Famili-E-nfahrt


Der Tester mit Nachwuchs und dem Karabag 500 E (Foto: Patrick Neuendorf)

Der Tester mit Nachwuchs und dem Karabag 500 E (Foto: Patrick Neuendorf)

Welche Erfahrung unsere Redakteure und Testingenieure mit Elektro-Autos gesammelt haben, konnten Sie in diesem Blog schon mehrfach lesen. Doch wie fühlt es sich für jemand an, der nicht täglich mit Automobilen zu tun hat?

Patrick Neuendorf, als Key Account Manager eigentlich für das Marketing des ADAC zuständig, ist für uns mitsamt Familie in den Karabag 500 E gestiegen. Hier ist sein Erfahrungsbericht.

„Als ich den 500 E für eine kurze Tour mit der Familie abgeholt habe, dachte ich mir: ‚Der sieht gar nicht aus wie ein Elektroauto.‘ Man hat bei Elektroautos ja immer noch diese fahrradähnlichen Dinger aus den Neunzigern im Sinn. Aber der 500 E sieht wirklich schick aus.

Meine Frau war sehr skeptisch. Ob der Strom reicht, wie wir das denn machen, wenn der Akku leer ist, wo wir nachladen können, ob der ADAC kommt, wenn wir liegen bleiben. Fragen über Fragen. Es ist aber alles gut gegangen.

Beim Fahren ist mir sofort aufgefallen, wie forsch der Wagen anfährt: Ampelduellverdächtig. Die eine, einzige Fahrstufe lässt jedes Schaltgetriebe alt aussehen. Das Drehmoment ist spürbar, der Antrieb fast geräuschlos. Normalerweise schläft unser Sohn sofort ein, wenn wir Auto fahren. Dieses Mal nicht – es ist wohl zu ruhig, schätze ich! Für längere Strecken sollte man Motorensound für Babys zuschalten können.

Mein Fazit:

Dem 500 E merkt man noch ein bisschen an, dass er kein Großserien-Fahrzeug ist, aber im Alltag würde ich ihn für kurze Strecken schon jetzt gegen einen Benziner tauschen. Wenn da nicht der hohe Kaufpreis wäre …“

Text: Patrick Neuendorf

5 Antworten zu “Famili-E-nfahrt

  1. @ Arkadi

    Auch ich fahre mit meinem (4Tuerrigen/4Sitzigen)
    Clio-electrique fast taeglich mit drei Personen herum (da wir nur 3 Personen sind … faehrt die Tante mit sind es auch mal VIER !!!)

    Man kommt damit auch von Koeln in die Eifel (aufladen bei GERO – und wieder zurueck ;-)))

    ebenso habe ich damit im Baumarkt schon mehrere Sack-Zement / Holzleisten / Klinker geholt (was hal in einen Clio vom Volumen her reinpasst).

    Auch die monatl. Fahrt zum Getraenkehaendler (mit 4 Kisten Sprudel und div. Saefte) hat bisher immer funktioniert …

    … seit Jahren … Sommer + Winter …

    hoffentl. war dies ausfuehrl. genug …

    Hier noch ein Clio-electrique in AKTION

  2. Hallo Patrick,

    hmm, was soll man sagen? Das Kind schlief nicht ein? Du würdest tauschen?

    Den Ansatz, mal keinen Auto-Experten zu Wort kommen zu lassen find ich sehr gut. Aber dieses Fazit erscheint mir dürftig.

    Wie lief denn das Aufladen? Hat die Frau ihre Vorbehalte verloren? Konntet ihr mit ausreichend Einkäufen und dem Kinde auch noch souverän fahren? Wurdet auf dem Parkplatz oder von Nachbarn angesprochen?

    Wie wärs mit einem Nachschlag?

