Vom Öl zum Strom


Die aktuelle Titelgeschichte der ADAC Motorwelt (August-Ausgabe) beleuchtet das Thema Elektromobilität in Deutschland umfassend – hier zum Download das Cover und die Geschichte jeweils als pdf. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare.

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16 Antworten zu “Vom Öl zum Strom

  1. Ein Elektroauto kommt für mich erst in Betracht, wenn meine „Drei-mal-acht“-Vorgabe erfüllt ist:
    > 800 km Reichweite,
    > 8 Stunden maximal für´s Aufladen,
    > 8 Jahre Lebenszeit der Batterie.
    Für den Nahverkehr gibt es längst genug Öffis und Taxis!

    • Es hilft ja alles nichts. Die Ressourcen sind endlich.
      Mein nächstes Auto wird nur ein Elektro-Auto sein. Mein Beitrag, die Entwicklung voranzutreiben.
      Wie wäre es mit vereinheitlichten Batterien, die ich an der nächsten Tankstelle voll geladen austauschen kann. Anstatt einer Tankfüllung also eine vollgeladene Batterie. Schnelle Austauschtechnik wird die Industrie anbieten können. Da das Tankstellennetz dicht ist, sind auch anfänglich noch schwache Kilometerleistungen der Batterien zu handhaben. Eine Idee aus Israel.
      Herausragendes Nebenergebnis: Die elende und krankmachende Vermüllung mit dem Lärm der Verbrennungsmotoren, vor allem in unseren Städten, wird nach und nach zurückgeführt. Ich komme geradezu ins Schwärmen, wenn ich mir unsere Lebensräume ohne Motorenlärm vorstelle.

    • Da ist dann evtl. der GM Volt alias Opel Ampera das richtige Fahrzeug.
      * GM gibt 8 Jahre Garantie auf die Batterie oder 160.000 km
      * Reichweite mit Strom ca. 60 km. Wenn das nicht reicht
      * Zusätzliche 500 km mit dem Benzingetriebenen Range-Extender.
      -> 90 % der Fahrten könnten Elektrisch sein.
      * Wer regelmäßig solche Strecken (800 km) fährt sollte sich einen sehr sparsamen Diesel kaufen.

  2. Guten Tag ADAC Motorwelt Team,
    das Titelbild auf der Ausgabe 8 der Motorwelt suggeriert „sauberen Strom“ und könnte auch aus einem Flyer der Stromlobbyisten stammen.
    Der Satz „Vom Öl zum Strom“ mit der „Sanduhr“ manipuliert den Leser. Man glaubt es gibt „sauberen“ Strom. Die Wirklichkeit sieht aber anders aus: Braunkohle c 24%, Steinkohle ca. 18%, Kernendergie ca. 22%, … . Nur ca. 12% sind Regenerative Energien bei der Stromproduktion. Wenn man jetzt noch sieht, dass am Primärenergieverbrauch in Deutschland nur ca. 16% Strom enthalten sind, dann geht der Anteil an regenerativen Energien im Gesamtenergieverbrauch ja fast gegen null.

    • Die Umstellung der PKW auf Elektroantrieb ist sicherlich nicht die einzige Maßnahme um den (Primär)Energieverbrauch deutlich zu senken. Die energetische Sanierung von Gebäuden mit hohem Heizenergieverbrauch wäre ein wichtiger Beitrag dazu.
      Der Anteil von Strom aus regenerativen Quellen wird mit jedem Windpark und PV-Anlagen größer. Und Energiespeicher die vom EVU gesteuert aufgeladen werden können, sind die Voraussetzung um noch mehr Strom aus EE verwenden zu können. Batterien in EVs fallen in diese Kategorie.
      Für mich ist aber die Unabhängigkeit von Ölimporten das wichtigste Argument für die Umstellung der PKW auf Strom. Wenn heute ein Diktator den Ölhahn schließt, hat das Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft. Ein Stück Unabhängigkeit davon ist unbezahlbar…

  3. Ich kann den ganzen Müll über Elektroautos nicht mehr lesen. Das elektroauto gibt es schon seit 30 Jahren und bis heute hat es sich nicht durchgesetzt und warum soll es gerade jetzt gehen:
    Vor 2 Jahren waren die Medien auch voll mit den Erdgasautos heute verliert keiner mehr ein Wort darüber.

    Hier ein paar gründe warum es Elektroautos die Alltagstauglich sind nie geben wird.

    1.Keine langen Entfernungen möglich:
    ● Lange Strecken z.B. eine Urlaubsreise über 1000 km ist nicht möglich

    2. Geringe Kapazität der Akkus im Winter
    ● Im Winter haben die Akkus durch die geringer Umgebungstemperatur eine geringere Kapazität als im Sommer bei 20°C. Und gerade im Winter benötige ich etliche Elektrische Verbraucher wie:
    Heizung, Radio, Licht, Scheibenwischer, Beheizbaren Scheiben, Beheizbare Sitze usw.
    Da wird aus einer max. Reichweite von 150km schnell mal nur noch 50 km.

