80 Kilometer Angst


Welche Erfahrung unsere Redakteure und Testingenieure mit Elektro-Autos gesammelt haben, konnten Sie in diesem Blog schon mehrfach lesen. Doch wie fühlt es sich für jemand an, der nicht täglich mit Automobilen zu tun hat? Dieter Birk, beim ADAC sonst für Marketing zuständig, war für uns erstmals im Karabag 500 E unterwegs. Hier ist sein Erfahrungsbericht:

Etwas skeptisch bin ich schon, als ich den Karabag 500 E abends von einem Kollegen übernehme. Ich will mit dem kleinen Elektroflitzer von München in meinen 35 Kilometer entfernten Wohnort fahren und am nächsten morgen wieder zurück. Davor geht es aber noch in die Innenstadt zu einem Geschäftsessen. Rund 80 Kilometer werde ich insgesamt zurücklegen. „Das könnte eng werden“ meint mein Kollege. Nicht gerade ermutigend. Ich beginne also zu überlegen, was ich tun muss, um sicher wieder zurück zu kommen. Und was, wenn mich die Reichweite der Akkus doch im Stich lässt?

Egal. Zunächst freue ich mich darüber, meinem Geschäftspartner, den ich vom Hotel abhole, die neue Technologie präsentieren zu können. Ich beschließe erst einmal zu schauen, wie sich die Energieanzeige verhält. Noch zeigt sie 100 Prozent an. Zur Sicherheit verzichte ich auf Radio und Gebläse. Trotzdem geht es schnell abwärts. Pro gefahrenen Kilometer sind es rund ein Prozent. „Der fährt ja wie eine Straßenbahn“, sagt mein Beifahrer. Von außen nimmt kaum jemand wahr, dass wir mit einem Elektroauto unterwegs sind.

Nach dem Abendessen bringe ich Ihn zurück zum Hotel und dann sind der Karabag und ich alleine unterwegs. Mit noch rund 80 Prozent Energie bin ich schon zuversichtlicher als am frühen Abend. Allerdings erwartet mich jetzt die Autobahn. Der Verbrauch ist bei schneller Fahrt etwas höher, die Formel ein Prozent pro Kilometer geht aber anscheinend immer noch auf. Deshalb ist es auch nicht weiter schlimm, dass ich das Auto zu Hause nicht an der normalen Steckdose aufladen kann. Für den täglichen Gebrauch wäre das für mich aber nicht akzeptabel. Mit 57,8 Prozent Restladung stelle ich den Wagen in die Garage.

Am nächsten Morgen bin ich mutiger. Auf meiner Fahrt ins Büro schalte ich Radio, Licht und Gebläse an. Und ich beschleunige auf Spitzengeschwindigkeit. Der Tacho zeigt immerhin 115 km/h an. Im Stop-and-go des Berufsverkehrs fährt sich der Karabag eigentlich wie jedes andere Auto auch. Als ich ihn nach 82 Kilometer schließlich in der ADAC-Zentrale wieder an die Stromzapfsäule anschließe, beträgt die Restenergie noch 28,6 Prozent. Insgesamt hat er also doch etwas weniger als ein Prozent pro Kilometer verbraucht.

Mein Fazit:

Das Fahren mit Elektroantrieb ist wirklich einfach und angenehm. Eine Umstellung würde mir diesbezüglich nicht schwer fallen. Hinsichtlich der Reichweite kommt das Fahrzeug selbst für die tägliche Fahrt ins Büro noch nicht in Frage. Auch die Fahrleistungen des Karabag außerhalb der Stadt sind zu schwach und reichen nicht für weite Autobahnstrecken.

