Tesla Model S: Auf dem Highway gesichtet!


Noch kein Dutzend davon ist auf der Straße: Die Rede ist vom Tesla Model S, dem Wunderwagen, der mit einer Batterieladung bis zu 480 Kilometer weit kommen soll und es in 5,6 Sekunden von null auf hundert schafft. Einer unserer Mitarbeiter hat ein Exemplar auf dem Highway in der Nähe von Tesla Motors früherer Fabrikanlage im kalifornischen San Carlos gesehen. Hier sind erste Bilder und Eindrücke.

Tesla Model S von hinten: Wer genau hinschaut, sieht, dass das riesige Panoramadach offen und das hintere Seitenfenster noch mit Plastik verklebt sind.

Er war auf dem Highway 280 zwischen San Francisco und Santa Cruz unterwegs, als unser Mitarbeiter ihn entdeckte und auch gleich ablichtete: ein Tesla Model S, der mit Probefahrt-Kennzeichen in der Abendsonne auf der rechten Spur fuhr. Erst vor wenigen Wochen,  am 22. Juni, wurde das erste Exemplar ausgeliefert.

Tesla Model S auf Probefahrt in der kalifornischen Abendsonne.

Laut Tesla wird jeder Wagen über längere Strecken und auf
verschiedenen Terrains Probe gefahren – so wohl auch dieser hier, wie die Händler-Kennzeichen, die mit Plastik verklebten hinteren Seitenfenster und der ebenfalls noch mit Plastik verdeckte Frontgrill verraten. Imponierend erschien unserem Beobachter vor allem die Größe des Wagens. Von den Linien erinnerte er ihn an eine Mischung aus einem braven Siebener-BMW und einem Maserati Quattroporte – natürlich ohne entsprechenden Sound.

Besonders freute sich unser Mitarbeiter darüber, dass er mit seinem Nissan Leaf an dem Tesla vorbeiziehen konnte – denn der fuhr nur mit etwa 100 km/h auf der rechten Spur. „Beim Überholen grüßte der Fahrer; er durfte wahrscheinlich nicht schneller fahren“, schreibt uns unser Informant.  „Vermutlich wird sich mein munterer 80-kW-Nissan-Leaf nicht oft in freier Wildbahn den Freeway mit einem 270-kW-Tesla teilen.“

Seitenansicht auf das Tesla Model S: Der Frontgrill ist noch mit schwarzem Plastik verdeckt.

12 Antworten zu “Tesla Model S: Auf dem Highway gesichtet!

  1. Es ist auch hier im Forum immer wieder festzustellen, dass Tesla wirklich ein Name ist, der mehr als nur Versprechen abliefert. Man staunt, ist fasziniert und wünscht sich sehnlichst, dass wir endlich an diesen Automobilkonzernen mit ihrem veralteten Fahrzeugkonzept vorbei kommen.
    Ja, her damit und vielleicht stellt Tesla dieses Auto überall auf der Welt her.
    Mich würde mal interessieren ob diese Firma auch Fachleute ausbildet, damit man sein schönes E- Mobil nicht nach USA zur Reparatur schicken muss. Wer ist in Europa eigentlich der Partner von Tesla für Vertrieb und Service?
    Ihn in Deutschland kaufen zu können ist ja nicht alles!

    • Soweit ich informiert bin gibt es nur eine Hand voll Tesla Händler in ein paar Großstädten Deutschlands. Dort kann und wird der Service des Tesla Roadsters durchgeführt. Alternativ kommt ein „Tesla Ranger“ mit einer mobilen Werkstatt zu dir nach Hause.

  2. einfach nur beeindruckend, nicht nur schön auch die Leistung ist bei Tesla auf einem sehr sehr guten Weg.
    Mich würde es nicht wundern, wenn die in 1-2 Jahre die 750km Reichweite knacken und 1000km bald anbieten würden.

    Respekt Tesla!

    Danke ADAC für diese tollen Bilder!

    • „dem Wunderwagen, der mit einer Batterieladung bis zu 480 Kilometer weit kommen soll und es in 5,6 Sekunden von null auf hundert schafft“

      Ich frage mich manchmal, was aus dem Mini QED der Firma PML Flightlink geworden ist, der vor Jahren kurzzeitig mal Furore mit 4 Radnabenmotoren a ich glaube 750NM, kleinem Gas-Range-Extender und angeblich bis zu 1.500km Reichweite machte. Ein elektrischer Supersportwagen mit 1.500km Reichweite. Das war vor dem mittlerweile losgetretenen e-Hype. Glaube 2007. Merkwürdigerweise ging die Geschichte irgendwie sang- und klanglos unter.

