Ermittlungen um das verbrannte DBM-Elektroauto laufen. Minister Brüderle lässt Akku testen


In Berlin wurde der A2 von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle empfangen (Foto: Rudschies)

Minister Rainer Brüderle beim Empfang des Rekordautos im Oktober 2010: War das wirklich der Durchbruch für die Elektromobilität? (Foto: Rudschies)

Die Ermittlungen im Fall DBM laufen auf höchsten Touren. Wie die Nachrichtenagentur dpa meldet, „lässt die Bundesregierung die umstrittene Kolibri-Batterietechnik überprüfen“. Offenbar seit gestern, dem 17. Januar, führt die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) ein Testprogramm im Auftrag von Wirtschaftsminister Rainer Brüderle durch. Das hat die BAM gegenüber der ADAC Motorwelt bestätigt. Der Leiter der Abteilung für chemische Sicherheit erklärte, die Tests würden nach den allgemein anerkannten Prüfverfahren für den „Transport gefährlicher Güter“ durchgeführt. Dabei wird untersucht, ob und unter welchen äußeren Bedingungen ein Akku Gefahrenpotenzial enthält, etwa sich selbst zu entzünden.

Wie die ADAC Motorwelt berichtete, war ein solcher Test der neuartigen DBM-Akkus, mit denen die 600-Kilometer-Rekordfahrt stattfand, bisher nicht durchgeführt worden. DBM-Chef Mirko Hanemann erklärte kurz nach der Rekordfahrt während eines Fachkongresses in Leipzig, dass seine Batterien wegen des fehlenden Prüfergebnisses nicht per Flugzeug in Krisengebiete transportiert werden dürften. Hintergrund: DBM liefert Batterien mit Kolibri-Technik auch an Katastrophenschutz-Organisationen wie das Technische Hilfswerk.

Ob es sich bei der von DBM nun zum Testen zur Verfügung gestellten Batterie um den Original-Akku aus dem Rekordauto handelt, wird von der BAM kaum nachgewiesen werden können. Was eine „Behelfsbatterie“ ist, die laut DBM mit dem Rekordauto verbrannte, und aus welchem Grund eine solche ins abgestellte Rekordfahrzeug eingebaut wurde, ist ungeklärt. Beide Fragen könnten noch eine bedeutende Rolle bei der Aufklärung der Brandursache spielen. Unsere Fragen dazu hat DBM bislang nicht beantwortet.

Die Überreste des Elektrofahrzeugs von DBM liegen nach wie vor in der Brandruine. Laut Augenzeugen wurde heute die Brandstelle mit den Überresten des Fahrzeugs erneut besichtigt. Es soll in den nächsten Tagen ein Zelt aufgestellt werden, um die Überreste vor dem vom Wetterbericht angekündigten Schneefall besser als die bisherige Plane zu schützen. Der nach dem Feuer vom 12.12. gefallene Schnee hatte angeblich lange verhindert, dass das Auto vor Ort durch Gutachter ausreichend untersucht werden konnte. Der nächste Gutachter-Termin ist jetzt für den 24. Januar angesetzt.

Text: Wolfgang Rudschies

22 Antworten zu “Ermittlungen um das verbrannte DBM-Elektroauto laufen. Minister Brüderle lässt Akku testen

  1. Mir scheint die Firma DBM sehr dubios zu sein. Wie kann man ein angeblich so inovatives Fahrzeug draußen stehen lassen, anstelle, daß das Fahrzeug in einer Halle oder zumindest in einer Garage abstellt wird. Und nun ist auch noch abgebrannt. Alles sehr merkwürdig.