28 Antworten zu “80 Kilometer Angst

  1. Wir dürfen nicht nur die Stromerzeugung sehen.Sondern auch die Herstellung und Entsorgung der Batterien.
    Auch ist die Beschleunigung beim Überholen Lebensgefährlich.
    Wie weit komme ich im Winter bei Licht,Heizung,Heizbarer Heckscheibe,Radio und Scheibenwischer?
    da ja von den Arbeitsämter gefordert wird flexibel zu sein wird die Reichweite nicht für mich reichen.
    Bei Preisen von 60.000 € für einen Kleinwagen gibt es keinen Markt.Auch Preise von 30-40.ooo € sind für mich unerschwinglich.Ich müßte ja 2 Autos kaufen für meine Frau und mich und 1 Auto für weitere Strecken in dem ich mit 4 Personen und Gepäck auch mal einen Besuch in einer weiteren Entfernung machen kann.
    Also muß die Automobilbranche sich noch einiges einfallen lassen.
    Ich bezweifle das die Stückzahlen 2020 ereicht werden.

  2. Hallo Fritz,

    die 40% Deines Dieselfahrzeuges sind aber auch nur vom Benzintank bis zu den Rädern gerechnet. Es gibt auch noch einen Weg von der Ölquelle bis zur Tankstelle.

    Wer es genauer wissen will:
    http://www.daimler.com/go/optiresource

    Und eine Sache wird gerne übersehen. Was glaubst Du welche Abgasfilter effektiver sind: Die vom Kraftwerk oder Dein Kat am Auto?

    Marc

    • Hallo Marc,

      ich kenne nicht die Abgaswerte der Kohlekraftwerke, weder die der alten (nachgerüsteten) noch die der Neubauten. Die CO2 Zahlen sind mir eher bekannt und die vom Auto mit Euro 3, 4, 5 oder 6 auch.

      Wie hoch sind denn die Stickoxidwerte, die Schwefeloxide, die Staubmengen, die Mengen an Blei, Cadmium, radioaktiven Zerfallsprodukten usw. Ich weiß es nicht? Kennst du die Grenzwerte?

      Gruß

      Fritz

  3. Hallo,

    der Verbrauch von 14 kwh/100 km mag ja stimmen, aber der Ladewirkungsgrad beträgt keine 100 %. Daher bezweifel ich auch die CO2 Emissionen von 82 g/km, dies ist eine „Schönrechnung“

    Fritz

    • Hallo Fritz, der Verbrauch von 14kWh ist der ab Steckdose, von daher sind Ladeverluste bereits berücksichtigt.
      Der Co2 Wert ist in Wirklichkeit sogar noch geringer als 82g.

      Nach diversen Quellen betragen die CO2 Emissionen ab Steckdose 506g pro kWh multipliziere ich dies nun mit den 14kWh kommt man auf 7084g auf 100km, was letztlich pro km Emissionen von knapp 71g bedeutet.

      • Hallo Jim Bob,

        ich habe weiterhin große Zweifel. Nach der Auto Motos Sport (ams) Heft 5 / 2010 verbraucht der e-smart im NEFZ Fahrzyklus 22,62 kwh für 100 km, das Gerät hat dann einen Ladewirkungsgard von ca. 70 %, also werden über 32 kwh dem Netz entnommen.

        Nun soll dies Auto angeblich nur 14 kwh für 100 km benötigen. Wo steht denn in dem Bericht, dass dies quasi „aus Steckdose ist“?

        Wenn dann hier die Batteriekapazität mit 22 kwh angegeben wird, dann müsste das Auto bei 14 kwh pro 100 km auch gute 150 km fahren können.

        Zum Strommix findet man sehr unterschiedliche Zahlen, das Bundesumweltamt sagt für 2007 den Wert 605 g/kwh, für 2009 die Schätzung von 575 g/kwh. Damit hat dann auch der ADAC gerechnet (Ladeverluste vergessen?)

        Strommix ist dann ja auch so eine Schönrechnung. Wenn ich an der Steckdose tanke in der Nacht und es ist windstill, dann legt das Kraftwerk Kohlen nach, dann bin ich bei über 1 kg/kwh und die CO2-Bilanz wird schon anders.