      480 2012 und knapp 1.500 2007. Merkt jemand was?

      • Die 1500 km Reichweite war wohl nicht! Der soll um die 100 km gehabt haben.

      • Ja, ich merke schon was:

        Was haben 1500 Range-Extended-km mit 480 rein elektrischen km zu tun?

      • Das Zauberwort hier lautet „angeblich“. Der Mini QED war ein (unbezahlbares) Einzelstück, ein Demonstrator, bei dem klar war, dass es nie eine Serienversion geben wird. Zum Gas-RE habe ich übrigens keine Informationen gefunden.
        PML stellt Radnabenmotoren her. Mit dem Auto wollten sie nur demonstrieren, was möglich ist. Kein Autohersteller hatte vor 5 Jahren ernsthaft vor, ein solches Auto (in absehbarer Zeit) auf den Markt zu bringen. Auch jetzt gibt es noch keines dieser „Wunderwerke“, zumindest nicht als Serienfahrzeug. Brabus stellt meines Wissens eine elektifizierte E-Klasse auf Kundenwunsch her, die einen sehr ähnlichen Antrieb hat. Der Preis dürfte allerdings weit über 100.000€ liegen.
        http://www.hybrid-elektrofahrzeuge.de/elektroautos/brabus_electric_mercedes_smart.html

        Der Tesla dagegen ist ein tatsächlich kaufbares Serienfahrzeug. Die durchschnittliche Reichweite dürfte bei etwa 400km liegen, was aber ein recht passabler Wert ist.

      • Gerade gefunden: Brabus setzt die PML(Protean)-Radnabenmotoren ein.
        http://www.brabus.com/en/deliver.php?id=6907

      • Na ich antworte mir mal selbst: Natürlich sind knapp 500km rein elektrisch ne Wucht. Aber genau wie beim Verbrenner auch kommt Kraft von Kraftstoff. Für Batterien heißt daß mehr Akkus mit möglichst höherer Kapazität bei niedrigerem Volumen/Gewicht/Herstellungskosten.

        Die 100km-Variante beim QED halte ich aus rein logischer Sicht für Unfug so lang wir uns nicht im rein elektrischen Bereich bewegen: 20 Liter oder KG Gas haben allein genug Energie für weit mehr als 100km.

        Der vom derzeitigen PKW-Aufbau abweichende Gedanke war in meinen Augen schon sehr interessant. Super einfacher Aufbau durch Radnabenmotoren (was natürlich ein vollkommenes Umdenken und viele Konsequenzen nach sich ziehen muß).

        Und bzgl. rein elektrisch: Wie oben gesagt – 500km rein elektrisch ist toll. Grundlegend wichtiger als die Theorie ist aber die Praxis. Und könnte ich – theoretisch😉 – einem tollen, kleinen e-Auto mit zu knapper Reichweite die Heckklappe aufmachen, zwei kleine Kisten reinwuppen, ein Kabel in ne Dose stecken und zwei Schläuche nach draußen legen, um die Reichweite – und damit das Vertrauen – plötzlich um 300km zu steigern, dann wäre das in meinen Augen eine Wucht.

        Das der QED das Machbare darstellen sollte, ist klar. Masse macht machbarer. Leider scheitert es GENAU und zwar GANZ GENAU hier am Willen der Industrie. Warum? Überlebenswille. Aus ihrer Perspektive vollständig nachvollziehbar.

        Gebe ich eine hochkomplizierte Kiste, die nur ich herstellen kann, auf zugunsten einer super-simplen Kiste, dann kann das plötzlich jeder nachmachen und ich verschwinde in der Versenkung.

        Da liegt die Crux. Mögen beide Welten besser werden.

  3. Hallo,

    mir ist aufgefallen,dass die Heckklappe tief sitzt. Das Spaltmaß sieht nicht so aus,als wäre es so gewollt. Das kann man gut an dem Versatz der Linie der Rückleuchten.
    Soll das so sein?

    Thomas

  4. Der Tesla S ist ein sehr beeindruckendes Fahrzeug. Hoffentlich sieht man den auch mal in Deutschland.

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