    ●Und was passiert wenn ich im Winter im Sau steh und sämtliche Verbraucher wie z.B. Heizung, Radio, Licht, Beheizbaren Scheiben, Beheizbare Sitze usw. eingeschaltet habe, dann dauert es nicht lange und ich kann mein Auto schieben. Mit einem Verbrennungsmotor würde ich die nächste Tankstelle aufsuchen mein Auto volltanken und die Fahrt könnte weiter gehen.

    2. Wie die Akkus aufladen?
    ● Was machen Leute die in einer Großstadt wohnen?, wie soll jemand den Akku seines Autos aufladen, wenn man keine Garage besitzt . Soll ich etwa 500 m Kabel von meiner Wohnung durch die Straßen legen um mein Auto aufladen zu können?
    ● OK es gibt noch die sogenannten Ladeseulen, hat sich aber schon mal jemand Gedanken darüber gemacht, das die Kabel über Nacht beschädigt oder geklaut werden können, ich möchte nicht jede Woche mein Ladekabel vom Schrothändler zurückkaufen wollen.

    3. Kurze Lebensdauer der Akkus:
    ●Nach dem heutigen Stand der Akku-Technik halten die Akkus max. 2 bis 3 Jahre.
    Man nehme z.B. ein Laptop oder Handy dort Hält ein Akku derzeit auch max. 3 Jahre ?
    Das heißt ich darf mir alle 3 Jahre einen Akku der ca. 6000 Euro kostet kaufen.

    • Wer die Akkus aus Laptop, Mobiltelefon usw. mit einem Akku Vergleicht der in zukünftigen EVs eingesetzt werden wird hat mit Verlaub, keine Ahnung von der Materie.
      Die Lithium-Ionen Akkus für den Einsatz in Automobilen haben eine wesentlich größere Haltbarkeit als die Zellen in den genannten Geräten. Z.B die Zellen von Li-Tec:
      http://www.products4engineers.nl/resources/upload/KGaxYt-BE88-%282%29.pdf
      Wenn die Akkus wechselbar sind (Better Place System) dann sind alle oben genannten Fragen gelöst:
      * Wer Zuhause keine Lademöglichkeit hat, kann den Akku an der Wechselstation tauschen.
      * Da der Akkutausch nur 1-2 Minuten dauert, kann man bei langen Strecken den Akku so oft tauschen, wie notwendig.
      * Thermal Management des Akkus löst das Problem in kalter Witterung. Da sollen sich die EV-Hersteller was einfallen lassen.
      * Der Akku ist im Besitz von Better Place. Sollte der Akku defekt sein oder die Kapazität ist auff 80% gesunken, wird dieser aus dem Wechselsystem entfernt und durch einen neuen ersetzt.
      * Wenn bessere Akkus verfügbar sind, werden diese nach und nach in das System eingeführt und der einzelne profitiert von der neuen Technologie, ohne einen neuen Akku kaufen zu müssen.

      • Um eine Akkutausch zu realisieren
        müsste jedes Fahrzeug den Selben Akku haben, also ein zwei Tonnen schwerer 7er BMW müsste den selben Akku wie ein VW Lopo haben und das ist nicht möglich.

  4. Hallo Motorwelt Team,
    Elektroautos haben ja wohl nicht gerade eine überragenden Ökobilanz (wenn der Strom nicht aus regenertativen Energien stammt). Und dazu müßte man eine Betrachtung des Gesamtwirkungsgrades des Systems machen und auch mit einrechnen, dass ein „Verbrenner“ im Winder auch Scheiben abtaut und heizt und eine Klimaanlage auch nicht von alleine läuft. Und wie steht es mit dem Akku?! Im Konsumerbereich sind diese als „Verscheißteile“ von der Garantie ausgenommen. Heißt das, alle – sagen wir mal – 600 Ladezyklen einen neuen Akku zu wieviel Euro?
    Die Diskussion Elektroauto ist so völlig falsch. Wir müssen die Gesamternergiesituation der Wirtschaft sehen. Und wenn wir da einen hohen Anteil an regenerativen Energien haben ist beim PKW ein Verbrenner wohl durchaus sinnvoll.

    • Und wir sind weiter anhängig von Ölimporten (solange es noch welches gibt). Die Kosten für Öl werden steigen, je mehr verbraucht wird. Die Kosten für Strom aus erneuerbaren Quellen sinkt, je mehr davon produziert/verbraucht wird. Vor allem Strom aus Windkraft ist heute schon sehr konkurrenzfähig.

  5. Hallo ADAC,

    gezielte Desinformation oder Nachlässigkeit?

    Bei aller Elektroautoeuphorie sagt kein Mensch, woher der ganze Strom für den elektrischen Kraftverkehr kommen soll.

