Ohne Sprit geht`s beim E-Mobil nicht


Wer ein reinrassiges Elektroauto wie den 500 E an einer klassischen Tankstelle sieht, könnte sich wundern, vor allem, wenn der Fahrer mit der Tankpistole Superbenzin zapft. Des Rätsels Lösung: Die umgerüsteten Fiats haben einen Acht-Liter-Tank, um an kalten Tagen die Heizung zu betreiben. Ich habe sie, als es vor ein paar Tagen morgens recht kühl war, nicht zum Laufen bekommen, obwohl ich den Einschalter neben meinem rechten Knie fand und betätigte … Wer den Fiat 500 konfiguriert hat, bewies Sinn für Humor: Die Ausstattung stammt vom Modelabel Diesel, die Sitze haben kleine Jeanstaschen aufgenäht, und die Felgen sind mit dem Diesel-Indianer verziert. Also: Ohne Super geht es nicht, und auch Diesel spielt in diesem Elektromobil eine wichtige Rolle. (mav)

21 Antworten zu “Ohne Sprit geht`s beim E-Mobil nicht

  1. Wichtigste Frage ist: Wo bleiben die echten 2-3 Liter Autos? In diesem Punkt hat der ADAC vollkommen recht. Benziner und Diesel bilden die Kerntechnologien. Die Verbrennungsantriebe sollten bald alle ein Hybrid-Modul haben, denn Energierückgewinnung beim Bremsen muss Standard werden. Allein für die Board-Energie im Auto. Als Bonus kann dann gerne noch Schub-Unterstützung und E-Mode für Stadtgeschwindigkeiten kommen. Doch dauert noch lange, bis „Hybrid“ als Option für alle Modelle verfügbar ist wie beim neuen Auris e.g.

  2. Ich versuchte bereits gestern, einen Kommentar abzusenden. Dies schlug leider fehl. Vielleicht sollten Sie die Anforderungen wegen der Webseite etwas einfacher gestalten.

    Nun zum Kommentar: Auch ich würde es begrüßen, ein Auto ohne Motorgeräusche zu fahren. Nur die Reifen würde man weiterhin hören. Aber: Die Reichweite der Fahrzeuge, wie z.B. Karabag 500 E/Fiat ist zu gering.

    Wie sollte eine Familie mit solchen Sardinenbüchsen in Urlaub fahren?? und alle 150 bis 200 km an irgendwelchen, noch zu installierenden, Elektrosäulen stundenlang zu tanken. Diese Stromanschlüsse gibt es. In Yachthäften zum Beispiel. Da können sich die Bootsleute mit Strom versorgen.

    Nun stelle man sich vor, wie die vielen Laternenparker Strom tanken sollen. Entlang den Straßen eine E-Säule an der anderen??? Ein gefundenes Fressen für die Vandalen, die da des Nachts die Kabel durchschneiden könnten.

    Also unmöglich, nach dem jetzigen Stand der Technik.

    Das ist alles nur für Besitzer einer eigenen Garage mit Stromanschluss. Ich selber habe wenigstens das Glück, mein Fahrzeug in einer Tiefgarage parken zu können. Da würde es sicherlich auch unmöglich sein, Stromanschlüsse zur Verfügung zu stellen. Ganz abgesehen davon, dass sich der Großteil der Bevölkerung eh kein E-Fahrzeug leisten kann.

    Im Übrigen: woher käme denn der Strom für die E-Fahrzeuge? Na aus der Steckdose. Und woher kommt die Energie. Für die nächsten Jahrzehnte wohl weiterhin von AKWs, Kohlekraftwerken usw. Also von konventionellen Stromlieferanten. Alles was uns von den Politikern vorgegaukelt wird, ist nichts als heiße Luft.

    Es wird also beim bisherigen Verbrennungsmotor bleiben. Da hilft auch das Werbebild vor einer Sardinenbüchse mit Ihrem Chefredakteur Ramstetter nichts.

    Trotzdem: Nix für ungut.

