Grüne wollen Motorroller abschaffen


Motorroller erfreuen sich vor allem in Städten großer Beliebtheit, schließlich sind sie klein, wendig und benötigen wenig Parkraum. Doch viele der Zweiräder gelten aufgrund der Lärmentwicklung und ihres Zweitaktantriebs auch als umweltschädlich.

Den Grünen sind die Zweitakt-Roller ein Dorn im Auge. Sollten sie nach der nächsten Bundestagswahl wieder Regierungspartei sein, wollen sie die kleinen Krafträder sukzessive ganz abschaffen. Das berichtet die „Saarbrücker Zeitung“ unter Berufung auf das neue Energiekonzept der Partei mit dem Namen „Energie 2050“.

Demzufolge sollen ab 2015 keine kleinen Zweitakt-Roller mehr zugelassen werden dürfen. Ab 2020 sollen Zweitakt-Roller komplett verboten werden, ab 2025 auch alle Motorroller mit Viertaktantrieb. Mit dem Gesetzentwurf sollen Zweirad-Fahrer gezwungen werden, auf emissionsfreie Elektroroller umzusteigen.

Die gesamte Meldung auf der Webseite der „Saarbrücker Zeitung“ lesen Sie hier.

14 Antworten zu “Grüne wollen Motorroller abschaffen

  1. Ja, so ist das eben, wenn von der einheimischen Industrie keine geräuscharmen Gerätschaften produziert werden oder wenn doch, dann eben so teuer, daß sie unbezahlbar sind.
    In diesem Punkt muß ich Dir, Mike, Recht geben denn die Unvernunft bei den Fahrern der japanischen Motorräder, ist schon schlimm. Mit meinem BMW-K-Modell, hat sich noch nie jemand über Lärm beschwert aber ich fahre auch entsprechend rücksichtsvoll und das nun schon seit weit über 40 Jahren.

    Am Lärmschutz ist aber sehr schnell etwas getan solange die Auspuffanlagen auch passend zum Gerät sind.
    Seit nunmehr etwas über 25 Jahren, habe ich einen kleinen Stromgenerator von Endress, lärmgeschützt – da beschwert sich niemand drüber – stell doch mal die Frage, warum der Lärmschutz so sträflich in den letzten 25 Jahren, vernachlässigt wurde.
    Was vor 25 Jahren schon möglich war, müßte doch heute erst recht möglich – oder sogar „Standard“ sein. Oder etwa nicht???

    Also, nur die Schuld bei den Fahrern zu suchen und alles global zu verdammmen, ist auch der falsche Weg
    Gruß
    Sabrina

  2. Ausser den oft mit schrecklicher Lautstärke herumfahrenden 2-Takt-Rollern sollte man alle Rasenmäher, Motorsensen, Motorsägen, Laubbläser und dergleichen Geräte mit Verbrennungsmotor verbieten. Auch scheint es so manchem Fahrer eines Motorrads so richtig Spass zu machen die Maschine in jedem Gang auf höchste Drehzahl hochzujubeln, ohne einen Gedanken an die Lärmbelästigung von Mitmenschen zu verschwenden. Unter dem Helm hört man sonst vermutlich nichts vom „rassigen Sound“ aber alle ohne Helm nervt dieses kreischende Geräusch eben sehr.

  3. ….wir sprachen von Rollern und nicht von Autos…

    Bei Autos ist das nicht so das Problem, weil die Gewicht schleppen können, bei Rollern ist das Gewicht schon das Problem…

  4. Nun, irgendwie haben ja mal wieder alle Recht. Die Entwicklung der kleinen Stromflitzer kann man offenbar auchs chon gnaz gut verfolgen.

    „Spannend!“ findet
    Arkadi

  5. Artikel aus der SZ:
    http://www.sueddeutsche.de/auto/verbot-fuer-motorroller-schluss-mit-vespa-1.1002240

    Schluss mit Vespa bräuchte aber nicht zu sein, eine nahezu lautlose Vespa stelle ich mir wunderbar vor !

    Im Zuge der Elektrifizierung wäre aber auch mal eine Anpassung der Höchstgeschwindigkeit angesagt, hier wären 60 km/h eine gute Sache.

    Im Ortsverkehr könnte man dann auch mit einem Roller hervorragend mitschwimmen und auf der Landstraße wäre das auch von Vorteil.

