Was fehlt fürs E-Mobil?


Ein interessanter Kommentar von unserem Leser Frank W. Rockstroh, hier für alle zum Nachlesen:

Grundsätzlich „Ja“ zum E-Auto, doch für eine Serienfertigung noch zu früh. Erst müssen wichtige Kriterien erfüllt werden, als da sind:
-Leistungsfähigere, gewichtsreduzierte, länger haltbarere und preiswertere Batterien;
-Geringere Karosseriegewichte durch Karbon;
-Jede Tankstelle muß mit Starkstrom-Nachlade-Stationen und genügend Stellplätzen ausgerüstet sein;
-Fahrzeuge dürfen nicht teurer sein als solche mit herkömmlichem Antrieb;
-Karosseriemäßig nicht zurück in’s Isetta-Zeitalter.
-Verzicht auf E-betriebenen Luxus, wie elektr. Fensterheber, Sitzverstellung, etc. Auch auf Klimaanlagen kann man verzichten. Spart alles Gewicht, Geld und ist weniger reparaturanfällig. Zur Innenraum-Belüftung vordere und hintere Ausstellfenster, wie früher.
-Lösung der Innenraum-Heizung im Winter;
-Teilweise Stromrückgewinnung bei Bewegung des Fahrzeuges über Generatoren;
-Die Stromerzeugung zur Speisung des E-Mobils sollte ausschließlich atomar oder durch natürliche Energiequellen erfolgen um die Umwelt möglichst gering zu belasten.
-Für die „Übergangszeit“ sollte man primär auf Dieselantrieb und Gas setzen mit sparsameren Motoren und Verzicht auf Stahlkarosserien und elektrischen Luxus.
-Drosselung der Höchstgeschwindigkeit durch den Hersteller, denn nur das spart Treibstoff. Über hohe Spritpreise jammern und gleichzeitig mit 200 km/h über die Autobahn düsen ist paranoid.
-Bevor man generell E-Autos einführt muß ein Anspruchs-Umdenken der KFZ-Fahrer erfolgen, je eher, je besser. Dabei sollte der ADAC mithelfen.

40 Antworten zu “Was fehlt fürs E-Mobil?

  1. es ist alles recht und gut, ABER wenn alle oder viele der Umwelt zuliebe auf E-Autos umsteigen werden, frage ich mich , wo kommt der STROM her???
    auch erinnern wir uns an die Anfäge DIESEL preise, sie waren unterhalb von 0,50 Pfennige (ich weiß es ist lange her) dann kleterte der Preis in die HÖHE, weil viele DIESEL Auto’s kauften, mehr Km., weniger tanken u.s.w. was geschieht mit dem E-Autos??? wie hpch wird dann der Strompreis sein? noch vor ca einem Jahr an der Strecke Stuttgart – Ulm an einer Gastankstelle war der Preis um 00,45 Cent und heute weil viele mit Autogas fahren (nicht das der Vaterstaat sammelt Steuer sonder die Öl-Multis???) an der gleichen Gastankstelle ist es mittlerweile um 00.79 Cent oder höher!!! also erst versuchen vernüftigen Strom her zustellen, Wind, Wasser, und auch Solar, dann wenn dies ausreichen vorhanden ist, dann sollen vile E-Autos auf den Straßen fahren aber auch nicht nur kleine???

    • „frage ich mich , wo kommt der STROM her???“
      Nun, aus der Steckdose natürlich !😉

      Aber nun im Ernst, der Strom ist wirklich das aller kleinste Problem.

      Nehmen wir mal als Beispiel, die von der Bundesregierung angepeilte eine Mio. E-Autos.

      Ein durchschnittliches Elektroauto verbraucht auf 100 km zwischen 15 bis 20 kWh elektrischen Strom ab Steckdose. Als Berechnungsgrundlage nehme ich deshalb mal 18 kWh an.

      Die durchschnittliche Jahresfahrstrecke eines deutschen wird in der Regel mit 12.000 km angegeben.

      Multipliziere ich nun den Verbrauch von 18 kWh/100km mit 12.000 km komme ich auf einen Jahresstrombedarf von 2160 kWh.
      Dies mit einer Mio E-Autos multipliziert ergibt einen Jahresstrombedarf von 2,16 TWh.

      Schon 2009 hatten wir einen Anteil an regenerativ erzeugten Strom von 93 ‚TWh in Deutschland, bis 2020 sollen es rund 278 TWh sein.

      Demnach würden 1 Mio Elektroautos im Jahr 2020 gerade mal knapp 0,8 % des regenerativ erzeugten Strom benötigen !

      Und selbst 40 Mio. E-Autos würden mit mit rund 86 TWh gerade mal rund 30 % der regenerativen Stromerzeugung verbrauchen.

  2. Die Diskussion um die Herkunft des Stroms für Elektroautos, habe ich in der Motorwelt (August 2010) vermisst. Ich bin froh, dass dieses Thema wenigstens hier so ausgiebig besprochen wird. Ich bin mir bewusst, dass wir neue Technologienbrauchen, doch ein paar Fragen dazu schweben mir noch im Kopf herum.

    E-Autos fahren (soweit mir bekannt) ja nicht mit Luft. Woher kommt der Strom?
    Bruttostromerzeugung nach Energieträgern im Jahr 2009 in Deutschland:

    Energieträger Strommenge TWh Anteil
    —————————————————————–
    Braunkohle 146,5 24,6%
    Kernenergie 134,5 22,6%
    Steinkohle 109,0 18,3%
    Erdgas 77,0 12,9%
    Mineralölpr. 12,5 2,1%
    andere 116,5 19,5%
    —————————————————————–
    Summe 596,0 100,0%
    regenerativ. Ant. 93,0 15,6%

    Jürgen Hahn schreibt: „Wenn wir jetzt bei E-Autos von 20 kWh/100 km ausgehen:
    => ca. 100 TWh Energieverbrauch“ (für 40 Mio. PKW)
    Das ist ja ein Sechstel der gesamten heutigen Stromproduktion!

    „So lange halten die Vorräte (in Jahren)“ Zitat Motorwelt
    – Öl: 44 Jahre
    – Gas: 59 Jahre
    – Kohle 138 Jahre

    Hinzu kommt noch, dass nicht nur die üblichen Stromfresser die Ressourcen verbrauchen, sondern demnächst auch die E-PKWs… und was ist mit E-LKW!?
    Ist also Atomstrom die Lösung? oder Übergangslösung bis genügend regenerative Stromerzeugung verfügbar ist?
    In der heutigen Ausgabe des „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Nr.184) ist zu lesen, dass das Uranvorkommen der erschlossenen Mienen, spätestens 2020 nicht mehr reicht um den heutigen Bedarf zu decken.