    Mit freundlichen Grüßen
    Horst Konrad, Raimundstraße 156, 60320 Frankfurt. Mitglied 036459220

    • Wo der Strom herkommt? Siehe bitte hier:
      https://adacemobility.wordpress.com/2010/08/05/was-fehlt-furs-e-mobil/#comments
      (die Kommentare weiter unten)

      Kurz: Benzin & Diesel werden eingespart, dieser wird als Kurzfristlösung „verstromt“. Da die Strom-Erzeugung und der Strom-Verbrauch insgesamt effektiver ist als die Öl-Förderung und Öl-Verbrauch im Auto, bleibt sogar etwas übrig.

      Bye.

      • Aber das ist keine Antwort auf die Reichweite und auch der Effizienz. Meine Reisen gehen weiter als die z.Z. max. 200 km.

        Wer zum Bespiel von Frankfurt am Main in den Chiemgau reisen will – mit mehreren Personen !! – der kommt vielleicht gerade mal mit Müh und Not bis Nürnberg. Und wo tankt man dann Strom? Das sind allerdings alles noch ungelegte Eier.

        H.K.

      • Jürgen Hahn

        Reichweite >200km ist heute in einem bezahlbaren Rahmen nicht machbar. Ganz klar. Wenn jemand häufig größere Reichweiten braucht, ist ein E-Auto HEUTE keine Option.

        Allerdings… wenn ich diese Reichweite 1x im Jahr brauche, dann könnte man sich durchaus überlegen, für diese eine Reise ein anderes Auto zu nehmen (Mietauto z.B.). Ich habe ja auch keinen Transporter daheim stehen, nur weil ich 1-2x im Jahr was vom Baumarkt oder Möbelgeschäft nach Hause bringen muß.

        Was mich bei diesen Diskussionen über E-Autos oder über extrem sparsame Autos (Smart z.B.) immer wieder verzweifeln läßt, ist diese Anforderung an einen 100%igen Ersatz des aktuellen Autos. Daß ich mit so einem Auto ja 95-99% der Anwendungsfälle abdecke, wird ignoriert, und daß ich mit so einem Auto vielleicht gar 5-10% neue Anwendungsfälle abdecken könnte (Fahren bei Ozonwarnung, einfachere Parkplatzsuche) wird dann gleich gar nicht realisiert.

        Bye.

  3. Also, ich habe ein MacBook Pro 15″ i5 und das hält verdammt lang auf Akku-Basis. Unter Last ca. 5-6 Std. und wenn ich es nur ab und an verwende, dann hält das Teil allemal 3-5 Tage ohne nachladen. Das Teil ist einfach in der Hinsicht wohl deutlich besser als was wir bisher in der Grössenordnung kennen, weil
    a) die Akku-Technologie wohl besser wird
    b) das sog. PowerManagement deutlich besser wird

    Ist das auf ein Auto zu übertragen? Ein bisschen schon: Wenn ein E-Auto z.B. an einer Ampel steht und wartet, dann muss es nicht unter Voll-Last laufen und wenn ich halte und mich mit jemandem unterhalte, warum sollte es nicht in einen Standby schalten, der deutlich besser ausfällt als bei einem Verbrennungsmotor. Im Punkt „PowerManagement“ sehe ich also eine echte Chance was Elektrobetrieb betrifft. Ein Verbrennungsmotor wird dies vermutlich nie so leisten können.

    Bei dem neuen Ladegerät von Apple, habe ich auch noch interessante Infos gefunden:
    http://www.apple.com/de/battery-charger/

    Einfach mal durchlesen:
    + Ruheenergieverbrauch: Batterieladegerät erkennt dagegen, wenn das Laden der eingelegten Batterien abgeschlossen ist und reduziert dann automatisch seinen Stromverbrauch.
    + Und anders als die wiederverwendbaren Batterien anderer Hersteller haben diese Batterien auch eine besonders lange Lebensdauer von bis zu 10 Jahren.
    + Selbstentladung: Selbst nach einem Jahr im Regal haben sie noch immer 80 Prozent ihrer Ladekapazität.

    Also, es gibt schon gute Akku-Technik. Die Frage ist vermutlich: Zu welchem Preis. Apple ist ja sicher kein Billighersteller und die Masse der Leute hat nun mal kein teures Apple-Notebook, sondern ein billiges Microsoft Notebook!