  2. Das oberste Interesse des Autofahrers ist sicherlich die individuelle Mobilität, z. B. bei Berufspendlern die keine oder schlechte Öffentliche Verkehrsverbindungen haben, oder bei Leuten die auf dem Land wohnen. Das aber können Autos mit Verbrennungsmotor beim derzeitigen Stand der Technik besser. Wie z. B. wollen sie eine lange Fahrt in den Urlaub mit einem Elektroauto bewältigen?, wie währe ein Elektroauto als Einsatzfahrzeug bei Polizei, Notarzt oder Feuerwehr einzusetzen? (Banküberfall… Polizei kann nicht kommen weil Elektroauto laden muß ??)
    Wenn es in Zukunft einmal Elektroautos geben sollte, die die heutigen Nachteile der geringen Reichweite und der langen Ladezeit nicht mehr haben, wird der ADAC sicherlich der letzte sein der gegen solche Autos wäre.
    P.S. Wieso taucht plötzlich ein Elektroauto auf, das angeblich eine derart große Reichweite hat, die noch kein Autohersteller geschafft hat? und nun nach seiner angeblichen Rekordfahrt ganz plötzlich in Flammen aufgeht?

  3. superakku hin superakku her.Ich glaube nicht daran.in der Geschichte gab es viele ähnliche Fakes .Negativreklame (die wird kommen nachhaltig)ist auch eine art Reklame.Man sollte solche Firmen hart bestrafen auch wenn sie grosse Namen haben.

  4. Also ich bin bei den Autos noch sehr skeptisch. Bisher ist der Wirkungsgrad noch sehr gering und es gibt tausende Baustellen. Auch ob die Batterien bei Unfällen und Feuerwehrleuten nicht noch Kopfzerbrechen bereiten werden muss sich erst zeigen. Ich finde es völlig Ok dass in diese Richtung geforscht wir, man muss schließlich in die Zukunft denken, aber dann muss man auch über all die kleinen und großen Probleme reden dürfen. Und an dieser Stelle ist der ADAC auf jeden Fall in der Pflicht sich zu den Punkten zu äußern.

  5. Mal etwas „hemdsärmelig“ formuliert:
    Mir geht der ganze „E- Mobilitäts- Quatsch“ gegen den Strich:
    Wer nur einen Aktenkoffer oder Getränkekasten im Stadtverkehr bewegen muss, findet Alternativen. Im Zweifel ist da sogar ein Taxi billiger- und in der Ökobilanz günstiger!
    Relevant ist, wie 2 Tonnen Anhängelast, Langstreckentauglichkeit bei hohem Reisetempo (die Zeit zwischen A und B so kurz, wie nach den Verkehrsvorschriften zulässig) und eine Langlebigkeit von deutlich über 300 TKM anders als bisher in Zukunft wirtschaftlich dargestellt werden können.
    Der ADAC sollte deutlich mehr Distanz zu Politik und Industrie üben, um nicht „jeder neuen Masche brav den Steigbügel halten zu müssen“.
    Die Rolle des ADAC bei der Einführung des „Rübensprit E10“, ökologisch völliger Unsinn und nur Vorwand für die nächste Preiswelle bei den klassischen Benzinsorten, kann man vielleicht ähnlich einschätzen.
    Das Gleiche gilt bei Autotests:
    Weshalb wird dort etwa verschwiegen, dass nicht wenige Hersteller – und welche! – dazu übergehen, Kurbelwellenlager in den Block fest einzupressen, so dass Triebwerke zu „ex und hop“- Produkten werden und später keiner Grundüberholung mehr zugänglich sind? Weshalb unterstützt der ADAC Gebrauchtwagenkäufer (wohl den überwiegenden Teil seiner Mitglieder) nicht mit Informationen über die durchschnittliche Lebensdauer und Laufleistungserwartung marktgängiger Fahrzeuge?
    Weshalb finden sich Hinweise über Rückrufaktionen der Hersteller nicht auf der Homepage des ADAC?
    Dies nur „pars pro toto“….