        Gruß

        Fritz

      • In der Online-Ausgabe von ams könnt ich jetzt diese Zahlen nicht finden… wäre schön, wenn man das nachlsen könnte, was die da genau gemessen haben.

        Außerdem sollte man bei diesen Tests auch so ehrlich sein, auch die „Ladeverluste“ der Benziner in Zukunft zu berücksichtigen: Förderung, Transport, Raffinerie usw. sollten dazugerechnet werden, was ca. 20% ausmacht:
        http://www2.daimler.com/sustainability/optiresource/index.html

        Bye.

      • Hallo Fritz,
        wie ermittelst Du den Verbrauch eines Verbrenners ? Du tankst voll, fährst eine definierte Strecke und füllst wieder nach bis der Tank den ursprünglichen Füllstand erreicht hat.
        Aus der nachgefüllten Menge ergibt sich der Verbrauch.
        Viel anders kannst Du es beim E-Auto meist auch nicht machen, es sei den es verfügt über entsprechende Meßsensoren die kontinuierlich den Strom und die Spannung überwachen, da ließe sich das alles Softwaretechnisch ermitteln.
        Vielleicht kann der ADAC auch hier im Blog nochmals Stellung bezüglich des Messverfahren nehmen.
        Generell ist jedenfalls zu sagen, dass sich die Ladeverluste in der Regel sehr in Grenzen halten, mit moderner Elektronik und Lithium-Akkus bewegen sich die Verluste so um die 5 %.

        Bei dem Verbrauchstest eines Elektroauto kommt es ja immer sehr auf die Umwelteinflüsse an, sprich war die Klimaanlage oder Heizung an.
        Bei der Klimaanlage gibt es auch beim Verbrenner entsprechenden Mehrverbrauch, wobei sich natürlich 1 Liter mehr oder weniger bei 7 Liter nicht so viel anhört, wie 5 kWh bei 15 kWh.
        Im ersten Fall sind es umgerechnet aber statt 70 kWh dann 80 kWH , im zweiten statt 15 kWh dann 20 kWh.
        Oder auch vergleichbar 2 Liter beim E-Auto und 8 Liter beim Verbrenner.
        Wobei auch hier in der Regel der Verbrenner eine schlechtere Effizienz hat, da ja auch hier über einige Umwege Kälte erzeugt wird.
        Einzig im Winter hat der Verbrenner den Vorteil der generell erzeugten Abfallwärme.
        In diesem Fall muss beim Elektroauto diese Wärme zusätzlich erzeugt werden. Aber auch hier gibt es weit effizienter Möglichkeiten wie einfach nur die Luft zu erwärmen.
        Was den Verbrauch des E-Smart angeht, wären also erst mal die Bedingungen zu klären. Ein Verbrauch unter dem des Karabag sollte absolut möglich sein, die Werksangabe von 13 kWh scheint mir da sehr realistisch.
        Bei einem vergleichbaren E-Auto, dem Tazzari Zero berichten unterschiedliche Nutzer von Verbrauchswerten ab Steckdose zwischen 10 bis 12 kWh, je nach Fahrweise.
        Was den deutschen Strommix betrifft, da sind die Daten des Bundesumweltamt veraltet, Du schreibst ja selbst, dass es sich um Schätzungen im Jahr 2007 für das Jahr 2009 handelt.
        Aktuelle Daten aus verschiedenen Quellen, z.B. http://www.greenpeace-energy.de/oekostrom/strommix/stromkennzeichnung.html gehen von 506g CO2 pro kWh aus.
        Was den Kohlestrom betrifft, kann man im Durchschnitt mit 800g rechnen, aber wer lädt sein E-Auto schon mit Kohlestrom ?

    • Hallo Jim Bob,

      laden nicht vielleicht alle mit Kohlestrom?

