Preisnachlass von 7500 € für den Chevrolet Volt: Meldung wird von allen Seiten dementiert


Der Chevrolet Volt ist baugleich mit dem Opel Ampera (Foto © GM Company)

Der Chevrolet Volt ist baugleich mit dem Opel Ampera (Foto © GM Company)

Heute morgen sorgte eine Meldung des Fachblattes “Automobilwoche” für Aufregung. Dort heißt es, Chevrolet müsse den Absatz des Volt in Deutschland mit “bis zu 7500 Euro Verkaufsförderung” stützen. Opel-Händler seien “sauer”, weil das Schwestermodell Ampera solche Förderung nicht bekäme.

GM macht einmal mehr große Schlagzeilen. Glaubt man der Meldung der “Automobilwoche”, steht es äußerst schlecht um den Absatz des Chevrolet Volt. 7500 € Preisnachlass für das preissensible Produkt dürfte dem Hersteller richtig weh tun in seiner Geschäftsbilanz. Vor allem wäre es das Eingeständnis, dass das Auto den Kunden zu teuer ist.

Auf Nachfrage gibt es von allen Seiten Dementis: “Die Meldung der Automobilwoche ist kompletter Blödsinn”, so Opel.  Der Pressesprecher von Chevrolet Deutschland, Rej Husetovic, ergänzt: “Es gibt keine solche Verkaufsförderung für den Kunden. Der Volt kostet 41.950 €.” Mehr gäbe es dazu nicht zu sagen.

Wie die Meldung zustande kam, kann sich niemand in den betroffenen Automobilfirmen so richtig erklären. Handelt es sich um bewusste Stimmungsmache? Ist alles nur ein Missverständnis? Versucht da eine Zeitung, sich mit unlauteren Mitteln ins Rampenlicht der Öffentlichkeit zu schieben?

Möglichwerweise ist die Story der Automobilwoche aus einem Statement von Frau Imelda Labbe, Executive Director, Sales, Marketing & Aftersales, der Adam Opel AG konstruiert worden. Darin heißt es:
“Opel/Vauxhall und Chevrolet haben sehr unterschiedliche Marketingkonzepte für den Ampera und den Volt. Dies gilt sowohl für die Phase der Markteinführung als auch für den eigentlichen Verkauf. Beispielsweise wird der Ampera bei rund 200 Opel-Händlern in Deutschland angeboten, der Volt bei weniger als einem Dutzend Chevrolet-Händlern. Die erwarteten Verkaufszahlen für beide Fahrzeuge unterscheiden sich deutlich; deshalb kommen selbstverständlich auch unterschiedliche Strategien zur Anwendung. Einer der vielen Unterschiede liegt darin, dass Chevrolet Händler eine einmalige jährliche Unterstützung für Vorführwagen erhalten, während Opel-Händler ihren Kunden die Möglichkeit bieten können, Erfahrung mit einem Elektrofahrzeug im Rahmen eines kostengünstigen, mehrtägigen Leihprogrammes zu sammeln.”

Bei der zitierten “Verkaufsförderung” handelt es sich um Maßnahmen der Hersteller, ihren Händlern beim Verkauf der Autos unter die Arme zu greifen. Solche Maßnahmen sind in der Branche gang und gäbe. Einen Preisnachlass für den Kunden gibt es nicht.

Aus Sicht von Kaufinteressenten ist das natürlich schade. Sie können sich nur damit trösten, dass der Preis eines Autos bekanntlich immer auch ein wenig Verhandlungssache ist. Mal etwas mehr, mal etwas weniger.

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12 Antworten zu “Preisnachlass von 7500 € für den Chevrolet Volt: Meldung wird von allen Seiten dementiert

  1. Karl-Heinz

    es gibt nicht viel an grünen Energien, vielleicht eher noch zu wenig.

