Spektakuläre Routen fordern Konzentration


Wer liegt vorn? Zeitnahme bei der ADAC eRallye.

Wer liegt vorn? Zeitnahme bei der ADAC eRallye.

Auf einer Gleichmäßigkeitsprüfung zurück bis Bozen müssen die Teams Konstanz beweisen. Für die engen Serpentinen und scharfen Kurven der Sellarunde ist eine  Durchschnittsgeschwindigkeit von 35 Kilometer pro Stunde vorgeschrieben. Wir sind gespannt, wie sich die jungen Tagessieger von gestern diesmal schlagen werden. Die Sonntagsstrecke, von der Rallye-Leitung „Die Sagenhafte“ getauft, haben unsere ADAC Mitglieder bravourös gemeistert.

Eine kurze Bergetappe über 68 Kilometer war die erste Reifeprüfung der ADAC eRallye. Es waren keine Unfälle oder Komplikationen zu verzeichnen – und: Keiner der Teilnehmer hat sich verfahren, alles lief nach Plan. Zurück am Ausgangspunkt, dem Waltherplatz in Bozen, war die Euphorie daher groß.

Ein Nissan Leaf vor eindrucksvoller Kulisse. Südtirols Berglandschaft bietet den perfekten Rahmen für die ADAC eRallye.

Ein Nissan Leaf vor eindrucksvoller Kulisse. Südtirols Berglandschaft bietet den perfekten Rahmen für die ADAC eRallye.

Fast bis auf 2000 Meter über dem Meeresspiegel waren die eRallye-Teilnehmer gefahren, vorbei an der Berggruppe des „Rosengarten“, und wieder nach Bozen zurück. Am Karersee, einem der höchsten Punkte der Route, hielten unsere Mitglieder kurz an, um gemeinsam den Ausblick zu genießen. Viele von ihnen sind zum ersten Mal in Südtirol und begeistert von der Landschaft.

Die beiden ADAC Mitglieder Augusto Moreira und Carlos Mendes Candido kommen aus Wolfsburg und Köln.

„Es ist faszinierend, alles ist toll organisiert – und die Autos funktionieren“, sagt Augusto Moreira, Kfz-Mechaniker aus Wolfsburg. Sein Team-Kollege Carlos Mendes Candido aus Köln sieht das genauso: „Ich bin zum zweiten Mal in Südtirol. Die Berge rund um die Strecke sind so schön. Da vergesse ich zwischendurch, mich auf die Rallye zu konzentrieren“, sagt er.

Sonntagabend, kurz vor dem Essen im Bozener Museum der modernen Kunst, wurden die Tagessieger gekürt. Die eRallye-Teilnehmer beantworteten die meisten Quiz-Fragen vom Sonntag richtig. Eine Schätz-Frage beim Südtirol-Quiz war entscheidend für den Tagessieg: Wie viel Prozent italienische Muttersprachler waren in Bozen 2011 gemeldet? Nur wenige näherten sich dem richtigen Wert von etwa 80 Prozent. Das Team Katharina Wenzel und Rainer Garbe lag richtig. Die beiden haben das erste Tagesquiz gewonnen.

Die Jüngsten gewinnen die erste Tagesetappe

Die beiden 18-Jährigen Dominik Bauer und Clemes Rätze waren überrascht von ihrem Tagessieg.

Die beiden 18-Jährigen Dominik Bauer und Clemens Rätze waren überrascht von ihrem Tagessieg.

Die vorgegebene Durchschnittsgeschwindigkeit der ersten Etappe war 40 Kilometer pro Stunde. Die beiden 18-jährigen Abiturienten Dominik Bauer und Clemens Rätze erreichten als einzige fast exakt die Vorgabe mit 40,2 Kilometern pro Stunde in einem Nissan Leaf. Damit sind die Jüngsten die ersten Tagessieger. „Wir hatten einfach Glück, das war auch für uns überraschend. Wir hatten uns eine niedrigere Durchschnittsgeschwindigkeit ausgerechnet“, erklärte  Clemens Rätze bei der Siegerehrung.

