s) zurück. Die Messwerte wurden vom chinesischen Motorsportverband dokumentiert und bestätigt. Nicolas Vanier stellte im Rahmen freier Rekordfahrten einen neuen Bestwert für die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h mit dem Elektroauto auf. Er brauchte nur 3,49 Sekunden.Der zweisitzige Roadster Peugeot EX1 wird von zwei Elektromotoren angetrieben. Sie sitzen in der Vorder- und Hinterachse und haben eine Spitzenleistung von 125 kW/170 PS (gesamt 250 kW/340 PS). Eine Lithium-Ionen-Batterie dient als Stromspeicher.

Foto: Peugeot

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4 Antworten zu “Rekordbeschleunigung: Ein Elektro-Löwe in China

  1. Michael Balzer

    Passt schon. Den VW E-Bora gibt’s ja auch nur in China.

    VW weiss auch warum: In China gibt’s nämlich schon 6.500 Euro Kaufförderung

    …während hierzulande ja erst noch geforscht werden muss

  2. Ach wie toll! Wieder ein nettes Vorzeigespielzeug.
    Statt Arbeitskraft und Geld für eine sinnvolle Entwicklung hin zu kostengünstigen alltagsfähigen Elektrofahrzeugen zu verwenden werden hier wieder mal EU-Ressourcen verschwendet.
    Noch dazu fliegen die für das Spektakel extra nach China… Geht denen das (bisher übliche illegale) Kopieren nicht schnell genug? Jetzt schickt man wohl gleich den Prototypen, damit man sich das mühsame Entwickeln zur Marktreife sparen kann, das können die Chinesen mittlerweile ja eh besser…
    Mannomann, ich fass es nicht!

    Ein günstiges Elektrofahrzeug für unter 10 000 Euro zu bauen ist schon seit Jahrzehnten möglich und würde die Städte gewaltig entlasten. Wenn zumindest jedes Zweitauto ein Elektrofahrzeug wäre, wäre ein riesiger Schritt getan und man könnte sich endlich auch mit Reichweiten unter 100 km anfreunden.

  3. Michael Bluhm

    Ein bissgen Spass muss sein. Doch dieser Bericht lässt mich aus einem anderen Grund schmunzeln.
    Damit dieser Bolide in China fahren kann, muss er mit einem Flugzeug dort hingebracht werden. Wieviel Abgase hat wohl dieser Transport gekostet, damit ein Umweltschützer dieses E- Auto fahren kann.
    Anders herum gedacht, wird auch irgendwie gelacht!
    Wenn in China der Peugeot EX1 gebaut wird und die Umwelt beim Transport nicht sosehr belastet wurde, spiegelt es den europäischen Markt wieder.
    Wir würden dann in China gebaute E- Mobile von europäischen Herstellern kaufen, die in China entwickelt wurden, weil Europa nicht so ganz sicher in der Entwicklung und Herstellung ist.
    Wie auch immer! Zum Piepen ist dieser Test in jedem Fall.

    Nun zum Sinn dieser Versuche:
    Ich sehe dieses Fahrzeug für einen kleinen Kundenkreis, um den es aber für einen weltweiten Durchbruch dieser Technologie nicht geht.
    Die Hochleistungselektrik und -elektronik macht vieles möglich. Es ist vieles bereits erforscht und getestet.
    Hier geht es demnach nicht um eine neue Entwicklung, sondern um das Profil eines Herstellers und einiger weniger Personen.
    Alltagstauglich sehe ich diesen Renner jedenfalls nicht.
    Da ich jedoch ein F1 Fan bin, wäre es schön, wenn solche Techniken in der Zukunft die Hochgeschwindigkeitsrennen revolutionieren würden. Da ahne ich viel versprechendes.
    Meine Phantasie dreht dabei durch. Boxenstop mit Akku- und Reifenwechsel! Genial.

    Der hier so locker (auch von mir) geschriebene Ruf nach Asien als Einkaufsparadies für E- Mobil Freaks, scheint reale Formen anzunehmen.
    Erfreulich ist auch, dass in China wirklich die Testergebnisse erfasst und protokolliert werden, damit wir nicht aufs Glatteis geraten.
    DBM hat uns gezeigt, was für die Zukunft des E- Mobils auf dem Spiel steht, wenn sie nicht existieren.

  4. Wow, nicht schlecht.
    Wie schnell ist das Geschoss am Ende der 1/8 meile und 1/4 meile ?
    Sprich, wie hoch ist die Endgeschwindigkeit ?
    Das “KillaCycle” ein Motorad mit Elektoantrieb hat die 1/4 meile in 7.824 s geschafft und war dabei am Ende 168 mph (=270 km/h) schnell.
    Das KillaCycle hat auch eine Leistung von 250 kw (350 PS).