200 Mio. Euro für die Speicherforschung


Die Bundesministerien für Wirtschaft und Technologie (BMWI), für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) sowie für Bildung und Forschung (BMBF) haben eine gemeinsame Initiative zur Förderung von Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet von Energiespeichertechnologien gestartet. Die drei Ressorts stellen in einer ersten Phase bis 2014 insgesamt bis zu 200 Millionen Euro bereit.

Hintergrund der Förderinitiative ist das Ziel, den Ausbau Erneuerbarer Energien in Deutschland zu beschleunigen und die Energiesysteme für einen Hauptanteil Erneuerbarer Energien zu optimieren. Der zu erwartende Strombedarf in Deutschland soll im Jahr 2050 zu 80 Prozent aus regenerativen Quellen gedeckt werden. Vom Ausgleich kurzfristiger Fluktuationen bis hin zur Langfristspeicherung über mehrere Monate hinweg gilt es, das Stromangebot jederzeit in Einklang mit der Stromnachfrage zu bringen. Mittel- bis langfristig ist daher neben intelligentem Lastmanagement und neuen Netzstrukturen der verstärkte Einsatz von Speichern wichtig, um die Versorgungssicherheit und Zuverlässigkeit der elektrischen Energieversorgung auch künftig zu gewährleisten.

Unterstützt werden Forschungsvorhaben zur Entwicklung einer großen Bandbreite von Speichertechnologien für Strom, Wärme und andere Energieträger. Obwohl bereits heute Energiespeicher, wie zum Beispiel die Pumpspeicherkraftwerke, wirtschaftlich betrieben werden, befindet sich eine Vielzahl der Technologien noch im Grundlagenstadium oder in der Entwicklungsphase. Hierzu zählen zum Beispiel so genannte RedoxFlow-Batterien. Gleiches gilt für thermisch optimierte Druckluftspeicher, bei denen durch die Zwischenspeicherung der anfallenden Wärme der Wirkungsgrad erhöht wird. Innovationen und technologische Entwicklungen werden dringend benötigt, um den technologischen Herausforderungen zu begegnen und eine schnelle Markteinführung von neuen Energiespeichern erreichen zu können.

Quelle: BMU Pressedienst

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5 Antworten zu “200 Mio. Euro für die Speicherforschung

  1. Zu dumm, dass selbst dieser tolle “Redox-Flow-Speicher” eine im besten Fall 477 mal niedrigere Energiedichte hat, wie Benzin. In anderen Werten: Um die Energie zu speichern, die in 1 Kilogramm Benzin steckt, muss einer dieser Akkus 477 Kilogramm wiegen. Ganz tolle Technologie.

    Mal ganz abgesehen davon, dass man Energie aus erneuerbaren Energien auch mal 2-3 Wochen speichern können muss und nicht nur ein paar Stunden, wie selbst Druckluftspeicher oder Pumpspeicherwerke nur haben. Dafür muss man nicht Prof sein, sondern nur in Energietechnik an der Uni mal kurz zuhören. Und es gab im Februar 2011 z.B. in der Region Aachen mal ca. 2 Wochen quasi keinen Strom aus Wind, weil einfach Flaute war.

    • Jürgen Hahn

      Die Energiedichte von Benzin ist nahezu irrelevant.
      Es kommt doch darauf an, was ich aus dem Gesamtsystem an Reichweite heraushole.

      Gesamtsystem Benziner: Tank+Inhalt, Auspuffanlage, Getriebe/Kardanwelle/Differential, Motor, Steuerelektronik, Lichtmaschine, Bremssystem, … => In Summe mindestens 500kg.

      Gesamtsystem E-Auto: Akkus, Steuerelektronik, Radnaben-E-Motor inkl. Bremse, … => ??? kg

      Die Benzinverbrennung in einem Auto ist nunmal höchst unwirtschaftlich, aus ca. 8l Benzin (mit einem Energiegehalt von ca. 70kWh) holt man 100km heraus. Bei einem E-Auto braucht man für 100km 10-20kWh.

  2. Michael Balzer

    80% bis 2050? Der Plan sollte 100% erneuerbare Energien bis 2030 sein. 40 Jahre Entwicklungszeit für 80% kann ich nur als Klientelpolitik verstehen.

  3. Wer bekommt wieviel von diesem Geld. Sind es wieder die Stromkonzerne die absahnen oder verbindet man wirklich Innovationen von kleinen und mittelständigen Betrieben mit der Förderung des Mittelstandes in Deutschland.
    Das Feld das beackert werden muss ist sehr groß und wurde in Deutschland verschlafen.
    Doch denken wir mal über den Energiespeicher nach. Es soll ja Möglichkeiten geben die z.B. überschüssige Windenergie nutzen um Wasserstoff zu produzieren, der dann wieder zum Antrieb von Generatoren genutzt wird. Wenn in Norwegen so gearbeitet wird, warum müssen wir diese Technik neu erfinden. Lizenzen kaufen und gut ist.
    Dann hat da in Japan eine Firma den schnellen Wechsel von Akkus im Auto entwickelt und so wie man hört, wird diese Technik schon aktiv genutzt. Müssen wir dann diese Technik neu erfinden oder sollten wir uns diese Technik eher auf Lizenz kaufen und den deutschen Autokonzernen den zukünftigen Standard für Akkus und Akkuwechselsysteme vorschreiben, um unnötige Verzögerungen und eine Geldverschwendung zu vermeiden.
    Und wir haben ja noch die AKW’s die irgendwann mal stillgelegt sind. Würde uns der Umbau dieser Kraftwerke mehr kosten, wenn wir sie zu Wasserstoffbrennern umfunktionieren, als sie abzureißen und nicht zu wissen wohin mit dem Müll? Wer hat sich denn damit beschäftigt und benötigt unbedingt Forschungsgelder. Gutachten sind bekanntlich teuer und Ingenieure kosten einiges für so ein Projekt.
    Was wird letztendlich tatsächlich gefördert?
    Für die Freigabe der Fördermittel mag es eine große Bandbreite geben, doch sollte man den Fahrplan und die Reihenfolge genau festlegen.
    Und mein Vorschlag zur Elektrifizierung der Standstreifen auf den Autobahnen, der realtiv wenig Forschungsmittel benötigt müsste dann sofort genehmigt werden, weil er Sinn macht. Nicht nur beim Warentransport, sondern gerade bei der Beförderung von Menschen über weite Strecken, um den Individualverkehr nicht wieder in einem Verkehrschaos enden zu lassen, wie es mit der Verbrennungstechnologie geschehen ist.
    Die Freigabe dieser Födergelder ist ein guter Ansatz, lässt jedoch viele Fragen offen. Bis jetzt bin ich sehr skeptisch, dass wirklich die richtigen Unternehmen gefördert und nicht die Taschen von Großaktionären gefüllt werden, die bisher kein Interesse an Neuem hatten.

  4. Dann sollen die mal hier rein buttern, aber wie blöd:

    http://www.cellstrom.com

    Billiger Redox-Flow-Speicher für jeden Keller und das Energieproblem ist gelöst!