Sicherheit an der Säule


Das 2,3 Meter lange Ladekabel des Vectrix verbirgt sich unter dem Sitz.Von morgen an wird alles anders. Mir steht zum ersten Mal der Vectrix-Elektroroller zur freien Verfügung. Wie frei diese Verfügung ist, wird das Wochenende und die Ladekapazität zeigen. Beim Blick aus dem Fenster ist zumindest klar: Es wird nass. Doch wie ist das, wenn man bei Regenwetter mit einem Ladekabel hantiert und versucht, den Roller zu „betanken“? Oder heißt es zu elektrifizieren? Bestromen? Oder einfach laden? Gefühlt ist es so, als würde man mit einem brennenden Streichholz nach dem Benzinstand schauen wollen.

Wer einmal beim Anbringen einer Lampe durch einen Stromschlag von der Leiter geschossen wurde, kann sich vorstellen, wie viel Saft hinter einer Ladesäule steckt. Im Hausgebrauch werden 16 Ampere verwendet – an der Säule für den Roller schon 32. Und dann Wasser? Da mein Arbeitsvertrag für solche Unfälle keine eindeutige Regelung vorsieht, erkundige ich mich bei dem Strom- und Gasunternehmen Eon, wie es um die Sicherheit an den Säulen bestellt ist. „Nein, wir haben noch nie einen Stromschlag an einer Säule verzeichnet, auch nicht bei Gewitter“, erklärt Andreas Zelles von Eon, die in der Innenstadt von München einige Ladestationen zu Versuchszwecken betreiben. „Außerdem zeigen die Steckdosen nach unten, damit kein Wasser einlaufen kann. Aber grundsätzlich sind die Hersteller verpflichtet, am Fahrzeug dafür zu sorgen, dass alles sicher ist.“

Das beruhigt. Aber da ich schon einmal die Erfahrung mit Leiter und Lampe gemacht habe, werde ich auf das Laden im „öffentlichen“ Raum dieses Wochenende wohl dennoch verzichten. So viel zur freien Verfügung. (tg)

6 Antworten zu “Sicherheit an der Säule

  1. Ich habe im vergangenen Jahr immer Mal wieder bei E.ON an den Stromtankstellen meinen Elektroroller geladen. Das ging problemlos, denn die Säulen haben sogar eine Klappe vor der Steckdose, so dass da gar nichts nass werden kann. Das Ladegerät habe ich dann unter meinem Sitz verstaut, so dass auch bei Regen alles schön trocken blieb.
    Das Beste war aber, dass E.ON für den Versuch den Strom sogar verschenkt hat.

  2. Danke Herr Bluhm, Herr Hahn,
    man stelle sich vor der Restaurantkritiker kennt nicht den Unterschied zwischen Pfeffer und Salz.
    „In Wissen vor 8“ wurde gestern sogar mit Fingerkraft der Druck des Wasserstrahls erhöht.
    Der „Wissenschaftler“ meinte aber die Geschwindigkeit.
    So sind unsere SchlagzeilenReporter. Die Auflage (Knete) muß stimmen; egal was damit kaputt gemacht wird.

  3. Lustig. Ich hab mich schon lange gefragt, was passiert, wenn es regnet. Da scheint die Sache ja sicher zu sein. Aber Laden an der Straße wird sich meiner Meinung nach nicht durchsetzen. Vielleicht in Parkhäusern (bei Ikea oder so), wenn man eh parken/warten muss. Dann zahlt man den Strom einfach mit dem Parkschein mit und fertig.

    • An diesem Bericht wird schon erkennbar, dass ein Laie das Fahrzeug führt und keine Ahnung hat was in diesem Motorroller steckt.
      Allein das Fehlen einer wesentlichen Information für den zukünftigen Nutzer eines E- Mobil kann negative Tendenzen gegen das E- Mobil ansich auslösen.
      Hier ist der Radnabenantrieb vergessen worden.
      Ein E- Motor im Rad, der Wind und Wetter ausgesetzt ist und eigentlich bei Regen einen Kurzschluss auslösen müsste, was nicht geschieht.
      Wenn also der Hersteller eine wasserdichte Verarbeitung eines Radnabenmotors zustande bekommt, ist das Aufladen im Freien also ebenfalls von Stromanbieter und Hersteller unfallfrei gelöst worden.
      Pappnase Reporter sag ich nur!

    • Stromtanken bei Regen… wie kommt man darauf, daß das gefährlich werden könnte? Da könnte man ja auch denken, daß bei Sonnenschein das Benzintanken gefährlich ist, weil es dann so heiß ist.

      Nunja, Ängste werden halt gerne geschürt… warum auch immer.

      P.S.: Ob man bei 230V eine mit 16A oder 32A „gewischt“ bekommt ist total egal, bei solchen Strömen ist die Spannung (das sind die Dinger mit dem „V“ hinten dran, also hier 230V) von Interesse. Im Allgemeinen geht man davon aus, daß ab 50V ein „Stromschlag“ tödlich sein kann (wenn genügend Strom (ab 30-50mA) fließt und die Frequenz (<100kHz) nicht zu hoch ist). Deshalb löst ja auch ein FI-Schalter typischereise bei 10mA "Fehlerstrom" aus.

      Bye.

      • Michael Bluhm

        Danke, Jürgen Hahn!
        Es stellt sich mir wirklich die Frage ob es Sinn macht einen Deppen einen Report schreiben zu lassen.
        Wem würde dieser Unfug nützen? Doch sicherlich genau denen, die seit dem ersten E- Auto versuchen es tot zu kriegen.
        Dem unwissenden Normalautofahrer sei dank, haben sie mit solchen Artikeln auch noch erfolg, um weiter ihre Dreckschleudern verkaufen zu können!

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s