Studie besagt: Bald schon 2 Millionen Elektroautos. Geht alles schneller als erwartet?


Wie sehr die Elektromobilität auf dem Vormarsch ist, zeigt eine neue Studie. Lesen Sie hier mehr über das überraschende Ergebnis.

Das schnelle Ende des Verbrenners: Träumerei oder Wahrheit?

Das schnelle Ende des Verbrenners: Träumerei oder Wahrheit?

Laut einer aktuellen Studie rechnen Experten aus knapp 250 teilnehmenden Unternehmen mit annähernd 2 Millionen Elektrofahrzeugen im Jahr 2020. Das sind doppelt so viele Fahrzeuge, wie von der Bundesregierung bis zu diesem Zeitpunkt angestrebt wird.

Das ist das Ergebnis einer Studie der Unternehmensberatung Horváth & Partners zusammen mit dem Strascheg Institute for Innovation and Entrepreneurship (SIIE) und dem Automotive Institute for Management (AIM) der EBS Business School und sorgt für eine kleine Überraschung.

Die Verteilung wird laut den Experten so ausfallen:

  • Hybridantriebe: 8,5 Prozent des Fahrzeugbestandes in Deutschland
  • Stromantriebe: 4,2 Prozent
  • Wasserstoffantriebe: 1 Prozent
Gute Aussichten: Prof. Dr. Ronald Gleich

Gute Aussichten: Prof. Dr. Ronald Gleich

“Vor dem Hintergrund der vorliegenden Einschätzungen scheint es realistisch, dass die Ziele der Bundesregierung bis 2020 um das Doppelte übertroffen werden können”, so die Studienverantwortlichen Prof. Dr. Ronald Gleich und Horváth-Partner Dr. Oliver Greiner.

Demnach glauben die befragten Experten, dass emotionale Aspekte wie Umweltbewusstsein und ein gesellschaftliches Ansehen bei Deutschlands Autofahrern trotz geringerer Reichweite für eine wachsende Akzeptanz von Elektrofahrzeugen sorgen wird.

Die Förderpolitik der Bundesregierung erfährt durch die Studie eine Bestätigung. Die Mitte Mai entschiedene Ausrichtung auf die Förderung von Forschung und Entwicklung der Elektromobilität steht auch im Fokus der befragten Fachleute aus der Wirtschaft. 77 Prozent würden sich eine Verstärkung staatlicher Subventionen am ehesten in diesem Bereich wünschen – nur 25 Prozent in der Absatzförderung.

Diese Fahrzeuge kann man schon kaufen.

3 Antworten zu “Studie besagt: Bald schon 2 Millionen Elektroautos. Geht alles schneller als erwartet?

  1. Dem Beitrag von Michael Bluhm kann man nur voll und ganz zustimmen.
    Hinzu zu fügen wäre noch, die „allgemeinen Floskeln ohne Substanz“ und die „Geldausstreuung ohne konkrete Konzepte und Programme für wen auch immer“ einstellen und den Kauf von Elektroautos, für den Anfang, so fördern, wie in den Nachbarländern.
    Zusätzlich auch den Kfz-Umbau von Verbrennungsmotor auf Elektroantrieb direkt fördern, dann trägt sich die Sache bald von allein, nach dieser Anschubfinanzierung. Den Rest erledigt der Güter und Werte schaffende Bürger in seiner Freizeit, und 2020 gibt es 10 Millionen Elektroautos.
    An den Tankstellen wird es bald neben den Benzin-Zapfsäulen auch Strom-Zapfsäulen geben, wenn der Tankstellenbesitzer, wer immer es auch ist, pro KW auch nur einen Cent verdienen kann.
    Die Solarmodule baut er sich auch bald selber auf sein Tankstellendach, wenn er damit eine kostendeckende Vergütung erarbeiten kann.
    Die mit 15 % Verlusten behaftete Wasserstofftechnologie ist vielleicht für die Langzeitspeicherung wirtschaftlich, für Batterie- und Brennstoffzellen-Kraftwerke, im Kfz-Bereich wird sie sich in Luft oder Knallgas auflösen.

    • Hallo Wilhelm, wir sind zwei hart gesottene.
      Ich muss zu dem Wasserstoff noch was mitteilen. Ich bin kein Fachmann und suche immer wieder Kontakte zu solchen. Dabei hab ich meine Idee vom Umbau der AKW zu Wasserstoffkraftwerken angebracht. der ing. der hier mal vor Monaten was zum Wasserstoff geschrieben hat antwortete überhaupt nicht und der andere um so einfacher und verständlicher.
      Das mit dem Umbau können wir vergessen. Selbst das Einlagern eines so flüchtigen Gases ist nicht sehr einfach. Die Produktionsanlagen wären zu groß um den nötigen Wasserstoff für Hochlastzeiten zu erzeugen und passen nicht in die AKW Gebäude. Wäre auch zu schön gewesen mal was sinnvolles zu schaffen.
      Dafür wurde ich über das Induktinsverfahren informiert und finde diese Lademöglichkeit auch nicht uninteressant.
      Mal sehen was ich da so erfahre und mitteilen kann. Man möge mir nachsehen, dass ich manchmal nur „nachplappere“, weil ich nicht alles prüfen kann und hoffe, dass man hier auch mit konstruktiver Kritik bei falschen oder schlechten Informationen nicht spart. Hilft uns doch allen, um zu verstehen was geht oder nicht.

