ADAC Testtabelle Karabag 500 E


Tabelle

10 Antworten zu “ADAC Testtabelle Karabag 500 E

  1. Bei dem Verbrauch von 14 kWh/100 km scheinen mir die Ladeverluste nicht berücksichtig zu sein. Der Ladewirkungsgrad liegt sicherlich unter 80 %, siehe smart e drive mit 73 %. Damit würde dann die CO2 Bilanz anders. Strommix zur CO2 Berechnung zu nehmen scheint zwar üblich, aber beim konkreten Laden des Akkus legt vermutlich das das Kohlekraftwerk mehr Kohle auf, denn der Wind oder Solarstrom wird eh schon vollständig eingespeist.

    Wie ist dann die CO2 Bilanz?

  2. Noch was zum Lithium, hier ist ein Bedarf von 80g pro kWh.
    Neuesten Studien nach ist für mehrere Milliarden Elektroautos Lithium vorhanden.
    http://www.photovoltaik-guide.de/lithium-genug-fuer-milliarden-elektroautos-und-mehr-12226

    Hinzu kommt noch, dass nicht allein Lithium ein geeigneter Rohstoff für die Batterien der Zukunft ist, mehrere andere Rohstoffe mit ausreichender Verfügbarkeit kommen in Frage.

  3. Hallo Wolfgang,
    leider ist der Hersteller, bzw. der genaue Typ des im 500er Karabag verbauten Akku nicht herauszufinden.
    Zumindest aber das es ein Lithium Polymer Akku ist, diese haben aktuell zumindest eine Zyklenzahl von 1000 bei einer verfügbaren Ladekapazität von 80%.
    Der Akku des Karabag wird also nach 130.000 km nicht schlagartig seinen Geist aufgeben, sonder nur noch 80% seiner anfänglichen Leistungsfähigkeit besitzen, also noch rund 100 km +.
    Es gibt allerdings auch schon LiPo Zellen die erst nach 3000 Zyklen bei 80% liegen, also im Fall des Karabag also 390.000 km. Diese Zellen weisen nach 5000 Zyklen immerhin noch 70% der Anfangsleitungsfähigkeit auf.
    Wenn einem knapp 100 km Reichweite ausreichen, könnte man den Akku also rund 600.000 km fahren.
    Ich glaube nach 600.000 km fällt auch einiges an Wartung beim Verbrenner an.
    Da wären 30 Ölwechsel fällig, Kosten in der Werkstatt rund 1500 Euro.
    7 Luftfilter, Kosten in der Werkstatt rund 300 Euro.
    Evtl. 5 x Zahnriementausch, Kosten in der Werkstatt rund 1500 Euro.
    Der Auspuff inkl. Kat dürfte bei der Kilometerleistung auch mindestens ein mal fällig sein, Kosten in der Werkstatt rund 500 Euro.
    Auch ein Zünd-, Glühkerzenwechsel dürfte so alle 30 bis 60 tsd. km sinnvoll sein, Kosten in der Werkstatt rund 500 bis 1000 Euro.
    Dann noch die Bremsbeläge, die beim Verbrenner einem weit hörerem Verschleiß unterliegen, 2 bis 3 mal häufiger dürfte ein Wechsel anstehen. Vermutlich auch einmal Bremscheiben bei 600.000 km.
    Mit noch weiteren Wartungsbedürftigen Elementen dürfte ein Spritauto über diese Distanz also rund 5.000 bis 10.000 Euro an Wartungsmehrkosten verursachen.
    Ich bezweifle dass in ein paar Jahren Akkus noch so teuer sind, dass man auf solch einen Betrag kommen würde.
    Bei den Energiekosten dürfte das E-Auto auch einiges sparen.
    Im Fall des Karabag 14 kWh auf 100, ergibt bei 600.000 km ein Gesamtstrombedarf von 84.000 kWh multipliziert mit € 0,22 = 18.480 Euro Energiekosten.
    Vergleichbarer Benziner (neustes Modell des 500er mit 4L Benzinverbrauch) = 24.000 Liter multipliziert mit € 1,40 = 33,600 Euro

  4. Alles schön und gut aber über die Akkus wird reichlich wenig gesprochen, was haltbarkeit und folgekosten betrefft. Wenn man im Beispiel vom F500 als Pendler 130 Km pro Tag fährt, von einer Akkulebensdauer ca. 1000 Ladezyklen ausgeht ist der Akku in 4 Jahre hin. Möchte nicht wissen was ein Erasatzakku kostet.
    Kurz gesagt der Akku hält ca 130000 Km und schlägt mit mindestens 10 Ct/Km hart ein. Da dieser auch in abhängigkeit zu den gefahrenen Km liegt sollten Herstellung,Entsorgung,Förderung der Rohstoffe…. auch zur Emmisionsbilanz zuzählen.
    Hinzu kommt das Li auch wie Öl nicht unendlich zur Verfügung steht.

  5. 1 Million E-Autos bis 2020? Wohl nur, wenn die auch für Otto Normalverbraucher erschwinglich sind. Und deswegen ist es wichtig, dass, auch wenn wir erst am Anfang von E-Autos stehen, der Preis von vornherein eine Rolle spielt. Ansonsten halte ich das Ziel für ziemlich illusorisch.

