Der elektrische Salon


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Seit dem 2. Oktober blicken Autofans und Technikbegeisterte gespannt nach Paris. Es ist wieder Autosalon-Zeit. Besonders die E-Konzepte und die Hybrid-Varianten ziehen das Interesse der Besucher auf sich. Wir haben hier die E- und Hybrid-Highlights des Autosalons zusammengetragen. Sicher ist, die Konzepte der Hersteller sind vielfältig: So steht auf der einen Seite der hochgezüchtete Audi e-tron Spyder mit zwei Elektromotoren (je 64 kW/88 PS) und einem Biturbo-3,0-Liter-V6-Dieselantrieb (221 kW/300 PS) auf der anderen Seite der Smart eScooter mit einem 4-kW-Elektromotor. Beides scheint eine Zukunft zu haben. Wer die Show an der Seine einmal live erleben möchte, kann das noch bis zum 17. Oktober tun. Über die Kommunikation der Verkaufspreise sind sich die Hersteller ebenso uneins. Einen Preis für den Fluence Z.E. hat Renault bereits verkündet. In Frankreich, wo die Kunden einen staatlichen Zuschuss von 5.000 Euro erhalten, ist das Fahrzeug für 21.300 Euro zu haben. In Ländern ohne staatliche Förderung wird der Verkaufspreis etwa bei 26.000 Euro liegen. Auch Citroen hat den Anschaffungspreis für den C-ZERO schon festgesetzt. Für 35.164,50 Euro ist er ab dem 1. Oktober bestellbar.

5 Antworten zu “Der elektrische Salon

  1. Leider absolut typisch: die zeigen, was alles möglich wäre (Rennwägen für Millionäre z.B.)…

    Aber SINNVOLLE Kfz zu bezahlbaren Preisen, die ALLTAGSTAUGLICH wären, interessieren (zumindest auf der europäischen Herstellerseite) keine Sau…
    Hauptsache, „…Über die Kommunikation der Verkaufspreise sind sich die Hersteller ebenso uneins…“.

    „Man“ hat ja den „Audi e-tron Spyder mit zwei Elektromotoren (je 64 kW/88 PS) und einem Biturbo-3,0-Liter-V6-Dieselantrieb (221 kW/300 PS) „…

    Es ist so ähnlich wie bei der Bahn: alle jammern, keiner kapiert, dass ein öffentliches Verkehrsmittel nicht attraktiv sein kann, wenn es ein Vielfaches im Vergleich zum Individualverkehr kostet.

    Das Hauptproblem ist, dass die „Öffentlichkeit“ (also jeder Leser hier, der nicht von irgendwem gesponsord wird) immer noch nicht begriffen hat, dass die Automobilindustrie kein Elektroauto bauen wird, weil die rechtlichen Fragen (Herstellerhaftung) nahezu unlösbar sind:
    was passiert bei einem unfallbedingten Kurzschluss?
    Die Folgen wären zwar kaum schlimmer als bei einem z.B. Benzin-Kfz, aber juristisch gesehen sind da Welten dazwischen! Und zwar ganz besonders in den USA. Aber so viel anders ist das hier in D auch nicht…

    Man kann sich zwar irgendwohindrehende Joghurtkulturen einverleiben, aber gegen Rechtsverdreher haben wir leider immer noch keine Lösungsmittel gefunden… ;-(((

  2. Als Busfahrer hab ich da noch eine Frage an die Redaktion.
    Es war vor kurzem die Fahrzeugmesse von Nutzfahrzeugen zuende gegangen. Hat man dort auch E- Konzepte für Nutzfahrzeuge ausgestellt?
    Ich hatte mal so eine Idee für eine Übergangslösung bei herkömmlich mit Diesel betriebenen LKW’s und Bussen auf der Autobahn.
    Oberleitung über der rechten Fahrspur. Elektrisch betriebene Zugmaschinen mit einem Akku- Plattenkondensator-Paket. Reichweite ca. 10 km ohne Oberleitung zum Wenden an den Autbahnab- und Auffahrten für die Rückfahrt. Unter den Brücken die über der Autobahn verlaufen keine Oberleitung, ansonsten durchgehend. Man könnte ja auch den Seitenstreifen nutzen, wenn man so flexible ausweichen könnte. Immerhin werden ja die Standstreifen in einigen Bereichen der Autobahn zu bestimmten Zeiten für den IV mitgenutzt.
    Das ganze läuft solange bis sich die Speditionen umgestellt haben und mit entsprechend ausgestatteten Zugmaschinen an die Oberleitung selbst andocken können.
    Ich verweise hier auf die Firma Hess in der Schweiz, die sich aus Tradition sehr intensiv mit dem E- Antrieb für Nutzfahrzeuge beschäftigt und das Akku- Kondensatorpaket mit 10 km Reichweite schon verbaute und bei uns im Betrieb mit einem Doppelgelenkbus in Bivalenttechnik (Hybrid) vorstellte.
    Erstaunlich, welche Lasten damit bewegt werden können.