    Also nochmal meine Frage:
    Woher kommt der Strom?

    • Strom könnte z.B. vom eingesparten Benzin & Diesel „kommen“. Da mit diesem eingesparten Benzin & Diesel ca. die doppelte Menge an benötigtem Strom produziert werden könnte, würden diese Vorräte dann auch noch etwas länger reichen… hoffentlich so lange, bis alternative Stromquellen in ausreichender Menge vorhanden sind. „Hoffentlich so lange“ ist aber für E-Autos (mit verstromtem Benzin & Diesel) aber schon mal länger als mit im Auto „verbranntem“ Benzin & Diesel.

      Bye.

  3. Wo kommt der Strom für E-Autos her?

    Nehmen wir mal an, das eingesparte Öl (Benzin, Diesel) wird in neu gebauten Öl-Kraftwerken in Strom umgewandelt:

    1l Öl hat ca. 10 kWh
    1 Mio PKWs verbrauchen ca. 875 Mio l Öl
    => 8,75 TWh
    Wirkungsgrad eines ölbetriebenen GuD-Kraftwerkes sind ca. 60%
    (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/GuD-Kraftwerk )

    Damit könnte man also ca. 5 TWh Strom erzeugen.

    Zur Erinnerung: 1 Mio E-Autos brauchen ca. 2.5 TWh (bei 20kWh/100km, E-Mini braucht 15kWh/100km, E-Smart 13kWh/100km)

    Es bleiben bei 1 Mio E-Autos als 2.5 TWh übrig.

    Ein Kernkraftwerk produziert ca. 5-10 TWh pro Jahr. Bei 40 Mio umgestellten PKWs könnte man also 10-20 Kernkraftwerke abschalten (in Deutschland sind z.Zt. 17 Kernkraftwerke in Betrieb). Nur so als Gedankenanstoß.

    Bye.

  4. Oh, vor lauter Nuller verrechnet!

    2000 – 3000 Mühlen pro 1 Mio. E-Autos passen eher!

    1 Auto / Jahr macht 4 – 6 MWh wenn man von 20.000 km ausgeht.

    4.000 (6.000) GWh / 2 GWh / Mühle / Jahr = 2000 – 3000 Mühlen pro 1 Mio. E-Autos, also doch nur 10 – 15 % des deutschen Mühlenbestands, richtig?

    Dennoch, wieviele Mühlen sollen dann noch dazu kommen, damit man auch wie Schleswig Hollstein das vor hat den Haus und Herd versorgt? Wieviel Wh braucht eigentlich ein durchschnittliches deutsches Haus / Jahr?

  5. 1 Mio. E-Autos, die 20.000 km im Jahr zurücklegen:

    20/100*20.000*1.000.000 = 4.000.000.000 kWh = 4.000 GWh

    Wenn ich heute die Herstellerangaben betrachte, dann ist das mit 20 KW/100 km vermutlich wie immer die optimistische Betrachtung. In der Praxis kommt immer deutlich mehr raus, also ich würde mal von 30 KWh ausgehen, dann wären wir schon bei 6 GWh / Jahr / Auto!

    Dies umso mehr aus folgendem Grund:

    Aus Verbrauchersicht habe ich damit nicht mal ansatzweise einen Nutzen- / Luxus- … Gleichstand zu einem konventionelles Auto. Ich habe dann in Wirklichkeit einen 100 km schnellen E-Trabi unterm Hintern, oder? Ich kann also immer sagen, Hurra, ich verbrauche weniger, wenn ich danach auf Diät umstelle. Wenn ich ab sofort jeden Mittag Konserven esse, dann kann ich auch sagen, dass ich deutlich weniger Strom im Jahr verbrauche, nicht wahr? Wenn ich so einen E-Trabi habe, dann werde ich also erst recht auf die Tube drücken, wenn das Biest den Berg hochkriecht und dahinter womöglich die anderen konventionellen Autos schon hupen? Lassen wir mal die Frage offen, wieviel so ein schwachbrüstiges Autochen braucht, wenn man ihm erst einmal realistisch belädt. Ich fahre ja i.d.R. nicht leer durch die Gegend. Kaum ist der Wagen voll, wird er vermutlich erst recht Strom fressen weil er nicht für Last ausgelegt ist!?

    WINDENERGIE ist angeblich die bedeutendste regenerative Energiequelle, in Wikipedia heisst es:
    >> 2007 wurden in Deutschland real 39.500 GWh Strom aus Windenergie produziert, was etwa 6,4 % des Bruttostromverbrauchs im Jahr 2007 entsprach. Damit ist Windenergie vor der Wasserkraft (2007: 3,4%, 20.700 GWh bei 4.700 MW installierter Leistung) [16] die bedeutendste erneuerbare Energiequelle in der Stromerzeugung.

    Weiter:
    >> Das Bundesland Schleswig-Holstein plant ab 2020 den gesamten Stromverbrauch seiner Einwohner durch Windenergie zu decken.[17]

    Siehe Wiki -> Windenergie#Anteil_der_Windenergie_an_der_Stromerzeugung

    39.500GWh bei etwa 20.000 Windmühlen = ca. 2 GWh pro Mühle!

    Heisst also:
    + 1 AUTO braucht zu seiner Sättigung 3 Windmühlen, richtig!?
    + Und im Beispiel 1 Mio. Autos (Jahr 2020) würde das 3 Mio. Mühlen bedeuten, also 150 MAL MEHR MÜHLEN ALS HEUTE!

    Kann mir mal einer erklären wo die dann alle stehen sollen? Länder wie die USA haben ja zumindest riesige Wüsten und die liessen sich ja auch solartechnisch deutlich besser nutzen ohne dass es einen gross stört. Also wie ich weiter unten schon sagte: E-Auto, ein importiertes Problem? Ok, man kann noch mehr Mühlen aufs Meer rausbauen, da wird ja auch dran gearbeitet, aber das hat doch alles eine Grenze!

    Und jetzt haben wir noch gar nicht reingerechnet wie denn die riesen metallene Mühle ENTSTANDEN ist, die ist ja nicht vom Himmel gefallen, oder? Die hat ja schon enorm viel Energie für ihre Rohstofferschliessung, über die Produktion bis zum Transport gefressen.

