Das Elektro-SUV


Tesla-Chef Elon Musk meint es ernst: Nach dem Ende des kleinen Elektroroadster präsentierte er zunächst die elegante Limousine Model S – und jetzt ein Crossover namens Model X. „Nichts ist unmöglich“, meinte der Tesla-Chef bei der Vorstellung seines neuen Elektro-Vans. „Unsere Autos müssen besser sein als die mit Verbrennungsmotoren. Sonst werden wir keinen Erfolg haben. Das Model X ist so dynamisch wie ein Sportwagen, so geräumig wie ein Van und so alltagstauglich wie ein SUV.“ Musk hat offenbar verstanden, dass auch ein Hersteller von Elektroautos ein SUV im Portfolio haben muss.

Immerhin hielt sich der Entwicklungsaufwand in Grenzen, denn technisch ist das Model X eng mit dem Model S verwandt. Beide wird es in drei Leistungs- und Reichweitenstufen geben: Zwischen 40 und 85 kWh werden es sein. Die elektrische Energie soll für 450 bis 480 Kilometer reichen.

Beide Autos stehen auch auf derselben Plattform, die Batterien sind im doppelten Fahrzeugboden untergebracht. Allerdings surrt beim siebensitzigen X auf Wunsch ein zusätzlicher Elektromotor an der Hinterachse – der Elektrovan mutiert dann zum Allradler.

Optisches Highlight sind die an der B-Säule angeschlagenen Türen, im Fond öffnen sie sich als Flügeltüren – der Einstieg zur dritten Sitzreihe fällt so doch leichter. Im Heck findet sich ein relativ großer Laderaum, der sich durch Umlegen der hinteren Sitzreihen erweitern lässt. Unter der „Motorhaube“ findet sich noch weiterer Stauraum, „Frunk“ genannt – „Front-Trunk“.

2013 will Tesla die Produktion starten, 2014 die ersten Modelle des X ausliefern. Angezahlt werden kann schon jetzt.

Alle Details zum Elektrovan Tesla Model X gibt es hier.

7 Antworten zu “Das Elektro-SUV

  1. Pingback: Farewell, du kleiner Roadster! | Das elektrische Fahrtenbuch

  2. Sicherlich hat der Herr opel-ampera-forum.de irgendwo recht.

    Aber, da es sich hier um eine „Premium“-Marke handelt sage ich mal, die sowieso nicht für den Durchschnittsbürger in Frage kommt, aber er zumindest davon über Autozeitungen etc. Wind bekommt, sehe ich eher einen positiven Effekt für die Branche.

    Weil der Leser dann denkt „toll, was man alles mit Elektroenergie schon machen kann“ (ich denke Testla wird das Modell X ganz gut hinbekommen), „selbst SUV´s lassen sich jetzt damit schon anständig fortbewegen“, und dann sich dadurch eher motiviert sieht sich überhaupt mit elektrischem Vortrieb zu beschäftigen. Denn kaufen wird er dann sowieso eher ein Modell der Kompakt- oder Mittelklasse.

    Insofern finde ich das nicht schlecht, auch Autos in solchen „unmöglichen“ Sparten mit elektrischem Vortrieb auszurüsten. Zumal der X ja nun wirklich nichts mit einer unaerodynamischen Schrankwand zu tun hat wenn man sich den mal genau anschaut.

    Und Tesla selber wird sicherlich ein paar Kunden für den finden. So schlecht sieht er nämlich gar nicht aus!

    • Nun, ich bin gespannt, wie Tesla es schaffen wird, die Aerodynamik, die sich letztendlich mit Stirnfläche*cw berechnet, in den Griff bekommen wird und wie sich der Rollwiderstand auswirkt.

      Zugegeben, das Model X sieht nicht so aus wie ein SUV, eher wie eine höhere Limousine. Und es sieht gut aus, bestechende Idee mit den Flügeltüren. Hat was.

  3. Elektrisch angetriebene SUVs zu bauen, ist energetisch gesehen Unsinn!

    Warum um Himmels Willen muss man die Fehler jetzt noch wiederholen, die der Automobilbau in Zeiten mangelnder Effizienz gemacht hat? Bei Verbrennungsmotoren, die durchschnittlich nur 10% der Energie in Vortrieb umsetzten, macht schlechte Aerodynamik und hoher Rollwiderstand nur vergleichweise wenig aus.

    Wenn man bei einem Elektrofahrzeug die beiden für den Verbrauch maßgeblichen Werte Aerodynamik ( beim SUV wie Schrankwand ) oder Rollwiderstand ( beim SUV dank Geländewagen-Breitschlappen + Gewicht astronomisch ) in die Höhe treibt, wird man das ganz schnell mit niedrigen Reichweiten bezahlen.

    Irgendwie sinds halt doch Amerikaner…. Keine Ahnung von Energieeffizienz.

  4. Was im Bericht noch fehlt:
    „Der Basispreis des Tesla Model S liegt zwischen 58.000 und gut 90.000 Dollar. Der Allrad-Crossover dürfte knapp darüber liegen.“ (SZ)

    Schade, hatte eig. gedacht, die wollten auch ´mal ´was für den „normalen“ Geldbeutel machen…

  5. Wichtige Ergänzung: der Tesla Roadster ist in Europa noch verfügbar! Allerdings sind schon mehr als 90% der weltweit auf 2.500 Fahrzeuge limitierten Auflage bereits verkauft. Wer sich also noch eines dieser Pionierstücke sichern möchte, muss sich beeilen!

  6. Ein Elektrofahrzeug auf das man sich freuen kann. Lob ! Teslamotors verfolgt mit der Modellpolitik konsequent das rein elektrische fahren.

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