    Es wird eh noch schwierig und teuer genug, die Autos tatsächlich einzuführen. Denn was ist mit den zigtausend Interessenten, die vielleicht das Geld für ein E-Auto zusammenkratzen würden, aber keinen Ladeplatz haben, weil sie irgendwo in der Stadt in einer Mietwohnung wohnen und ihr Auto am Straßenrand parkt? Die werden dann auch noch Geld für die Einrichtung eines Stromanschlusses außer Haus aufbringen müssen. Die Städte und Kommunen werden den wohl kaum umsonst bereitstellen. Und wir haben es leider nicht so gut wie die Norweger, die solche Anschlüsse an vielen Stellen bereits haben, weil sie in den kalten Wintern ihre Autos per Standheizung betriebsbereit halten.
    Übrigens kommt aus Norwegen ein E-Auto, dass so allmählich auch auf dem europäischen Markt eingeführt wird. Derzeit nur ein Zweisitzer, aber wenn man im Verkehr mal drauf achtet, gibt es viele Autos, in denen eh nur eine Person sitzt.
    Infos zu dem „Norweger“ gibt es unter
    http://www.thinkev.com

  6. Stop Leute,
    es ist ein Anfang bei der Bewertung von E- PKW’s.
    Wir wissen was wir wollen. Das bedeutet noch nicht das wir es bekommen.
    Hier ist zu mindest ein Bewertungsbogen vorhanden mit dem der eine oder andere schon mal etwas anfangen kann und vielleicht schon erkennt, was er will und/ oder nicht.
    Meine Frage zur Abänderung des Fiat 500 im Gewicht für diese Antriebsvariante war berechtigt und es ergeben sich noch viele andere Fragen für den zukünftigen Nutzer.
    Lassen wir also erstmal die Preisfrage aus und konzentrieren uns auf das Wesentliche eines E- Mobils.
    Das Fahrzeug ist im Gewicht nicht abgespeckt.
    Was sollen E- Fensterheber? Ein Knieairbag wie sinnvoll, LOL!!! Lithium Polimer Akku- welche denn? Gibt es nicht noch andere Akkuarten die besser und leichter sind?
    Frontantrieb- welcher? Achse oder Radnabe?
    Achsantrieb zu schwer!!!
    Sitzheizung ist nicht notwendig- raus damit!
    Glasdach muss nicht sein und es ist zu überlegen ob es vom Gewicht her generell unnötig ist, wenn die Karosserie leichter gemacht wird.
    Über Sinn oder Unsinn von ABS und ESP kann man geteilter Meinung sein, weil die Physik auch damit nicht ausgeheblet werden kann und viele Millionen Fahrzeuge heute immer noch ohne fahren.
    Servolenkung natürlich nur wenn das Gewicht zur Größe so extrem ist, dass man sich die Arme beim lenken bricht.
    Hier macht die konventionelle Fertigung mit Blech und unnötigen teilen das gesamtgewicht (leer) zu hoch und somit ist das fahrzeug nicht so gut ohne Servo zu lenken.
    Das kann beim Smart ED schon anders sein.
    Fazit: Guter Testbogen und ein anhaltspunkt für die nächsten Fahrzeuge der Elektromobilität.
    Ohne es zu beschwören, aber mein Instinkt sagt mir, dass der Smart ED besser abschneiden wird.
    Danke an adacmotorwelt für diesen Test. Weiter so.

  7. Jep, wir sind in der Phase, wo es vor dem zweiten Weltkrieg zwar auch schon Verbrennungsfahrzeuge gab, die jedoch für den Durchschnitts-Menschen unerschwinglich waren.
    Das haben dann erst Firmen wie Ford oder Volkswagen geschafft. Und zwar mit Massenproduktion. Davon sind wir aktuell – in Deutschland – noch einige Jahre entfernt.

    Marc

  8. Wer kann so viel Geld für ein Elektroauto ausgeben? Das können nur Reiche oder Firmen, die ihren Ruf aufpäppeln wollen

    • @sedar, man darf bei dem hier gestesteten Fahrzeug nicht übersehen, dass es sich hierbei um einen Umbau eines Verbrennungsmotorfahrzeug zu einem Elektroauto handelt.
      Dass sowas erheblich teurer als ein E-Auto aus der Großserie ist liegt doch auf der Hand.
      Das es auch schon erheblich billiger geht, zeigt z.B. der Tazzari Zero http://www.smiles-world.de/tazzari-zero-konzept , hier ist man schon für rund 24.000 Euro dabei.

      Für einen Zweisitzer ist das natürlich auch noch kein Sonderangebot, es zeigt aber wo die Reise hingeht, auch hier darf nicht übersehen werden, dass es sich hierbei noch eher um eine Kleinserie handelt.

      Was in absehbarer Zeit aber möglich ist, zeigt Nissan mit ihrem Elektroauto Leaf, dieses soll ab Ende dieses Jahres in den USA für umgerechnet knapp € 26.000.- angeboten werden.

      Bei einem Verbrauch von rund 15 kWh auf 100 km, würde der durchschnittliche dt. Autofahrer im Jahr runde € 400 Energiekosten haben.
      Ein vergleichbarer Benziner mit 5 Liter Verbrauch dagegen rund € 840, natürlich unter der Voraussetzung der Benzinpreis steigt nicht.

      Außerdem fällt der regelmäßige Ölwechsel weg, es gibt keine Keilriemen, die Bremsbeläge halten wesentlich länger, es gibt keinen Auspuff ( inkl.Kat ) der wegrosten kann, keinen Luftfilter, keine Zündkerzen, keine Lichtmaschine, keine Lambdasonde, kein Abgastest usw. usw.

      Es ist also nur eine Frage der Zeit, wann das E-Auto alles in allem weit günstiger als der Verbrenner ist.

      Bei der Preisentwicklung erinnere ich nur an den Computer oder Handy, was haben die noch vor ein paar Jahren gekostet und was kosten die heute ?

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