Streetscooter Update: Das beste Angebot gewinnt


Elektroautos sind prinzipbedingt teuer?  Das muss nicht sein, sagt Professor Achim Kampker von der RWTH Aachen – und hat mit seiner Firma, der Streetscooter GmbH,  deshalb ein kompaktes E-Fahrzeug für kleines Geld entwickelt. Angepeilte Kosten für den privaten Endkunden: mit allem Drum und Dran etwa 350 Euro pro Monat. „Inzwischen befinden wir uns mit dem Streetscooter in der Phase der Industrialisierung“, erklärte Kampker vor Kurzem im Interview mit „electrive.net“. Das heißt nicht, dass das Auto noch in diesem Jahr zu kaufen sein wird, aber in eineinhalb Jahren sei das prinzipiell möglich. Ernsthaft interessiert an Kampkers Elektroauto ist die Deutsche Post. Und zwar als Großkunde.

Die ersten Fahrzeuge sind bei Kampkers Firma, der Streetscooter GmbH, schon für die Flottenerprobung  bestellt worden: „Eine Spezialversion, die  für uns maßgeschneidert wird“, so Dr. Christoph Hempsch. Das Potenzial  für Elektroautos bei der Post ist riesig. Schließlich fahren 40.000 Fahrzeuge im Paket- und Postzustelldienst. Wobei die Post sich nicht auf den Streetscooter kapriziert. Der Logistiker erprobt  E-Fahrzeuge aller Hersteller. Klar, dass am Ende nur das beste Angebot den Zuschlag für eine größere Bestellung von der Post bekommt.

Die besondere Herausforderung: E-Fahrzeuge der Post müssen sowohl kostenseitig mit herkömmlich angetriebenen  Lieferfahrzeugen mithalten können als auch genauso zuverlässig sein. So müssen es beispielsweise die Türen aushalten, dass sie täglich mehrere Hundert Mal geöffnet und geschlossen werden.

Dass Elektroautos diesen hohen Ansprüchen gerecht werden können, davon ist die Post nach den bisherigen Erfahrungen mit ihrer E-Flotte überzeugt. Wenngleich Hempsch zugeben muss: „Es gibt unter den 60 Modellen leider auch ein paar schwarze Schafe, die schon häufig in die Werkstatt mussten.“

Einen ausführlichen Bericht über Technik und Kosten des Streetscooter lesen Sie hier.

2 Antworten zu “Streetscooter Update: Das beste Angebot gewinnt

  1. Ich finde es jedoch wichtig und richtig, dass gerade im bereich der Elektromobilität die Grundlagenforschung in Deutschland vorangetrieben wird. Gerade wenn es darum geht neu Wege in Konstruktion und Produktion einzuschlagen, die aus den genannten Gründen für die etablierten Hersteller schwierig sind. Hieraus können mMn unschätzbare Wettbewerbsvorteile für die Zukunft entspringen. Man denke nur an Toyota zurück dir mit ihrem Hybridsystem am Anfang eine Menge Lehrgeld haben zahlen müssen und nun ein sehr gutes und vor allem serienreifes Produkt haben, welches mMn als Einziges mittelfristig sowohl ökonomisch als auch ökologisch Sinn macht.

  2. Hallo, ich bin auf euren Blog gerade aufmerksam geworden, weil ich vorher auf umwelthauptstadt.de von dem streetscooter gelsen habe. ich war auch auf der iaa, dort war der streetscooter ja auch. fand es sehr interessant, was herr kampker über sein gefährt in dem interview so erzählt hat. bin gespannt, wann es den wagen zu kaufen gibt…
    http://www.umwelthauptstadt.de/unternehmenspolitik/streetscooter

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