„Der macht keine Geräusche“


Passanten in München reagieren unterschiedlich auf den E-Roller im Stadteinsatz. Zweimal wird der Vectrix schlicht überhört – es hilft nur präventives Hupen, um eine potentielle Gefahrensituation zu entschärfen. Anderen fällt sofort auf, dass der Maxi-Roller nicht wie ein baugleiches Fahrzeug mit Verbrennungsmotor klingt: „Der macht keine Geräusche“, erklärt ein Mann seinem Mischling beim Gassigehen. Verbellt wird der knallgelbe ADAC-Roller dennoch, dem Vierbeiner sind Farbe und Form des Zweirads offensichtlich suspekt. Nach rund 30 Kilometern flotter Stadtfahrt meldet sich erstmals die Batteriewarnlampe. Mit einer Restreichweite von drei Kilometern und vier Ladebalken im Display erreicht der Vectrix die rettende Steckdose in der ADAC-Zentrale. (jk)

12 Antworten zu “„Der macht keine Geräusche“

  1. Hallo und „Guten Abend“ Michael Blum,
    ich habe keineswegs einer einzelnen Gruppe etwas unterstellt sondern der Allgemeinheit der Verkehrsteilnehmer nur gerade die Gruppe der Motorradfahrer belegt es besonders deutlich.
    Ich weiß, wovon ich schreibe denn ich bin inzwischen weit über 5 Mio KM beruflich und privat mit allen Klassen unterwegs und fahre heute noch, mit fast 70 Jahren, jeden Tag eine Tour für die Deutsche Post.
    Daß der Verkehr durch unnütze Gesetze so geworden ist, wie er heutzutage ist, das ist natürlich unbestritten und daß die Gesetzgebung in dieser Hinsicht dringend „bereinigt“ werden müßte, ist auch erforderlich aber an der Grundeinstellung der Verkehrsteilnehmer ist kurzfristig nichts zu ändern denn da sind Verhaltensweisen eingerissen, die einfach nicht tragbar sind – außerdem ist die Rechtsprechung , (nicht nur in der Verkehrsgerichtsbarkeit) aufgrund unserer besonderen Situation (Freiwillige Gerichtsbarkeit u.a.), nicht mehr als gerecht sondern als einseitig, zu betrachten.
    Die Urteile sind meist schon vor der Verhandlung schriftlich fixiert und werden nach etwas Blaa – Blaa in der Verhandlung, nur noch vorgelesen. Recht bekommt der, der am bekanntesten ist oder derjenige, der die besseren Beziehungen oder das meiste Geld hat. Recht bekommt man hierzulande nur noch äußerst selten – ich kann ein Lied davon singen.
    Wer sich wehrt und gegen diese Gerichte vorgeht, kommt auf die standesrechtliche „schwarze Liste“ der Juristen und es wird schon von vorne herein abgesprochen, daß derjenige niemals wieder irgend einen Prozeß gewinnt.
    All das führte in tausenden von Fällen, ganz natürlich zu einer Entartung im Verkehrsverhalten der Verkehrsteilnehmer…..das ist sicherlich auch ein Grund!
    MfG

  2. Die Olmultis sind schon lange im E- Geschäft.
    Es gilt aber wie bei Mercedes mit der Brennstoffzelle, dass die Entwicklung zuviel Geld gekostet hat um sie nicht an einen Dummen verkaufen zu müssen.
    Wenn man sich überlegt, dass diese Firma nach 3 Jahren Entwicklung erkannte, dass es viel zu teuer und aufwendig wird die max. 300 km Reichweite noch zu erhöhen, dann muss man die Frage stellen, warum denn dieses Unternehmen so die BZ in den Medien aufpumpt.
    Es ist mittlerweile bewiesen, dass auf der Basis von E- Motorrollern mit Wechselakku und Ladestation, die zukünftigen Autos eben weniger Personen befördern und dafür höhere Reichweiten erzielen.
    Diese Modelle sind bereits vorhanden oder in kürze zu kaufen.
    Ein SUV kommt darin nicht mehr vor.