      Nach dem Energieeinspeisegesetzt haben die regenerativen doch Vorrang. Bedeutet das nicht auch, dass die Energie die die Erzeugen (fast) immer zu 100 % eingespeist und abgenommen wird. Wenn nun zusätzliche Verbraucher auftauchen, dann wird ja die Sonne nicht mehr scheinen oder der Wind mehr wehen……….Es wird doch ein Kraftwerk mehr Brennstoff verbrauchen und das ist dann vermutlich kein Biogas.

      Als Zukunftsvision mit den angedachten Speichermöglichkeiten mag das ja anders sein, aber derzeit scheint mir jeder
      Mehrverbrauch an Strom durch fossile Energieträger erzeugt zu werden. Welche Kraftwerke gleichen denn die Schwankungen aus?

      Gruß

      Fritz

      • Hallo Fritz,
        man lädt immer den Strom den man kauft.
        Natürlich ist der Strom der aus der Steckdose kommt immer ein Mix aus allen Einspeisern.

        Entscheidend ist aber welchen Strom ich in diesen Stromsee fließen lasse. Siehe hierzu auch das Stromseemodell:
        http://www.door2energy.de/basics/popup/stromsee/stromseemodell.html
        Wenn Du auf der Seite den Schieberegler bewegst kannst Du schön den Einfluß der Einspeisung sehen.

        Ich persönlich beziehe meinen Strom von dem konzernunabhänigen Anbieter Naturstrom, dieser garantiert neben der ausschließlichen Einspeisung von regenerativ erzeugtem Strom, auch den Neubau von Anlagen zur Erzeugung regenerativem Strom mit einer Abgabe von 1,25 Cent pro kWh.

        Mit diesem Strom geladen fährt ein E-Auto mit CO2 Emissionen von 2 bis 4g pro km.

        Was die Stromversorgung der Zukunft betrifft, wird das E-Auto eine große Rolle darin spielen, siehe hierzu auch das Thema Kombikraftwerk:
        http://www.kombikraftwerk.de/

        Ein Ausgleich zwischen den einzelnen Stromerzeuger wird schon mal dadurch sichergestellt in dem man die Form der Stromerzeugung breit fächert.

        Grundversorgung kann durch die Wasserkraft, ob nun Fluß oder Meer, erfolgen, ein weiterer Grundversorger kann das Biogas sein.
        Auch die Windkraft kann eine Grundversorgung darstellen, in erster Linie natürlich Windkraftanlagen im Meer und an Küstennahen Standorten, wo eigentlich nahezu konstant Wind weht.
        Ansonsten ist auch das Verteilen über das ganze Land sinnvoll, schließlich weht ja auch im Süden Wind und vielleicht sogar genau dann wenn im Norden der Wind abflaut.

        Eine prima Ergänzung ist auch die Photovoltaik die genau in Spitzenbedarfszeiten am Tag diese hervoragend abdecken kann. Aktuell sind dies in Spitzenzeiten schon 8 TW am Mittag.

        Für Schwankungen eignen sich Anlagen wie die von Lichtblick geplanten Schwarmstromanlagen, http://www.lichtblick.de/h/schwarmstrom_288.php , geplant sind hier 100.000 dieser Anlagen die mit einer Versorgungsleistung von 2 TWh praktisch 2 Atomkraftwerke ersetzen können.
        Mit dem Vorteil alleerdings das man diese Anlagen einzeln, und damit exakt für den benötigten Bedarf, hinzuschalten oder auch wieder abschalten kann.
        Weitere Stromspeicher und Regelmöglichkeiten findet man hier:
        http://www.eurosolar.de/de/index.php?option=com_content&task=view&id=20&Itemid=30

      • Hallo Fritz,

        Sie fragen „Welche Kraftwerke gleichen denn die Schwankungen aus?“:
        also in Norwegen wird mit der überschüssigen Energie Wasser in einen höher gelegenen See gepumpt, das dann bei Bedarf wieder über Turbinen abgelassen wird… perfekter geht´s kaum.

