99,9 km …


… lautete gestern Abend die Reichweiten-Anzeige im Fiat 500, mutmaßlich voll geladen. Die Reichweite im Elektroauto beginnt also da, wo bei anderen Autos langsam die Reserveanzeige zu leuchten anfängt. Elektrokilometer sind ein kostbares Gut. Da ich keine Ladestation von RWE zu Hause habe, kann ich nur beim ADAC laden, 30 km von hier. Das Wochenende plane ich deshalb genau. Bäcker: zu Fuß. Supermarkt: Fahrrad. Zum See: Elektro-Fiat. Fühlt sich trotzdem sehr gut an. (mav)

11 Antworten zu “99,9 km …

  1. Angela Tessmann

    zu 99,9 km: ja, das ist alles noch zu mühsam, spontanität gleich null. Und was ist mit den Behinderten? Die können nicht mal schnell zu Fuss zum Bäcker, oder mit Fahrrad einkaufen. Was auch für mich zu mühselig wäre, all die schweren Einkaufstaschen zu schleppen. Dann doch lieber einmal die Woche ein richtiger Einkauf mit dem Auto.
    Also alles noch nicht ausgereift. Aber leider schon auf dem Markt für teures Geld. Wenn sich da mal nicht die Autohersteller vertun.

  2. Haben Sie keine Steckdose zu Hause, wo Sie laden können?

  3. Mich würde mal interessieren, wieviel Prozent der Fahrleistung für die Nebenaggregate wie Klimaanlage, Servolenkung, Scheibenwischen, Verstellmotoren, Radio, Heizung usw verbraucht werden. Haben Sie dazu schon Aufschreibungen?

    Gruß Damian

  4. Purschke Andrea

    Stromautos sind gut!
    Denn dann ist jeder gezwungen ökobilanziert zu fahren, vorausgesetzt die Energiekonzerne arbeiten ökobilanziert.
    Ansonsten bleiben wir immer nur bei den alten Abgasmethoden. Ein Auto kann nie die Filter-, Abgaswerte oder Wirkungsgrade eines Kraftwerks erreichen, vorausgesetzt, das Kraftwerk ist uptodate.

    Eine Anregung aus Frauenkreisen:
    Warum haben E-Autos keine austausbaren Akkumodule, die man an der E-Tankstelle der Zukunft überall austauschen kann, so dass die Mobilität voll erhalten bleibt?
    Ich mein das so, also ob man statt Benzin tanken, den ganzen Tank austauscht. Bei Benzin oder auch bei Gas ein Dichtproblem, aber bei Strom völlig unkompliziert, vorausgesetzt eine Batterieart und Batteriegröße setzt sich durch, aber das sollte für Normliebhaber wie uns Deutsche kein unlösbares Problem sein?

    Gibt es diesen Gedanken mit dem austauschbaren Akkumodul schon, oder ist der nur mir neu?

    Viele Grüße liebe ADAC-Redaktion

    • Sie sind nicht allein mit Ihrer interessanten Idee: Der ehemalige SAP-Manager Shai Agassi hat eine viel beachtete Firma gegründet (Better Place), die sich um die Infrastruktur für solche austauschbaren Batterien kümmert: http://de.wikipedia.org/wiki/Project_Better_Place
      Schöne Grüße, Ihre Motorwelt-Redaktion

      • Purschke Andrea

        nun, die Idee mit dem Akkumodul stammte auch hier nicht von mir selbst, (die Seite lese ich noch – ) jedenfalls ist der Gedanke gut, wie ich finde.
        Wenn nicht sogar brilliant🙂

        Ok, es gibt noch richtig viel Kritik zu den Batterie-Autos, aber soweit ich weiß, fahren z.B. in einem Ort im Allgäu bereits E-Busse im öffentlichen Verkehr, für mich als alter Ökofreak irgendwie traumhaft dort aufzuspringen und fast geräuschlos durch einen Ort zu gleiten.
        Echt super!