    Aber wie ja im Wiki auch steht, will Schleswig-Hollstein 2020, wenn also 1 Mio. E-Autos fahren sollen, die Windenergie für die Deckung des anderen elektrischen Bedarfs verwenden. Ja, FÜR WEN SOLLEN DIE MÜHLE 2020 ARBEITEN? Für den Herd ODER für das Auto?

    Und dann ist noch die Frage, ob das Auto im Winter ebenfalls 20 – 30 KWh / 100 km braucht. Also ich habe den Eindruck, dass Akkus Kälte nicht mögen. Frisst also das Auto in der Winterzeit noch mehr. Und wie „dicht“ sind die Batterien. Wieviel Ladung habe ich z.B. wenn ich am Wochenende nicht lade am Montag noch?

    Und jetzt kann mir mal bitte jemand der z.B. daheim eine Solaranlage hat hochrechnen wie viele Solar-QM er bräuchte, damit sein neues E-Auto im Jahr 20.000 km zurück legen kann!

    Aha, wir kommen eben doch wieder auf Kernkraft zurück, wenn das „Hilfe-CO2-Erderwärmungskatastrophengas“ aus dem Spiel bleiben soll, damit die Pflanzen auch ja nicht genug CO2 für ihre Photosynthese abbekommen und die Freiland-Tomatenproduktion nicht noch mit holländischen Gewächshäusern konkurrieren, die mit CO2 düngen, damit es erst richtig wächst! Wow, die Pflanzen nehmen sogar MEHR AUF, wenn es MEHR CO2 gibt. Sollten wir besser mal wieder arbeiten den Regenwald zu regenerieren statt immer weiter zu reduzieren? Ach, das ist nicht das CO2-Problem, es sind die Autos?

    Hier mal eine Aufklärung für CO2-Gläubige:
    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2009/11/wieviel-co2-des-menschen-ist-in-der.html

  6. Was fehlt fürs E-Mobil?

    Grundsätzlich ausreichend elektrische Energie nicht nur für den Antrieb sondern auch für alles was ein modernes und verkehrssicheres Auto braucht.

    Damit meine nur nicht ich bestimmt keine Innenraumbelüftung über Ausstellfenster und änliche Vorschläge als „Rolle Rückwärts“ zum Thema Verkehrssicherheit.

    Und das alles kann die „ausschließlich“ atomar gespeiste Batterie nicht leisten. Auch nicht in 50 Jahren.

    Anders sieht es hingegen bei der Versorgung des wünschenswerten und gewollten E – Autos mit elektrischer Energie mit Hilfe einer Brennstoffzelle.
    In ihr verbrennt Wasserstoff mit dem Sauerstoff unserer Atemluft zu Wasserdampf. Dabei entsteht nicht nur Wärme (Winterbeheizung des E-Autos) sondern auch jede Menge Strom für:
    1. Antrieb
    2. Innenraumbelüftung
    3. Klimaanlage
    4. Fensterheber
    5. Sitzverstellung
    6. Standheizung
    7. . . .

    Meiner Meinung nach kann jeder für sich entscheiden was er fahren will.

    Die Konsumenten entscheiden letztendlich ob sich ein spezielles Produkt etabliert nicht die Politiker.

  7. Auf Dauer können sich Elektromobile im ähnlichen Umfang wie jetzt die Fahrzeige mit klassischen Verbrennungsmotoren nur durchsetzen, wenn sie zwei Grundanforderungen erfüllen.
    1. Für mehr oder weniger jedermann finanzierbar.
    2. Ständige Einsatzbereitschaft des Fahrzeuges nach dem Motto : mobile Freiheit habe ich dann, wenn ich jederzeit könnte, wenn ich wollte.
    Beides ist bisher nicht einmal im Ansatz gewährleistet. Die Akkus werden auf lange Zeit für den Ottonormalverbraucher nicht finanzierbar sein. Die Ladezeiten der Akkus sind und werden auf Dauer zu lange sein. Außerdem: wo laden alle die Laternenparker ihre Akkus auf. Auch die unzähligen PKW-Pendler haben bei der Arbeit oft nur den Parkplatz am Straßenrand.
    M.E. sind beide Ansätze nur mit einem Konzept zu lösen, dass in den 80-iger oder Anfang der 90-iger Jahre schon einmal in Fachzeitschriften diskutiert wurde.
    Die einer DIN-Norm entsprechenden Akkus sind kein fester Bestandteil des Fahrzeuges sondern werden an Elektrotankstellen per weitgehend automatisierter und genormter Aufnahmeeinheiten am Fahrzeug einerseits, an der Tankstelle andererseits (Austauschvorgang per „Robotzapfsäulen“ im Funkkontakt mit dem Computer des Fahrzeuges) schlicht gegen volle ausgetauscht.
    Der Tankvorgang würde nicht länger als jetzt dauern. (Nebenbei würden die Arbeitsplätze an den Tankstellen erhalten werden)
    Die Akkus sind Eigentum des Energiekonzerns und werden mit der Stromgebühr für die Dauer des Verbleibs im Fahrzeug geleast oder gemietet.
    Unterschiedlich starke Fahrzeuge könnten entweder mit mehreren Akkus ausgerüstet werden oder mit unterschiedlich starken (wie jetzt verschiedene Benzinsorten). Auch schwächere Fahrzeuge könnten mit Aufnahmeeinheiten versehen werden, die mehrere Akkus fassen. Dies würde ein „Zwischentanken“ ermöglichen bzw. die Reichweiten verlängern.
    Der Bordcomputer könnte online erfassen und aufzeigen, welche Elektrotankstelle in der Nähe oder auf einer längeren Fahrt genügend Akkus zur Verfügung hat.
    Die Akkus könnten parallel technisch weiter entwickelt werden, ohne dass das einzelne Fahrzeug an Wert verliert, solange die „neuen“ Akkus den DIN-Normen der Akkuaufnahmen im Fahrzeug entsprechen.
    Einen aufgeladenen Akku erhält (außer bei einem Neufahrzeug, Erstausrüstung durch den Händler) nur, wer einen leeren entlädt. Damit ist gewährleistet, dass Akkus nicht wild entsorgt oder in ungeeigneter Umgebung gelagert werden. Im übrigen sind diese durch einen elektronisch lesbaren Code (Strichcode) gekennzeichnet. Die den Akku ausgebende „Tankstelle“ erfasst jeweils die Daten des empfangenden Fahrzeuges.

