Brennstoffzelle auf Tour


In Hamburg fiel am 13. September der Startschuss zur „Hydrogen Road Tour“: Honda, Hyundai, Mercedes und Toyota schicken sieben Brennstoffzellenautos einen Monat lang in neun europäische Städte, um der Öffentlichkeit diese Antriebstechnologie schmackhaft zu machen.

Stationen der European Hydrogen Road Tour 2012

Wasserstoffautos sind längst keine Zukunftsmusik mehr, sondern könnten bald die jetzigen Verbrennungsmotoren ablösen. Die ersten Serienmodelle werden für 2014 erwartet.

Dr. Christian Mohrdieck, Leiter Brennstoffzellen- und Batterieantriebsentwicklung der Daimler AG, macht die Wichtigkeit dieser Technologie deutlich: „Auf unserem Weg zur emissionsfreien Mobilität spielen Elektrofahrzeuge mit Brennstoffzelle – mit ihrer großen Reichweite bei gleichzeitig kurzen Betankungszeiten – eine zentrale Rolle für die Zukunft. Allerdings hängt der Erfolg dieser Technologie entscheidend von bestimmten Rahmenbedingungen ab, wie der Verfügbarkeit einer flächendeckenden Wasserstoffinfrastruktur.“

Nissan stellt die Brennstoffzellen-Studie "Terra" auf dem Pariser Autosalon vor

Nissan stellt die Brennstoffzellen-Studie „Terra“ auf dem Pariser Autosalon vor.

Während der Europa-Tour mit Stationen in Hamburg, Bozen, Paris, Cardiff, Bristol, Swindon, London und Kopenhagen sind spezielle Events geplant, bei denen Interessierte sich über die Vorzüge der Brennstoffzellen-Technologie informieren können. Außerdem haben Besucher in einigen Städten die einmalige Gelegenheit, ein solches Auto Probe zu fahren. Zur Verfügung stehen die Mercedes B-Klasse F-Cell, der Honda FCX Clarity, der Hyundai ix35 FCEV und der Toyota FCHV-adv.

Die European Hydrogen Road Tour ist als erstes Wasserstoff-Projekt überhaupt Teil der Kampagne „H2movesScandinavia“ und wird vom „European Fuel Cells and Joint Undertaking Programme“ gefördert. Initiator ist unter anderem die Europäische Kommission.

Nicht nur die bei der Tour vertretenen Autohersteller setzen auf die Brennstoffzelle, die aus Wasserstoff Strom für Elektromotoren erzeugt. Auch Nissan wird auf dem Pariser Autosalon, der vom 29. September bis zum 14. Oktober 2012 in der französischen Hauptstadt stattfindet, ein Konzeptfahrzeug mit Brennstoffzellenantrieb vorstellen. Der kleine SUV mit dem Namen „Terra“ hat keine Anzeigen im Armaturenbrett, sondern hält dort eine Dockingstation für Tablet-PCs bereit: So bringt der Fahrer seinen Tacho quasi selbst mit.

11 Antworten zu “Brennstoffzelle auf Tour

  1. Wasserstoffzellen find ich persönlich ein wenig gefährlich wenn man damit einen Unfall hat oder ähnliches, aber das werden die schlauen Köpfe die diese Autos entwickeln ja wohl hoffentlich bedenken….

  2. Zitat: „Allerdings hängt der Erfolg dieser Technologie entscheidend von bestimmten Rahmenbedingungen ab, wie der Verfügbarkeit einer flächendeckenden Wasserstoffinfrastruktur.“

    Ich finde viel mehr wird es davon abhängen, wie (schnell) sich beim Akku
    – der Preis und
    – die Energiedichte
    entwickeln werden, und wie die (Schnelllade-)Infrastruktur entwickelt wird, für die Stromer. Eventuell noch die „Zusatztechnologien“, wie z.B. Wechsel(-Teil-)Akku (bei manchen Anwendungen), Laden während der Fahrt usw.

    Bei einem funktionierendem E-Auto (ohne uneffektiven H2-Reichweitenverlängerer) braucht man kein Wasserstoffauto… weder der Nutzer, noch die Umwelt.

    • Bei einem Stromer ist ein „Reichweitenverlängerer“ wie eine Orentierungsmarke, welche wir beim Segeln an den Bug unseres eigenen Schiffes genagelt haben.

