Hyundai ix35 FCEV: Rekordfahrt mit Wasserstoff


Hyundai ix35 FCEVStart in Oslo, Ziel Monte Carlo. Und geschafft: Nach über 2000 Kilometern kam ein Hyundai ix35 FCEV wohlbehalten an – ganz ohne begleitendes Tankfahrzeug.

In der vergangenen Woche startete die norwegische Umweltorganisation ZERO mit zwei Hyundai ix35 Fuel Cell Electric Vehicles (FCEV) von Oslo aus einen Rekordversuch. Das Fahrzeug mit Brennstoffzelle wollte die längste gefahrene Route ohne begleitendes Tankfahrzeug absolvieren.

Durch die Reichweite der Hyundai ix35 FCEV von rund 500 Kilometern reichten fünf Tankstopps an Wasserstofftankstellen in Hamburg, Köln, Karlsruhe, Freiburg und Grenoble aus, um die Gesamtdistanz von 2160 Kilometern bis zum Zielort Monte Carlo in drei Tagen zu absolvieren.

Das koreanische Kompakt-SUV ist mit einer 100 kW/136 PS starken Brennstoffzelle und zwei insgesamt 5,6 Kilogramm Wasserstoff fassenden Überdruckbehältern ausgerüstet. Damit schafft der Wagen ein Spitzentempo von 160 km/h und verbraucht umgerechnet nur 3,6 Liter Kraftstoff.

Der Hyundai ix35 FCEV wird seit Mai 2011 außerdem in einem Flottenversuch der Stadt Kopenhagen getestet.

Mehr aus Norwegen gibt es hier zu lesen.

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16 Antworten zu “Hyundai ix35 FCEV: Rekordfahrt mit Wasserstoff

  1. Brennstoffzellenfahrzeuge werden wir schon geschrieben ab 2014/15 kommerziel verfpügbar sein, laut Daimler zu einem Preis, der etwas höher als ein Hybrid liegen wird. Alle Autohersteller sagen einen Eintritt ihres jeweiligen Modells für diesen Zeitraum voraus.

    Verbrauch der Fahrzeuge zw. 1 und 1,3 kg H2/100 km. H2-Preis iegt derzeit zw. 5 und 10 €/kg und hängt von der entfernung der Tankstelle von der Erzeugung sowie vom H2-Umsatz ab (wg. Umlegung der Abschrebung des Inversts auf den H2-Preis).

    Es gibt keine “normales” Batterie-Auto, das 500 km schafft. Der Tesla ist vollgepackt mit Batterien, ohne noch irgendwo einen nutzbaren Raum übrig zu lassen. Alle Batterieautos, die sonst derzeit gibt, haben Reichweiten zw. 60 und 120-150 km, je nach Wiiterung und FAhrweise. Bz-Auto sind denen bei weitem überlegen

  2. Mal davon abgesehen das die WASSERSTOFFERZEUGUNG eigentl. ENERGIEVERSCHWENDUNG ist – sollten alle die, die auf den Heilsbringer
    Brennstoffzelle (BZ) warten folgendes bedenken … alle Nachteile die dem
    “Akku-Auto” nachgesagt werden – treffen auch auf die BZ zu …

    Akku muss im Winter gewaermt werden – wenn die BZ unter NULL GRAD
    abkuehlt ist sie zerstoert – daher muss auch ein BZ-EV im Winter an die
    Steckdose (oder ein grosser PUFFER-AKKU mus rein)

    Akku ist teuer (Seltene Erken usw.) – und woraus ist die BZ ???
    (Sicher nicht aus Holz und Lehm) …

    Akku altert schnell – ungewisse Lebensdauer – ist bei deb BZ’s genauso;
    nur ein Akku verliert ueber die Jahre etwas an Kapazitaet – wenn die
    BZ ihre “Lebensdauer” erreicht hat ist wirklich ENDE …

    Und vom Preis (auch bei “Serienfertigung”) red’ ich schon garnicht mehr …

    Stromerzeugung … WIRKUNGSGRAD … VS. Wasserstofferzeugung WIRKUNGSGRAD (Elektrolyse ist eigentl. schon Energieverschwendung – und wenn man dann noch mit DAMPFREFORMATION aus ERDGAS anfaengt wird die Wasserstofferzeugung ganz absurd)
    … ebenso die Speicherung …

    BZ im Auto … da freut sich die Industrie – zur Urlaubszeit wird der Wasserstoff
    teurer (wegen der hohen Nachfrage) … also alles wie immer …

    Wenn man schon ein Auto mit 500km (+) Reichweite benoetigt dann EVs mit
    Rangeextender (also SERIAL HYBRID) – der RE koennte ja auch mit
    ERDGAS betrieben werden …

    Wenn dann schon Wasserstoff erzeugt wird – so kann dieser ins Erdgasnetz
    eingespeist werden (das dann als Puffer dient) und mit diesem Erdgas kann man dann auch den RE betreiben (hat immerhin einen besseren WIRKUNGSGRAD als die BZ) …=> WINDGAS (greenpeace Energy / Audi)

    Hinw.: in den 60ern hatte das “Stadtgas” einen Wasserstoffanteil von bis zu 50% …

  3. @nexubo: es sind zwei 5,6 kg fassende Überdruckbehälter vorhanden… also ein rechnerischer Verbrauch von 3,111 kg Wasserstoff auf 100 km.