    Zum Schluss noch eine allgemeine Anmerkung: Bei allen Diskussionen zur Umweltfreundlichkeit verschiedenster Antriebsmodelle vermisse ich immer Aussagen zur Energie- und Umweltbilanz (Giftigkeit, Ressourcenschonung) bei Herstellung und Verschrottung der verschiedenen Technologien. Für wie viele Akkus reichen z.B. die Lithiumvorkommen der Erde? Wie viel Energie wird benötigt, um verbautes Lithium oder Halbleitermaterial wieder zu recyclen?

    Der Strom für die Akkuaufladung sollte natürlich auch möglichst umweltfreundlich erzeugt werden.

  8. Strombedarf für E-Autos in Deutschland:

    Wenn man die Zahlen von dieser Seite nimmt: http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Publikationen/STATmagazin/Umwelt/2010__01/2010__01Kraftstoffverbrauch,templateId=renderPrint.psml
    dann haben wir in Deutschland:
    ca. 40 Mio. Privat-PKWs
    ca. 35 Mrd. Liter Benzin&Diesel Verbrauch pro Jahr
    ca. 480 Mrd. km Fahrleistung pro Jahr
    => Durchschnittsverbrauch von 7,3 l/100 km
    => bei 10 kWh/l Benzin&Diesel: 350 TWh Energieverbrauch

    Wenn wir jetzt bei E-Autos von 20 kWh/100 km ausgehen:
    => ca. 100 TWh Energieverbrauch

    Bei 1 Mio E-PKWs sind das:
    =>2.5 TWh Energieverbrauch pro Jahr

    Gesamtstromproduktion in Deutschland z.Zt.: 600-650 TWh pro Jahr

    Bye.

  9. Habe dieses Werbeplakat der Grünen gefunden:

    „Mehr E-Wagen – Aus der Krise hilft nur Grün!“

    Interessant oder?

    Fragt sich welche Krise die meinen?
    + Die Weltwirtschaftskrise und die Suche nach neuen Absatzmärkten im sich entwickelnden Osten mit Autos „Made in Germany“?

    Nun, in dem Sinne verstanden könnte es sogar stimmen!?

    + Oder meinen die vielleicht IRRTÜMLICH das, was ich bereits in dem Beitrag Ökobilanz beschrieben habe, dass durch E-Autos die Menschen in Deutschland produktiver und konkurrenzfähiger würden? Ich kommentierte in dem Beitrag, dass genau das bei einem Wegwerfauto im Falle eines Niedriglohns nicht der Fall sein wird, sondern dass die Mehrkosten eines akkubetriebenen und kurzlebigen Plastik-Autos die unteren Einkommensklassen in den Ruin treiben, den Hersteller reicher und den kleinen Mann ärmer machen. Heute habe ich gerade von einem Smart-Fahrer erfahren, dass schon dieser wegweisende Stadtwagen über 100.000 km nicht hergibt, also schon die Vorstufe solcher Wegwerfautos sei!

    Aber vielleicht verstehen wir das einfach nur falsch. Vielleicht meinen die Grünen ja in Wirklichkeit, dass dann, wenn sich nur noch Reiche ein Auto leisten können die einfache arbeitende Bevölkerung zwangsweise wieder mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren werden? Nun, im Sinne der Fettleibigkeit schon in jungen Jahren, die derzeit so viel diskutiert wird, haben die Grünen da auch wieder gewissermassen Recht:

    Ein Weg aus der Gesundheitskrise!?

    + Oder meinen die Grünen mit dem Plakat die Energiepolitik und CO2-Theorie? Wenn das der Fall ist, woher bitte soll so viel Strom kommen, wenn nicht aus AKWs, denn die regenerativen Energiequellen geben doch gar nicht so viel her. Oder wollen sie dem Arbeiter auch noch die Kosten auflasten die dadurch entstehen, wenn jetzt alle Häuser in Deutschland mit Solarpaneln gepflastert werden. Wie soll denn dann die Mietpreise aussehen? Dass diese Kosten auf den Mieter abgewälzt werden, genauso wie jene hier die diskutieren, dass man bei Aldi dann „aufladen könne“ ohne ein Wort darüber zu verlieren „dass ohne Moos nun mal nichts los ist“. Ist ja wohl ein Witz! Also endet es doch unweigerlich in der billigsten und international anerkannten Technik namens ATOMKRAFT (und wenn die eben über die Grids mehr oder weniger geheim importiert wird).

    Also die Frage wäre doch: Decken wir in Zukunft alle Häuser mit natürlich recht teuren Solarpaneln, reicht das dann in Deutschland um zumindest ein E-Auto (ausgerechnet auch noch über Nacht weil man da ja schläft und der Wagen steht!) aufzuladen? Aber dann bitte auch gleich noch eine LED-Fernseher Verordnung, damit nicht die Hälfte des Solarstroms bei der Tagesschau und dem Spielfilm am Abend hops geht! Vom Herd wollen wir gar nicht reden!

    Aber den Weisheit letzten Schluss habe ich jetzt so recherchiert: Bill Gates wird 2020 zum grossen Helden der Grünen und Held der Rettung der Welt ernannt! Wie bitte?

    Gates arbeitet mit seiner Truppe gerade an sog. Terrapower-Kraftwerken, Mini-Atomkraftwerke, die mit DU (abgereichertem Uran) betrieben werden. Ab 2020 soll das erste Kraftwerk in Betrieb gehen. In dem Fall wird sogar das DU (also das depleted Uranium, was derzeit von GB und USA in modernen Kriegen wie Jugoslawien, Irak, Afghanistan …) in die Landschaft verballert wurde und jetzt dort vor sich hinstrahlt, sozialverträglicher in Form von Energiegewinnung entsorgt. Entsorgung von Uranabfall was natürlich unbedingt nötig ist. Man kann den ja nicht einfach rumliegen lassen oder? Na, wenn er das schafft, dann wird er zum Einstein 2 ernannt und die Grünen sind mit seinen „abbauenden Atomkraftwerken“ doch wieder im Frieden, oder?

    Also: Ein Weg aus der Energie- und Atomkrise?
    Dank Bill Gates, könnten die Grünen auch in diesem Punkt Recht behalten!?

  10. E-Autos sind vorwiegend für Berufspendler und für den City-Verkehr optimal.
    Leider gibt es zu wenig Lademöglichkeiten.
    Die Kapazitäten für die Akkus könnten kleiner gehalten werden wenn innhalb der Städte die öffentlichen Parkplätze alle mit Ladestationen ausgerüstet werden – aber keine Ladesäulen wie bisher sondern über Induktion wie bei einer elektischen Zahnbürste. Die in den Boden eingelassenen Induktionschleifen laden die Akkus automatisch beim Parken – ohne Kabel und sicher vor Vandalismus.
    Ich würde auch gern ein E-Auto fahren, habe aber leider keine Möglichkeit zum Laden der Akkus.

