19 Millionen Wiesn-Kilometer


Mit dem Strombedarf der Wiesn käme ein Karabag 500 E weit

Mit dem Strombedarf der Wiesn käme ein Karabag 500 E weit

Das größte Volksfest der Welt ist in vollem Gange. Noch bis zum 4. Oktober 2010 herrscht in München Ausnahmezustand. Fahrgeschäfte und Wiesnzelte, alles ist bunt beleuchtet. Nachhaltig sind beim Oktoberfest meist nur die Kopfschmerzen. Und so haben wir, nur so zum Spaß, einmal ausgerechnet, wie viele Kilometer man mit dem knapp dreiwöchigen Stromverbrauch der Wiesn mit einem Karabag 500 E abspulen könnte.

Dazu ziehen wir folgende Zahlen heran: Der Gesamtverbrauch der Wiesn beträgt 2.700.000 kWh. Ein Karabag 500 E mit Elektroantrieb genehmigt sich auf 100 Kilometer laut ADAC-Test 14 kWh. Somit würden wir also mit dem Wiesn-Stromverbrauch unser E-Auto 19.285.714 Kilometer bewegen können. Würden wir am Äquator entlangfahren, könnten wir die Welt also 481 Mal umrunden. (tg)

7 Antworten zu “19 Millionen Wiesn-Kilometer

  1. Mit dem Strom der auf der Wiesn verbraucht wird, könnten aber auch rund 1600 durchschnittliche deutsche Autofahrer mit dem Karabag 500 E ein Jahr lang ihre Fahrten abdecken.

  2. Seit einiger Zeit verfolge ich das Thema durchaus interessiert und auch mit zunehmender Verwunderung. Für mich sieht es so aus, als ob die herkömmlichen Treibstoffe (z. B. wegen ihrer Endlichkeit, Umweltschutzfragen) durch z. B. Strom, andere Gase o. ä. ersetzt werden müssen. Nun ist das Thema alternative Antriebe erst ganz am Anfang, in keiner Form ausgereift (das wird im Artikel ganz gut dargelegt) und derzeit nicht breitentauglich. Ein Thema ärgert mich aber doch sehr – die Reichweite. Ich habe einen täglichen Arbeitsweg (Hin-/Rückfahrt) von mindestens 185 km und bin mit einer solchen Strecke bei uns nicht allein. Es mag für den Anfang ja nett sein, daß Elektrofahrzeuge überhaupt Strecken von mehr als 100 km schaffen, aber die – sehr häufig zu lesende oder zu hörende – Auffassung, 120 bis 140 km seien ausreichend kann ich nicht nachvollziehen. Wenn ich mir ein Fahrzeug mit alternativem Antrieb zulege, dann ist das kein Zweitwagen, denn den kann und will ich mir nicht leisten und ich glaube auch nicht, daß ich damit allein bin. Insofern müssen – auch – Elektroautos eine Reichweite haben, die der herkömmlicher Autos entspricht. Denn ich kann mir nicht vorstellen, daß Arbeitgeber Ihren Beschäftigten (egal ob Behörden, Bildungsstätten oder Privatwirtschaft) in großem Stil Auflademöglichkeiten anbieten werden. Sollen also die bisherigen Nischen für Entwicklung und Forschung verlassen werden, dann ist ein drängendes Problem die Reichweite.

    • Die Reichweite ist ein Kostenproblem: Für 500km Reichweite sind ca. 75kWh (bei 15kWh/100km) notwendig. Ein Akku mit dieser Kapazität + E-Motor kostet grob 12.000€ (bei 150€/kWh). Bei einem konventionellen Auto dagegen würde Motor+Tank ca. 5.000€ kosten (bei 75€/kW). Die Mehrkosten sind z.Zt. schwierig zu vermitteln und auch schwierig durch eine Benzin-/Diesel-Einsparung zu erreichen. Deshalb sind nur 20-30kWh-Akkus verbaut, mit der entsprechend geringeren Reichweite.

      Bye.

    • @Olaf Zimmermann,
      jetzt aber mal angenommen der Arbeitgeber stellt einen Parkplatz mit Lademöglichkeit zur Verfügung.
      Dann wäre ein E-Auto mit 160 km Reichweite doch vollkommen ausreichend, oder ?
      Schließlich stünde das Auto doch lange genug auf dem Parkplatz um wieder voll aufgeladen zu werden.
      Eine andere Lösung wäre die von Betterplace und Renault.
      http://www.renault-ze.com/de/#/de/funktionsweise/lademoeglichkeiten.html

      Oder aber auch der Opel Ampera mit 60 km rein elektrischer plus 500km mittels benzinbetriebenem Generator Reichweite.
      Tolles Konzept auch bei dem Audi A1e mit 50 km rein elektrisch plus 200 mittels Generator mit Wankelmotoranrieb. Verbrauch im Generatorbetrieb 1,9 Liter auf 100km.

      Man sieht die Lösungen gibt es, nur müssten die Hersteller erst mal in die Pötte kommen.

      • Hinzu kommt doch, dass es neben den vielen Pendlern auch Tausende von Städtern gibt, die im Zweifel immer noch mit dem Auto zum Bäcker fahren. Oder wie ich gerade mal sechs Kilometer mit dem 6-Zylinder (jaja) zurücklegen.

        Wenn diese Städter nach und nach auf E-Mobile gleich welcher Art zurückgreifen (können) ist ja schon viel gewonnen.

        Es muss ja nicht sofort jeder jede Entfernung plus die vier Kinder, Surfbrett, Bike und Anhänger genauso komfortabel und zum selben Preis wie bisher zurück legen:

        Wie wir gestern erst lesen durften wanderten die ersten E-Pioniere quasi direkt ins Museum. Denen hat man sicher auch nachgerufen, dass das Ding nix is, weil: Reichweite!

        Heute wünscht man sich man hätte mehr darüber nachgedacht und probiert. Dann wären wir heute (auch mit der Reichweite) schon weiter.

        Es grüßt
        Arkadi

      • Warum nicht gleich ein Elektroauto mit Brennstoffzelle bauen mit einer garantierten Reichweite von 650 km.

        Was soll überhaupt der Quatsch Elektroautos mit benzinbetriebenem Generator auszurüsten ? ? ?

        Das sind für mich und viele andere keine Elektroautos mehr ! ! !

      • Aber sicher doch sind das in erster Linie Elektroautos, schließlich sind 80 % der Fahrten in Deutschland kürzer als 40 km, also kommt die Reichweitenverlängerung ganz selten zum Einsatz.
        Dafür dann Brennstoffzellen inkl. einer noch aufzubauenden Tankstelleninfrastruktur für Wasserstoff, bis das dann endlich soweit ist gibt es auch Batterien mit ausreichender Kapazität.

        Die energiezehrende Umwandlung von Strom zu Wasserstoff kann man sich dann sparen und gleich die Akkus laden.

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