  4. mich würde ja mal interessieren, wie das ganze ökonomisch so aussieht… ist denn überhaupt genug Strom vorhanden um einen groß angelegten Umstieg auf e-Fahrzeuge zu realisieren? Oder müssen wir dann nochmal längere Laufzeiten von AKWs in Kauf nehmen -_-

    • Es ist genügend Strom da.

      1 Mio E-Autos brauchen 0.3% der heutigen Stromproduktion in Deutschland, diese „paar kWh“ sind also vernachlässigbar.

      Bis in Deutschland wirklich >10 Mio E-Autos fahren, vergehen sicher noch 10-20 Jahre, und dann sind es immer noch erst 3%.

      Die Stromproduzenten behaupten, daß sie erst ab 30Mio E-Autos die Kraftwerke ausbauen müßten (siehe https://adacemobility.wordpress.com/2010/08/25/elektroautos-brauchen-sauberen-strom/ )

      Außerdem werden ja quasi mehre Milliarden Liter Öl „frei“, das zur Not auch in Ölkraftwerken zur Stromerzeugung genutzt werden kann, was ca. doppelt soviel Strom erzeugen könnte, als für die E-Autos benötigt wird.

      Bye.

      • Hallo Jürgen,

        wie kommst du auf deine Zahl „doppelt so viel Strom erzeugen“

        Wenn ich das Öl im Motor verbrenne beträgt der Wirkunsgrad vielleicht 30 % (je nachdem, ich weiß), verbrenne ich es im Kraftwerkskessel liegt er immer noch weit unter 50 %, wohl eher bei 40 %. Dann Übertragungs- und Ladeverluste. Wo bleibt der „Gewinn“?

        Fritz

      • Ein modernes Ölkraftwerk (GuD Kraftwerk) hat einen Wirkungsgrad von 60%. Und bei den Angaben zum Wirkungsgrad bei Kraftwerken sind alle Verluste schon enthalten (Übertragungsverluste, Eigenverbrauch, Speicherungsverluste, …).

        Dagegen sind die maximal ca. 30% bei einem Verbrennungsmotor ab Zapfsäule gerechnet, nicht ab z.B. Ölraffinerie.

        Im Grunde ist es doch ganz einfach: Der Durchschnittsverbrauch in Deutschland für alle PKWs ist bei 7,3l pro 100km. Damit sind das ca. 70kWh pro 100km. Bei einem E-Auto habe ich ca. 15 kWh, das ist ca. der Faktor 4.

        Bei meinem aktuellen Auto habe ich einen Verbrauch von ca. 5l Diesel auf 100km (ca. 70km Autobahn pro Tag bei 120kmh, Pendler, mehr gibt die Autobahn wegen Berufsverkehr nicht her). Damit verbrauche ich 50kWh pro 100km. Mit einem E-Auto hätte ich nur ca. 1/3 an Energieverbrauch (15 kWh).

        Bye.

    • Lieber Atze
      Deine Frage nach genügend Strom beantwortet sich sehr einfach. Die E-Autos werden in der Regel nachts aufgeladen, dann wenn am meisten Strom zur Verfügung steht, das heisst die Kraftwerke können dann auch ausgelastet werden und müssen den nicht verbrauchten Strom nicht billig ins Ausland abverkaufen, was nur Ihrem eigenen Profit dient, sondern es dient dem Inland und damit den Bürgern welche ein E-Auto besitzen.
      Ausserdem ist ein E-Fahrzeug grund genug um sich den ev. vorhandenen Carport zu einer Solartankstelle mit Speicher zu erweitern und die eigene Energie zu erzeugen. Die Investition müsste im Einzelfall gerechnet werden.
      Nicht mehr AKW’s sondern mehr dezentrale Energieversorgung sind das Motto der Zukunft
      und damit Machteinschränkung für die zentralen Energieversorger. Die Natur funktioniert ja auch mit Zellen!!