  6. Ein Schelm wer Böses dabei denkt.

  7. Ich halte die überaus kritische Haltung der Medien insgesamt und somit auch die des ADAC in diesem Fall für mehr als angebracht. Sicher gibt es in der Autoindustrie Kräfte, die gegen eine solche Innovation (wenn es denn eine ist) arbeiten. Aber dem Club (und anderen freien Journalisten – der Tenor ist IMHO ziemlich einheitlich) Lobbyismus zu unterstellen mag zwar eine verbreitete populistische Ansicht sein, weniger fragwürdig wird es dadurch nicht.

    Was die DBM Story angeht: So dämlich kann man sich kaum anstellen, dass man nun glaubt noch jemanden zu finden, der die ganzen „Pannen“-Geschichten (ich lach mich tot) und die Geheimniskrämerei angeht, stützen wird. Außer vielleicht tatsächlich Lobbyisten. Denen der Gegenseite natürlich.

    Unterm Strich ein großer Flop auf dem Irrweg zur Elektromobilität mit lokal gespeicherter (!) Energie. Und ein Bärendienst für die alternativen Antriebe insgesamt. Wenn wir irgendwann tatsächlich elektrisch fahren wollen, ist die mobile Erzeugung (!) von Elektrizität der meines Erachtens einzig sinnvolle Weg (Stichwort Brennstoffzellen). Hybride als Range-Extender und ähnliches sind da wohl der erste erfolgversprechende Weg. ODER man schaut endlich mal wieder auf andere Zero-Emission-Konzepte, die man gerade mal gut unter dem Elektro-Medienhype verschwinden lässt. (Warum auch immer.)
    Letztlich will ich als Konsument nicht ein zusätzliches Auto, das ich nur eingeschränkt nutzen kann sondern suche nach einer Alternative zu heutigen Fahrzeugen, die ich zu quasi jedem Zweck nutzen kann (i.e. Transport von 1, 2 … 5 Personen + ggf. Gepäck über kurze oder lange(!) Strecken, ohne stunden- oder tagelange Vorbereitung und vor allem ohne Zwangs(lade)pausen, die mir die immer wertvoller werdende Zeit rauben. (Auto-)Mobilität soll doch vor allem dem Zweck der persönlichen Flexibilität und Freiheit dienen! Ansonsten brauche ich kein Auto, sondern nutze öffentliche Verkehrsmittel plus sagen wir mal ’ne E-Auto-Krücke für die restlichen 20km zum Zielort.

  8. Noch dümmlicher, betrügerischer und unverschämter als die Firma DBM,
    sind die Politiker, die dieser Bande meine Steuergelder ins Gesäß
    geschoben haben !
    Ich bin gerne ADAC-Mitglied.

  9. wolfgangrudschies

    Die von DBM angebenen Daten zum Akku des Rekordautos lauten… Ernergiegehalt: 98,8 kWh; Gewicht des Akkus: 350 kg; Leergewicht des umgebauten Audi A2 1260 kg. Zum Volumen des Akkus wird auf dem Datenblatt keine Angabe gemacht. Der Akku war komplett im Unterboden des Fahrzeuges untergebracht, offensichtlich ohne den Kofferraum einzuschränken – soweit das ohne Messung erkennbar war.

  10. @ulliausfb
    >Auch war nirgends eine Angabe zu finden, wie hoch das Gesamtgewicht des >Akkus in dem Rekordauto war. Vielleicht 400 kg?
    Die Daten des Akkus stehen seit Anfang an bereit. Der hat 350kg gewogen. (ADAC hat auch da wieder super recherchiert und schreibt 300kg)

