Unsere „Rennfahrzeuge“: die Autos der ADAC eRallye


Vier Fahrzeugmodelle von vier verschiedenen Herstellern nehmen bei unserer ADAC eRallye Südtirol teil. Alle Fahrzeuge rekuperieren. Das heißt: Rollt das Fahrzeug bergab oder man bremst, wird diese freiwerdende Energie dem Elektromotor zugeführt. Alle funktionieren mit Elektroantrieb (Batterie plus Elektromotor), haben aber Unterschiede in ihren Werten. Wir stellen Ihnen die vier Modelle der eRallye in aller Kürze vor. Alle Daten beziehen sich auf Herstellerangaben. Die Verkaufspreise gelten für Deutschland.

Die E-Autos der eRallye in alphabetischer Reihenfolge:

Der Nissan Leaf fährt mit reinem Elektroantrieb. Die Reichweite beträgt maximal 175 Kilometer. Der Elektromotor hat 80 kW. Der Leaf fährt maximal 145 Kilometer pro Stunde schnell. Leergewicht: etwa 1580 Kilogramm. Verkaufspreis: ab ca. 34.000 Euro.

Der Opel Ampera fällt ein wenig aus der Reihe der teilnehmenden eRallye-Fahrzeuge. Er fährt im Normalfall rein elektrisch,  schaltet jedoch zusätzlich einen 1,4-Liter-Benzinmotor zu, sobald die Batterieladung zur Neige geht. Die Reichweite beträgt rein elektrisch maximal 80 Kilometer, mit Unterstützung des Benzinmotors etwa 500 Kilometer. Der Elektromotor hat eine Leistung von 111 kW. Leergewicht: etwa 1700 Kilogramm. Verkaufspreis: ab ca. 42.000 Euro. (Anm. d. Red.: Ein direkter Kraftschluss des Benzinmotors mit den Antriebsrädern findet laut Hersteller nur statt, wenn die Batteriekapazität unter 20 % beträgt und das Fahrzeug dabei mehr als 120 km/h fährt.)

Der Peugeot iOn ist das zweite Auto der eRallye mit reinem Elektroantrieb. Seine maximale Reichweite liegt zwischen Nissan Leaf und Smart fortwo electricdrive bei 150 Kilometern. Der Elektromotor leistet 49 kW. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 130 Kilometer pro Stunde. Leergewicht: etwa 1100 Kilogramm. Verkaufspreis: ab ca. 29.000 Euro.

Der Smart fortwo electric drive fährt ebenfalls rein elektrisch und hat mit maximal 145 Kilometern etwas weniger Reichweite als der Nissan Leaf. Der Elektromotor hat 55 kW. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 125 Kilometer pro Stunde. Der Smart hat als einziger nur zwei Sitze. Er ist mit etwa 900 Kilogramm Leergewicht das leichteste Modell bei der ADAC eRallye. Verkaufspreis: ab ca. 19.000 Euro.

17 Antworten zu “Unsere „Rennfahrzeuge“: die Autos der ADAC eRallye

  1. Fakt ist: Der Ampera fährt so lange rein elektrisch, bis sein Akku leer ist, mit allen Geschwindigkeiten und Beschleunigungswerten von 0 bis 160 km/h.

  2. Es scheinen sich hier einige Ampera-Fahrer persönlich angegriffen zu fühlen. Es war nicht meine Absicht das Auto in irgendeiner Art schlechtzureden. Im Gegenteil, ich finde das Auto auch sehr gut. Ich bleibe aber trotzdem bei der Meinung, dass der Ampera (egal ob als E-Auto mit RE oder als Plugin-Hybrid) hier eine Sonderrolle spielt.

    Tatsache ist, der Ampera KANN (theoretisch) mit dem Verbennungsmotor die Räder antreiben. Ob er das dann auch tut und wie oft, das ist wieder eine andere Sache. Möglicherweise bei Vollgas auf der Autobahn bei niedrigem Batteriestand? Da ich bisher nur eine kurze Probefahrt absolviert habe, kann ich dazu nicht mehr sagen.

    Die Stelle im Interview ist übrigens die hier:
    ADAC: Erst hieß es, der Range Extender würde nur dazu dienen, die Akkus wieder aufzuladen. Einen Kraftschluss zwischen ihm und den Rädern – wie beim Hybridantrieb – gäbe es nicht. Der Kraftschluss existiert in bestimmten Situationen aber doch. Wieso haben Sie sich von dieser Konstruktion verabschiedet?
    Rita Forst: Die Wandlungsverluste sind geringer, die Effizienz ist besser. Und darum geht es.

    Die Frage ist aus meiner Sicht etwas verwirrend, die Antwort kann man aber nicht falsch interpretieren.

