Schnelles Laden: Einigung auf Einheitsstecker


So könnte der Einheitsstecker aussehen (Foto: VW)

So könnte der Einheitsstecker aussehen (Foto: VW)

Es hat gedauert, nun ist es aber endlich doch so weit: Acht Automobil-Hersteller aus Deutschland und den USA haben sich auf eine Technik zum Schnellladen geeinigt.

Die acht Autohersteller Audi, BMW, Chrysler, Daimler, Ford, General Motors, Porsche und Volkswagen haben sich auf ein standardisiertes Schnellladesystem für Elektroautos verständigt. Seit Sonntag stellen sie das “Combined Charging System” auf dem 26. Symposium für Elektrofahrzeuge (EVS 26) in Los Angeles vor.

Die einheitliche Ladeschnittstelle unterstützt Gleich- und Wechselstromladung. Damit hat der Combo-Stecker beste Chancen, zum Standard in der westlichen Welt zu werden – zumal die Elektrofahrzeuge, die entsprechende Ausrüstung vorausgesetzt, in 15 bis 20 Minuten aufgeladen sein sollen.

Das Combined Charging System vereint einphasiges Laden mit Wechselstrom, schnelles Wechselstromladen mit Drehstromanschluss, Gleichstromladen für Haushalte oder ultraschnelles Gleichstromladen an Stromtankstellen mit nur einer Schnittstelle im Fahrzeug. Damit sollen die Kunden an den meisten Ladestationen unabhängig von Stromquelle und angebotener Ladegeschwindigkeit laden können. Dieser Vorteil wird den Aufbau einer standardisierten Infrastruktur beschleunigen.

Die SAE (International Society of Automotive Engineers) hat das Combined Charging System als den Standard zum Schnellladen bestimmt, der das bestehende Typ-1-basierte AC-Laden erweitert. Der Standard wird diesen Sommer offiziell veröffentlicht. Die European Automobile Manufacturers Association (ACEA) hat das Combined Charging System ab 2017 als einheitliche AC/DC-Ladeschnittstelle für alle neuen Fahrzeugtypen in Europa ausgewählt.

8 Antworten zu “Schnelles Laden: Einigung auf Einheitsstecker

  1. Pingback: Schwerlastverkehr, elektrisch | Das elektrische Fahrtenbuch

  2. Da haben sich die größten Autohersteller der „westlichen“ Welt mal zu einem Standard durch gerungen und schon gibt es wieder ein paar Miesepeter die mit ihrem geliebt Schuko Stecker oder den nicht Wasserdichten CEE(rot) Stecker behalten wollen. E-Autos sollen und müssen im freien Aufzuladen sein, auch bei Regen, Schnee oder anderen wiedrigen Wetterverhältnissen. Schuko Stecker mögen ja für ein IPHONE ausreichen, aber um eine 380V 120AH Batterie aufzuladen benötigt es dann wohl etwas länger….
    Der Standard wurde Zeit, soll sich der E-Antrieb vom Nischenmarkt der Freaks ablösen und wirklich Massentauglich werden, dann erwartet der Käufer ebend ein System wo er jederzeit an jedem Ort mit seinem Fahrzeug nachladen kann, und das in wenigen Minuten und nicht über Nacht.
    Die Zeit der unzähligen Adapterstecker dürfte durch CCS zu einer Anekdote aus den Pioniertagen der Elektromobilität werden.
    Vieleicht auch mal dran denken: Opel gehört 100% zu GM, ist also auch im Boot, genauso wie Fiat.
    Mag sein das sich die Japaner und Koreaner zusammen mit PSA und Renault noch auf einen Gegenstandard einigen, glaube aber nicht das sie das vor 2020 hinbekommen. Sie sind aber mit Sicherheit eingeladen sich an CCS zu beteiligen.

    • Schuko und CEE sind nun mal ueberall verfuegbar …
      Und die „neuen“ Stecker sinde auch nicht WASSERDICHT !
      Der Aktuell verbaute Mennekes Typ-2 Stecker ist eigentlch auch nur
      ein modifizierter CEE-Stecker (und ebensowenig WASSERDICHT).

      Und uebrigens … CEE/Schuko gehoeren ans HAUS – nicht ans EV
      (und fuer die (wetterfeste) Aussenmontage gibts jede Menge
      Vorschriften … einfach mal den oertlichen Elektroinstallateur fragen😉 ).

      Die Lademoeglichkeiten – welchen von den langjaehrigen EV-Fahrern
      genutzt wurden/werden – sind VANDALENSICHERER und „WETTER-
      FESTER“ als die ganzen Ladesaeulen die z.Zt. aufgestellt werden.

      Einfach mal etwas im WWW suchen – Stichwort „PARK+CHARGE“
      (DIE GELBE BOX !)