  11. Robert Strasser

    Anscheinend sind für viele Autohersteller (und Autokäufer) die reinen Elektroautos das non-plus-ultra unserer Zukunftsmobilität: tanken an jeder Steckdose und weiter geht’s.
    Ich möchte jeden, der so denkt, fragen: woher kommt der Strom in der Steckdose? Solange er überwiegendst mit fossilen Brennstoffen oder atomar erzeugt wird – Hände weg! Da ist vermutlich jeder „gute“ Benzin- oder Dieselmotor viel umweltfreundlicher. Der „Autotyp“ kann nur die zweite Entscheidung sein. Schlimmstenfalls leisten wir dadurch der Atomstromlobby Argumentationshilfe.
    Warum hört man „vor lauter Elektrosmog“ immer weniger von Wasserstofftechnologie, Brennstoffzellen, Energiesparpotential etc.? Springen die Autobauer alle auf den „Elektrozug“ auf, weil sie sich dort die „Geschäfte der Zukunft“ versprechen?
    Wenn, dann sollte die nötige Power unmittelbar beim Fahrzeug entstehen (Akku lädt bergab und beim Bremsen, „autarke“ Stromtankstellen, …)

    Ein umweltbewusster Toyota-Prius 3 – Fahrer (ohne plugin-Technologie)

    • Badhomburg, Alex

      Ich nehme an, der Kraftstoff für Ihren Prius kommt nicht aus dem Golf von Mexico? Zugegeben, sarkastisch, aber ich bin es leid hören zu müssen, dass eine altbewährte Technik in einem neuen Lösungsansatz verworfen werden soll, solange andere Bedingungen nicht geschaffen sind. Kein Erdgasauto ohne Erdgastankstellen und so weiter….und immer wird nur bei Strom der CO2-Verbrauch bei der Produktion berücksichtigt, aber ich kann beruhigen, ein Prius hat auch nur lokal min. 89g/100km, die Emissionen der Raffinerie, für den Transport und Lagerung sind da NICHT berücksichtigt und diese liegen min. ebenso hoch wie beim heutigen Strommix. Unterschied: Der Strommix wird stetig besser, die Kraftstoffgewinnung dagegen nicht.

  12. Habe mal auf der BMW-Seite geschaut und habe gefunden, dass beides (Wasserstoffverbrennung UND Batteriebetrieb) anscheinend schon läuft. Hydrogen 7 UND Mini 600 E! Sich ergänzend!
    Die Zweigleisigkeit wird ausdrücklich betont und DAS scheint mir schon sehr viel plausibler:

    Zitat:
    >>Denn die Zukunft ist für uns beides: Elektro- und Wasserstoffmobilität. Sowohl als auch. Nicht entweder oder.

    Klar ist: Für den flächendeckenden Einsatz dieser Technologien muss sich nun die entsprechende Infrastruktur entwickeln – insbesondere, was die Erzeugung der Primärenergie anbelangt. Damit diese so regenerativ wie möglich erfolgt. Eine Verlagerung der Emissionen vom Auspuff ins Kraftwerk bringt niemanden etwas. Am wenigsten der Umwelt.

    GENAU: Jetzt wird ein Schuh draus! Für lange Strecken und Geschäftsleute gibt es ein SOFORT UND SCHNELL betankbares starkes Wasserstoffauto weiterhin auf Verbrennungstechnik. Wohingegen der Elektroantrieb (natürlich atomkraftwerkgespeist, woher soll denn sonst der ganze CO2-freie Strom in dieser Menge bitte kommen?) letztendlich ein Zweit- und Stadtauto sein wird.

    Die Idee vom E-Auto scheint mir aber schon wieder eine „importierte Idee“ aus der Globalisierungskiste (also mit Mangel an deutschem Bezug) zu sein. Denkt mal folgendes: Habt Ihr mal diese Mega-Millionen-Städte in anderen Ländern gesehen, diese mit den riesigen Dunstwolken. Ahhhh! Jetzt wird auch aus der eigentlich (aus deutscher Perspektive verrückten) Batterieidee ein Schuh draus, denn: In diesen hochkonzentrierten Millionenmetropolen = enormes Marktpotential / Absatzmarkt (besonders China und diese sich noch entwickelnden Märkte und Deutschland Exportweltmeister!) wäre es tatsächlich sehr hilfreich, wenn Autos in Zukunft in der Stadt grossteils batteriebetrieben liefen, also als STADTAUTO! Dort in diesen sich entwickelten Megacities klemmt es nämlich inzwischen richtig. Ich konnte das in den letzten Jahrzehnten beobachten. Feierabendverkehr ist inzwischen ein richtiger Alptraum. Alles total überfüllt und diese Städte arbeiten mit Hochdruck daran, wie sie denn den öffentlichen Verkehr z.B. über ein neues U-Bahn-Netz etc. ankurbeln können. Die Busse sind eh schon randvoll überfüllt und fahren im 3-Minutentakt! Und HIER gibt es tatsächlich ein reales CO2 / Abgas / Schadstoff … Problem.

    Diese Problematik ist aber FÜR DEUTSCHLAND NICHT REAL. Die Busse des Nahverkehrs fahren fast nur mit Schülern und alten Leuten! Fliegt mal mit dem Flugzeug über Deutschland, dann seht ihr eine Art „Parklandschaft“, eingebettet ins Grünland immer wieder kleine Dörferpunkte, die weiträumig mit Strassen vernetzt sind usw. wie ein Netz. Wenn man die Häuser unter sich nicht sehen kann, dann ist das i.d.R. ganz NATÜRLICH wolkenbedingt und man sieht auch: Wenn Dunst, dann sieht man in der Nähe ein Kraftwerk wo die Fahne hoch geht. In Deutschland sind nicht diese Megacities über die man minutenlang fliegt und über denen riesige braungelbe Dunstglocken hängen. Ein bisschen im Rheintal staut es sich zwischen Schwarzwald und Vogesen.

    Und jetzt kommt Teil 3 dieser importierten Logik: Diese Länder haben im Gegensatz zu Deutschland ganz und gar nicht Probleme mit Atomkraftwerken! Die Leute dort sind froh, wenn sie ÜBERHAUPT STROM haben und wenn sie überhaupt ein billiges (darf auch gern klapprig sein wie das Fahrrad) Auto haben können.