    Die Überlegung ist also:
    a) die Akkutechnik wird sich verbessern, in Ulm wird gerade so eine neue staatlich gesponserte Akku-Forschungseinrichtung gebaut. Man kann wie bei allen technischen Entwicklungen damit rechnen, dass gerade am Anfang noch viel mehr rauszuholen ist, als im Augenblick scheint. Siehe mein Apple-Beispiel.
    b) Eine Technologie ist anfangs nur für Leute mit dickem Geldbeutel vorstellbar, wenn es da aber ankäme, wäre schon vorstellbar, dass diese Technik auch für kleinere Leute bezahlbarer wird.

    Selbst wenn jedoch da mehr rauszuholen wäre und der Preis sinkt, das ändert nichts daran, dass Akkus geradezu das gefundene Fressen sind eine Besitzwirtschaft / Gebrauchtwaren in eine Nutzwirtschaft / Verschleisswaren umzuformen und die Leute abzuzocken. Selbst wenn der Akku noch so leistungsstark und noch so effizient und noch so umweltfreundlich ist, Ihr könnt Euch sicher sein, die Abzocke im Sinne der Nutzwirtschaft, DAS ist die grosse Idee die der ganzen Sache zugrunde liegt. Es ist wie der Tintenstrahldrucker und die Tinte. Die TEURE TINTE ist das was zählt.

    Wer das verstanden hat, der fragt eigentlich nicht danach ob etwas technisch möglich ist (das kann gut sein), sondern er fragt, ob etwas von der Wirtschaftsideologie, die alles bestimmt überhaupt gewollt ist. Und dann kommt die Erleuchtung: Ne, eigentlich ist das doch gar nicht gewollt, dass etwas länger läuft als die Produktgeneration vorher, eigentlich ist es doch gar nicht gewollt, dass ich zur Kommunion eine Uhr vom Grossvater geschenkte bekomme, die dann mein ganzes Leben hält.

    Jeder, der aber nur ein bisschen logisch denken kann, der kann 1+1 zusammen zählen und dem wird schnell klar: Wenn das Spiel so geht, dann müsste ich ja als Konsument auch genauso schnell mehr Geld verdienen WIE der Hersteller um diesen Verschleissfaktor auszugleichen. Das ist ja letztendlich ein ganz billiges Flussgleichgewicht. Und genau das wird nicht der Fall sein:

    WEIL ES EIN ELEKTROAUTO GIBT, WAS GEBAUT IST UM EIN EINZIGER VERSCHLEISS UND DAMIT KOSTENFAKTOR ZU SEIN, DESWEGEN ZAHLT MIR DOCH MEIN ARBEITGEBER NICHT MEHR GELD!!! DANN MÜSSTE JA SEIN PRODUKT DEMSELBEN VERSCHLEISSFAKTOR UNTERLIEGEN DAMIT DIESE LOGIK AUFGEHT. DA EIN AUTO EIN UNIVERSELLES PRODUKT IST, MÜSSTEN ALLE FIRMEN LOGISCHERWEISE DEN VERSCHLEISSFAKTOR IHRER PRODUKTE MASSIV HOCHSETZEN UM QUASI IHREN ARBEITNEHMERN DIE 1000 EURO / AKKUSATZ / JAHR FINANZIEREN ZU KÖNNEN.

    Das ganze Spiel wird, wenn man es genauer durchdenkt zu einem rücksichtslosen Turbokapitalismus, der wie ein Vampir von überall wo er kann saugt und die Kriminalität ansteigen lässt, weil es gar nicht mehr anders geht, weil es eine Erpressung von allen Seiten ist. Von allen Seiten? Natürlich: Wir werden doch morgen auch für alle Medien und jeden Buchstaben im Word-Dokument an die Azure-Farmen zahlen. Diese Idee von der Umwandlung der Besitzwirtschaft in die Nutzwirtschaft ist doch schon ein alter Hut, andere arbeiten da genauso dran und werden genauso wie die Schnaken über den Konsumenten in naher Zukunft herfallen.

    Fragen wir uns: Ist EIN SOLCHE WELT DES KRIEGES, des Permasaugens eine Welt in der Familien, arme oder alte Leute überleben können? Nein, es wird ein gnadenloser Sozialdarwinismus sein.