  3. Hallo, allerseits,
    seit Juli 2009 fahre ich einen e-max 110, großer Bruder des im neuen ADAC-Heft getesteten e-max 90.
    Fazit nach 3.200 km: Sehr zufrieden, auch wenn meine 108 kg Lebendgewicht sich an Steigungen bemerkbar machen, sind Reichweiten von 70 km durchaus realistisch. Probleme gab es nur bei einem Nagel im Hinterrad, da ein normaler Reifenservice nicht mit dem Radnabenmotor zurechtkam und der ADAC mein Fahrzeug in die Werkstatt transportieren mußte.
    Weiterhin ist unbefriedigend, daß der Hersteller über die magere Betriebsanleitung hinaus keine technischen Informationen liefert. Die Begründung lautet, aus Sicherheitsgründen. Ich vermute jedoch, zum Schutz des noch recht dünnen Händlernetzes.
    Mit besten Grüßen
    Gert Wolf

  4. Hallo werter Markl, Tasso Hagen, Dr.,

    es ist richtig, daß diese Fahrzeuge schon unterwegs waren – es gab sie sogar schon 1907.
    Wenn Sie im Technikmuseum in Sinsheim sind, dann können Sie dort einige Entwicklungen, die tw. 100 Jahre alt sind, bewundern.
    Es gab aber schon einmal einen Großversuch in den US und zwar Anfang 1990 91….ich weiß es nicht genau.
    Aber man hat damals ca., 1000 Taxis gebaut, die nur mit Elektrik ausgestattet waren und in Betrieb genommen, die schon zum damaligen Zeitpunkt mit nur einem Dollar / 100 km gefahren sind.

    Da die Ölmafia die weitere Entwicklung jedoch verhindern wollte, wurde diese Fahrzeuge teilweise sogar gegen den Willen der Besitzer, einfach wieder eingezogen und verwertet.

    Ich erinnere mich an einen Beitrag in der Zeitung „Magazin2000plus“, in dem darüber ausführlich berichtet wurde. Sprechen Sie die Redaktion einfach mal an und die wissen ganz genau, in welcher Ausgabe der Artikel stand. Die erscheint im Argo-Verlag in Marktoberdorf.

    Meines Wissens gibt es genügend Patente und Entwicklungen, um den Verkehr ruhiger, sparsamer und preiswerter zu machen jedoch ist das nicht gewünscht denn dann könnten die Ölmafiosi und diverse andere „Mitverdiener“, auf ihren Produkten sitzen bleiben und deshalb wurden alle Patente, die in diese Richtung gingen, egal mit welchen Mitteln, aufgekauft, gestohlen oder durch Verbrechen in die hintersten Schubladen verfrachtet, damit ja keiner auf die Idee kommen könnte, solch effiziente Entwicklungen unter die Leute zu bringen. Sie sehen, daß der Wunsch diesen Menschen völlig gleichgültig ist, Hauptsache, die Kasse stimmt.

    Ich fahre übrigens schon einige Jahre mit Strom aber leider sind die Akkus noch nicht für längeres Fahren geeignet und da auch immer noch Blei-Akkus verbaut werden, hat man obendrein mit dem Memory-Effekt zu kämpfen.

    Meine Akkus der Fahrzeuge werden übrigens mittels einer privaten Photovoltaik und 4 Solarakkus aufgeladen – selbst der Strom aus der Steckdose kommt bei mir in der Wohnung aus dem Akku – aber das ist eigentlich illegal denn meine Inselanlage mitten in der Stadt, würde man mir niemals genehmigen – wer mag da wohl was dagegen haben ?????

    • Angela Tessmann

      Auch das ist richtig mit den Patenten. Da hätte das oder die Patentamt/ämter gleich zur Stellung nehmen müssen. Und auch die Entwickler hätten nicht zu sehr aufs Geld schielen sollen, denn man möchte doch was erreichen, mit dem, was man entwickelt hat und zum Patent anmeldet.
      Ohne die Zustimmung des Entwicklers,ein Patent kaufen zu wollen, geht doch nicht so einfach, oder? Oder sind die oder das Patentamt käuflich?