  4. Ich wundere mich schon länger, warum man von Brennstoffzelle + Wasserstoff kaum was hört. Das müsste eigentlich leichter technisch umsetzbar sein, als Batterien. Und Wasserstoff kann man per Elektrolyse überall und jederzeit herstellen, so man nur Wasser und Strom hat. Speichern lässt er sich auch recht gut. Warum setzt unsere Automobilindustrie einseitig auf Akkus? Oder scheint das nur so?

    • Weil die meisten Hersteller erkannt haben, dass der Wasserstoff-Blödsinn doch nicht abgekauft wird?
      Und nein, ein H2-Fahrzeug ist technisch sehr viel anspruchsvoller, als ein reiner Batteriefahrzeug. Auch ein H2-Brennstoffzellen-Fahrzeug fährt elektrisch (mit E-Motor), auch ein H2-Fahrzeug hat Batterien (auch z.B. dieser Hyundai).
      Und Wasserstoff herzustellen ist nicht einfach. 1 kg Wasserstoff hat den Energiegehalt von ca. 33 kWh. Um 1 kg Wasserstoff herzustellen, braucht man wesentlich mehr als diese 33 kWh. Und um dann DEN STROM aus Wasserstoff herzustellen, hat man am Ende sehr viel weniger Energie… d.h. Wasserstoff ist nur eine “Batterie”, aber eine extrem UNEFFIZIENTE.
      Würde man z.B. nur 1 kg H2 auf 100km verbrauchen, bräuchte man für die Herstellung über 50 kWh Strom. Das gleiche E-Auto, aber ohne H2-Kreislauf, sondern mit der direkten Nutzung von Strom, dieses Auto würde mindestens drei mal so weit kommen, mit der gleichen Menge von Strom.

  5. Was kostet denn eigentlich 1 kg Wasserstoff?

  6. Schön… Ich bin zufrieden…. Ich nehme dann so ein Wagen. Falls ich nicht da bin, einfach Schlüssel in den Briefkasten und die Rechnung dazu. Vielen dank… das wird irgendwann nicht mehr von den Ölmultis abhängig sind.
    Weiter so….. Bitte…

  7. B.Gartinger

    Die können mir auch direkt mal so ein Fahrzeug vor die Tür stellen ;)

  8. Die Brennstoffzellen gibt es ja schon lange und es wird Zeit das es mal umgesetzt wird und den Oelmagnaten der Finger gezeigt wird ! Weite so !!!

    • Mit Wasserstoff ist mittel- bis langfristig aus finanzieller Sicht nichts gewonnen. Man tauscht ein Oligopol gegen ein anderes. Und sobald Wasserstoff-Fahrzeuge in hoher Zahl auf deutschen Straßen unterwegs sind, wird kräftig an der Steuerschraube gedreht. FCEV bieten gegenüber BEV nur einen Vorteil: Die schnelle Betankung. 500km Reichweite sind mit einem BEV heute schon möglich. Siehe Tesla Model S.

      Das Hauptproblem bei den FCEV ist die Serienreife. Technisch sind die Fahrzeuge ausgereift, aber mit 6-stelligen Beträgen beim Fahrzeugpreis sind sie völlig uninteressant. Es geht im Prinzip nur noch darum das System kleiner, effizienter und vor allem kostengünstiger zu machen. Vor 2015 wird daher kein FCEV in größerer Stückzahl (>5000) gebaut werden.

    • Wasserstoff ist ein Ablenkungsmanöver… die viel bessere Möglichkeit gab es vor über 100 Jahren.

  9. Naja, maximal 6 x 5,6kg auf 2160 KM.
    Sind 15,556 Gramm bzw. 0,016kg auf 100km.
    Was offenbar 3,6 Litern unkomprimierten Kraftstoffs entspricht.
    Ist jetzt nicht so schwer zu rechnen.

    • 6×5,6kg sind 33,6 KG, geteilt durch 21,60 hunderte km sind 1,555 KG auf 100 km (nicht gramm).
      1 KG Wasserstoff entspricht 33,33 kWh/kg… eine Menge…

  10. Opel Ampera Forum

    Mit fehlen hier immer vernünftige Verbrauchsangaben.
    Wieviel kg Wasserstoff auf 100 km verbraucht denn das Ding jetzt?