    http://www.lekker-mobil.com/images/stories/pdf/technische-Daten-Audi-A2.pdf

    Also ich finde es stark fragwürdigwie der ADAC hier „recherchiert“. Ich meine sie selbst sind bei der Testfahrt dabei gewesen, und nun zweifeln sie daran? Es gab zwei Situationen bei denen das Auto nicht mehr sichtbar für den Pressebus war. Das erste mal war das nach 430 km und das zweite mal kurz vor Schluss. (siehe ADAC Blog)
    1. Da fragt man sich doch schon, warum haben sie nicht einfach die anderen Begleitfahrzeuge befragt? Davon gab es schließlich 4 Stück (z.B. das vom Ministerium)
    2. Und selbst wenn man alles über 430km anzweifelt, dann ist das weiter als alle anderen…
    3. Bei dem Brandursache ist bisher „Brandstiftung der Konkurrenz“ genauso wahrscheinlich wie der Kolibri Akku an sich. Es liegen keine Aussagen von Gutachtern oder der Polizei vor. Alles andere ist reine Spekulation. Nur warum schreibt und unterstellt der ADAC („Und vor allem: Die von DBM eingesetzten Lithium-Eisen-Polymer-Akkus seien brandgefährlich.“) nur die eine Seite? Was ist euer Problem?

    Ich bin für ausgeglichen Journalismus und einseitige, voreingenomme Berichterstattung wie sie hier betrieben wird. Ich glaube hier scheint jemand sauer zu sein, dass man den Akku nicht sofort und exklusiv testen durfte?!*
    * Spekulation*🙂

    just my 2 cents,
    ToM

  11. Pingback: electrive.net » electrive today: Helmholtz-Institut, Toyota, DBM, Subaru.

  12. Schon mal bei den Modellbauern nachgefragt, die mit Elektroantrieben fahren oder fliegen? Dort werden seit Jahren solche Akkus verwendet – extrem leistungsstark und sehr leicht. Und brandgefährlich. Ich kenne 2 Leute, deren Bastelkeller ausgebrannt ist, weil der Lade- oder Entladevorgang der LiPoly-Akkus unbeaufsichtigt stattgefunden hat und ein Fehler beim Einstellen des Ladegerätes aufgetreten ist. Jede Modellbauzeitung kennt Berichte über solche Brände. Auf jedem dieser Akkus steht der Hinweis „Niemals unbeaufsichtigt laden!“ Meine Akkus sind immer in einer dichten Metallkiste, seit vor 2 Jahren der Arbeitstisch gebrannt hat.
    Die Akkus sind sehr leicht, weil sie kein Gehäuse aus Metall besitzen, sondern nur in einem dünnen Foliensäckchen verpackt sind.
    Bei Über- oder Unterspannung oder Überbelastung entsteht Gasdruck im Inneren der Akkus, der irgendwann zum Platzen dieser Folie führt. Dann kommt das Lithium mit Sauerstoff aus der Luft in Berührung und beginnt zu brennen. Fragt einen Chemielehrer dazu!
    Zudem: das Problem der Kühlung dichtgepackter Zellen. Es sei daran erinnert, dass auch im Tesla Roadster Kühlprobleme trotz der weit größeren Robustheit der dort verwendeten LiIon-Technik auftraten.
    Natürlich kann dieses „Rekord“auto 600 km oder mehr fahren, weil man des geringeren Gewichts und des geringeren Volumens wegen eine viel höhere Kapazität im Vergleich zur Li-Ion-Technik ins Auto packen kann. Auch war nirgends eine Angabe zu finden, wie hoch das Gesamtgewicht des Akkus in dem Rekordauto war. Vielleicht 400 kg?
    LiPolyAkkus haben etwa das halbe Gewicht und 2/3 des Volumens bei gleicher Kapazität im Vergleich zu den etwa im Tesla Roadster (oder im Laptop) verwendeten LiIon-Akkus. Mit einem (selbstgebauten, im Handel gibt es für Fahrräder so etwas nicht zu kaufen) Akku 36V 24 AH mit einem Gewicht von nur 6 kg, Volumen von etwa 3 ltr und Kostenpunkt etwa Eur 400 (Ebay und China lassen grüßen!) komme ich mit dem Fahrrad 100 km weit mit 25 km/h und etwa 100w zusätzlicher Muskelleistung. Leistungsgewicht der Batterie ist 145 wh/kg.
    Ein Kleinwagen braucht bei 80 km/h 7,5 kW, für 600 km sind 7,5 Std. nötig, also 52,5 kWh. Diese geteilt durch 145 wh/kg ergeben ein Batteriegewicht von etwa 362 kg und Volumen von ca 163 ltr – kein Problem für einen umgebauten Kleinwagen.
    Aber eben: niemals das Fahrrad / das Auto mit Akku in die Garage stellen, Ladestation im Freien oder einer festen Metallkiste, während des Ladens – das übrigens ziemlich lange dauert, weil keine hohen Ladeströme verwendet werden dürfen – immer die Temperatur überwachen.