  2. Ich bedauere sehr, dass man keine konkreten Aussagen zu den präzisen Förderungen der Bundesregierung findet, die mehr Auskunft darüber geben würden Wer, Wieviel und für WAS die Mittel erhält. Nur allgemeine Floskeln ohne Substanz. Demnach eine Streuung ohne konkrete Konzepte und Programme für wen auch immer.
    Deshalb stellt sich mir die Frage, woher denn diese Institute ihre Ergebnisse und Fakten als Grundlage solcher Aussagen her haben.
    Gerade im letzten Bericht zu …“ mein Auto, mein Büro“… etc. kam zum Vorschein, dass keine Förderung dort statt findet wo es in kürzester Zeit umsetzbar wäre.
    Nicht einmal ein Taxiunternehmer bekommt die notwendigen Steckdosen an den Taxistand gefördert und muss mit wirtschaftlichen Negativergebnissen leben.
    Hotels bekommen eine geringere Mehrwertsteuer, aber eine Förderung für E- Autos nicht.
    Ich denke, dass die Probleme zur Umsetzung eines solchen Erfolges laut Theorie nicht von der Gesellschaft verschlafen, sondern ganz bewusst von Industrie und Politik verhindert werden.
    Kleine Änderungen in Gesetzen würden schon viele Wege frei machen, um unternehmerischen Einsatz zu fördern. Doch hier passiert nichts.
    Die 2 Millionen E- Autos würden gerne vom Bürger angenommen und bestimmt auch ohne Subventionen, wenn zum Beispiel Vermieter von Garagenplätzen endlich ihre Verweigerung zu selbst installierten und selbst finanzierten Lademöglichkeiten aufgeben würden.
    Die SAGA/ GWG hat in ihren Mietverträgen die Nutzung von elektrischen Geräten in den Tiefgaragen verboten. damit ist ausgeschlossen, dass die Nutzer solcher Garagenplätze ein E- Auto kaufen.
    Die FHHamburg ist Eigentümer aller P&R Plätze und könnte schon lange einen gewissen Prozentsatz an Parkplätzen ausstatten und dadurch zusätzliche Einnahmen erzielen. Doch soweit denkt man nicht.
    Der größte Unternehmer im ÖPNV plant zwar Neubauten und Umgestaltungen von Betriebshöfen für Busse, hat jedoch nicht einen Parkplatz für E- Mobile für betriebseigene oder private E- Mobile vorgesehen. Man ist nicht mal bereit betriebliche PKW auf elektrischen Antrieb umzustellen und anzuschaffen die kostengünstig wären und max. nur 50 km am Tag fahren müssten. Im Gegenteil. Es werden weiterhin Dieselfahrzeuge auf leasing mit Langzeitverträgen angeschafft.
    Die gesamte Stadt bietet viele Flächen zur Gewinnung von Windenergie ohne störende Einflüsse für Bürger und Umwelt. Der neue Stromversorger Hamburg Energie produziert aus Wind und hat noch nicht einen Dachstuhl erobert. Dafür sind aber Antennen für Funksysteme ohne Ende auf den Dächern.
    Ich sehe die Einschätzung der Institute als völlig daneben an, weil eben niemand der verantwortlichen Sprücheklopfer wie Frau A. Merkel oder Herr O. Scholz, ihren Aussagen konkrete Pläne und Umsetzungen folgen lassen. Dem eigentlich psychologisch gut nachvollziehbaren Bürgerinteresse an dieser Technik, das weit über die Annahme der Institute hinaus geht, steht eine Barrikade von Unwissen, Unfähigkeit, Macht- und Geldgier in Politik und Wirtschaft gegenüber, die allesamt die Annahmen der Schätzer über den Haufen werfen und zunichte machen.
    Es wird nach aktuellem Verhalten in Politik und deutscher Autoindustrie mehr als 20 Jahre dauern bis wenigstens 1 Mio E- PKW auf der Straße rollen.
    Und weil wir gerade dabei sind. In Fachkreisen ist die Wasserstofftechnologie nicht sehr vielversprechend. Hier haben sich die Institute der Erhebung und Einschätzung endlich mal ehrlich geäußert. 1 % Anteil ist so gering, dass es sich überhaupt nicht lohnt damit anzufangen. Nicht einmal bei den Bussen im ÖPNV.
    Die Gründe sind sehr offensichtlich, die gegen die Wasserstofftechnologie sprechen.

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