    Es grüßt
    Arkadi

  3. Hi Leute,
    ich bin ein wenig entsetzt über einen solchen Artikel. Warum fragt ihr nicht Leute, die so ein Fahrzeug täglich einsetzen?
    Meine Frau fährt den Saxo elecrtique täglich. Und sie ist tatsächlich einmal nicht zurück nach Hause gekommen – innerhalb von drei Jahren.
    Unser Fahrzeug hat 4 Sitze, so daß es auch für Familienausflüge zu dritt geeignet ist.
    Marc

    • Mein lieber Marc,

      dann lass uns teilhaben: Gerade ein Langzeitbericht und von einem Fahrzeug, das bereits seit drei Jahren läuft, ist doch sehr interessant.

      Wenns vier Sitze hat, warum es ist dann nur für drei Familienmitglieder geeignet?

      Es grüßt und schmunzelt
      Arkadi

  4. Wäre ich Testfahrer würde ich auch sofort die Familientauglichkeit ausprobieren.
    Gerade in der Großstadt, im täglichen Gebrauch, würde sich zeigen wie sinnvoll eigentlich ein E- Auto beim gemeinsamen Einkaufsbummel ist.
    Mit unserem „alten“ Smart können wir zu zweit ganz bequem den Wocheneinkauf erledigen und liegen bei ca. 50 km Wegstrecke und einem vollen Kofferraum bis in den letzten Winkel mit zusätzlich ca. 80 – 100 kg.
    Wie würde das mit dem Smart ED sein?
    Nach den bisherigen Informationen nicht viel anders.
    Nun verändert sich im Laufe der Zeit auch der parktische Anspruch an ein Fahrzeug.
    Bei den bereits veröffentlichten Testberichten war wohl immer nur einer unterwegs.
    Das wäre der Anfang!
    Dann kommt irgendwann der Partner dazu und es wird ein Zweisitzer benötigt, den man vielleicht vorher schon alleine nutzte.
    Doch mit dem ersten Kind und den damit verbundenen größeren Einkäufen und zunehmenden Fahrten für die Situationen des Lebens, ist der Zweisitzer erledigt.
    Kann man nun sein Auto erweitern, oder muss man sich ein neues kaufen?
    Macht es Sinn, wenn man alleine ist, sich schon frühzeitig einen Viersitzer zuzulegen und dann später nur mit weiteren Akkus aufzustocken, um seinen erhöhten Energieverbrauch auszugleichen?
    Hier wird der Anspruch einer Familie geschildert die bereits den Prozess der Umstellung vom „Ich“ zum „Wir“ durchlaufen hat.
    Da fällt die Entscheidung für ein Viersitzer E- Auto sicherlich nicht schwer.
    Wenn da nicht der Kaufpreis wäre.

    Der Preis wird sich noch sehr den heutigen angleichen. Einige Hersteller haben erkannt, ob mit oder ohne Subventionen in den verschiedenen Ländern, dass ein E- Auto nicht unzumutbar teuer sein muss.
    Ich bin der Meinung, dass die Entwicklung von E- Autos noch erhebliche Einsparpotentiale bietet.
    Z.B. sind Leichtmetalliegierungen für Fahrgestelle unumgänglich und ergeben einen hohen Anteil an Fahrzeuggewicht, dem der Antrieb gleichwertig folgt. Die Karosserie muss jedoch nicht aus Metall sein. Sitze können ebenfalls noch an Gewicht abspecken. So setzt sich das bei der Form des Fahrzeugs und eben bei der zukünftigen Nutzung als Ein-, Zwei- oder Viersitzer fort.
    Ein heutiges umgebautes Serienauto zum E- Mobil dient wohl wirklich mehr zu Testzwecken.
    Aus den Erkenntnissen werden jedoch tatsächlich alltagstaugliche Fahrzeuge entstehen, die in Reichweite, individueller Nutzung und Komfort, den heutigen Fahrzeugen in nichts nachstehen.
    Inklusive eines angemessenen Preises und „Babysound on Board“

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