    Aber keine Sorge: Es hat in der Sowjetunion auch geklappt, dass Leute nicht mehr als 50 km Radius von ihrer Heimat aus gesehen haben und Kiew oder Moskau eine Grossstadt war, die man einmal im Leben besucht hat. Das wird dann eben alles wieder kommen. Die Frauen werden dann wieder kleine Wägelchen hinter sich herziehen, wenn sie vom Aldi kommen und Strassenverkäufe und Basars werden kommen um dorhin zu ziehen wo die grösste Konsumenten-Ansammlungen sind und nicht wie es jetzt ist: Der Konsument fährt einzeln zum Anbieter.

    Hochhäuser / Blöcke nahe am nächsten Basar werden wieder gefragt sein, wohingehend irgendwelche Häuser draussen im Grünen nur noch die Reichen interessieren wird.

    Dies wird das Resultat einer Wirtschaftsordnung sein, die alles auf Nutzwirtschaft umstellt, den Besitz und damit die Eigennutzung zunehmend abschafft. Das kann nämlich am Ende keiner mehr bezahlen!

  4. Auch kein Problem… Strom läßt sich wunderbar mit möglichst viel CO2 produzieren… mit Kohlekraftwerken z.B. Und dann immer mit Vollgas durch die Gegend heizen… bitteschön.

    Andersrum geht’s halt leider nicht so einfach. Meinen aktuellen Diesel-Verbrenner bekomme ich nicht unter 5l/100km. Und Biodiesel ist damit Dank des „hochmodernen“ Motors auch nicht möglich (wenn es denn mal CO2-neutralen Biodiesel zu kaufen geben würde).

    Was mich hier so sehr verwundert ist die fast schon panische Angst vor einem E-Auto… wo kommt die her, wer schürt die? Niemand zwingt einen, elektrisch Auto zu fahren, genauso wie niemand gezwungen wird, sich impfen zu lassen.

    Bay.

  5. >> Ich habe sie, als es vor ein paar Tagen morgens recht kühl war, nicht zum Laufen bekommen

    Und das schon im Sommer, ich stelle mir gerade vor: Akkus im Winter ohne Garage, die gehen voll in die Knie, denn wenn die CO2-Klima-ERWÄRMUNGS-katastrophe ausbleibt und der nächste Winter ist wieder so kalt wie der letzte (also das CO2 wieder im Weltall Urlaub macht), dann viel Spass mit dem Akku-Trabi! Eine temperierte Garage wenn der nächste Winter so wird wie der letzte? Wieviele Leute haben eine temperierte Garage für den Zweitwagen? E-Auto also doch ein Maskottchen für die Reichen?

  6. Warum ausgerechnet Strom und nicht Wasserstoff?

    Strom wird heute in großem Maßstab produziert. Die Technik dafür ist seit Jahrzehnten vorhanden, zuverlässig, stabil, relativ einfach. Die Verteilung von Strom über das Stromnetz ist eine bewährte Technologie, die Übertragungsverluste (ca. 10%) halten sich im Rahmen, die Infrastruktur ist vorhanden und kann relativ einfach ausgebaut werden.

    Bei Wasserstoff ist das etwas anders. Die Produktion von Wasserstoff findet heute nicht in großem Maßstab statt. Der für die Industrie benötigte Wasserstoff wird überwiegend aus Erdgas gewonnen. Die notwendige Energie zur Wasserstoffabspaltung wird entweder über fossile Brennstoffe oder über Elektrizität zugeführt, wobei CO2 anfällt. Die Aufspaltung von H2O mit Elektrolyse braucht ebenfalls Strom, der Wirkungsgrad dabei ist bei knapp 60%. Je nach Stromquelle entsteht dabei auch CO2. Der Transport von Wasserstoff ist sehr aufwendig, der Wasserstoff wird entweder unter hohem Druck oder gleich flüssig gelagert und transportiert, dabei entstehen Verluste von ca. 10-20%. Die Umwandlung von Wasserstoff in Strom in einer Brennstoffzelle hat einen Wirkungsgrad von ca. 40%, eine Verbrennung in einem Wasserstoffmotor ca. 10-35%.

    Also: Strom ist heute verfügbar, die Technik ist vorhanden. Wenn man sich mit Reichweite, Ladezeit und Preis arrangieren kann, funktioniert das. Strom kann schon heute nahezu CO2-Neutral produziert werden.
    Bei Wasserstoff ist keine massentaugliche Technik vorhanden, die Infrastruktur zum Verteilen und Tanken ist nicht vorhanden und die Produktion ist noch weit davon entfernt, CO2-Neutral werden zu können.

