„Ein Viersitzer wäre genial“


Susanne Mertens aus dem hessischen Friedberg reiht sich ein in die Phalanx begeisterter E-Smart-Tester. Hier ihr Erlebnisbericht in Tagebuchform:

14.10.2010, Fahrleistung 5 km

Ein kurzer Tag. Das Auto wurde von einem riesigen Autotransporter abends um acht in Friedberg angeliefert. Der wäre nie in unser Wohngebiet gekommen… Mein Sohn und ich haben nur noch eine kurze Stadtrunde gedreht und dann das Auto in die Garage gestellt.

15.10.2010, Fahrleistung 46 km
Lennard, mein Sohn, bestand darauf, dass ich ihn heute, statt wie üblich sein Papa, in die Ferienbetreuung bringe. Dafür ist er auch früher aufgestanden. Nur wegen des Smarts.
Angenehm ist die spontan warme Heizung des E-Smarts. Das Mitfahren im Verkehrsfluss ist kein Thema, der Anzug ist super. Interessant zu beobachten, dass viele Leute staunend hinter uns her gucken und sich fragen, was hier nicht stimmt: „Ich sehe das Auto, aber ich höre es nicht.“

Auch habe ich heute während der Arbeitszeit die ein oder andere Runde mit Kollegen und Kunden gedreht. Das könnte öfter so sein.

Dann stand die wöchentliche Einkaufstour bei Discounter und Supermarkt an (wöchentlicher Grundbedarf für drei Personen). Es ging alles in den Kofferraum. Zum Abschluss des Smart-Tages haben wir noch eine Überland-Spritztour in die Wetterau gemacht. Auch das war völlig stressfrei und hat in mir kein Bedürfnis nach mehr Leistung geweckt. Allerdings ist mein Standardfahrzeug auch nur ein acht Jahre alter Renault Kangoo mit 75 PS.

Interessant beim E-Smart ist, dass man tatsächlich circa ein Prozent Akkuladung pro Kilometer benötigt.  Zum Auto selbst ist mir erstens aufgefallen, dass der Smart beim Anfahren hinten runtergeht – ein interessantes Phänomen. Das Innen-Ambiente ist sehr gut gelungen mit den hellgrünen Umrandungen der Anzeigen und Bedienelemente und dem schönen Panoramadach. Das Fahrzeug wirkt luftig, offen, frisch und spricht sicher  jüngere Leute und ältere Menschen gleichermaßen an. Hat der Smart kein Lenkrad-Schloss?
Das letzte Erlebnis des Tages war das Laden. Nachdem der E-Smart eine Weile ordnungsgemäß am Strom hing, kam mein Sohn aufgeregt ins Haus „Mama, der macht ganz komische Geräusche…“ und in der Tat: Das Gebläse von Motor- oder Batteriekühlung klingt wirklich beeindruckend. Hier besteht aus meiner Sicht Handlungsbedarf, zumal ich mich frage, warum das System so heiß wird, dass es bei einstelligen Außentemperaturen derart gekühlt werden muss.

16.10.2010, Fahrleistung 75 km
Heute war ich mit dem E-Smart länger über Land (B3 nach Frankfurt) und zum ersten Mal ein kleines Stück auf der Autobahn unterwegs. Ich hatte es mir schlimmer vorgestellt. Aber man entwickelt eine andere Fahrweise: „Dann bleibe ich halt hinter dem Sprinter und lehne mich zurück.“ Dann musste ich aber doch mal auf die linke Spur, da vor mir ein Passat-Kombi immer langsamer wurde – und auch das ging.
Was auch Spaß macht, ist zuzusehen, dass, wenn man vorausschauend fährt und rechtzeitig den Fuß ‚vom Gas‘ nimmt, der Ladevorgang einsetzt und man Strom zurück gewinnt.
Die Fahrgeräusche sind da, aber nicht störend, und auch das Fiepen der Elektrik hinter mir stört nicht, im Gegenteil: Es vermittelt das Gefühl eines aktiven Systems. Wäre es völlig lautlos, fände ich das irgendwie mysteriös.

