Genf 2012: Renault ZOE


Renault ZOE

Serienversion des Renault ZOE

Weltpremiere: Renault enthüllt auf dem 82. Genfer Auto-Salon die Serienversion des rein elektrisch betriebenen Kompaktwagens ZOE – für den französischen Hersteller das vierte Z.E.(Zero Emission)-Modell.

Das neue Kompaktmodell soll eine Reichweite von 210 Kilometern bieten (nach Neuem Europäischem Fahrzyklus). Mit dem ZOE präsentiert Renault in Genf bereits sein viertes Z.E.(Zero Emission)-Serienmodell mit reinem Elektroantrieb. Die neue Kompaktlimousine wurde von Anfang an ausschließlich für den batterieelektrischen Antrieb konzipiert und wird ab Ende 2012 erhältlich sein.

ZOE: 210 Kilometer Reichweite mit „Range OptimiZEr“

Großen Anteil an der Reichweite soll das neu entwickelte „Range OptimiZEr“-System haben. Es verringert die Reichweitenschwankungen, die bedingt sind durch Streckenprofil und Außentemperatur, und steigert dadurch den Aktionsradius um bis zu 25 Prozent.

Der „Range OptimiZEr“ umfasst unter anderem ein optimiertes System zur Rückgewinnung von Bewegungsenergie (Rekuperation). Es wirkt bereits, wenn der Fahrer den Fuß vom Fahrpedal nimmt, und verteilt den Verzögerungsbefehl (Strom wegnehmen oder Bremsen) situationsgerecht zwischen Rad- und Motorbremse, um die Wirkung der Motorbremse zum Nachladen der Batterie maximal zu nutzen.

Zum „Range OptimiZEr“-System zählt darüber hinaus die spezielle Innenraumklimatisierung, die nach dem Prinzip einer Wärmepumpe arbeitet und weniger Energie benötigt als eine konventionelle Klimaanlage. Ein Aktivkohlefilter bewirkt, dass ein großer Teil der Gerüche und Schadstoffe aus der Umgebungsluft nicht in den Fahrzeuginnenraum dringen.

Der Elektromotor

Der Elektromotor des ZOE leistet 65 kW/88 PS, das maximale Drehmoment beträgt 220 Nm und steht wie bei jedem Elektromotor von Anfang an in voller Höhe zur Verfügung. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 135 km/h erreicht. Seine Energie bezieht der Kompaktwagen aus einer modernen Lithium-Ionen-Batterie mit einer Leistung von 22 kWh.

400-Volt-Schnellladung in 30 Minuten

Dank des Ladesystems „Chamäleon“ kann der Stromspeicher des ZOE mit jeder Ladungsleistung bis 43 kW aufgeladen werden. Es ermöglicht die Standardladung mit 230-Volt-Haushaltsstrom in neun Stunden ebenso wie die Schnellladung mit 400 Volt in nur 30 Minuten.

Nachtrag: Mittlerweile wurde auch der Preis für den ZOE kommuniziert. Das E-Auto soll 20.600 Euro kosten –  zuzüglich 79 Euro pro Monat für die Batterie-Miete.

6 Antworten zu “Genf 2012: Renault ZOE

  1. Pingback: electrive.net » Toyota, Audi, Nissan, Tata, Vito E-Cell, Renault, miaRox.

  2. Gelungenes Design. Ich könnte mir vorstellen das Auto zu kaufen. Der Preis ist zwar immer noch nicht so ganz Mainstream-fähig, zumal die Batterie im Preis nicht inbegriffen ist, aber immerhin ein Anfang.

  3. Der Zoe hat ein paar nette neue Features wie z.B. die Wärmepumpe für die Klimatisierung und die Reichweite ist auch ein Hammer.
    Schade dass Renault das Quickdrop-System vom Renault Fluence nicht eingebaut hat. Dann wäre der Zoe der Überhammer gewesen.

    • Das Quickdrop-System wird sich in D nicht durchsetzen, das werden die deutschen Hersteller schon zu verhindern wissen. Von daher ist das verschmerzbar. Dieses System wird sich aber auch anderswo nicht so leicht flächendeckend durchsetzen können. Sowas ist, zumindest vorerst, nur für Flottenbetreiber interessant (Mietwagen, Taxi, urbaner Lieferverkehr, etc.), damit ist das Fahrzeug dann schnell wieder einsatzfähig.
      Aus privater Sicht gibt man dabei nur wieder die Preisgestaltung in fremde Hände ab. Mir persönlich ist da das „heimische“ Laden lieber.

      • net_worker

        Ich befürchte auch dass Quickdrop in Deutschland keine Chance hat. Die deutschen Hersteller haben einfach kein Interesse an einem Geschäftsmodell, das weniger Gewinn verspricht.
        In Israel werden die Switch-Stations flächendeckend aufgebaut.

        http://www.betterplacenews.co.il/betterplace/20-map.aspx

        Und dass ein Fahrzeug Quick-Drop fähig ist, bedeutet ja nicht, dass man es nicht mehr an der heimischen Steckdose aufladen darf. Better Place rechnet damit, dass Quick-Drop eher die Ausnahme als die Regel für die Aufladung sein wird. Aber wenn es mal notwendig ist, geht es halt auch.
        Die Hersteller von EVs sollten bedenken, dass ein EV mit fest eingebauter Batterie praktisch keinen Wiederverkaufswert hat, weil sich die Batterietechnik so schnell weiterentwickelt. Das ist vergleichbar mit dem Versuch ein gebrauchtes Notebook, das drei Jahre alt ist, zu verkaufen. Der Akku ist schlechter, der Prozessor auch und es gibt neue Schnittstellen. So was will niemand mehr kaufen.
        Beim EV wird das ähnlich werden, wenn die Batterie nicht vom Fahrzeig entkoppelt werden kann. Die Batterie ist nicht Teil des Fahrzeuges, sondern ein Teil der Energie-Infrastrukur die zum Betrieb des Fahrzeuges benötigt wird.
        Ohne Akku hat ein EV wahrscheinlich eine höhere Lebensdauer, als ein herkömmliches Fahrzeug, einfach weil es weniger Verschleißteile gibt.
        Diese Tatsache könnte sich natürlich auch negativ auf das Geschäfet der Hersteller auswirken, wenn die Dinger einfach nicht kaputtgehen…Aber da werden sich die Ingenieure schon etwas einfallen lassen…

    • Update: Habe eben von RenaultZE (per Twitter) erfahren, dass der ZOE doch Quick Drop kompatibel ist und diese Option später angeboten wird. Der Renault ZOE wird doch ein Überhammer !

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s