Die Königsetappe Sellaronda auf der ADAC eRallye


Auf der Sellaronda fand die schwierigste Etappe der ADAC eRallye statt

Auf der Sellaronda fand die schwierigste Etappe der ADAC eRallye statt.

Am zweiten Tag der ADAC eRallye stand die Sellaronda mit 147,5 Kilometern auf dem Plan. Den Namen „Königsetappe“ trug die Strecke zu Recht: Fast 4400 Höhenmeter mussten die Teams und ihre Autos überwinden – und das bei äußerst wechselhaften Bedingungen.

Auf der Sellaronda taten sich die Teilnehmer der ADAC eRallye schwer. Über vier Pässe führte die Route auf fast 2300 Meter über dem Meeresspiegel, dazu immer wieder enge Serpentinen und unzählige scharfe Kurven. Durch die Streckenführung im Gebirge fiel es den Fahrern nicht leicht, die vorgegebene Durchschnittsgeschwindigkeit von 35 Kilometern pro Stunde zu halten. Als die Teams das Grödner Joch erreichten, den ersten Pass auf der Sellaronda, setzte Regen ein. Am frühen Nachmittag stand der zweite Pass im Roadbook: der 1700 Meter hohe Campolongo wurde problemlos überquert.

Einsatz unter verschärften Bedingungen: Nissan Leaf auf der Sellaronda.

Einsatz unter verschärften Bedingungen: Nissan Leaf auf der Sellaronda.

Die Menschen in dieser Gegend sprechen nicht mehr italienisch, sondern Ladin, eine Sprache, die etwa vier Prozent der Südtiroler beherrschen. Sie hat sich bis heute erhalten, weil die Täler um die Berggipfel schon immer schwer zugänglich waren. Die steilen Serpentinen der Sellaronda sind der spektakuläre Beweis dafür. Der höchste Punkt der Strecke war die Passhöhe des Passo Pordoi, mit 2240 Metern der dritte Gipfel der Etappe.

Zeitnahme: Gruppenfoto der Rallye-Teilnehmer am Sellajoch.

An der vierten und letzten Passhöhe am Sellajoch endete die Geschwindigkeits-Wertung. Unsere Rallyepiloten stellten kurz ihre Fahrzeuge ab, um sich vor dem spektakulären Bergpanorama für ein Gruppenfoto in Position zu bringen.

Die Siegerehrung am Abend erlebten die Teilnehmer wieder in einer außergewöhnlichen Location. Im Felsenkeller von Laimburg, einer Weinhöhle südlich von Bozen, die in den Felsen hineingesprengt wurde, wurden die Tagessieger gekürt. Sowohl in der Gesamt-, als auch in der Tageswertung gab es einen Wechsel. Unsere jungen Gewinnner von gestern fielen ein wenig zurück auf den vierten Platz. Erstaunlich war, dass sich fast alle eRallye-Fahrer trotz der schwierigen Verhältnisse der vorgegebenen Durchschnittsgeschwindigkeit von 35 Kilometern pro Stunde nähern konnten. Das beste Fahrerpaar kam diesem Wert mit 34,96 Kilometern pro Stunde am nächsten.

Etappensieger: Verena Brauchle (M.) und Thomas Pulter nahmen von ADAC Verlagsleiter Carsten Hübner (l.) ihre Preise in Empfang.

Etappensieger: Verena Brauchle (M.) und Thomas Pulter nahmen von ADAC Verlagsleiter Carsten Hübner (l.) ihre Preise in Empfang.

Die Gewinner der „Königsetappe“ übernahmen auch die Gesamtführung. Auf Platz eins liegen also nun Verena Brauchle und Thomas Pulter mit 680 Punkten. Sie fuhren über die Sellaronda im Nissan Leaf zu dieser Bestleistung. „Die Strecke war kompliziert, es war nicht einfach die Geschwindigkeitsvorgabe zu halten. Dazu viel Verkehr auf der Strecke, Nebel und Regen. Wir hatten auch viel Glück, “ sagte Verena Brauchle.

Unsere Tagessieger vom Sonntag fielen mit 560 Punkten auf Rang vier zurück. Doch für alle 38 Teilnehmer ist noch alles drin. Die Plätze eins und 19 trennen zwar derzeit 530 Punkte. Doch für einen Tagessieg in der Kategorie Durchschnittsgeschwindigkeit gibt es täglich 400 Punkte. Wer dann noch gut quizzt und mit Wissen über Südtirol glänzt, hat noch alle Chancen. Drei Etappen liegen noch vor den Teams. Die Strecke am heutigen Dienstag ist deutlich flacher und einfacher als die Sellaronda. Es geht auf die Weinstraße. Sie ist 93,3 Kilometer lang. Die vorgegebene Durchschnittsgeschwindigkeit: 45 Kilometer pro Stunde.

Eine Antwort zu “Die Königsetappe Sellaronda auf der ADAC eRallye

  1. Heut beginnt der 4. Tag…wo bleiben denn die Aktualisierungen? Warte ganz gespannt….

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