    Bye.

    • Warum Wasserstoff und nicht unbedingt Strom?

      Die heutige Produktion ist nur zu maximal einem Drittel zuverlässig, stabil und relativ einfach. Der Rest ist umweltschädigend und sogar lebensbedrohlich. Viele Fragen sind dabei völlig offen.

      Die Verteilung dieses so produzierten Stroms ist mit einem schlechten Gesamtwirkungsgrad verbunden.
      (So hat jeder Benzinrasenmäher einen besseren Gesamtwirkungsgrad als jeder Elektrorasenmäher).

      Die Infrastruktur ist zwar vorhanden, kann aber nicht „relativ einfach“ z.B. um einen Leistungsfaktor 2 ausgebaut werden!

      Beim Wasserstoff ist das etwas anders. Die Produktion von Wasserstoff findet auf Grund der heute noch geringen Nachfrage z.B. im Emobility-Bereich noch nicht im großen Maßstab statt. Die notwendige elektrische Energie für die elektrolytische Erzeugung von Wasserstoff stammt aus regenerativen Primärenergieträgern wie Sonne (Wind + Wasserströmung). Der Wirkungsgrad bei der Elektrolyse ist dabei schlecht einzuordnen, da die Sonnenenergie kostenlos und „unbegrenzt“ als Primärenergie zur Verfügung steht.

      Solarer Wasserstoff hingegen wird direkt mit Hilfe der Sonnenstrahlen ohne elektrischen Strom mit sehr hohen Wirkungsgraden erzeugt.

      Der Transport von gasförmigem Wasserstoff kann ohne Probleme und Fortleitungsverluste zusammen mit oder ohne Erdgas in Erdgasleitungen jeglicher Art stattfinden.

      Und nun wieder zu unserem Thema Emobility:

      Beim E-Auto mit Brennstoffzelle verbrennt der Wasserstoff mit einem sehr hohen Wirkungsgrad zu Wärme (Heizung etc.) + Strom (Antrieb, Lüftung, Elektronik, Klimaanlage etc.).

      Wenn man dabei noch die hohe Reichweite der Brennstoffzellen fokkussiert (ca. 650 Km) dann
      müsste die Entscheidung eigentlich klar sein . . . oder ?

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Theo Pötter

      • Jürgen Hahn

        Im Vergleich zur Wasserstoffproduktion ist die Stromproduktion durchaus konkurrentfähig, vor allem wenn man bedenkt, daß (aktuell) ein Großteil der Wasserstoffproduktion aus Erdöl/Erdgas bzw. mit Hilfe von Strom erzeugt wird. Sicher wird uns seit vielen Jahren eine „Wasserstoffwirtschaft“ versprochen, aber geben tut es sie bis heute nicht und geplant ist eine solche auch noch lange nicht.

        Strom wird heute mit ca. 10% Leitungs- und Übertragungsverlusten verteilt. Im Gesamtwirkungsgrad eines Kraftwerkes sind diese schon mit berücksichtigt. Wenn ich also in meinem Elektrorasenmäher 10kWh Strom aus einem Ölkraftwerk (50% Wirkungsgrad) verbrauche, dann habe ich da ca. 2l Öl verbraucht und konnte damit ca. 3h rasenmähen. Ein Rasenmäher mit ca. 4-5 PS benötigt dafür aber ca. 9-10l Benzin. Wer hat jetzt da einen besseren Gesamtwirkungsgrad?

        Die Infrastruktur zur Stromerzeugung bewältigt heute ca. 600 TWh (in Deutschland). Alle 40 Mio Autos auf Strom umzustellen würde ca. 100 TWh zusätzlich benötigen. Das wären ca. 17% mehr. Wo jetzt ein Faktor 2 herkommt, müssen Sie bitte näher erklären.

        Zum Vergleich: Weltweit werden heute ca. 30 Mio Tonnen Wasserstoff produziert, das entspricht ca. 1 TWh. Für Deutschland alleine müßte also die Wasserstoffproduktion um den Faktor 100 erhöht werden.

        Wenn ich die kostenlose Sonnenenergie zur Wasserstoffproduktion verwenden kann, dann kann ich damit auch kostenlos einen Lithium-Akku laden.