  13. Hallo Erich,
    Tüftler sollen so viel erfinden wie möglich. Ja, es ist nun mal so, dass beim Tüfteln auch mal was daneben geht. Versuch und Irrtum sind überhaupt eine wichtige Teststrecke von Erfindungen und Neuerungen.
    In der Wirtschaft läuft es nicht ohne ab. Doch es wird auch dazu gestanden, wenn die Öffentlichkeit es genau wissen will oder ein berechtigtes Interesse an einer Aufklärung hat. Dafür sind Medien ein gute Einrichtung.
    Ich verweise auf meinen vorigen comment hier und bleibe dabei, dass das Verhalten von DBM uns nicht weiterhilft.

    Und einen Gruß an Michael Balzer von mir.
    Ich kann mich an deine Ausführungen zu den Akkutests noch erinnern.
    Hier habe ich auch meine Zweifel bei DBM. Gerade weil DBM auch für das THW liefert, muss DBM ein absolutes Interesse an einem guten Zuspruch aus der interssierten Käuferschar haben.
    Natürlich kostet so ein Test am Frauenhofer Institut Geld. Die machen es auch nicht umsonst. Doch gerade das FhI garantiert zuverlässige Ergebnisse und hält sich an Schweigepflichten, wenn es um Patente geht. Vertrauenswürdiger könnte man seine neuen Akkus nicht anpreisen.
    und deshalb bleiben die hier ?????????????? weiter bei DBM im Raum stehen.

  14. Zum Behlfsakku fällt mir übrigens ein, dass es technologische Zusammenhänge gibt, die eine völlige Entfernung der Energie nicht erlauben.
    Bestimmte Programme oder Funktionen müssen immer in Betrieb gehalten werden. Die Spezialisten unter uns können dazu sicher noch präzisere Angaben bei hoch- und niederstromigen Abläufen sagen.
    Wir haben z.B. Technik in unseren Bussen die unbedingt immer unter Strom gehalten werden müssen. Dauervideoüberwachung wäre unter anderem ein wesentlicher Grund.