  6. Pingback: Braucht man die grüne Plakette für Umweltzonen? | RSS Verzeichnis

  7. Liebe Sabrina,
    bis 2015 ist ja noch einiges an Zeit, bis dahin wird die Batterietechnik garantiert so weit sein, dass ein E-Roller auch eine vernünftige Reichweite hat und vor allem bezahlbar wird.
    Das Beispiel China zeigt uns doch, dass gerade die Ankündigung eines Verbotes, mit natürlich anschließender Durchsetzung, Entwicklungen enorm beschleunigen wird.
    Ein gutes Beispiel ist auch das im Jahr 1990 angekündigte Gesetz zur Luftreinhaltung in Kalifornien. Durch das „Memorandum of Agreement“ MOA mit der kalifornischen Regierung hätten die betroffenen Automobilhersteller mit Beginn des Jahres 1998 batteriegetriebene Elektrofahrzeuge auf dem kalifornischen Markt anbieten müssen, wenn sie dort überhaupt noch Autos verkaufen wollten. Vereinbart war der Absatz von 2% ZEV (Zero emission vehicles) für die Jahre 1998-2000, 5% ZEV für 2001 und 2002, sowie 10% ZEV ab 2003.. Als Reaktion darauf konnte GM schon 1996 das erste Serienreife Elektroauto liefern, den EV1. 1997 brachte auch Toyota , mit dem RAV 4 ev sehr schnell ein E-Auto auf den Markt. Beide Fahrzeuge waren bei ihren Fahrern sehr beliebt.
    Im Jahr 1998 konnte die Öl- und Automobillobby , nach starken Druck auf die Regierung, das Gesetz allerdings aussetzen, als Folge darauf wurden die rund 1000 geleasten EV, unter massivem Protest der Besitzern, eingezogen und kurz darauf allessamt verschrottet und das obwohl der Großteil der ehemaligen „Besitzer“ bereit gewesen wäre das Auto weit über Wert zu kaufen.
    All das wurde hier dokumentiert:

    Wäre das Gesetzt damals nicht von der Lobby gekippt wordem, wir würden heute wohl alle schon munter mit E-Autos abgasfrei durch die Gegend fahren.

    Mit diesem Hintergrund sehe ich einem Verbot von Zweitacktrollern bis 2015 sehr positiv entgegen, zumal ja nicht die Weiterbenutzung, sondern nur der Neuverkauf verboten werden soll.

    Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass sich das bis 2015 sogar von ganz allein erledigt.

  8. das mit der abschaffung der verbrennungsmotoren ist in ein großes konzept zur einführung von elektromobilität eingebetet, das sollte nicht vergessen werden.
    für alle, die das mal genauer nachlesen wollen: den antrag der grünen im bundestag gibts unter http://www.gruene-bundestag.de/cms/beschluesse/dokbin/333/333429.elektromobilitaet.pdf

  9. In einem anderen Beitrag, in welchem es um die „Reichweiten“ der E-Roller ging, habe ich schon einmal zu dem gesamten Komplex Stellung genommen und ich habe mit keinem einzigen Wort die weitere Entwicklung in Frage gestellt.
    Es ist nur natürlich, daß NUN, wo der Ruf nach Alternativen durch die Treibstoff-Verteuerung, recht laut wird, etwas getan werden muß.
    Es ist auch sonnenklar, daß die Ölmafiosi immer noch hervorragende Patente in ihren Schubladen verstecken und damit nicht herausrücken wollen.
    Sie würden sich ja den Ast absägen, auf dem sie seit Jahrzehnten felsenfest sitzen – daß das nicht ohne Druck vonstatten gehen kann und einen gewissen Druck erfordert, ist also nur natürlich.

    Dennoch, daß gerade diese „Grünen“ so ád hoc, die Motorroller mit einer so fadenscheinigen Begründung, loswerden wollen grenzt schon Selbstdemontage.
    Daß sich da etwas weiterentwickelt, ist klar aber eine über 100 Jahre gewachsene Kultur, mit einem Beschluß wegwischen zu wollen, das fordert Krieg heraus und den können die Grünen gerne haben denn Fähnchen im Wind haben wir schon zur Genüge.
    Ich hatte mir ja schon einen E-Roller zugelegt, (siehe mein o. a. Beitrag), habe ihn aber wegen falscher Verkaufsversprechen über die Reichweite, wieder zurückgeben müssen.
    Das zeigt doch eindeutig, daß ich dieser Technik sehr aufgeschlossen gegenüberstehe.
    Das sagt die „liebe Sabrina“ – also ganz schnell runter vom „hohen Roß“!

    Freundliche Grüße an alle Gleichgesinnten von
    der „lieben Sabrina“…..schmunzel!!!