  2. Ichbinshalt

    Naja, Fakt ist das der Volt schonmal 4000,00 EUR günstiger ist als ein gleich ausgestatteter Ampera. Fakt ist leider auch das es Chevrolet bisher nicht geschafft hat einen einzigen Volt in Deutschland auszuliefern, obwohl schon seit November 2011 einige Bestellungen vorliegen.

  3. Mißverständis hin oder her! Ich bin nicht davon überzeugt, dass die Erde rund ist. Schließlich muß doch alles irgendwo enden. Das ist wie auf einem riesigen Teller, da kann man auch nicht über den Rand schauen.

  4. Wenn die Menschen wüßten das ein reines Elektroauto nur etwas mehr in der Versicherung kostet als ein Elektroroller würden sie anders denken….

    • Das mag zwar für den Twizzy gelten, aber nicht für den Ampera. Der steht in den Kaskoklassen einem großen Diesel in nichts nach (Ampera: 18/25/24 – zum Vergleich: Mercedes C220 CDI: 19/24/23). Leider ist die Erspanis von Steuer und Versicherung für Elektrofahrzeuge kein Kaufkriterium. Auf 5 Jahre macht das höchstens 1000€ aus. Wenn man bedenkt, dass ein vergleichbar ausgestattetes Verbrennermodell locker 10.000-15.000€ in der Anschaffung günstiger ist, fährt man das auch mit den reduzierten Betriebskosten nicht so schnell wieder ein.

      Abgesehen davon gibt es “das Elektroauto” nicht. Auch hier sind kleine 2-Sitzer und bis hin zu Lieferwagen zu haben. Jedes für einen anderen Einsatzzweck.

      Und weil ich gerade dabei bin: Ich finde die Diskussion um die Reichweite völlig sinnlos. E-Autos sind Kurzstreckenfahrzeuge und werden das auch noch länger bleiben. Wozu unbedingt ein E-Auto mit 500km Reichweite bauen? Die meisten deutschen Haushalte haben 2 PKWs, da kann einer einen Verbrenner sein (für lange Strecken) und einer einen E-Antrieb für das Alltägliche haben. Das ergänzt sich doch perfekt.

  5. Pingback: electrive.net » BYD Qin, Ampera/Volt, Magna E-Car, Hitachi, SFM.

  6. Der richtige Weg.
    Um Millionenstückzahlen zu erreichen, müssten allerdings 15.000 € nachgelassen werden. Da käme GM auch in die Gewinnzone.
    Bei 40.000 € sollte eine Eigenstromanlage also ein 10 KW Photovoltaik-Sonnenstromfänger mitgeliefert werden. Bald wird man anders Kfz gar nicht mehr verkaufen können.
    Hoffentlich steigt der Spritpreis bald auf 3 € pro Liter.

  7. Regina Leesmeister

    Da ich nicht an die Umweltfreundlichkeit dieser Mobile glaube, würde ich auch mit hohem Zuschuss keines benutzen, geschweige denn kaufen. Das ganze ist meines Erachtens eine noch größere Lüge als die Abwrackprämie.

    • … und noch so ein “geistiger Höhenflug”… :-(
      Wen interessierts, was Sie GLAUBEN?
      TATSACHE ist, dass wir alle es uns nicht sehr viel länger leisten können zu ignorieren, dass Erdöl (und auch Uran) bald nicht mehr vorhanden sein wird. Sonne, Wind, Wasser und Geothermie aber schon!
      Auch Sie, Frau Leesmeister, sollten sich echt ein bischen schlau machen bezüglich GRÜNER ENERGIEN!

  8. Mißverständnis hin oder her! Aber mal ehrlich, ich bin nicht davon überzeugt das E-Autos die Alternative zu normalen Otto-Motoren sind. Schließlich muß Strom auch produziert werden. Das ist wie mit dem E10 Kraftstoff, hier “Umweltschutz” und auf der anderen Seite Brandrodung.

    • Schon erschreckend, dass es immer noch Leute gibt, die noch nichts von GRÜNEN ENERGIEN gehört haben…