Der erste Test


Die Roadmap ist einfach zu lesen. Alle sieben Checkpoints sind exakt eingezeichnet. Dennoch sollten am Rallye-Tag einige Fahrer kleinere Probleme mit ihr haben.

Nach dem Mittagessen steigen bei der Eco-Drive-Challenge alle 40 Teilnehmer gegen 14 Uhr in ihre Autos. Auch Esther und Sarah sind gespannt darauf, wie viel sie nun auf der 150 Kilometer langen Testfahrt nach Linthe verbrauchen werden. Esther setzt sich zuerst ans Steuer. Sarah liest die Roadmap. Schnell harmonieren die beiden sehr gut. Die Roadmap ist leserlich.

Digitale Anzeige im Citroen. Alles auf Eco.

Digitale Anzeige im Citroen. Alles auf Eco.

Auf der digitalen Tankanzeige ist zu lesen, dass die beiden noch etwa 600 Kilometer fahren können. Esther fährt geschickt mit niedriger Drehzahl. Schnell springt die Anzeige auf über 900 Kilometer bei ihrer Fahrweise. Sarah ist verwundert. „Das ging aber schnell“, sagt sie. Esther hat ihre eigene Technik. Sie fährt mit niedrigen Drehzahlen und schaltet früh. Die Klimaanlage bleibt selbstverständlich ausgeschaltet. Sie würde viel zu viel Sprit fressen.

Am ersten und einzigen Test-Checkpoint heute dauert es etwas, bis sie weiterfahren können. Einige Fahrer haben noch Fragen zu ihren Autos. Dann wird es spannend. Können die beiden den ersten Checkpoint in der vorgegebenen Zeit schaffen? Es funktioniert. Sarah zählt herunter: Sieben, sechs, fünf, vier, drei – Checkpoint passiert.

Die Fahrt nach Linthe führt über viele Nebenstraßen, es ist ruppig, die Beschilderung nicht immer eindeutig. Aber die Fahrerteams finden alle zum ADAC Test- und Technik-Zentrum. Die Veranstalter sind zufrieden. Jetzt steht der Schnelligkeitsparcours an. Hier sollte am morgigen Sonntag möglichst eine Bestzeit gefahren werden. Esther und Sarah tauschen die Sitze. Denn: „Ich habe letztes Jahr die A-Lizenz zum Rennfahren auf dem Nürburgring gemacht“, sagt Sportstudentin Sarah.

Auf dem Parcours schlagen sich die meisten Fahrerinnen und Fahrer erstaunlich gut. Nur Johannes Hör und Philipp Stößel landen kurzzeitig im Kies, kommen aber ohne fremde Hilfe wieder heraus. Nach etwa einem dutzend Kurven kommt die Rüttelplatte, die das Fahrzeug nach links oder rechts schleudert. Je nachdem wie gut oder schlecht die Fahrer reagieren, kostet das Zeit. Eine gute Rundenzeit pendelt sich bei etwa zwei Minuten und 20 Sekunden ein. Die kleineren Citroen haben große Vorteile in den Kurven. Die heutigen Zeiten sind nur ein Anhaltspunkt. Auf die morgigen Zeiten wird es in der Gesamtwertung ankommen.

Die beiden Berliner Studenten Philipp Stößel und Johannes Hör aus Franken verloren nur kurz die Kontrolle über ihren Citroen auf dem ADAC Parcours in Linthe. Alles halb so wild.

Esther und Sarah sind zufrieden. Sie haben auf dem Parcours mitgestoppt: Rund zwei Minuten und 15 Sekunden haben sie für den Parkur gebraucht. Sie können nun in aller Ruhe nach Hause fahren, nachdem sie am Tempelhof mit allen Fahrerinnen und Fahrern gemeinsam gegessen haben.

Text und Fotos: Hüseyin Ince

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