    Ich sehe das also nach etwas nachdenken so:
    Wir haben mit dem E-Auto eine Idee importiert die gar nicht auf Deutschland mit seiner kleinen „Dörfchenstruktur“ passt zumal wir ja die Northstream-Pipeline jetzt auch noch direkt vom Hauptlieferanten vor der Haustür haben. Wohl aber exportiert Deutschland enorm besonders in der Autoindustrie (ein Hauptarm der deutschen Wirtschaft) und daher wird das Problem der anderen plötzlich tatsächlich unser Problem, ein Wirtschaftsproblem, ein Absatzproblem. Wenn wir uns die Megacities der anderen Länder als potentielle Abnehmer Deutscher Technik der Zukunft betrachten, DANN machen diese Ambitionen plötzlich wieder Sinn. Und wir „peniblen Deutschen“ sind dann das heimische Versuchsfeld um diese neue Technologie „Made in Germany“ reif zu machen, dass es auch in diesen anderen Ländern, wo dies ein begehrtes Markenzeichen ist (genauso wie „autobahnfest“) serienreif und exportreif zu machen! Wir Deutsche sind quasi die Entwicklung und Qualitätssicherung für einen ganz anderen primär östlichen Zielmarkt, so scheint es mir! Die Umwelt ist nicht UNSER Problem, es ist UNSER MARKT!

    Unter diesem Aspket könnte man dann die Diskussion realistischer führen.

  13. Ich halte das mit den Elektroautos wie mit dem Rußpartikelfilter für den größten Schwachsin den es gibt. Wenn die wircklich am Sprit sparen wollten, dann sollen die erstmal die ganzen Autosports abschafen sprich Formel 1, Rally usw. Und vielleicht keine 5 Liter(Hubraum) Motoren mehr bauen. Das ist alles Geldmacherei, mehr nicht. Wie mit den Umweltzonen.
    Wenn alle auf E.-Auto umsteigen was wird dann woll mit den Strompreisen? Und nach 200 km reichweite, ab 8 Stunden aufladen das ist doch ein Witz. Ach und was noch dazu kommt 40.000€ für so ein Wagen ausgeben. Man ist froh wenn man sich für 14.000€ ein Auto kaufen kann. Die Menschen denken einfach nicht nach. Es wird eine schöne Werbung gezeigt und schon sind alle verzaubert.

  14. Ich kann dem Kommentar nur zustimmen, allerdings nicht, wenn es um die Herkunft des Stromes zum Betrieb der Elektroautos geht. Atomarer Strom kommt hier gar nicht in Frage. Atomstrom gehört abgestellt. Produkte, sei dies nun Energie oder sonstiges, bei denen hochgiftiger Abfall entsteht, müssen endlich verschwinden. Das hat nichts mit Umweltschutz und noch weniger mit Klimaschutz zu tun

    • Badhomburg, Alex

      Dann schalten Sie bitte umgehend Ihren Kühlschrank, ihren Fernseher und die Beleuchtung im Supermarkt nebenan ab! Ich teile ihren Grundgedanken, aber deshalb Elektromobilität zu verfluchen halte ich für falsch und nicht konstruktiv. Diese Kommentare gehörten in Foren der Atomkraftindustrie, nicht in die einer neuen Mobilitätsform! PS: Fahren Sie U- oder S-Bahn?

  15. Gedanken:

    – ÖKO-Bilanz E-Auto:
    Was mir immer wieder auffällt ist, dass die ganzen Umweltkatastrophen die vom ÖL verursacht werden (http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_bedeutender_Ölunfälle) sich nie in solchen Bilanzen wiederfinden, dass es für Atommüll keine vernünftige Entsorgung/Endlagerung gibt, Millionen von Steuergeldern für Castor Transporte ausgegeben werden. usw.

    – Reichweite von E-Autos:
    Technisch wäre es absolut kein Problem (http://www.betterplace.com) den Akku einfach auszutauschen, defekte Akkus könnten leicht aus dem Verkehr gezogen werden ohne aufwendigen und teuren Ausbau wie bei festverbauten Akkus.
    Die Industrie müsste nur ein einem Strang ziehen und eine flächendeckende Infrastruktur schaffen…
    So genannte „Range Extender“ sind ja nichts anderes als kleine Notstromaggregate und wer sagt dass diese fest eingebaut und mit Benzin oder Diesel betrieben werden müssen?
    Ein flexibles System, bei dem man das Aggregat nach belieben austauschen könnte, Benzin, Diesel, Wasserstoff, Bioethanol usw… je nach Angebot.

    – Weltmarktführer Deutschland:
    So wie ich das sehe, muss sich die Autoindustrie hier zu Lande ganz schön auf die Hinterfüße stellen um den Anschluss nicht ganz zu verlieren.
    Mann hat den Eindruck, außer Studien passiert nicht viel… und keiner hat den Mut endlich mal was auf den Markt zu bringen. Dabei wäre das eine Chance einen neuen Industriezweig und Arbeitsplätze zu schaffen.

    – Hoffnung:
    Ich hoffe, dass die Menschen und vor allem die Industrie umdenkt, vermutlich muss dazu aber ein Generations- und Machtwechsel stattfinden. Es muss selbstverständlich werden, Solarzellen aufs Dach zu machen, wenn ich plane ein neues Haus zu bauen, eine Wärmepumpe im Keller, stromsparende Lampen, usw.

    Unserer Umwelt zu Liebe… wir haben nur die EINE!

  16. Angela Tessmann

    Auch ich würde ein E-Auto fahren wollen, wenn es endlich so ist, wie man sich es vorstellt. Sehr kurze Ladezeiten (nicht weniger, als das betanken dauert) oder schneller Austausch von der leeren Batterie. Aber nicht nur von Tankstellen, denn wenn ich von Berlin nach Rügen fahre, kommt eine sehr lange Strecke, die im Wasserschutzgebiet liegt und da findet man bekanntlich keine Tankstelle mehr. Die Betankung der Batterie müßte auch überall stattfinden können, z.B. auf Parkplätzen mit eigenem Anschluss für jeden Stellplatz, in Parkäusern von Einkaufspassagen usw. usw.
    Die Batterie müßte m.e. um die 1000 km halten, um noch zu gewährleisten, das man rechtzeitig die Batterie wechseln oder aufladen kann. Was sind schon 200/300/500 Km, wenn man eine Reise z.B. nach GB plant. Auf den Fähren oder Autozügen müßten zur Überfahrt auch Stellen vorhanden sein, um diese aufzuladen. Apropo Autozüge: Es müßten die Strecken ausgebaut werden und nicht abgebaut. Wäre auch mal eine Idee wert.
    Ansonsten bin ich auch mit dem Beitrag von Karl Damien im Einklang zur Heizung und Klimaanlage.