        Autoakku austauschbar – wie beim Akkuschrauber?
        Ein Fernziel? Aber ein lohnendes, wie ich finde.
        Z.B. an jeder größeren Ecke stehen Akkutausch-Stationen, naja echt Zukunftsmusik – und per Navi kann ich eingeben welchen ich brauch und wo in der Nähe ein geladener für mich bereitsteht. Einbuchen – ein Greifarm tauscht das haptisch-elegant designte Akkumodul in einer halben Minute aus – ausbuchen, fertig.
        Strom ist immer im Mittelwert ökologisch, je nachdem welche Technik eben gerade eingesetzt wird. Die beste Stromgewinnungsidee ist noch nicht umgesetzt und die absolut veraltetsten Kraftwerke sind längst überwunden.
        Utopien bewahrheiten sich immer im Nachhinein.
        Man stelle sich nur vor, wie früher der Hausbrand-Gestank über den Dörfern lag, sobald es kühler wurde.
        Unvorstellbar damals – ein Land mit einem Leitungsnetz zu überziehen, das von zentralen Kraftwerken gespeist wird.

        Bis ein Auto sich durchsetzt, das eine neue Technik hat, dauert es zwei Jahrzehnte, bis ein Kraftwerk mit neuer Technik gebaut wird dauert es nur ein Jahrzehnt.🙂
        Ich kann also mit Stom insgesamt ökologischer fahren – wenn das mit den Batterien gut klappt – ganz gleich welche Technik in der Zukunft noch erfunden und umgesetzt werden wird. Mit Strom bin ich dabei, mit Verbrennungsmaschine hinke ich immer nur hinterher.

        Aber was ist schon ein Auto ohne Verbrennungsmotor, es hat einfach nur noch den Charme eines Rasenmähers, oder?😉

      • Purschke Andrea

        he, die Seite ist super!!
        jetzt bin ich glücklich :-))

  5. Die „Elektro-Mobilität“ ist eine Fehlentwicklung aus 2 Gründen:
    1) weil die Hypothese von der Verursachung des Klimawandels durch CO2 falsch ist (Näheres unter http://www.intergeobiologie.de/Aufsätze und den zahlreichen anderen Internetkritiken zu diesem Thema)
    2) weil Elektroautos mit dem gleichen Strommix fahren wie auch alle anderen Elektrogeräte im Haushalt (in Bayern z.B. mit 2/3 Atomstrom) und keineswegs, wie immer behauptet wird, den Strom aus regenerativen Quellen beziehen.
    Also: Was soll der ganze Quatsch?

    • Soso, die „Hypothese von der Verursachung des Klimawandels durch CO2“ ist also falsch…

      Also, was falsch ist, ist Ihr Link (der führt ins Leere) genauso wie Ihre Meinung.
      Wenn Sie meinen, Autoabgase wären nicht schädlich, probieren Sie´s doch ´mal aus (geht ganz einfach: Auto an, Garage zu…). Sollten Sie als Dr. med allerdings wissen.

      Und zum Thema Strommix: Solarzellen auf´s Dach und gut ist´s!

  6. Jürgen Bussiek

    Ich verstehe nicht, warum auch der ADAC so intensiv die E-Autos vertritt. Wie sie selbst in Ihrem Artikel schreiben, ist der Umweltvorteil beim derzeitigen Strommix unbedeutend. Daran wird sich auch in absehbarer Zeit nichts ändern. Warum setzt man nicht auf eine Technologie, die unabhängig von den heutigen Energieträgern ist, z.B. Wasserstoff. Ich weiß, dass die Probleme derzeit größer sind als bei den Batterien, aber sie sollten lösbar sein. Die Forschungsinvestitionen in E-Autos wären in neue Energieträger ohne den Umweg über Strom besser angelegt. aber leider ist Strom z.Zt. so wirkungsvoll zu verkaufen, der kommt ja aus der Steckdose!!! Prof. Dr. Jürgen Bussiek Lehmweg 10 32257 Bünde

    • Hallo Herr Professor Bussiek, danke für Ihre Anmerkung. Der ADAC legt sich auf keine Technologie fest, sondern begleitet den Weg zu einer künftigen Mobilität ohne ölbasierte Antriebe als neutraler Beobachter, Vermittler und Verbraucherschützer. Wasserstoff als Kraftstoff (vor allem die Brennstoffzelle) ist ein ebenso chancenreicher Weg wie Antriebe durch Batterien – im Übrigen fordert der Club, Strom für Autos künftig nachhaltig aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Es ist zu früh, eine Technologie jetzt schon hochzuloben oder zu verdammen. Und es gibt Länder (z.B. Österreich mit viel Wasserkraft), in denen der Strommix E-Mobilität sofort zu einer sinnvollen Spielart macht.

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