  5. Hallo Ulrike,
    die Geräuscharmut ist doch seit zig Jahren von der Bürgerschaft gefordert und nun sind Sie der meinung, daß es mehr Unfälle geben würde weil man die Fahrzeuge nicht hört.

    Ich stehe auf dem Standpunkt, daß die heutigen Verkehrsteilnehmer viel zu phlegmatisch geworden sind – nicht nur dieses sondern auch noch unaufmerksam und dreist. Es ist dringend an der Zeit, daß man auch den Mitbürger mal wieder wahrnimmt und nicht nur an sich selber denkt. Ich weiß, wovon ich rede denn ich wurde schon mehrfach einfach „übersehen“ – die meisten Motorradunfälle belegen das doch.

    Meine ganz klare Meinung:

    Wer seine Augen offen hält, wird niemals übersehen werden können, wer im heutigen Verkehr jedoch pennt, telefoniert oder die Augenbrauen im Spiegel striegelt und meint, der Andere könne ja acht geben, der ist verdammt nahe an einem Unfall dran und hat eigentlich im Verkehrsgeschehen absolut nichts zu suchen.

    • Angela Tessmann

      Hallo Sabrina,
      da geb ich Dir völlig Recht, leider ist das so, ich beobachte auch immer mehr, wie man mit Ohrstöpseln und berieselter Musik durch die Strassen läuft, im Strassenverkehr teilnimmt und nichts mitbekommt.
      Eine Unsitte, welche sehr gefährlich werden kann.
      Also immer Augen und Ohren offen halten und mitdenken.

    • Verkehrsregelungen sind ein wesentlicher Grund für die Oberflächlichkeit von Verkehrsteilnehmern.
      Hier ist eine Verringerung von Regelungen notwendig.
      Je mehr dem Verkehrsteilnehmer das Mitdenken und die Verantwortung im Straßenverker abgenommen wird, um so mehr glaubt sich jeder in Sicherheit und verursacht aus Unachtsamkeit Unfälle.
      Das ist also kein Problem für eine einzelne Gruppe von Verkehrsteilnehmern, sondern gilt für alle.
      Mit der E- Mobilität ergibt sich nur eine neue Gruppe von Verkehrsteilnehmern, die wir in unsere Wachsamkeit im Straßenverkehr einbeziehen müssen.

  6. Ich halte die Geräuscharmut für einen gravierenden Nachteil und prophezeie einen nicht unerheblichen Anstieg der Unfallzahlen für Fußgänger und Radfahrer! Die Autos machen zu wenig auf sich aufmerksam. Seitdem in Berlin die Straßenbahnen leiser fahren, gibt es öfter mal Unfälle mit Fußgängern, obwohl die Bahnen wohl kaum zu übersehen sind.
    Abgesehen davon müssen Akkus und sonstige Bestandteile produziert und entsorgt werden; außerdem: wo kommt der Strom her? Aus der Steckdose natürlich.😉

  7. Sehr geehrter Herr Dr. Tasso Hagen,

    die heutigen, in den Elektrofahrzeugen eingebauten Lithium-Ionen Batterien haben den kaum bekannten großen Nachteil, dass sie eine sehr temperaturabhängige Leistungsabgabe vorweisen.
    Mit Hilfe der Batterie muß diese in einem Temperaturbereich zwischen (15 – 25)°C betrieben werden. Das bedeutet elektrische Beheizung im Winter und elektrische Kühlung im Hochsommer.
    Den dafür benötigten Strom muss im Elektrofahrzeug
    aus der selben Batterie bereitgestellt werden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Theo Pötter

  8. Markl, Tasso Hagen, Dr.

    Zu: E-Mobile im Alltagstest:
    Meiner Erinnerung nach fuhren bis etwa 1950 in München elktrisch betriebene LKW: gelbe für die Post und graue für die Brauereien. Es wäre interessant, zu wissen, weshalb diese Elektrofahrzeuge aufgegeben wurden. Es ist ja nicht völlig ausgeschlossen, dass die Schwierigkeiten, die damals zur Ausmusterung dieser Fahzeuge führten, auch heute noch bestehen.

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