        Wirkungsgrad einer Brennstoffzelle (elektrisch gesehen) ist bei ca. 60%. Wirkungsgrad eines guten Lithium-Akkus > 90%. Beide haben 100% Wirkungsgrad, wenn ich die Wärme mit berücksichtige… dann hat aber auch ein Verbennungsmotor 100%.

        Wasserstoff kann sehr schlecht gasförmig transportiert werden, da es hochflüchtig ist. In Erdgasleitungen klappt das leider nicht.

        Und außerdem… wenn das Auto schon „elektrifiziert“ ist, dann kann es einfacher auf Brennstoffzellen umgerüstet werden als von einem Verbrennungsmotor auf Brennstoffzellen.

        Bye.

      • Sehr geehrter Herr Jürgen Hahn,

        noch eine kleine Anmerkung zum Thema gasförmiger Wasserstoff in Erdgasleitungen:

        Vor etwa 50 Jahren gab es nicht nur bei uns im Ruhrgebiet das sogenannte Stadtgas in Stahlleitungen. Das Stadtgas war der Vorgänger des Erdgases. In diesem Stadtgas befanden sich 54 Volumen% gasförmiger Wasserstoff. Mit diesem Stadtgas wurden jahrzehntelang die Privat- und Industriekunden ohne (Wasserstoff)-probleme versorgt.

        Somit ist eine erste Infrastruktur für die Versorgung mit Wasserstoff gegeben.

        Mit freundlichen Grüßen
        Ihr Theo Pötter

      • Jürgen Hahn

        Hallo Herr Pötter,

        ich habe diese Umstellung von Stadtgas auf Erdgas als Kind noch mitbekommen. Auf den kurzen Entfernungen, die das Stadtgas von der Erzeugung bis zum Verbraucher zurücklegen mußte, gab es halt recht wenig Verluste. Eine Wasserstoff-Pipeline über tausende von Kilometer müßte extra dafür ausgelegt werden. Einen Transport per Schiff wie es heute mit Erdgas teilweise passiert mage ich mir wegen der Explosionsgefahr gerade nicht vorstellen… diese Erdgastanker sind schon gefährlich genug.

        Dazu kommt, daß die (Erd)Gas-Infrastruktur nicht so ausgebaut ist wie das Stromnetz. Nicht jeder Haushalt ist ans Gasnetz angeschlossen. Und wie dann der Wasserstoff in den Tank des Wasserstoff-Autos (Verbrenner oder Brennstoffzelle) kommen soll… schwierig.

        Aus heutiger Sicht kommt mir die „Lösung“ mit Strom einfacher und effektiver vor. Was es in Zukunft noch Alles geben wird… wer weiß das schon?

        Bye.

      • Sehr geehrter Herr Jürgen Hahn,

        gasförmiger Wasserstoff kann ohne Probleme in Erdgaspipelines über tausende von Kilometern mit oder ohne Erdgas transportiert werden.

        Da sich gasförmiger Wasserstoff mit Erdgas sehr gut „verträgt“ brauchen nur die Fortleitungsverluste (z.B. Rohrreibungsverluste) nach den Fortleitungsgesetzen ausgeglichen werden.

        Da zum Beispiel der Nordseeboden großflächig mit Erdgasrohrnetzen versehen ist, spielt der Transport von Wasserstoff in Erdgasleitungen allgemein keine unerhebliche Rolle für die nahe Zukunft.

        Wasserstoff hat das autarke Moment der allgemeinen Verfügbarkeit der heutigen, fossielen Brennstoffe.

        Mit freundlichen Grüßen
        Ihr Theo Pötter

      • Jürgen Hahn

        Hallo Herr Pötter,

        interessant, mein Kenntnisstand bisher war, daß H2 in Gasleitungen nicht ohne erhebliche Verluste (vor allem Diffusionsverluste) transportiert werden kann.

        Aber nach wie vor besteht das Problem, ein „Tankstellennetz“ für H2 aufzubauen, einen H2-Tank im Auto kostengünstig in Serie zu fertigen und ggfs. die Brennstoffzellentechnologie serienreif zu bekommen. Vielleicht wäre es da einfacher, den H2 über Pipelines zu H2-Kraftwerken (auch gerne Kleinstkraftwerke, BHKs oder so) zu transportieren, dort in Strom umzuwandeln und diesen dann im E-Auto zu nutzen?

