Wie heißt die Knutschkugel?


Das Elektromobil, mit dem wir seit kurzem fahren, hat verschiedene Namen. Bei der italienischen Firma Micro-Vett, die die Fahrzeuge mit Elekroantrieben ausstattet, heißt es e500. Beim deutschen Importeur Karabag wird der Wagen 500 Electro PKW genannt. Die Basis ist natürlich ein Fiat 500, die Turiner haben aber mit dem Elektroumbau nichts zu tun. Deshalb ist der Wagen offiziell kein Fiat. Wie darf man den Wagen nun nennen? Trotzdem Elektro-Fiat? 500 E? Elektrische Knutschkugel? Meinem Bäcker habe ich den Wagen heute morgen als Fiat mit Elektromotor vorgestellt. Was kostet der, wollte er wissen? Über 40.000 Euro. Da musst du viel Sprit sparen, hat er gesagt. Und: Aber wenn es irgendwann  keinen Sprit mehr gibt, werden wir froh sein, dass es die Technik gibt.

3 Antworten zu “Wie heißt die Knutschkugel?

  1. Der Traum vom E-Auto
    Wir vergeuden Geld und Geist an Details und haben nicht verstanden, dass wir im neuen System denken müssen. Egoistische Teil/Sektorenlösungen waren gestern. Dieses jetzt propagierte System des reinen E-Autos ist zum Scheitern verurteilt, weil etliche physikalische Randbedingungen in der Euphorie vollkommen ignoriert werden. Nur kurz ein paar: Zu geringe Energiedichte der Batterien, zu lange Ladezeit, keine Langstreckennutzung ohne Batteriewechselservice, keine Heizung im Winter also nicht wintertauglich.
    Es würde sich nur die Wasserstoff bzw Synthesetreibstofftechnologie zwingend anbieten, so wie Ludwig Bölkow vor ca 40 Jahren durchdacht hat. Ob Antrieb mit Brennstoffzellen/Batteriesystemkombination oder kleineren Verbrennungsmotoren beides könnte die oben genannten Probleme locker lösen, von den Umweltproblemen ganz zu schweigen. Der reine Akkubetrieb/E-Motorantrieb ist und bleibt für den Normalnutzer eine Totgeburt. Außerdem wo die Mehrzahl der Menschen immer ärmer werden, können sie sich diese Premiumkisten abschminken. So wie von unseren Autoherstellern erträumt, funktioniert die Zukunft nicht mehr.

  2. ich würde es grundsätzlich begrüßen,wenn elektrisch betriebene fahrzeuge endlich wirtschaftlich fahren und dann natürlich auch sofort umsteigen!leider wird bei allen angaben immer das wichtigste vergessen-nicht nur der kaufpreis ist abschreckend sondern vor allem die laufenden kosten,wie lebensdauer und preise der batterien werden bei allen fahrzeugen verschwiegen!
    wer wirtschaftlich denken muß,ist aber genau an solchen daten interressiert – für den kostenlosen strom durch solartechnik sorge ich schon selbst

  3. Frank W. Rockstroh

    Grundsätzlich „Ja“ zum E-Auto, doch für eine Serienfertigung noch zu früh. Erst müssen wichtige Kriterien erfüllt werden, als da sind:
    -Leistungsfähigere, gewichtsreduzierte, länger haltbarere und preiswertere Batterien;
    -Geringere Karosseriegewichte durch Karbon;
    -Jede Tankstelle muß mit Starkstrom-Nachlade-Stationen und genügend Stellplätzen ausgerüstet sein;
    -Fahrzeuge dürfen nicht teurer sein als solche mit herkömmlichem Antrieb;
    -Karosseriemäßig nicht zurück in’s Isetta-Zeitalter.
    -Verzicht auf E-betriebenen Luxus, wie elektr. Fensterheber, Sitzverstellung, etc. Auch auf Klimaanlagen kann man verzichten. Spart alles Gewicht, Geld und ist weniger reparaturanfällig. Zur Innenraum-Belüftung vordere und hintere Ausstellfenster, wie früher.
    -Lösung der Innenraum-Heizung im Winter;
    -Teilweise Stromrückgewinnung bei Bewegung des Fahrzeuges über Generatoren;
    -Die Stromerzeugung zur Speisung des E-Mobils sollte ausschließlich atomar oder durch natürliche Energiequellen erfolgen um die Umwelt möglichst gering zu belasten.
    -Für die „Übergangszeit“ sollte man primär auf Dieselantrieb und Gas setzen mit sparsameren Motoren und Verzicht auf Stahlkarosserien und elektrischen Luxus.
    -Drosselung der Höchstgeschwindigkeit durch den Hersteller, denn nur das spart Treibstoff. Über hohe Spritpreise jammern und gleichzeitig mit 200 km/h über die Autobahn düsen ist paranoid.
    -Bevor man generell E-Autos einführt muß ein Anspruchs-Umdenken der KFZ-Fahrer erfolgen, je eher, je besser. Dabei sollte der ADAC mithelfen.

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