17.10.2010, Fahrleistung 8 km
Heute sind wir nur kurz innerhalb Friedbergs zum Bowling-Center gefahren. Ich beobachte mittlerweile die Leute, wie sie uns ungläubig hinterher schauen, wenn wir uns quasi geräuschlos in Bewegung setzen. Wobei: Geräuschlos sind wir nicht! Das Fiepen und das Rollgeräusch sind schon da. Mich stört es aber immer noch nicht. Und noch etwas ist mir aufgefallen: Beim Anfahren bemerkt man im Auto eine rhythmische Bewegung, als führe man über Pflaster. Diese Bewegung ist mir mittlerweile auf verschiedenen Straßenbelägen aufgefallen, und ich habe das Gefühl, sie kommt von der Hinterachse.

18.10.2010, Fahrleistung 65 km
Wenn ich dieses Auto ständig zur Verfügung hätte, würde meine Gesundheit leiden. Ich fahre Kurzstrecke (Brötchen holen, Briefkasten….) mit gutem Gewissen, da ich weiß, dass ich keine 18 l/100 km in der Kaltphase des Motors verbrauche. Vielleicht ist es doch gut, dass ich ihn nur zum Testen habe.
Lennard und ich haben heute eine Spritztour ‚in die Berge‘ – sprich in den Taunus – unternommen. An stärkeren Steigungen hat unser E-Smart schon zu kämpfen. Aber mit der nötigen Gelassenheit überwindet man jeden Berg – auch mit 60 km/h.  Dann waren wir noch auf einem übervollen Parkplatz eines Einkaufszentrum, und hier wusste ich die Größe meines E-Smarts zu schätzen. Alle waren am Rangieren – und wir? Waren längst weg.

19.10.10, Fahrleistung 18 km
Heute ist nicht viel passiert. Das Wetter war schlecht, daher sind wir nur zum Einkaufen und zum Sport gefahren. Abends waren aufgrund der Witterungsverhältnisse und niedrigen Außentemperaturen (ca. 5 °C, hohe Luftfeuchtigkeit) die Scheiben beschlagen. Auf der Heimfahrt vom Sport war ich angenehm überrascht, wie effektiv die Lüftung arbeitet. Schon nach etwa 600 Metern war alles frei und trocken. Sind die Außenspiegel eigentlich beheizt?
Mir hat sich damit heute die Frage nach der Wintertauglichkeit des E-Smarts gestellt. Wenn also dafür noch Tester gesucht werden, stelle ich mich gerne zur Verfügung.
Unser letzter kompletter Tag steht morgen an, und ich bin schon jetzt richtig traurig, ihn am Donnerstag wieder abgeben zu müssen.

20.10.10, Fahrleistung folgt

Heute geht’s noch mal nach Frankfurt. Bericht folgt.

Allgemein
Schade, dass man nur zu zweit fahren kann – ein Viersitzer wäre genial! Es ist ein tolles Kurzstrecken-/Zweitfahrzeug, wenn der Preis dafür stimmt! Ich würde den E-Smart sofort behalten, auch als Zweisitzer!

5 Antworten zu “„Ein Viersitzer wäre genial“

  1. Ein Viersitzer, gabs doch schon mal. Schau hier:

    Ich fahre so einen Wagen seit über 3 Jahren. Der Fahrbericht ist sehr praxisnah geschrieben und macht echt Lust auf mehr.

    Und das mit den Leasing-Preisen geht auch billiger. Ist halt dann kein fabrikneues Fahrzeug. Schaut mal hier:
    http://www.sunpod.de/2010/09/012_sunpod-–-interview-matthias-bahr/

    Marc

  2. Ich schließe mich den Kommentatoren hier an. Danke Susanne. Ein sehr interessanter und lebhafter Bericht. Ich bin auch dafür, dass Susanne den Smart ED über den Winter zum Testen bekommt.
    Hoffentlich wird sie uns dabei nicht krank, weil sie alles nur noch mit dem Smart ED macht und unter Bewegungsarmut leidet.

  3. Super, danke für den Bericht…er verkürzt meine Wartezeit auf den SMART ed…vielleicht kann ich ihn noch im Oktober im SMART-Center in Berlin abholen kann, dann haben „wir“ vier gemeinsame Jahre vor uns.

    • Danke für den netten Kommentar. Sind die 4 gemeinsamen Jahre über einen Leasingvertrag zustandegekommen? Ich habe was von 700 € pro Monat gelesen. Oder gehts es als Privatmensch auch günstiger?

  4. Wow, toller Erlebnisbericht !

    Hatte fast das Gefühl selbst dabei gewesen zu sein.

    Gebt Susanne den E-Smart über Winter, das gäbe einen detailierten Testbericht für den ADAC und für Smart.😉

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