    Hat die Redaktion eventuell dazu Informationen für uns?

    Damit käme die „Stromalle“ (z.B. A 7) mit weiteren Windkraftanlagen immer näher.

    • Hallo Herr Bluhm,

      Auf der IAA Nutzfahrzeuge, die am 30. September zu Ende gegangen ist, hat Daimler Trucks in der Tat die Studie eines LKW mit Elektroantrieb vorgestellt. Der Fuso Canter E-CELL der Mitsubishi Fuso Truck & Bus Corporation (MFTBC), die zu Daimler gehört, soll eine Reichweite von rund 120 Kilometern haben. Das Fahrzeug verfügt über 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht, die Batterien sind im Rahmen des Fahrgestells untergebracht. Rund 1000 Exemplare einer Hybrid-Version des Fuso Canter fahren laut Hersteller bereits in Japan, Australien, Hongkong, Irland und im Rahmen eines Flottenversuchs in London.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Ihre Motorwelt Redaktion

    • Sehr geehrter Herr Bluhm,

      als Busfahrer haben Sie bestimmt schon von den Wasserstoffbussen*** gehört. Mercedes baut zum Beispiel solche Brennstoffzellenbusse bei denen die Brennstoffzelle einen 250 KW starken Elektromotor mit Strom versorgt. Die Busfahrer schwärmen von diesen Bussen und vor allen Dingen vom Drehmoment des 250 KW Elektromotors.

      Es gibt natürlich auch Busfahrer, welche vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Theo Pötter

      *** http://www.grueneautos.com

  3. Es grenzt fast an eine Explosion der Vielfalt.
    Augenscheinlich ist es doch möglich für jeden Geschmack und Nutzen ein Konzept vorzulegen, welches den Kunden mal mehr oder weniger anspricht. Mit den Preisangaben einiger Hersteller wird quasi schon für andere Hersteller die Grundrichtung im Preis angegeben. In wieweit nun zu dem Druck der Hersteller, in Technologie und Ausstattung, auch noch der Preis einfluss nimmt, mag ich nicht beurteilen. Tatsache bleibt aber bei dieser Fahrzeugpalette, dass die deutschen Hersteller nicht so gut bei weg kommen.
    Zudem wird auch noch der deutsche Markt erheblich abgehängt, weil hier keine Förderung der Kaufbereitschaft angeboten wird.
    Dazu hab ich ja schon was geschrieben und dieser Bericht zeigt mir, dass ich völlig richtig liege.
    Ein Konjunkturpaket durch Abwrackprämie wird sich bald rächen. Es wäre besser gewesen die Zukunft zu subventionieren. Im Hinblick auf die ergeizigen Ziele der Bundesregierung bei CO2 Einsparung, 1 Mio. E- Autos bis 2020 und den Bestrebungen einer Vergrößerung des Angebotes für erneuerbare Energien, steht der Markt im Angebot von deutschen Hersteller fast still.
    Aus den hier im Fahrtenbuch zu ersehenden Bewerbungen zur Testfahrt mit dem Smart ED wird klar, dass wir nicht mehr viel Zeit haben unseren eigenen Markt mit eigenen E- PKW’s rechtzeitig gut zu bestücken.
    Die Manager in den Entwicklungsetagen haben sicherlich Mitarbeiter die ihnen ständig mit dem Schweißtuch hinterher rennen müssen, weil es zu langsam geht und die Vorstände Ergebnisse fordern, die beständig und tragbar für die E- Auto- Zukunft sind.
    Was machen eigentlich die Energieanbieter in diesem Zusammenhang jetzt?
    Stehen sie nur staunend im Autosalon oder wird schon an Stromtankstellen in größerem Umfang gebaut, damit die Zukunft auch „Saft“ und Kraft hat.
    Saft- und Kraftlos bringt die E- Mobilität für den Individualverbraucher ja auch nichts.
    Und weil wir gerade beim Fragen sind!
    Wie verhalten sich denn nun die Gemeinden, Kommunen, Länder und der Bund bei diesen Zukunftsaussichten.
    Sind die Politiker jetzt vielleicht bereit umzudenken und ihren Sprüchen Taten folgen zu lassen.
    Sitzen sie schon mit regionalen und überregionalen Energieanbietern am runden Tisch für die neue Technik, damit ihnen nicht mangels ausreichender örtlicher Versorgung die Einwohner weglaufen?
    Wie flexibel und schnell sind unsere „Regierenden“?

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