7 Antworten zu “Spektakuläre Routen fordern Konzentration

  1. @PeterG: Ok. Dann ist das E-Auto zur Zeit nichts für Dich. Aber für die Menschen, die am Tag zu 95 % nicht mehr als – sagen wir mal 100 km – fahren, für die ist es eine Alternative. Deshalb habe ich einen🙂

    • Tja. Und weil es für soviele Menschen eine Alternative ist, gibt es auch soviele E-Autos in Privathand. Nach den letzten mir bekannten Zahlen knapp über 100 Stück; das spricht für sich, wie brauchbar die momentane Technik außerhalb von Nischenanwendungen ist, nämlich gar nicht.

  2. Ist ja eine hübsche Sache und die Leistung der Fahrzeuge und Teilnehmer ist bezogen auf E-Autos ja auch nicht schlecht. Aber als absolute Betrachtung: Mal ehrlich, 68 km!? Das ist doch lächerlich und zeigt nur, wie weit E-Autos von praxisnaher Alltagstauglichkeit entfernt sind.

    • @PeterG: 68km erscheint erst einmal nicht viel, da gebe ich dir recht. ABER. es steht nirgends im Text geschrieben, dass die E-Autos mit einer Akkuladung nicht auch noch deutlich weiter hätten fahren können.
      Außerdem muss berücksichtigt werden, dass eine Bergauffahrt deutlich mehr aus dem Akku zieht. Auf der anderen Seite ist die Rekuperation bei der Bergabfahrt ist allerdings auch nicht zu verachten.
      Fazit: E-Autos sind schon heute alltagstauglich, man darf nur nicht den Fehler machen und bei der Reichweite direkt mit einem Verbrenner vergleichen.
      Mal ehrlich Sie fahren sicherlich täglich keine 300km und mehr.
      Drei Fragen, die Sie gerne für sich beantworten dürfen:
      – Wie weit ist Ihr Arbeitsweg? (einfache Strecke & Hin-/Rückweg)
      – Wie oft im Jahr fahren Sie wirklich Strecken über 150-200km am Stück, ohne Pausen/Parken?
      – Haben Sie zu Hause eine Garage oder festen Stellplatz, der mit einer Steckdose versehen werden kann?

      Gruß Chris

      • @Chris
        Ob noch Reichweite da war oder nicht, offenbar war 68 km die Anforderung und die ist eben praxisbezogen lächerlich gering. Ich bin Touren mit Sellaronde schon oft gefahren und sowas ist als Entfernung eben lächerlich.
        Insgesamt dokumentiert das nur einmal mehr den Nischencharakter, solange nicht deutliche Verbesserungen bei Reichweite und/oder Nachlademöglichkeit bestehen.
        Natürlich könnte ich den reinen Arbeitsweg durchaus mit aktuellen E-Autos schaffen (zumindest, wenn nicht zusätzlich zum reinen Antrieb Verbraucher wie Licht,Heizung o. ä. benötigt werden, die eigentlich blanke Selbstverständlichkeiten darstellen), dann darf ich aber keine weiteren notwendigen Fahrten mehr machen. Strecken über den angegebenen Reichweiten (die in der Praxis regelmäßig nicht realisierbar sind, wie bisherige Tests gezeigt haben), fahre ich wöchentlich und bei Strecken von 200 km o. ä. bedarf es nun wirklich keiner Pause, mal abgesehen davon, dass Nachtanken ca. 2 Minuten braucht, Nachladen hingegen eher Stunden, Akkuwechsel gegen volle Akkus bisher nicht vorgesehen oder machbar sind. Und da nützt auch keine Steckdose zuhause, wo in der Tat ohne Probleme über Nacht geladen werden könnte, wenn auch mit vollem Akku der Tag nicht überstanden werden kann. Wer nur ein paar km am Tag zur Arbeitsstelle o. ä. fahren muss, braucht gar kein Auto; das kann man viel biliger auch mit Fahrrad oder ÖPNV zurücklegen; allenfalls ist das eine – teure – Nische für ein E-Auto.

    • Das zeigt, dass auf absehbare Zeit nur Elektroautos mit Rangeextender Sinn machen werden.

    • Das war ja nur zur Eingewöhnung.😉

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