    • Badhomburg, Alex

      Wie wäre es mit einem Wechsel im Mobilitätsverhalten? Vorschlag: Fuß, Fahrrad im direkten Kurzstreckenbetrieb, E-Auto für den Transportbedarf und tägliche Mittelstreckenbetrieb, alternativ die S-/U-Bahn wenn sonst nichts mit muss und für die Reise nach GB nehmen Sie ein Flugzeug (billiger und stressfreier als mit dem Auto selber zu fahren), nach Paris den Zug (nur 3,5h von Frankfurt ab 39,- Euro). Neben der Umwelt schonen Sie die eigene Gesundheit, da sie stressfreier ankommen. Und wenn sie dann das E-Auto für den täglichen oder auch nur sporadischen, wöchentlichen Bedarf brauchen, mieten Sie es im Abo (Autoteilen, neu deutsche: Carsharing). Gibt es alles schon heute, auch mit E-Autos.

  17. Ich verstehe die gesamte „wir müssen noch warten“-Einstellung nicht.
    Mein 10 Jahre altes Elektroauto „Saxo electrique“ bringt mich im Kurzstreckenbereich zuverlässig von A nach B. Hierbei könnte man mit 1 Million Elektroautos sicherlich bei den Zweit-Fahrzeugen ansetzen.
    * Betriebskosten sind mit einem Verbrenner vergleichbar, auch wenn 50% der Kosten vorab finanziert werden müssen – für die Akkus
    * Geringere Karosseriegewichte sind natürlich wünschenswert
    * Auf eine Betriebsstunde kommen 11 Stunden Standzeit. Wieso brauche ich dann an Tankstellen Starkstrom?
    * Wieso denn keine elektrischen Fensterheber? Man kann ja auch das Fahrlicht ausschalten. Spart sicherlich auch 1% der Fortbewegungsenergie.
    * Die atomaren Speisung der Elektrofahrzeuge halte ich für problematisch, da in diesem Umfeld evt. sehr hohe Kosten für die Allgemeinheit anfallen ( Asse II )
    * Höchstgeschwindigkeit: Es sollte jeder so schnell fahren, wie er will – und er es sich leisten kann. Das ein Verbrenner bei 85-95 km/h den geringsten durchschnittlichen Verbrauch hat, muß jeder selbst rausfinden
    * Umdenken: Ja, ich muß mit meinem Kurzstreckenfahrzeug ( bis 100 Kilometer ) nicht auch in den Urlaub fahren können.

    Das auch schon heute Elektromobilität möglich ist, wird auf meinen Internet-Seiten dokumentiert.

    Also, warum noch warten?

    Marc Grübel

    • Angela Tessmann

      Ja, ist ja auch okay, aber nicht jeder kann sich ein Zweitauto leisten. Dann müßten die Kosten geringer werden, wenn man sich ein E-Auto als Zweitwagen zulegen möchte. Weniger oder keine Steuern, Versicherung usw.

      • Badhomburg, Alex

        und nochmal: E-Auto als Carsharing oder Langzeitmietwagen. Sie zahlen nur wenn sie es brauchen. Schon heute die beste Alternative zum eigenen Zweitwagen, der nur immer teureren Parkraum blockiert und immer mehr an Wert verliert bzw. auch beim freundlichen Händler in der Anschaffung immer teurer wird. Warum mieten Menschen aus Überzeugung? Weil sie sich so die Flexibilität behalten, die sie brauchen und wollen.

  18. Langhauser Thomas

    Wie viel Auto braucht der Mensch?
    Müssen wir ständig einen 5-7 Sitzer
    durch die Landschaft fahren, wenn wir alleine unterwegs sind?

    Die meisten Kilometer werden doch im nächsten Umfeld gefahren.
    Da kann man doch zu Haus oder am Arbeitsplatz laden.

    Ich führe eines der ersten klimaneutralen Hotels in Deutschland
    und kann doch nicht immer nur warten, bis eine Technik bis zum letzten ausgereift ist.

    Learning by Doing heißt für mich die Devise.
    Wenn wir nicht so langsam mal anfangen für die Menschen,
    die dazu bereit sind auf den ein- oder anderen unnützen Luxus beim Fahren zu verzichten,
    etwas zahlbares auf den Markt bringen, werden wir es nicht schaffen die Straßen zu verändern.

    Aber auch in den Köpfen der Menschen wird sich etwas bewegen (müssen).
    Lange Strecken mit dem Zug fahren ist eine schöne Sache,
    wenn ich dann vor Ort wieder auf ein kleines Mobil umsteigen kann.
    In den Metropolen ist es heute schon machbar.
    Ob mit Call a Bike oder dem DB Carsharing.
    Überhaupt ist doch Carsharing eine tolle Erfindung.
    Für meinen täglichen Bedarf reicht mir ein kleines Elektroauto mit 100 – 200 Kilometer Reichweite.
    Für die ein oder andere Urlaubsfahrt kann ich mir ein großes Fahrzeug mieten/tauschen/leihen.

    Ich fahre bereits seit 5 Jahren mit Erdgas und habe mir vorgenommen
    erst wieder ein Auto zu kaufen wenn es einen „Stromer“ gibt.
    Die Motorrad-Industrie ist fast schon weiter als die Autobauer.
    Wir können nicht warten bis das Öl leer ist. Mit was wollen wir unsere LKW betreiben.
    Lasst uns HEUTE umsteigen und damit Erfahrungen sammeln.

  19. Ich gehöre als Rentner zu den Autofahrers, die täglich weniger als 37 km fahren. Die Reichweite des Elektroantriebes wäre also nicht so sehr das Problem, aber die lange Ladezeit ist nicht zumutbar, wenn man keine eigene Garage hat. Es ist nicht praktikabel, aus einer Mietwohnung im 4. OG ein Elektrokabel zur Laternengarage zu verlegen. Auch die Entfernung zur nächsten ist meistens unzumutbar.

    Wäre es nicht besser, man könnte an der Tankstelle die leere Batterie einfach austauschen. Das braucht sicher nicht länger zu dauern als der heutige Tankvorgang. Der Tankwart könnte die Batterie mit einer Solaranlage auf dem Tankstellendach umweltfreundlich aufladen.

    Peter Beste, Mitgl.-Nr. 250537093

    • Angela Tessmann

      Das finde ich eine tolle Idee. Genau, das aufladen dauert zu lange um schnell von a nach b zu gelangen, wenn man eine weite Strecke zu bewältigen möchte. Aber diese Tankstellen sollten dann auch Tag und Nacht aufhaben, damit der Wechsel immer zu jeder Zeit gelingen kann.

