Förderung für Elektroautos: Jetzt also doch?


Unter Strom, wenigstens ein bisschen: Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer kann sich Kaufanreize für Elektroautos vorstellen.

Nur rund 4500 Elektroautos sind in Deutschland zugelassen – eine ernüchternde Zahl. „Von einem Massenmarkt für Elektroautos sind wir zwar immer noch weit entfernt“, räumte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) zum Auftakt des zweitägigen eMobility Summits des Berliner „Tagesspiegel“ ein. Aber die technische und gesellschaftliche Entwicklung lasse sich eben nicht „per Dekret beschleunigen“. Deutschland sei mit seinem alle Branchen einbeziehenden, technologieoffenen Ansatz „gut unterwegs“.

Einem breiteren Erfolg steht immer noch der hohe Anschaffungspreis eines E-Autos entgegen. Die Verkaufshilfen von 5000 bis 8000 Euro, die in Staaten wie den USA oder auch Frankreich gewährt werden, decken die meist batteriebedingten Mehrkosten zwar nicht völlig ab, erhöhen aber doch wesentlich den Kaufanreiz. Auch deswegen sagte Ramsauer, er sei „nicht generell gegen Kaufanreize“ für E-Autos, „aber sie müssen Sinn machen und finanzierbar bleiben“. Die Mittel dafür im Bundeshaushalt seien sehr begrenzt. Wichtiger sei es, bei den Autofahrern eine Faszination für Elektrofahrzeuge zu erzeugen, die über sachliche Erwägungen hinausgingen. „Man muss schon mal für ein Projekt an beiden Enden brennen“, fügte er hinzu.

Der „Nationale Entwicklungsplan Elektromobilität“ der Bundesregierung sieht vor, dass 2020 eine Million Elektroautos über unsere Straßen surren – da bleibt noch viel zu tun. Immerhin wollen die deutschen Hersteller, so der Präsident des Verbands der Automobilindustrie, Matthias Wissmann, in den nächsten drei Jahren 15 neue Modelle mit Elektroantrieb auf den Markt bringen.

2 Antworten zu “Förderung für Elektroautos: Jetzt also doch?

  1. Elektro-Willli

    Es gibt immer noch genügend Käufer von Autos mit Verbrennugsmotor im Preissegment von E-Autos und deutlich teurer, trotz Gestank, Lärm und CO². Aber mit E-Fahrzeugen kann man ja nicht 250 km/h fahren. Eine Höchstgeschwindigkeit auf deutschen Autobahnen – so wie in allen anderen Ländern Europas bzw. der Welt – würde helfen.

  2. Zitat: „Einem breiteren Erfolg steht immer noch der hohe Anschaffungspreis eines E-Autos entgegen“. FALSCH ! Es steht dem das nicht Vorhandensein eines Angebotes seitens der deutschen Automobilherstellers entgegen. Es gibt keine deutschen E-Autos zu kaufen. Wie soll da ein breiter Erfolg entstehen. Auch Raumschiffe verkaufen sich ganz schlecht. Transporter zum Mars haben auch keinen breiten Erfolg. Alles was nicht angeboten wird, wird auch nicht verkauft.

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