Kein Regen, keine Regeneration


Grauer Sommerregen prasselt auf die Windschutzscheibe, doch der Fiat 500 E meldet etwas anderes: „NO REGEN“ steht auf der Cockpitanzeige.

Hat der kleine Italiener einen kaputten Regensensor? Nein. Die Nachricht bedeutet „Bremsenergie-Rückgewinnung abgeschaltet“, „NO REGENERATION“. Diese Nachricht erscheint, verrät ein kleiner Folder der Firma Karabag, wenn nach einem Ladezyklus die Akkus voll sind und keine Energie über die Bremse zurückgewonnen werden kann. Auch an weitere ungewohnte Nachrichten müssen sich die Fahrer des E-Fiats gewöhnen. Wer „V-S LIM“ liest, kann gleich den Abschleppservice anrufen, denn dann ist die Batterie komplett leer und der Wagen muss zu einer Ladestation transportiert werden. Damit es soweit kommt, muss der Fahrer zuvor ein ganzes Arsenal an Meldungen ignoriert haben: „LOW VOLT“, „LOW POWER“, „DECHARGE“ beschreiben (mit aufsteigender Dringlichkeit) die Notwendigkeit, schnellstmöglich an eine Ladesäule zu kommen. Auch „MOTFAIL“ und „BMSERROR“ sind neu ins Wörterbuch des Elektromobilisten aufzunehmen, die Begriffe beschreiben Fehler im Antriebssystem bzw. im Batterieüberwachungssystem. Eines wird nach der Lektüre klar: Ein Elektroantrieb ist ein fragiles Gut. (mav)

4 Antworten zu “Kein Regen, keine Regeneration

  1. Sehr geehrte Damen und Herren
    leider mußte ich feststellen, das in Ihrem Motorweltheft leider nichts steht das Elektroautos eine wesentlich schlechtere Umweltbilanz als die bisherigen Benzin/Dieselautos haben. Denn wen man die Effektivität der Kraftwerke, Leitungs und Umspannverluste mit berücksichtigt(was man meiner Meinung nach muß wen man die Effektivität richtig berechnen will) sieht man eindeutig das die Elektroautos wesentlich schlechter abschneiden als die bisherigen Benzin/Diesel autos.Unterm Strich haben Elektroautos(wen man die Herstellung bis der Strom aus der Steckdose kommt) nicht mal einen Wirkungsgrad von 50%. Dagegen haben Benzin/Diesel autos einen wesentlich besseren Wirkungsgrad(weit über 80%). Darum verstehe ich die Euphorie, was die Elektroautos anbetrifft überhaupt nicht. Denn wen man ehrlich ist profietieren nur die Stromkonzerne von dem, wohl kommenden Boom.
    mfg

    • H.Paul Andreas,

      Das ein Verbrennunsmotor einen Wirkungsgrad von 80% haben soll, ist eine Fehlinformation. Bezogen auf die eingesetzte Energie (Benzin oder Diesel) können max 30% in Fahrleistung umgesetzt werden. Deshalb braucht man ja bei den E-Mobilen deutlich weniger Ladeenergie um die gleiche Strecke wie mit Verbrennungsmotor zu fahren. Das Problem bei den Baterien ist, dass diese nicht soviel Energie speichern können wie in 50 L Treibstoff enthalten sind. Vielleicht kann auch ein ADAC Techniker was über Wirkungsgrade sagen.
      Gruß Damian

      • Paul Andreas

        H. Damian Karl,

        ich habe mich diesbezüglich noch genauer informiert und muste feststellen das Sie zum Teil recht haben. Benzin/Dieselmotoren haben einen geringeren Wirkungsgrad als ich angenommen(falsch informiert) habe.Er liegt zwischen 37%Benzinmotor und bis zu 50%Dieselmotor. Bei Elektromotoren liegt er zwischen 20% – 99%. Wen man aber um die Akkus zu laden und das Fahrzeug an die Steckdose hängt, die wie ich oben bereits aufgeführten Verluste einberechnet kommt ein Wirkungsgrad weit unterhalb des Diesel/Benzinmotoers heraus. Ich habe nachfolgend ein paar Wirkungsgrade mir aus dem Netz besorgt, damit Sie meine Argumentation auch verstehen bzw. notfalls nachrechnen können(Wirkungsgrad Wärmekraftwerk(Kohle)25%-50%,
        Wasserkraftwerk80%-90%,
        Windkraftanlage51%,Kernkraftwerk 33%, Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung95%, Schaltnetzteil, Transformator50%-90%, Schaltnetzteil (für elektrische oder elektronische Geräte)50%-90%).Es sind aber leider noch nicht alle Verlustverursacher aufgeführt. Darum verstehe ich diesen kommenden Run überhaupt nicht, den der ist zwar für die großen Elektrokonzerne gut aber leider für unsere Umwelt um so schädlicher.
        Gruß Paul

      • Jürgen Hahn

        Hallo,

        ein Verbrennungsmotor in einem PKW hat einen MAXIMALEN Wirkungsgrad von knapp 40%. Diesen Wirkungsgrad haben Sie aber leider nur dann, wenn Sie den Motor im Volllastbetrieb bei einer Motordrehzahl von ca. 2000 (Diesel) – 3000 (Benziner) U/min betreiben. Im Schnitt haben Sie einen schlechteren Wirkungsgrad, der bei ca. 10-30% liegt (je nach Fahrweise).

        Bei einem Kraftwerk sind alle Leitungs-, Übertragungs- und Eigenbedarf-Verluste schon berücksichtigt. Ein modernes Öl-Kraftwerk hat ca. 50-60% Wirkungsgrad, das heißt, aus 1l Öl werden 5-6 kWh Strom an Ihre Steckdose geliefert. Was bei einem E-Auto aber noch dazu kommt sind die Verluste durch die Ladeelektronik, den Akku und den Motor, die in Summe ca. 10% ausmachen.

        Bye.

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