Spritsparen ja, aber ohne Großen Bruder


Eine Umfrage des EU-Forschungsprojekts namens „eCoMove“ in elf europäischen Ländern hat gezeigt:  Deutsche Autofahrer sagen Ja zu elektronischen Spritsparhelfern. Sogenannte Fahrerassistenzsysteme wie ESP und ABS machen seit Jahren das Autofahren leichter – und vor allem sicherer. Ein Öko-Fahrerassistenzsystem könnte zusätzlich Sprit sparen helfen. Und damit die Umwelt schonen.

Die Internetbefragung ergab aber auch: Zwei Drittel der Befragten zeigen zwar grundsätzlich Interesse an dieser Fahrassistenz, die zwischen Fahrzeugen kommuniziert und den Fahrstil optimiert. Wenig begeistert sind die Befragten jedoch von der Tatsache, dass ihre persönlichen Daten – etwa über ihre Fahrleistung – weitergeleitet werden. Die gehen an eine Verkehrsleitstelle, damit bei umweltschonender Fahrweise Vergünstigungen zum Beispiel bei Parkgebühren gewährt werden können.  Das klingt für die Befragten zur sehr nach „Big Brother“ – und geht ihnen deutlich zu weit. Außerdem würden nur 9 Prozent der Autofahrer dafür Geld ausgeben. Darin unterscheiden sich die Deutschen sehr deutlich von ihren europäischen Nachbarn: In allen anderen Ländern, in denen die Umfrage stattfand, ist die Zahlungsbereitschaft höher – insbesondere in Slowenien und Kroatien.

Wären Sie damit einverstanden, wenn Ihre Daten weitergegeben würden? Und würden Sie für ein Öko-Fahrerassistenzsystem Geld investieren?

8 Antworten zu “Spritsparen ja, aber ohne Großen Bruder

  1. Es wird noch weitere Ideen geben, die wir nicht brauchen. Da die Automobilwelt immer einen Fürsprecher in der Politik hat, werden wir sicherlich bald von dieser Technik überrollt, weil von der EU befohlen. Also zurück zu den einfachen Fahrzeugen ohne Speilerei und Überwachung. Die jenigen die sparen sinnvoll finden, werden sowieso langsamer, umsichtiger und effektiver fahren. Alle anderen sind unbelehrbar. Und wenn wir uns weigern diese Technik zu kaufen, denn wir entscheiden grundsätzlich als Käufer über den Erfolg einer neuen Technik oder Technologie, wird diese Idee bald wieder verschwinden.

  2. … sparen kann! 10km/h weniger Höchstgeschwindigkeit bedeutet etwa 20% weniger Verbrauch. Was soll dieser Unfug also? und was hat Fahren in Friesland, im Bayrischen Wald oder sonstwo mit Parken in der nächsten Stadt zu tun?
    Wieder mal ein Versuch der Industrie mit unnötigen elektronischen Spielereien die Kosten hoch zu treiben? Denn umsonst soll das sicher nicht sein.

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  4. Also das geht mir dann doch zu weit. wenn man mal auf der Autobahn sein Auto ausfährt soll man mehr fürs parken zahlen? Nein danke.

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  6. Sowas kann man auch für elektrische Antriebe verwenden, um Strom zu sparen. Zum Beispiel beim Bremsvorgang, um bei normalen Bremsvorgängen so wenig wie nötig die mechanische Bremse in Anspruch zu nehmen und maximal die Energierückgewinnung zu benutzen.

  7. „Öko-Fahrerassistenzsystem“… so ein Schmarrn.
    Nicht einmal das Material und die Energie für die Produktion und Umsetzung dieser Schnapsidee würde wirklich dabei rausgeholt werden können.

    Sinnvoll ist nur:
    – generell sparsamere Autos kaufen/produzieren,
    – öfter auf Radl oder die Öffentlichen umsteigen,
    – endlich erschwingliche Elektrofahrzeuge bauen.

    Und die „Vergünstigungen zum Beispiel bei Parkgebühren“ geht auch anders ganz einfach:
    Kleinwagen zahlen die Hälfte, SUV´s das Doppelte.

    Und für die Leute, die immer noch nicht nicht kapieren, dass 130km/h ökologisch sinnvoller ist als 200km/h oder, dass man tatsächlich auch schon früher in den 5. Gang schalten kann, wären hübsche kleine Werbespots (am besten in Nachmittagsprogramm) sicher leichter nachzuvollziehen, kostengünstiger und effektiver.

  8. Weder noch. Es werden eh schon zuviele Daten gesammelt; an vielen Stellen kann man das auch nicht verhindern. Noch weitergehende Datensammlungen sind da wahrlich beängstigend. Und dafür auch noch zahlen: Völlig abwegig.

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