      • Die Lithium-Ionen Batterien kann man nicht beliebig oft aufladen.

        Wenn Sie die Batterien tauschen wollen, müssen Sie damit rechnen, dass Sie eine neuwertige Batterie gegen eine arg strapazierte eintauschen.

        Mit freundlichen Grüßen
        Ihr Theo Pötter

      • Jürgen Hahn

        Ladezyklen von Akkus basierend auf Lithium-Technologie:

        – Lithium-Ionen: 200-300
        – Lithium-Polymer: 500-1000
        – Lithium-Eisen-Phosphat: 1000-5000
        – Lithium-Mangan: >1000
        – Lithium-Titanat: 10000-20000

        Tesla und Tesla-Ableger (Mercedes z.B.) verbauen die „einfachen“ Lithium-Ionen-Akkus. Hersteller die eng mit chinesischen Firmen zusammenarbeiten nutzen dagegen Lithium-Eisen-Phosphat-Akkus. Bei 1000 Ladezyklen und 200 km Reichweite also eine Lebensdauer von 200.000 km. Da braucht man wohl erst gar nicht tauschen.

        Bye.

      • Bei herkömmlichen Lithium-Ionen Batterien ergibt sich bei einem Ladezyklus von 250 und einer Reichweite von 120 KM eine Lebensdauer von nur 30.000 Km ! ! !

      • Jürgen Hahn

        Tesla verbaut ein Akkupack mit einer Reichweite von 340km (nach EU-Norm) und hat damit eine Lebensdauer bei 250 Ladezyklen von 100.000km.

        Je nachdem, welche Zahlen man nimmt, kommt man auf das Ergebnis, was man haben will.

        Bye.

      • Sehr geehrter Herr Jürgen Hahn,

        mit der Angabe der Reichweite nach EU – Norm ist in keinem Fall berücksichtigt worden, dass das Akku-Paket der Firma Tesla immer zwischen (15 – 25)°C temperiert werden muss. Dieses Temperieren geht zu Lasten der Reichweite!

        Mit freundlichen Grüßen
        Ihr Theo Pötter

      • Jürgen Hahn

        Hallo Herr Pötter,

        durch dieses temperieren schafft es Tesla, den Wirkungsgrad zu verbessern und eine höhere Zyklanzahl zu ermöglichen. Für eine langfristige „Lagerung“ des Stromes in der Garage ist das allerdings Nichts.

        Aber auch ein Wasserstofftank hätte gewisse Verluste, zum Einen durch das für die Speicherung notwendige Abkühlen bzw. durch das Verdichten, und dann durch die Diffusionsverluste, da Wasserstoff hochflüchtig ist.

        Bye.

        Bye.

  20. Guten Tag,

    den meisten Punkten kann man zustimmen. Ich fahre schon 4 Jahre mit Gas und habe eine 50m^2 Solaranlage für einen eventuellen Bedarf bei meinem E-Mobil. Dh. heißt man kann schon heute viel unternehmen.

    Zu Tankstellen: Die halte ich für überflüssig. Denn wer will schon mehrere Stunden auf das Aufladen warten. Eine mögliche Lösung wäre der Batterietausch oder die ergänzende onboard Stromerzeugung mit Brennstoffzelle. Ich würde mein E-Mobil Zuhause oder während der Arbeit aufladen.

    Zu Fahrzeugpreis: Aus heutiger Sicht wäre der Preis für einen km mit E-Mobil deutlich geringer im Vergleich zum Verbrennungsmotor. Dafür könnte das E-Mobil auch etwas teuerer sein.

    Zu Heizung und Klimaanlage: Denkt man an die Fahrsicherheit und an die mitfahrenden Kinder und Ältere Menschen, kann auf die maßvolle Klimatisierung nicht verzichtet werden.

    Zu Geschwindigkeitsbeschränkung: Die Beschränkung zB auf 140 km/h würde den Verkehrsfluss deutlich verstetigen und damit die Reichweite der E-Mobile sehr steigern. Diese können ihre Stärke durch die sehr gute Beschleunigungsmöglichkeit zeigen. Zusätzlich würde die Geschwindigkeitsbeschränkung enorme Entwicklungs- und Gewichtspotentiale ermöglichen.

    Zusätzliche Wünsche: Neben dem Preis, die Batterielebensdauer von 10 Jahren, wäre die Reichweite von ca 300 km für mich entscheidend. Dafür würde ich auch eine kleine Motor Generator Einheit akzeptieren.

    • Ein elektrisch gefahrener Kilometer ist sicher heute deutlich preiswerter als ein Kilometer mit Verbrennungsmotor. Aber es ist blauäugig zu glauben, dass der Gesetzgeber bei mehr und mehr Elektrofahrzeugen auf die Mineralölsteuer verzichtet. Da wird der Ladestrom für die E-Fahrzeuge entsprechend verteuert werden.
      Beim Fahren im europäischen Ausland kommt dann hinzu, dass ich in Frankreich z.B. vom französischen Energieerzeuger den Strom beziehen muss. Da wird dann noch eine passende Roaming-Gebühr (wir erinnern uns an die Handy-Landschaft) auf den Strompreis aufgeschlagen. Und ob das Ladekabel oder der Ladestecker von deutschen E-Mobilen in Frankreich oder Italien den passenden Gegenstecker findet, steht noch in den Sternen. Da werden wir eine Reihe von Adapterkabeln mitschleppen müssen.

  21. Autos auf einer Technik aufzubauen die wir nur im Ansatz beherrschen finde ich unsinnig.
    Das größte Problem, das wir haben, ist nicht das Erzeugen von Strom, sondern das Speichern. Deshalb ist es viel sinnvoller, den Strom dann und dort zu erzeugen, wo er gebraucht wird. Ich warte auf den Brennstoffzellen-Antrieb.
    Ich kann kein Auto gebrauchen, das nicht universell einsetzbar ist. Wenn ich in den Urlaub fahre, kann ich nicht alle 200 km für 8 Stunden anhalten, um den Wagen aufzuladen.
    Hybridautos sowie Elektroauto gibt es nur um noch mal richtig Geld zu verdienen.
    Die Brennstoffzelle ist die Zukunft.

  22. solange noch mit dem Auto zum Bäcker gefahren wird, ist Benzin zu günstig.
    2020 stehen dann nur noch viel mehr Fahrzeuge vor dem Bäcker…

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