      • Das habe ich gesehen, auf Ihrer Webseite z.B. Auf der z.B. gar nicht auf die wahren Nachteile eingegangen wird, wie z.B. der bescheidene Wirkungsgrad, falls man H2 als Speichermedium ansieht.
        Die Effizienz ist aber das A und O bei einem Speicher.

      • Sie müssen meine Homepage auch richtig durchlesen.

        — zum Beispiel den Abschnitt: Pro + Kontra Wasserstoff—

  3. Sehr geehrte Damen und Herren,

    Wasserstoff ist -ein- Energieträger der Zukunft.
    Wasserstoff ist nicht -der- Energieträger der Zukunft.

    Dieser kleine Unterschied zeigt uns deutlich, das das Auto der Zukunft ein Elektroauto sein wird.

    Alle die an der Zukunft des Elektroautos interressiert sind, sollten ihre Mitmenschen dahingehend sensibilisieren, dass diese Elektroautos nur mit nachaltigen und regenerativen, elektrischen Strom gespeist werden sollten.

    Dabei ist es völlig irrelevant, ob dieser Strom aus einer Lithium-Ionen-Batterie oder aus einer Brennstoffzelle kommt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr Theo Pötter

    • Es geht allerdings auch um die Energieeffizienz. Deswegen kann ich keineswegs mit Ihrem letzten Satz einverstanden sein.

      War gerade in den Medien, passt gut dazu:
      http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/enquete-kommission-abgeordnete-warnen-vor-gruener-wachstumsfalle-a-856982.html

      • Wo komm denn der Strom für Ihren Stromer her? Sie sagen aus der Steckdose? Völlig richtig !!! Der Kandidat hat 100 Punkte. Die Energieeffizienz Ihrer Steckdose ist einfach Super.

        Deswegen kann ich mit Ihrem Satz nicht einverstanden sein!
        Da hift auch kein Verweis an die Medien.

        Nur eins am Rande.
        Haben Sie schon einmal etwas von der Speicherung von Überstromkapazitäten in den Offshore Windparks gehört?
        Mit Wasserstoff kann man diese Kapazitäten effizient speichern.
        Oder anders ausgedrückt: Mit Wasserstoff kann man elektrische Energie orts- und zeitunabhängig nutzen.

        — auch in einem ELEKTROAUTO—

      • Das ist aber eine weitere Frage, Sie weichen ab, typisch…
        Wäre es schlauer, X mal von der PV-Anlage oder Windanlage zu bekommen, oder erstmal 3X PV- oder Windanlagen zu installieren plus eine neue ganz ganz teuere Infrastruktur, damit man am Schluß nur X mal nutzbare Energie bekommt??? Wie kommt man schneller ans Ziel???

        Und ja, die Windanlagen, genauso wie die PV-Anlagen, die liefern STROM, genau, sowas aber auch…

        Speicherung. Das ist schon wieder ein weiteres Thema. Aber genau bei diesem Thema könnte H2 eine Nische darstellen, aber erst, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, und natürlich nur im stationären Bereich. Und auch nur dann, wenn die anderen, besseren und effektiveren Möglichkeiten bis zu dem Zeitpunkt nicht genug entwickelt werden.

      • Aus elektrischen Strom Wasserstoff und aus diesem Wasserstoff wieder Strom machen will kein Ingenieur und kein Wissenschaftler dieser Erde.

        Aber dabei gibt es Ausnahmen.

        zum Beispiel:

        1. Elektrischer Strom als Überkapazitäten beim Wind- und Solarstrom
        2. Elektrischer Strom aus Solarkraftwerken aus dem Sonnengürtel unserer Erde

        Weiterhin kann der Wasserstoff nicht nur elektrolytisch sondern
        zum Beispiel auch thermochemisch erzeugt werden.
        Solarer-Wasserstoff ist in diesem Zusammenhang zu nennen.

        Da die Sonne als Primärenergieträger kostenlos und nach menschlichem
        Ermessen unbegrenzt zur Verfügung steht ist es nicht möglich bei der Umwandlung dieses Primärenergieträgers in den Sekundärenergieträger Wasserstoff die „Energieeffizienz“ zu definieren.

  4. … arrhgghhh … jetzt geht das wieder los …
    Alle paar Jahre (vermutlich wenn die Foerdergelder fast verbraucht sind) schieben die Maerchenonkel ihre „bald in Serie gehenden“ Prototypen auf die Strasse und starten wieder eine PR-Aktion … dann wird es wieder ruhiger😉

    Die Energieverschwendung bei der Wasserstofferzeugung wurde ja hie schon zur Genuege diskutiert ….

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s