      • Jürgen Hahn,

        von den GUD Kraftwerken sind wie viel in Betrieb, wie viel in Bau oder Planung?

        Wie viel Strom wird überhaupt über die Basis Öl erzeugt?

        Es wird in beiden Fällen eher sehr wenig sein.

        Schön wäre es ja schon, wenn der durchschnittliche Wirkungsgrad aller Kraftwerke mal 40 % betragen würde und da bin ja schon fast mit dem Dieselmotor im Langstreckenverkehr.

        Gruß

        Fritz

      • Hall Jürgen,

        du schreibst hier an anderer Stelle:

        Strom => pro kWh ca. 265 g CO2 => ca. 53 g CO2 pro km bei E-Auto mit 20kWh/100km

        Wer rechnet da die CO2 Emissionen aus?
        Im Strommix sind es immer noch fast 600 g/kwh laut Umweltbundesamt.

        Gruß

        Fritz

      • GuD-Kraftwerke sind heute gerade im Bau. Da E-Autos ja immer so viel Strom brauchen und deshalb ja neue Kraftwerke gebaut werden müssen, sind das dann natürlich die guten neuen GuD-Kraftwerke, in denen das eingesparte Öl verstromt wird.

        Die 263 gr CO2 pro kWh gibt mein aktueller Stromanbieter an:
        http://heider.buchhauser-wiesent.de/?path=content/stromkennzeichnung_vertieb_energieversorgung

        Bye.

      • Hallo Jürgen,

        die ca. 260 g/kWh sind doch eine Milchmädchenrechnung eines Unternehms welches mit dieser Zahl Werbung macht und Kunden gewinnen will.
        Da kann das Kernkraftwerk ja auch sagen: Annähernd O g CO2 pro kWh und sich feiern lassen.

        Dein Stromanbieter mag ja so rechnen weil er vielleicht auch wirklich so einen Mix einkauft, aber wenn dein Anbieter viel Windkraft nutzt, dann hat der Nachbar halt die Kohlekraftwerke in seiner Rechnung. Wenn es halbwegs fais zugehen soll, dann kann man höchstens die Werte vom Strommix nehmen.

        Gruß

        Fritz

      • Lieber Fritz,

        dieser Stromanbieter kauft vor allem bei E-On ein (http://www.eon-energy-sales.com/pages/deutsch/produkte/stromprodukte/stromkennzeichnung.htm), daher auch der große Atomstromanteil. Den Rest erzeugt er selbst aus Wasserkraft (bei meinen Radtouren im bayerischen Wald sehe ich diese schon recht alten Kraftwerke immer wieder mal) und er muß hier in Bayern ja auch eine große Menge an Solarstrom abkaufen (ich selber habe seit 12 Jahren eine Photovoltaikanlage auf dem Dach).

        Apropos Stromkennzeichnung… ich habe mal spasseshalber für Düsseldorf bei RWE nachgeschaut (http://www.rwe.com/web/cms/de/42220/stromkennzeichnung/)… die haben da 749g/kWh.

        Meine Meinung dazu: Wenn ich ein E-Auto hätte, zählt für mich der Strom, der bei mir aus der Steckdose kommt, und da kommt halt der mit 260g/kWh raus. Mein Nachbar, der auf RWE setzt, hat ja erst gar kein E-Auto, da ihn das nicht interessiert.

        Es wird ja niemand gezwungen, ein E-Auto nutzen zu müssen! Deshalb sollte auch niemand fordern, das sowas verboten gehört…

        Ein E-Auto, wenn man es sich denn mal leisten kann, macht Sinn… alleine schon deswegen, weil ich die (nahezu) frei Wahl habe, mit welchem Strom ich das betreibe. Bei einem Verbrennungsmotor bin ich IMMER auf Erdöl angewiesen… Biodiesel verträgt so gut wie kein aktueller Diesel mehr und Bio-Ethanol (oder auchWasserstoff) ist in der Herstellung auch nicht gerade umweltfreundlich… wobei ich beim Wasserstoff noch das größte Potential sehe…

        Bye.

