Emobility – wer verdient daran?


Die Ziele sind klar, der Wille da: Bis 2020 sollen laut Bundesregierung eine Million Elektrofahrzeuge über unsere Straßen rollen. Doch bis es soweit ist, muss noch kräftig investiert werden. Automobilhersteller müssen Milliarden für Entwicklung und Fertigungsanlagen aufbringen.

Die Unternehmensberatung Oliver Wyman sieht in einer Studie die Gewinne daher nicht beim Abverkauf, sondern beim Betrieb der Fahrzeuge. Die Experten gehen davon aus, dass zwei Drittel der Gewinne erst nach dem Verkauf der Stromfahrzeuge generiert werden können. Trotz der weltweit schätzungsweise 15 Millionen verkauften Elektrofahrzeuge bis zum Jahr 2025 warten wohl noch einige Vermiet- und Service-Konzepte auf ihre Entdeckung (tg).

3 Antworten zu “Emobility – wer verdient daran?

  1. Alte Netzwerke müssen ihr Geld einspielen. Warum solche Veränderungen nicht gewünscht sind, wird sehr schön von Dr. Peter Kosack im Interview auf http://www.sunpod.de erläutert.

  2. Das Feld der Ideen ist Groß und liegt noch sehr brach.
    Natürlich sorgt allein die lange Lebensdauer und Funktionsfähigkeit von Elektroantrieben dafür, siehe die vielen Industriemotoren, dass an der Herstellung und dem Verkauf nicht lange verdient werden kann.
    Das Handy ist doch ein sehr gutes Beispiel für die Veränderungen in Produktion, Vertrieb und Service.
    Was ist daran so schlimm, wenn jeder seinen Teil an dem E- Auto mitverdienen will und sich Autohersteller, Verkaufshäuser und Energieanbieter zusammen ein Konzept des Geldmachens ausdenken. Viel dabei überlegen müssen sie ja nicht, weil, wie schon jetzt, alles vorhanden ist und nur angepasst und umgesetzt werden muss.
    Wer sagt denn , dass die zusätzlich an dem Verdienen beteiligten Vermieter von Häusern (Windgeneratoren), die vielen Tanstellenpächter (Lade- und Austauschstationen), Hotels, Behörden (Ladeparkplätze), Versicherungen, Werkstätten und Autovermieter usw. nicht auch Einnahmen haben sollen. Das ist schon heute so und nicht verwerflich.

    Wenn ich die Milliarden im Konjunkturfond sehe die die Bunderegierung aufgelegt hat, frage ich mich wirklich, warum die notwendigen Milliarden nicht genau in die Zukunftstechnologie gesteckt werden, die wir hier debattieren.

    Eine meiner Ideen geht in die Richtung des quasi Monopols der Bundesbahn und dem Eigentümer der Autobahnen.
    Die Bundesbahn nutzt ein Gesetz von 1938 zur Beseitigung unliebsamer Konkurrenz im Buslinienverkehr und hat zum Teil zugriff auf die Warentransporte mit LKW’s im Nahverkehr.
    Gleichzeitig wurde in China der Transrapid mit deutschen Fördermittel, ca 2 Milliarden Euro, mitfinanziert.

    Ein wesentliches Grundkonzept für die Zukunft ist die Nutzung der Autobahn im Warenverkehr mit elektrifizierten LKW- Spuren.
    Es mag sehr lange gedauert haben, bis die Bahn die wichtigsten Schienenwege elektrifiziert hatte.
    Aber genau hier beginnt das Zusammenspiel zwischen Bund, Bahn und Bürger.
    Was hindert uns daran eine Spur der Autobahnen mit Oberleitungen zu bebauen, an denen sich die LKW’s und Busse andocken können.
    Die Technik ist da.
    Daran verdient der Bund automatisch mit und nicht nur über die Maud. Er ist quasi der Vermieter für Energieanbieter und kassiert bei den Nutzern mit Gewinn. Es wäre sogar denkbar, dass die Maud für PKW’s kommt, weil erstens die EU Kommissare eine Vereinheitlichung in Europa haben wollen und zweitens die LKW- Maud entfällt, weil sie im Mietpreis für die Nutzung der Oberleitung enthalten ist.