      • Schukostecker mit 230V / 16A mag zu Haus ganz nett sein um einen E-Kleinsfahrzeug in Mitteleuropa über Nacht wieder aufzuladen. Der CEE Stecker mit 400V und 16A würde die Zeit zwar fast halbieren, reicht aber nicht um kurz beim Mittagessen wieder genug Energie für die 150KM Rückfahrt nachzufüllen.
        Die Auto Industrie hat sich andere Gedanken gemacht.
        Um die e-mobilität Massentauglich zu machen, benötigt man E-Tankstellen an denen ein Kompakt oder Mittelklassenfahrzeug in 15-20 Minuten wieder aufgeladen wird, nach 2h Autobahnfahrt ne Viertelstunde Pause am Rasthof und die Fahrt muss weiter gehen können.
        Das ganze zu 100% Sicher, auch bei Monsumregen!!! Damit der E-Antrieb als Gleichwertige Alternative akzeptiert wird, muss er bei -30°C im Schneesturm genauso sicher funktionieren wie in der Wüste bei 50°. Die Kontakte der Stecker müssen auch bei Missbrauch vollkommen Sicher gegen Stromschläge sein, dazu unzerbrechlich, und absolut Verpolungssicher.
        Es geht der Industrie nicht um deinen Hausanschluss, sondern um Starkstrom Schnellladestationen im Öffentlichem Raum.
        Für den Anschluss ans Heimische Netz, bzw. für die paar bereits vorhandenen Ladestationen wird es Adapterstecker geben.
        Dank des neuen einheitlichen Standards der Zukunftssicherheit verspricht, werden über kurz oder lang sicherlich auch die bisherigen Stromtankstellen Anbieter nachziehen und entsprechende Dosen montieren.
        Die bisherigen CEE Stecker haben den entscheidenden Nachteil das sie nicht Intelligent sind. Je nach dem welche Stromstärke gefragt ist, wird ein anderes Stecker/Kupplungspaar benötigt. Der neue Stecker vereinigt alle verfügbaren Ladestromarten und einzigst das für den Durchbruch unbedingt nötige ultraschnelles Gleichstromladen! Das ganze auch für den US Bürger narrensicher.

  3. Ein Einheitsstecker würde auch unterwegs das aufladen erheblich erleichtern. Denn an den Raststätten gibts Parklpätze,Zapfsäulen, Services für alle. Da kann man auch flächendeckend die Raststätten mit den Einheitstecker ausrüsten; z.B. als Stromzapfsäule. So brauch man nicht wie beispielsweise beim Handy für jedes Handy ein eigenes Ladekabel, sondern brauch nur den Einheitsstecker, der passt dann für alle Autos.

  4. Da fällt mir mal wieder ein:

    Die zehn Gebote enthalten 279 Wörter.
    Die amerikanische Unabkängigkeitserklärung 300 Wörter.
    Die Verordnung der europäischen Gemeinschaft über den Import von Karamellbonbons aber exakt 25911 Wörter…

  5. Auch wenn es ein Schritt in die richtige Richtung ist, ein fader Beigeschmack bleibt. Ladesysteme gibt es schon genug, warum jetzt noch einen? Warum müssen die (deutschen) Autohersteller das Rad immer neu erfinden?

    Also ich glaube ja, dass hier bewusst Verwirrung gestiftet werden soll um die Autokäufer noch länger vom E-Autokauf abzuhalten. Innovation sieht jedenfalls anders aus.

  6. … seltsam – da machen nur DEUTSCHE AUTOBAUER MIT
    DIE BISHER KEINE (bis auf Kleinserien-Testfahrzeuge) EIGENEN EVs AM START HABEN (ODER EVTW. KEINE SERIEN-PRODUKTION WOLLEN) ???
    Mal sehen was in ein paar Jahren davon uebrig bleibt … Typ-1 und Typ-2 sind schon nicht der „Bringer“ … aber man kann sicher noch Jahreland VERSCHLIMMBESSERN und noch ein paar Normen erstellen/verwerfen …

    Es gab mal (Mitte der 90er) den MARECHAL STECKER – der bei den FRANZ: EVs (die ELECTRIQUES von PSA+RENAULT) verbaut war …
    DIESER STECKER konnte schon damals alle MODI (von 1/2/3 Ph. AC bis zu DC (Schnellader 180A gibt es heute noch in LaRochelle)) … er war EINRASTSICHER und VERRIEGELBAR (UND DIE KLAPPE WURDE vandalensicher GESCHLOSSEN).

    http://www.eco-drive.co.uk/marechal

    Diese Stecker sind bereits seit ueber 15 Jahren im DAUEREINSATZ – haben sich also bewehrt … aber statt dessen wurde dieser Mennekes Typ-2 dann der
    Typ-3 (mit DC Option) „erfunden“ und nun noch zusaetzl. dieser SAE Stecker …
    von ChaDeMo rede ich garnicht erst …

    Letzten Endes ist (z.Zt.) Schuko und CEE(rot) das Mass der Dinge …
    viele (mir bekannte) iMiev/iOn/Stromos/A-Klasse eCell/ usw. Fahrer haben die
    RWE-(WALL)-BOX lose im EV dabei – nur damit sie unterwegs mit dem Typ-2
    Stecker auch an Drehstrom (der doch sehr verbreitet ist (z.B. beim Presscontainer hinterm Supermarkt oder McDonals ) laden koennen …

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