    Warum?
    Lässt sich doch mit einem einfachen Taschenrechner und den Physik-Kenntnissen eines Achtklässlers ausrechnen, dass man – wollte man den gesamten Individualverkehr der BRD auf Elektro umstellen – 220 neue Atomkraftwerke der Leistungsklasse Brunsbüttel bauen müsste.
    Die deutschen Automobilbauer geben sich auf Anfrage zum Thema mehrheitlich ahnungslos, lediglich bei VW gibt man diese Zahlen quasi zu und führt das Problem als Begründung an, warum man sich mit der Technik bisher zurückhält.
    Zitat: „Sie sehen also, es muessen noch viele Details geklaert werden, bevor wir mit unseren Namen fuer derartige Neuerscheinungen einstehen koennen“. (VW-2009/12-038250
    Energiebedarf fuer Elektrofahrzeuge)

    • Bei der Rechnung kann irgendetwas nicht stimmen. Aus einem Artikel in Wikipedia:
      „Im Falle der von der Bundesregierung für 2020 angestrebten Zahl von einer Million Elektroautos, was einem Anteil von etwa 2% aller Fahrzeuge entspricht, sind rund 3 TWh an elektrischer Energie aufzubringen, was lediglich einem halben Prozent des derzeitigen deutschen Strombedarfs entspricht. Der gesamte, deutschlandweite elektrobetriebene öffentliche Nah- und Fernverkehr benötigt rund 15 TWh Strom pro Jahr, entsprechend knapp 3 % des Bruttostromverbrauchs.“
      Mich würde mal die Quelle interessieren, die auf die phantastische Zahl von 220 zusätzlichen AKW kommt. Oder einfach nochmal selbst nachrechnen…

      • Die Schwierigkeit ist, an zuverlässige Zahlen zur Gesamtsituation heran zu kommen. Selbst wenn man voraussetzt, dass die bei Wikipedia von der Bundesregierung zitierten Zahlen richtig sind, ergibt sich bei genauem Hinsehen folgendes:
        <>
        2% entspricht 3TWh, 100% entspricht dann 150 TWh. 1 TWh = 1000 GWh. 150 TWh = 150000 GWh.
        Jährliche Leistung Brunsbüttel ca. 4000 GWh. Selbst wenn man die mit Sicherheit schön gerechneten Zahlen der Bundesregierung zugrunde legt, kommt man immer noch auf die Menge von ca. 40 zusätzlichen AKWs.
        Anders sieht es aus, wenn man die Menge an jährlich importiertem Erdöl von ca. 105 Mio Tonnen plus ca. 3 Mio Tonnen aus eigener Förderung und dessen Brennwert von ca 1300 TWh zugrunde legt.

  6. Hallo Motorwelt-Team,
    mir ist nicht klar wie das praktisch funktionieren soll.
    1. Die Öko-Bilanz eines E-Cars ist kaum besser als eines modernen Benzin/Diesel Motors.
    2. Wo soll der Strom herkommen, wenn die Atomkraftwerke abgeschaltet weden sollen? Inzwischen gibt es auch schon Protest gegen Windkraftanlagen
    3. Abhängigkeiten. Wir tauschen die Abhängigkeit von den Ölscheichs um, in die von 4 grossen Stromgiganten in der BRD.
    Ich glaube da ist noch einiger Klärungsbedarf notwendig!

    • Elektroautos haben, wie der elektrische Schienenverkehr, den Vorteil, dass sie im Betrieb vor Ort keine Schadstoffe ausstoßen. Die für die Erzeugung elektrischer Energie anfallenden Klimagas-Emissionen (CO2-Emissionen) und Schadstoffe müssen allerdings in der Gesamtbilanz mit berücksichtigt werden. Die Nutzung von Strom als Energieträger im Straßenverkehr kann jedenfalls die Abhängigkeit von den derzeit bestimmenden Ressourcen, insbesondere Erdöl, verringern und den Einsatz regenerativer Energieträger ermöglichen. Zudem zeichnen sich Elektroautos durch geringe motorische Lärmemissionen aus. Das E-Auto darf aber nicht zum Feigenblatt der Klimadiskussion werden. Verbrennungsmotoren bleiben noch lange im Markt und brauchen stetige Optimierung. Deshalb wäre es falsch, heute nur auf Elektromobilität zu setzen. Weitere Details zur Umweltbilanz finden sich unter http://www.adac.de/elektro

  7. Hallo liebes Motorwelt-Team,

    erst einmal ein großes Lob für Eure Webpräsenz. Erst der Twitteraccount und jetzt der Blog!

    Der Titel der aktuellen Motorwelt verspricht ja einiges. Wir sind schon gespannt, wie Ihr zur Elektroauto-Thematik steht. Strom gibt es ja genug für eMobilität, es fehlen nur noch die Serienfahrzeuge…

    VG, @RWEmobility

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