    Ich höre jetzt schon den Aufschrei zur PKW Maud. Doch wollen wir mal ehrlich sein.
    Wir wollen günstig Waren kaufen die mit LKW geliefert werden.
    Wir wollen keine maroden Straßen haben.
    Wir wollen günstig und schnell von A nach B.
    Was haben wir für diesen Wunsch anzubieten?
    Immer nur den eigenen Geiz!!!
    Gleichzeitig wollen wir E- Autos haben, weil wir nicht nur die Technologie interessant finden sondern auch günstiger bei weg kommen.
    NOCH!!!
    Selbst wenn der Energiepreis wegen der vielen und hohen Investitionen ansteigen sollte, ist es für Otto- Normalverbraucher mit PKW immer noch billiger, als heute mit Diesel oder Benzin.
    Und machen wir uns nichts vor.
    Wir sind in dem Mensch-Ware-Geld System seit Jahrhunderten eingebunden und es fand immer wieder ein relativ gerechter Ausgleich zwischen Gewinn und Nutzen statt.
    Die Ölkonzerne werden nicht unseren kostbaren Rohstoff Erdöl verbrennen um Energie zu erzeugen, dafür bietet der Markt ganz andere Möglichkeiten.
    Ohne Kunststoffe wird es auch in der Zukunft nicht gehen. Weder beim Auto noch bei Waren des täglichen Bedarfs.
    Verdienen wird jeder der mit alter oder neuer Technik arbeitet, handelt und spekuliert.
    Allein die Übergangsphasen von Alt zu Neu belassen noch sehr lange Verdienstmöglichketen für jeden.

    Ich sehe eigentlich nur eine Steigerung der bezahlbaren Abeitsplätze, der Stärkung unserer Staatsfinanzen und sozialen Sicherungssysteme. Selbst ein Hauptschulabgänger ohne Beufsausbildung hat die Möglichkeit in dieser neuen technologischen Umbruchphase einen dauerhaften Arbeitsplatz zu finden und sich gerade im praktischen Sammeln von Erfahrungen eine Zukunft aufzubauen.
    Also ein Gewinn für ALLE!!!!!

    Es müssen nur endlich und schnellstens die Weichen dafür gestellt werden.
    Doch solange wir Politiker haben die sich aus eigennutz und für ihre Parteiinteressen um Nichtigkeiten streiten, Gesetze erlassen werden dere Sinn kaum einer versteht und die dann doch abgeschafft werden, solange kommen wir nicht vorwärts.
    Die feudale Kleinstaaterei ist nochlange nicht aus unserer Gesellschaft und unseren Köpfen verschwunden.
    Diese Leute sind es die den Gewinn minimieren. Für den Einzelnen und die Gemeinschaft.

    Und weil der Transrapid angeblich zu teuer ist, wird er nicht gebaut.
    Dabei würde eine Streckenverbindung nur zwischen den Landeshauptstädten in Deutschland und Europa die Inlands- Europaflüge enorm reduzieren. Denn elektrisch fliegen ist zurzeit noch nicht möglich.
    Wer sagt denn, dass die Strecken nicht mit Zügen bestückt werden die von den Luftlinienbetreibern kommen und die Strecken selbst, als Einnahmequelle in der Hand des Bundes bleiben.

    Und schon haben wir wieder eine Idee die nicht neu ist und langfristig hohe Gewinne in aussicht stellt.

    • Hallo Herr Bluhm,

      ich lese ihre ausführlichen Kommentare immer sehr interessiert und würde gerne mit Ihnen in Kontakt treten, da Sie mir häufig aus der Seele sprechen.

      Sind Sie bitte so freundlich und lassen mir Ihre Kontaktdaten zukommen über meine angegebene email-Adresse auf http://www.sunpod.de – siehe „Die Autoren“

      Danke Marc Grübel

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