    • B.L. Der Kraftschluss erfolgt wenn der Akku leer ist – das ist der Knackpunkt den ich klarstellen will, der kommt nämlich nicht rüber und daher die Reaktion der Ampera Fahrer hier …

      Das du uns nicht angreifen wolltest ist vollkommen klar – und der Ampera ist nicht Kritikbefreit – vorallem ist er aber kein Hybrid und der Benziner läuft nunmal nur wenn der Akku leer ist – ob er dann mitantreibt oder nur Strom erzeugt ist doch wurscht ….

      Naja – ich denke der ADAC will das hier nicht mehr richtig stellen – schade ….

      • ADAC Motorwelt Blog-Team

        Sehr geehrter Christian,

        Doch, wir warten nur noch auf eine Antwort von Opel. Es wird daher noch ein wenig dauern. Vielen Dank für Ihre Geduld.
        Mit freundlichen Grüßen,
        Ihr ADAC Motorwelt Blog-Team

      • ADAC Motorwelt Blog-Team

        Laut Informationen des Herstellers findet der diskutierte Kraftschluss zwischen Verbrennungsmotor und angetriebenen Rädern beim Opel Ampera tatsächlich nur statt, wenn der Ladezustand der Batterie ihre vorgegebene Untergrenze erreicht hat und das Fahrzeug dabei schneller als 120 km/h fährt. Wir werden die Passage in unserem Beitrag dahingehend ändern.

        Mit freundlichen Grüßen,
        Ihr ADAC Motorwelt Blog-Team

    • Ich finde es schon erstaunlich dass man aus dieser Antwort konstruiert, dass bei einer starken Beschleunigung der Motor anspringt. Nichts davon wurde in diesem Text erwähnt. Der Kraftschluss kann nur zustande kommen wenn der Verbrenner läuft. Im EV-Modus läuft der aber nie! Kein Verbrenner -> keine Kraftschluss – logisch oder ?

  3. Hallo Redaktion, woher kommt den die Info dass der Benziner zuschaltet beistarker Beschleunigung, das ist kappes, bittd berichtigen. Ich fahre den Wagen täglich und auch im Sportmodus bleibt es beim Antrieb der BEIDEN emotoren über das Planetengetriebe …. der Benziner springt nur an wenn der Akku seine unterd Ladungsgrenze erreicht hat, und dann ist er ab einer gewissen Geschsindkgkdit Leistungsvdrzweigt.

    Kurz, die aktuelle Formulierung „bei starker Beschleunigung“ ist falsch.

    • ADAC Motorwelt Blog-Team

      Sehr geehrter Chris. Es gibt beim Ampera tatsächlich Betriebssituationen, in der über das Planetengetriebe der Kraftschluss zum Verbrennungsmotor hergestellt wird. Das hat Opels Entwicklungschefin Rita Forst im Interview mit uns auch eingeräumt.
      Mit freundlichen Grüßen,
      Ihr ADAC Motorwelt Blog-Team

      • Hallo Redaktion,

        ich kann in diesem Interview keine Stelle sehen die meine Aussage wiederlegt – aber es geht mir auch nur um eure Kongrete Aussage zur Beschleunigung die falsch ist.

        Der Wagen fährt im Standard Modi immer rein elektrisch, die einzige Ausnahme wäre bei Temperaturen unter -4C°, hier wird der Benziner zum Heizen zugeschaltet – hier will GM/Opel aber ein Firmware Update liefern um das Verhalten auf Benutzereinstellung abzustellen damit auch im Winter auf Kurzstrecke rein elektrisch gefahren werden kann.

        Nun Kongret zur gewählten Formulierung:
        „…rein elektrisch .. schaltet jedoch zusätzlich einen 1,4-Liter-Benzinmotor zu, sobald die Batterie zur Neige geht oder das Auto stark beschleunigt wird.“

        Das mit stark beschleunigt ist definitiv falsch, das Gegenteil ist der Fall:
        Wenn der Akku seine untere Grenze erreicht hat und der Rangeextender läuft führt ein KickDown bei hohen Geschwindigkeiten genau zum Gegenteil – es muss die Kopplung des „kleinen“ E-Motors und Benziners über die Planeten „getrennt“ werden und beide E-Motoren müssen zusammen wieder auf Antrieb geschalten werden, dieser Vorgang dauert gefühlt 1Sekunde – das ist der Grund warum der Wagen bei höheren Geschwindigkeiten dann eine Gedenksekunde braucht bevor er zieht – ein Kritikpunkt am Konzept mal so nebenbei.

        Bitte nehmt die Passage mit der starken Beschleunigung raus, schließlich seid ihr nicht irgendein Blog sondern der ADAC ….