  15. Liebe Maria,
    bei aller Geheimniskrämerei von DBM um ihren Superakku, bleiben berechtigte Zweifel an der Souveränität dieser Firma.
    Professionell sieht anders aus. Ein Fahrzeug wie der nun abgebrannte E- Audi A2 hat Aufsehen erregt. Die Fachwelt staunt und wundert sich. Doch klare Beweise der Technologie stehen immer noch aus.
    Wenn man in einen Motorraum sieht, weiß man nicht unbedingt was dahinter steckt. Fotos hätten verboten werden können, aber einen Blick der Fachwelt auf die Technik im Wagen wäre aufschlußreich gewesen.
    Die Sicherstellung der Kenndaten des Akkublocks und anderer Parameter, um jeglichen Zweifel auszuräumen, muß doch im absoluten Interesse von DBM liegen. Die Angelegenheit hat doch noch viel weiter reichende Folgen für DBM bei diesem Verwirrspiel und dem Ausschweigen.
    Der Sponsor lekker Energie dürfte unter diesen Voraussetzungen bei DBM schnell mal auf die Sprinttaste drücken und weg sein.
    Hier hat DBM nicht nur der Zukunft einen Bärendienst erwiesen, sondern bringt sich und andere um den guten Ruf.
    Der ist bekanntlich schneller ruiniert als erworben.
    Es gibt Öffentlichkeitsarbeit die, besonders wenn man sich selber ohne Not in die Öffentlichkeit gebracht hat um Aufsehen zu erregen, unbedingt auf Zuverlässigkeit und Klarheit beruhen muss.
    Das hat DBM bisher nicht eingehalten. Hier geht es nicht um schützenswerte Patente und den uneingeschränkten Blick hinter die Kullissen von DBM für die Allgemeinheit. Es geht um Vertrauen, welches sowieso schon schwer zu gewinnen ist, weil es ohne Vertrauen keinen Gewinn für diese Antriebstechnologie gibt und der zukünftige Kunde weg bleibt.
    DBM hilft uns nicht, sondern wirft uns bei der Verbreitung der E- Autos um längen zurück.
    Es soll und muss deutlich hinterfragt werden, warum DBM sich so negativ im eigenen und im Interesse der Zukunft verhält, wenn doch die geheimen Daten nicht offengelegt werden müssen.
    Ich hätte z.B. zeter und mordio geschrien, wenn mir mein Prototyp abgebrannt wäre. Das große öffentliche Interesse an meinem Produkt wäre doch die Plattform gewesen einen Sponsor für ein neues Trägerfahrzeug zu gewinnen. Oder die gesuchte Öffentlichkeit noch mehr auf meine Seite zu bringen, weil ich um ein Vielfaches mehr Aufmerksamkeit durch dieses Desaster erhalten hätte.
    Die Kenndaten des Akkublocks wären doch mein Markenzeichen für den Nachweis des getesteten Akkus im Amt für Materialprüfung. Keine Zweifel, keine Unstimmigkeiten und bei erfolgreichem Test der Behörde einen sicheren Zugang zu weiteren Sponsoren.
    Jetzt verdrehen aber alle erst mal die Augen wenn sie DBM hören.
    Glaubt irgend jemand, dass die Kunden von DBM, die bisher bei DBM gekauft haben, nichts von dem unaufrichtigen Getue des Herstellers erfahren haben. In diesen Fachkreisen wird das kleinste Hüsteln schon als Todesnachricht der Firma gewertet.
    Stell dir vor, Tesla wäre so zuwerke gegangen. Wir würden heute immer noch nicht die Zukunft sehen.
    Wir können nur hoffen, dass DBM jetzt begriffen hat worum es uns und bei ihnen selbst eigentlich wirklich geht.
    Das hat die adacmotorwelt aufgedeckt und ich bin dafür dankbar, dass man uns nicht im unklaren über dubiose Firmen läßt, die sich wahrscheinlich einen unlauteren Vorteil am Markt durch Betrug verschaffen wollen.
    Diesen Verdacht des versuchten oder vollzogenen Betrugs muss DBM erst widerlegen.
    Der Zufall bringt so manche Sache an den Tag. Ich denke, dass der Brand zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt für DBM geschehen ist.
    Wollen hoffen, dass der Behelfsakku nicht schuld an dem Brand ist. Das wäre wirklich das AUS für DBM und seine Visionen.
    Dann würden die negativen Spekulationen gegen DBM nicht mehr abreißen.

  16. Hallo ! Was ist hier passiert, was nicht tagtäglich in der Wirtschaft bei Neuentwicklungen vorkommt? Wichtig in meinen Augen ist der Mut zu Neuem mit all dem Risiko. Ich könnte Geschichten erzählen aus einem Weltunternehmen, in welchem ich tätig bin. Auch hier geht bei Neuentwicklungen einiges unvorgesehen schief. Diese „Pannen“ werden untersucht und es wird nach Lösungen gesucht. Es werden grundsätzlich auch solche gefunden und auch weiterentwickelt. Das Hauptproblem bei den Elektroautos, besteht warscheinlich darin, dass es noch keine Besteuerungsrichtlinie seitens unserer Regierung gibt. Gebt den Tüftlern nicht nur „eine“ Chance!

