Keine Kaufprämien für Elektro-Autos


Das Kabinett der Bundesregierung hat ein „Regierungsprogramm Elektromobilität“ beschlossen. Ergebnis: Es wird in den kommenden Jahren keine direkten Kaufprämien für Elektroautos geben.
Stattdessen wird die Förderung für Forschung und Entwicklung im Bereich E-Mobilität um eine Milliarde € aufgestockt. Schwerpunktmäßig soll das Geld der Entwicklung von leistungsfähigen Batterien zugute kommen. Als Kaufanreize wurden beschlossen: eine zehnjährige Befreiung von der Kfz-Steuer für Fahrzeuge mit einem CO2-Ausstoß von weniger als 50 Gramm pro Kilometer; die Einrichtung von Sonderparkplätzen; die Lockerung von Zufahrtsverboten in Städten; die Freigabe von Busspuren; außerdem soll die Dienstwagenbesteuerung zugunsten von Elektroautos geändert werden. (rud)

2 Antworten zu “Keine Kaufprämien für Elektro-Autos

  1. Das ist ja erst mal ein Anfang, aber gar nicht gut durchdacht.
    Busspuren, Taxispuren, Straßenbahnspuren und Sonderparkplätze, eine Kopie aus Norwegen, kostet nichts und klingt gut.
    Aber woran kann man denn erkennen, daß es sich um Elektro- Hybrid oder
    sonstige berechtigte Fahrzeuge handelt ? Woran sieht man, daß es ein E-Fahrzeug ist – mein SAXO ist vom Benziner oder Diesel nicht zu unterscheiden – von hinten auf den zweiten Blick vielleicht, weil der Auspuff fehlt.
    Das haben die Norweger einfacher gelöst – alle E-Fahrzeuge haben ein „EL“
    im Nummernschild. Sollte man auch in Deutschland auch machen, schon wegen der Feinstaubzonen. Jetzt ist EURO 5 angesagt, aber die E-Fahrzeuge bekommen eine EURO 4 Plakette, obwohl sie eigentlich schon lokal EURO 19 erfüllen würden.
    KFZ Steuern: E-Fahrzeuge werden wegen fehlendem Hubraum nach Gewicht besteuert, und weil sie umweltfreundlich sind, wird die Steuer halbiert. Auch zahlen sie die ersten Jahre überhaupt keine Steuer.
    Mein E-SAXO wiegt beladen 1405 kg, das macht eine Steuer von 45 Teuro
    pro Jahr.
    Andere E-Fahrzeuge werden auch in dieser Größenordnung wiegen und Steuern bezahlen müssen.
    10 Jahre steuerfrei – das sind dann etwa 450 Teuro „Förderung“ – ein gewaltiger Lacher.
    Vielleicht sollte man doch mal über den Tellerrand, oder die Grenzen, schauen, denn unser Nachbarn sind uns jetzt schon (und das seit Jahren) um Längen vorraus. Wie wollen wir dann die „spannungsgeladene“ Aufholejagd gewinnen ?

  2. Bin gespannt wie der Text im Einzelnen verfasst ist und sich die konkreten Vorgaben lesen. Im Moment bin ich mir nicht so sicher, was das alles in der Realität bewirken kann und ggf. nachteilig für die Kunden ausgelegt wird, um den Erfolg auszubremsen. Es riecht mir zu sehr nach einer Kaufprämie für einen Vorstandsposten von Frau Merkel bei den Autokonzernen, wenn ihre Amtszeit abgelaufen ist.
    Wenn die Forschung nur in den Universitäten und Instituten gefördert wird ist es in Ordnung. Kein Geld für die Konzerne, müsste ganz präzise enthalten sein. Ausbau von 7000 Ladestationen nicht für Energieriesen fördern, sondern für die Bundesländer zur eigenen Verantwortung und Verwaltung, ohne sie jemals veräußern zu dürfen. Steuergelder würden so wieder an die Bürger zurück gegeben. Verbunden mit dem Ausbau von Windkraftanlagen über die gesamte Republik kämen alle BL zu einer unabhängigen Stromvesorgung und könnten ihre Schulden zu einem Teil wieder abbauen, weil die Stromkosten nicht mehr von 4 Konzernen abhängig sind. Förderalismus mit realistischen Anschubfinanzierungen für die Allgemeinheit sind wohl ein Schlüssel zum Erfolg dieser Technologie.
    Aubacke, was schreib ich da. Das riecht ja noch Sozialismus. ;-))
    Na gut, wenn es der Bevölkerung Entlastungen bringt und der Natur zum Schutz reicht, warum nicht mal sozialistische Subventionen aus dem Steuertopf des Kapitalsystems. Die Chinesen habe ja schon lange den Kapitalsozialismus verinnerlicht. Der Erfolg gibt ihnen vorerst wohl recht.

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