        Danke für den ansonsten tollen Bericht🙂

        Christian

      • ADAC Motorwelt Blog-Team

        Lieber Christian, vielen Dank für Ihren Hinweis. Da die Antriebseinheit des Ampera mit seinen insgesamt drei Motoren und drei Kupplungen, sowie dem Planetengetriebe, eine komplexe Angelegenheit ist, lassen wir unsere Aussage von unseren Technikern noch einmal verifizieren. Sie erhalten in den kommenden Tagen auf jeden Fall eine Antwort dazu. Wie sich der Antrieb tatsächlich im Fahrbetrieb verhält, interessiert uns auch sehr.

        Beste Grüße,
        Ihr ADAC Motorwelt Blog-Team

      • Humbug. Im elektrischen Modus(!) wird auf den ersten 80 km (maximal) niemals der Benziner zugeschaltet.

      • Hallo Redaktion: Fahren wir das Auto täglich oder Sie? Nach 10.000 km mit dem Auto können wir sehr wohl beurteilen, wann der Verbrenner zugeschaltet wird und wann nicht. Da hat ein Interview nichts mehr zu sagen.

      • Es mag sein dass es solche Betriebssituationen gibt (z.B. niedriger Akkustand). Starke Beschleunigung gehört definitiv nicht dazu. Der Range-Extender schaltet sich niemals automatisch zu wegen einer starken Beschleunigung. Mir sind folgende Betriebssituationen bekannt wo dies vorkommen kann: 1. Batterie leer 2. Temperatur unter -4 Grad

        Ich fahre den Ampera bereits seit mehr als 6.000 Kilometer

  4. Ich kann dir versichern dass der Ampera im normal Modus der immer vorgewählt ist rein elektrisch fährt, bis zum vmax von 170kmh tacho. Lediglich WENN der Motor läuft wird über 112kmh Leistungsverzweigt, das hat u.a. Wirkungsgradgründe etc…. aber kurz:bis der akku leer ist ist auch der benzinmotor aus

  5. Ich sehe das genauso. Der Ampera spielt hier eine Sonderrolle. Beschränken wir uns auf die rein elektrischen Antriebe wundert es mich nicht, dass der Karabag 500E nicht dabei ist. Bei der Hamburger Hochbahn haben wir jetzt zwei davon und die Reichweite, nur im Stadtverkehr, ist mehr als mager. Es ist offensichtlich, dass der Karabag 500 E mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine Zukunft haben wird. Wir können auch den Smart ED bei uns vergleichen und da liegt der Smart ED für den täglichen Dauerbetrieb, zum Ablösen der Busfahrer auf Strecke, weit vorne.
    Übrigens: In Hamburg bevölkert der Twizzy von Renault immer mehr die Straßen. Es wirkt auf mich wie ein Kultfahrzeug im Stadtbld, weil viele Leute Mitte der zwanziger und dreißiger dieses Auto fahren. Preis, Leistung und wahlweise verschiedene technische Ausstattung sind wohl hier ausschlaggebend. Im Alltag wird sich dieser Fahrzeugtyp sicherlich in Städten durchsetzen.
    Bei einem Versuch mit meinem PKW kam ich auf dem Arbeitsweg von 6 km nicht über eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 – 45 Km/ h. Womit die Reichweite des Twizzy in der Stadt wohl deutlich höher liegen würde, als angedacht.
    Leider ist das installieren von Wallboxen in Tiefgaragen bei meinem Vermieter immer noch nicht gestattet. Unsere Senatorin hat mir bis heute nicht geantwortet. Womit für mich klar ist, dass nicht der Kunde den Technologiefortschritt ausbremst, sondern die Politiker.

    • Ich vermute, die Fahrzeugwahl war sehr bewusst, denn die 4 Modelle stammen aus Großserien bekannter Hersteller. Der Karabag 500e ist ein nachträglicher Umbau (wie auch Stromos oder CitySax) und wird nur in homöopatischen Dosen verkauft.
      Was mich dabei etwas verwundert, ist dass nicht der Renault Fluence Z.E. (oder der Kangoo) statt des Ampera gewählt wurde. Der wäre auch rein elektrisch und hat eine identische Akkukapazität bzw. Reichweite wie der Leaf.

  6. Schade dass sich das Gerücht so hartnäckig hält, dass der Ampera nur elektrisch fährt. Opel selbst informiert auf seinen Seiten auch nicht über die wahren Antriebseigenschaften. Nur bei echten Technik-Geeks erweckt das Wort „Planetengetriebe“ misstrauen. Wikipedia ist da schon etwas deutlicher.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Opel_Ampera#Betriebsmodi

    Technisch gesehen ist der Ampera ein Plugin-Hybrid. Somit fährt er hier eigentlich außer Konkurrenz.

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