  10. Da sind uns die Chinesen schon einen Schritt vorraus, dort sind Zweitaktstinker schon geraumer Zeit in den Großstadtmetropolen verboten.
    http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung/gefragte-batterieroller-elektro-revolution-im-goetterland;2638677
    Hierfür sind aber mittlerweile schon über 140 Mio. Elektroroller unterwegs, was für die Städte natürlich weit angenehmer ist. Lärm und stinkende Zweitaktabgase fallen weg, wenn es dann noch gelingt sauberen Wind- und Sonnenstrom bereitzustellen, werden Städte auch hierzulande wieder lebenswerter.
    Den Roller oder das Motorrad ganz und gar verbieten will mit Sicherheit niemand, auch die Grünen nicht.
    Nur der Antrieb soll sauberer werden, dagegen kann ja wohl kaum etwas sprechen, oder ?
    Positiver Nebeneffekt solcher Verbote ist der Druck bei den Herstellern vernünftige Alternativen zu Entwickeln. Neben billigen und noch nicht sehr zufriedenstellenden Elektroroller die derzeit die Baumärkte überfluten, gibt es ja auch durchaus schon sehr gute E-Roller mit ausreichender Reichweite.
    Auch bei den Motorrädern, liebe Sabrina, tut sich einiges, wer schon mal das Vetrix Probe gefahren ist, ist überrascht wie flott das Teil losgeht und wie schön das lautlose dahingleiten gefallen kann.
    Der Akzeptanz den Motorradfahrern gegenüber würde dies auch extrem zuträglich sein.
    Im Motocrossbereich wird es sehr wahrscheinlich in ein paar Jahren nur noch E-Antrieb geben.
    Da E-Motorräder nur wenig Geräusche machen, können nun Motocrossfreunde jederzeit ihren Sport ausüben, sogar Sontags früh am Morgen.

    Aber auch bei richtigen Motorrädern gibt es erste brauchbare Modelle mit tierischem Drehmoment und durchaus brauchbarer Reichweite.
    http://www.motorrad-news.com/2010/07/16/brammo-empulse-elektromotorrad-mit-potenzial/

    In zwei bis drei Jahren werden sich die Batterien so weit verbessert haben, dass Reichweiten von 300 bis 500 km kein Problem mehr sein werden.

    Vom Drehmoment her und durch das schaltfreie Fahren dürfte man auf der Landstraße dann auch den meisten Verbrenner den nicht vorhanden Auspuff zeigen !😉

  11. MRD mit 300kg? Kann ja wohl nur ne Harley sein. Cool, mit 70, wow, RESPECT!

    Zum Bericht: da geb ich Ihnen Recht, dass muss ´ne Ente sein… Oder denen gefällt nicht, das sie plötzlich über 20% liegen…😉
    Eigentlich schade, denn ein bischen mehr „grün“ täte uns allen gut.
    Aber nicht SO. Das ist nur lächerlich.
    Werd´ denen mal schreiben…

    Prinzipiell ist die (Grund-)Idee nicht soo schlecht, aber dann NUR so, dass NEUE Roller eben nur noch mit Elektroantrieb zugelassen werden.

    Andererseits: wenn überhaupt ein Funken Vernunft beim Gesetzgeber vorhanden wäre, dürften Roller (Mokicks) auch 55 od. 60 km/h schnell sein und nicht, wie bisher mit 45 km/h zum Verkehrshindernis verdammt sein. Inclusive der Gefährdung durch den „normalen“ Autofahrer, der ja unbedingt 5 km/h schneller sein muss…

    Von den bestehenden Rollern und erst recht von den MRD´s: Finger weg!
    Das ginge sowiso erst dann, wenn es auch nur noch e-Autos geben sollte, aber da hat ja sowiso die Benzin-Mafia die Hand vor, sonst hätten wir schon längst akzeptable e-Autos zumindest für die Stadt…

  12. Ganz ehrlich????

    Ich halte das für einen ausgewachsenen Fake!!!

    Wenn die die Motorroller mit 2+4-Takt-Motoren verbieten wollen, dann müssen sie auch die 4-Takt-Motorräder und – größeren Roller verbieten und dann möchte ich mal die „Grünen“ sehen, wie schnell die laufen können, wenn die ganzen Motorradfahrer hinter ihnen her sind. Ich selber, fahre auch im siebzigsten Lebensjahr noch mit einem 4-Takt Motorrad – mit 300 Kilo Leergewicht, jedes Jahr bis zu 20.000 Kilometer – ich garantiere, keinen „Grünen“ zu verschonen wenn er mir diesen Spaß den ich nun fast 50 Jahre habe, verleiden will…….
    VERSPROCHEN!!!!!!

    Haben diese Heinis eigentlich nix anderes im Kopp als Stroh???? Na ja, das war ja auch mal grün……!
    Ich dachte, die hätten im Moment andere Sorgen – zum Beispiel die Chemtrail-Flieger ….und so was….

    Sollen sie die doch mal verbieten….

    Wie man sich doch täuschen kann – neneneeee!!

    Es grüßt mit „linke Hand zum Gruß“
    Sabrina

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