  5. Warum kann ich das Fahrzeug nicht an einer normalen Steckdose laden? Dazu sollte es doch eine Lösung – vom Hersteller? – geben.
    Wofür brauche ich im Alltag diese Reichweiten?
    *Satiere on*
    Ich mach das auch immer so. Ich fahre einen 7,5 Tonner. Es könnte ja sein, daß ich mal etwas bei einem großen schwedischen Möbelhaus kaufe, was nicht ins Auto reinpaßt. Deshalb fahre ich den LKW das ganze Jahr über.
    *Satiere off*
    Die Leute sollten mal lernen, daß man ein angepaßtes Fahrzeug für entsprechende Strecken nimmt. Und falls ich das nicht habe, dann leihe ich mir eben eins.

    • Der Karabag 500e lässt sich wie alle anderen Elektroautos auch, an einer normalen Haushaltssteckdose mit 16 A Absicherung aufladen.

  6. Das verstehe ich jetzt aber nicht so ganz, Herr Birk hat einen Anfahrtsweg von 35 km einfach.
    Als Pendlerfahrzeug also eine Tagesstrecke von 70km, das wäre also gerade mal die Hälfte der Strecke die im Reichweitentest des ADAC ermittelt wurden.
    Herrn Birk würden also noch sicher 40 – 60 km Reserve zur Verfügung stehen, das Fazit die Reichweite würde nicht ausreichen kann ich daher nicht nachvollziehen.

    • 139-82=???? kriege ich auch nicht raus!!!
      Der Akku war bestimmt nicht voll geladen, weil Herr Birk das Auto vom Kollegen übernommen hat.
      Wer weiß wieviel der Kollege schon verbrauchte.
      Und jetzt steht noch das Problem an, dass vielleicht der Karabag 500 nicht auf der Autobahn bei 115 km/h geteste wurde.
      Verständlich und nachvollziehbar ist das alles nicht so richtig.
      Bitte liebe adacmotorwelt, passt doch ein wenig auf was die Kollegen so mit den schönen Autos anstellen und bewerten.

      • Lieber Herr Bluhm,

        uns ist die subjektive Einschätzung von Herrn Birk lieb und wichtig. Die offizielle Meinung des ADAC spiegelt sich in den Berichten, Tests und Fahrberichten der Ingenieure und Redakteure wieder. Dennoch werden wir im Blog immer wieder persönliche Erfahrungen von Nicht-Experten veröffentlichen, die die Sicht des „Normalbürgers“ darstellen. Ich denke, alle Meinungen sollen hier im Blog ihren Platz finden.

        Schöne Grüße, Mario Vigl, ADAC Motorwelt

  7. „Hinsichtlich der Reichweite kommt das Fahrzeug selbst für die tägliche Fahrt ins Büro noch nicht in Frage. “
    Aha.
    Also: du fährst zu weit täglich.
    Such Dir einen neuen Job in Deiner Umgebung….

    • Warum nicht?
      Ich fahre seit einiger Zeit 115 bis 110 KMh auf der Autobahn, da kommt man genau so schnell hin, außer man ist ein Minutenscheißer.
      In der Schweiz ist auf der Autobahn 120 überall
      und auf der Bundesstraße 80.
      Bei uns ist rauf auf 100, dann kommts das 70-er Schild usw. das ist doch kranhafte Manie vieler Deutschen.
      Man glaubt nur es geht nicht!
      Da wir am Bodensee wohnen kommen wir viel in die Schweiz, es ist herrlich, ein völlig neues Gefühl, das ist E-Auto ideal.
      Dann sind in der Schweiz die Radarwarner verboten, das ergibt zusätzlich einen gepflegten Verkehrsfluß!
      Und was tut der ADAC dafür???

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