  17. Nur um Klarheit zu bekommen: Das BAM prüft nur, ob bzw. wie der Akku als „Kiste mit Chemikalien“ gefahrlos von A nach B transportiert werden kann, nicht ob man diese Kiste auch gefahrlos als Akku verwenden kann und/oder sie als Akku die behaupteten Eigenschaften hat?

    Ich fände eine Prüfung durch das Fraunhofer-Institut, das sich mit Elektromobilität beschäftigt (LBF?), sinnvoller.

  18. Der ADAC sollte sich schämen! Als größter Automobilclub Deutschlands sollte man im Interesse der Mitglieder handeln! Dazu gehört es auch, dass man Innovationen, die der Gesellschaft nutzen, nicht im Weg steht, sondern diese unterstützt! Wie kann man ein so ehrgeiziges Start-Up Unternehmen, welches erfolgreich Innovationen produziert, die die großen Konzerne mit all ihren Fördergeldern nicht hinkriegt, weil sie ihre alten Technologien an Mann und Frau bringen wollen, in den Dreck ziehen und nur negativ darüber berichten? Das ist wirklich erbärmlich und stinkt zum Himmel.

    • Grüß Gott Maria,

      als Mitglied gebe ich mal zu Protokoll, daß der ADAC sehr wohl in meinem Interesse handelt, wenn er diesen Unsinn aufdeckt. Er könnte zu der ganzen Elektro-(Im)Mobilität, die uns der Staat reinwürgen will, noch sehr viel kritischer Stellung beziehen.

      Gut, daß Du weißt, daß das „LekkerMobil“ (sic)

      – eine Innovation ist
      – diese Innovation auch noch der Gesellschaft nützt
      – von einem erfolgreichen Start-Up gebaut wurde
      – die „großen Konzerne“ (sic) keine vergleichbaren Leistungen bringen – und
      – die „großen Konzerne“ (sic) alte Technologien (sic) bzw. Technik an den Mann bringen wollen.

      All diese kühnen Thesen würde ich mal bestreiten.

      Josef

      • Hallo,
        bei aller Euphorie für das Elektroauto, wissen die meisten gar nicht wo
        der Auspuff des Elektroautos ist, Na ?????
        das ist der Schornstein der Kraftwerke und die blasen mehr Dreck raus
        als der dreckigste Diesel mit Euro 3, vom Wirkungsgrad des Elektroauto
        will ich gar nicht reden denn ,gerechnet vom Kraftwewrk bis zum Antriebsrad des Elektoauto sind es wenns gut geht mal eben 10 %, ein moderner
        CDI-Motor hat einen Wirkungsgrad von über 35 %,wer von Physik ein bißchen Ahnung hat sollte sich mal überlegen was er sagt.
        MfG.

    • Vor zwei Jahren habe ich meinen Lupo umgebaut auf e-Antrieb, weil ich wissen wollte ob es möglich ist die tägliche Pendelstrecke elektrisch angetrieben zu bewältigen.
      Ich tanke am Arbeitsplatz soweit wie möglich saubere Solarenergie,
      rd. 700kWh / jährlich.
      Es geht also, der Kreis ist geschlossen, auch wenn der ADAC alles medienwirksam in Frage stellt, was nicht dem derzeitigen Interesse unserer Autobauer dient.
      Die abwertende ADAC-Recherche hat einen nachvollziehbaren Hintergrund.
      Gratulation zur beachtlichen A2-Streckenleistung, es ist für mich nicht maßgebend, ob der Streckenrekord bei 600 km oder 400km liegt, bei meiner täglichen Strecke von 20km über Landstrasse und durch Ortschaften bedarf es absolut keiner überzogenen Motorleistung und keiner überdimensionierten Batteriekapazität.

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