        Einem E-Auto ist es ja im Grunde egal, woher der Strom kommt😉

        Bye.

      • Sehr geehrter Herr Jürgen Hahn,

        dem E-Auto ist es egal wo der Strom herkommt.

        Wenn der benötigte Strom aber puktgenau und bedarfsgerecht im E-Auto produziert wird, kann das dem potentiellen E-Auto Fahrer alles andere als egal sein.

        Mit freundlichen Grüßen
        Ihr Theo Pötter

      • Jürgen Hahn

        Hallo Herr Pötter,

        auch wenn ich mich wiederhole: In einem E-Auto ließe sich ein Akku-Pack wohl relativ einfach durch eine Brennstoffzelle mit H2-Tank ersetzen… wenn wir mal soweit sind. Aber jetzt die Umstellung auf das E-Auto mit der Vorderung zu verknüpfen, daß das erst mit H2 gemacht werden soll, halte ich für das falsche Vorgehen.

        Bye.

  7. Beim E-mobil geht es auch ohne Sprit!

    Zum Beispiel beim E-mobil dass seinen „gesamten“ Strom aus der Brennstoffzelle bezieht.

    — auch die Energie (Strom) für die Beheizung—

  8. Ne Tankfüllung für einen Winter ist doch völlig in Ordnung. Aber es ist immer wieder lustig zu sehen, wie der Tankwart schau, wenn man zahlt und dann sagt: „Bis nächstes Jahr“.

  9. Warum würde MIR ein E-Auto „reichen“:

    1) Doppel-Garage mit Starkstromanschluß vorhanden (vor 15 Jahren schon so vorgesehen, falls mal „schweres“ Gerät betrieben werden muß
    2) Heute schon 2 Autos vorhanden (beide berufstätig, die Kinder in der Schule)
    3) „Auf dem Land lebend“: Entfernung zum Arbeitsplatz 35km bzw. 20km. Entfernung zur Schule 5km und 20km. Entfernung zum „Supermarkt“ 5km, 20km, 35km
    4) Ladezeit bei Starkstrom für leeren 50kWh-Akku: ca. 8h => bequem über Nacht machbar
    5) Verbrauch beim Pendeln zum 35km-Arbeitsplatz: 70km/Tag => ca. 15kWh/Tag => jeden 3. Tag aufladen oder jeden Tag 2-3h laden
    6) Höchstgeschwindigkeit im morgendlichen/abendlichen Berufsverkehr auf Autobahn: 120-130 km/h
    7) Photovoltaikanlage auf dem Dach (seit 12 Jahren, als die Förderung in Bayern noch so richtig gut war)
    8) Stromversorger hat 26% regenerativen, 40% atomaren und 34% fossilen Strom => pro kWh ca. 265 g CO2 => ca. 53 g CO2 pro km bei E-Auto mit 20kWh/100km

    => ICH würde liebend gerne ein E-Auto fahren wollen… nur steht grade kein Autokauf an (35.000km und 60.000km auf dem Tacho) und darf deshalb noch ein paar Jahre warten. Für die Kinder wäre eventuell ein E-Roller oder sowas in 4-5 Jahren interessant… und in 7-8 Jahren dann natürlich ein E-Auto…

    Bye.

  10. Ich bin der Auffassung, das E-Autos im ersten Step keine so große Reichweite benötigen. Viele haushalte haben ein Zweitauto. Dieses Auto wird für Fahrten im Nahbereich eingesetzt. Hierfür würde eine Reichweite von um die 60 km ausreichen. Als Höchstgeschwindigkeit denke ich so an 80 km. Die Ladezeit könnte über Nacht sein. Es müßte nur ein als E-Auto entwickeltes Auto geben. Es gibt ja nur umgebaute Benzin-Autos. Ich denke ein als E-Auto entwickelter PKW sieht etwas anders aus als als ein Umbau. Bei so einem Kurzstreckenfahrzeug könnte man sicher auch auf einige (schwere) Zubehörteile aus „normalen“ PKW verzichten. So ein Fahrzeug wäre sicher auch bereits heute, zu verkaufsfähigen Preisen, zu fertigen.

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