BMW setzt auf Elektromobilität, Audi zweifelt an R8 e-tron


Der Audi R8 e-tron (oben), wohl ein Sport-Nischenprodukt, und der BMW i3, das E-Auto für die Masse. Einer davon könnte vor dem Aus stehen.

Gute und schlechte Nachrichten für die Elektromobilität: Der Münchner Autohersteller BMW möchte die Entwicklung elektrischer Modelle unbedingt vorantreiben. Audi hingegen hinterfragt sein Nischenprodukt R8 e-tron.

BMW-Chef Norbert Reithofer widersprach in der Wochenzeitung DIE ZEIT den Forderungen von Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche, der jüngst eine Debatte um die staatliche Bezuschussung beim Kauf von E-Autos angestoßen hatte, um künftig Kaufanreize zu setzen. Ginge es nach Reithofer, bräuchten E-Autos keine staatlichen Zuschüsse beim Kaufpreis. BMW werde die Entwicklung von E-Autos unabhängig von staatlichen Zuschüssen vorantreiben. Sein Gegenvorschlag zur Förderung der Elektromobilität in Deutschland: eine Senkung der Firmenfahrzeugsteuer.

Beim BMW E-Auto-Vorzeigeprojekt i3 ist der endgültige Kaufpreis zwar nicht bekannt. Reithofer aber sprach von einem realistischen Wert um 40.000 Euro, findet das für ein Ultra-Leichtbau-Auto gerechtfertigt und „nicht utopisch.“

Prestigeprojekt Audi R8 e-tron vor dem Aus?

Seit etwa drei Jahren warten einige kaufkräftige Anhänger der sportlichen Elektromobilität auf den R8 e-tron, dessen Markteinführung nur eine Frage der Zeit zu sein schien. Nun ist es fraglich, ob das Fahrzeug jemals zu kaufen sein wird. Grund für die Spekulationen ist laut Medienberichten eine Aussage des neuen Vorstandsmitglieds Wolfgang Dürheimer, der seit 1. September für die technische Entwicklung verantwortlich ist. Demnach werde der R8 e-tron nicht jetzt und nicht Anfang 2013 auf den Markt kommen.

Scheinbar soll das ganze Projekt neu überdacht werden. Grund könnten die hohen Batteriekosten sein. Die Batteriebranche entwickelt sich derweil nicht weiter. Billigere und leistungsfähigere Energiespender lassen auf sich warten. Die Aussagen Dürheimers veranlassen zu Spekulationen, ob der R8 etwa jemals als reines Elektro-Auto zu kaufen sein wird – oder vielleicht sogar einen Range-Extender bekommt?

8 Antworten zu “BMW setzt auf Elektromobilität, Audi zweifelt an R8 e-tron

  1. Nettes Projekt, vie Erfolg weiterhin.

  2. Auch wenn es halb OT ist, sehr sehenswert!

    Wenn das Model S in der günstigen Version nach Europa kommt, könnte das durchaus ein Verkaufsschlager werden. Hoffen wir, dass Tesla die Produktion schnell hochfährt!
    Und wenn dann noch das Model X nach Deutsch(SUV)land kommt, können sich Q5 und X3 warm anziehen…

  3. Da denke ich wie meine Vorredner.
    Hier mal die Info von Volkswagen:

    Stimmrechtsverteilung (Stand 31.12.2011)

    50,73% Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart
    2,37% Porsche GmbH, Salzburg
    20,00% Land Niedersachsen, Hannover
    17,00% Katar Holding
    9,90% Weitere

    Tja, wenn einer von uns hier Öl fördern würde und wir genug im „Garten“ hätten, würden wir Energieformen fördern die aus der Steckdose vieles möglich machen können😉 – die Frage darf sich gerne jeder selbst beantworten.

    Klar ist doch, dass sich nicht viel ändern wird.
    Google neues Smartphone lässt sich nun per Induktion laden, warum sind die Autobauer noch nicht soweit?
    BYD hat noch einiges an Qualitätsproblemen, die brauchen noch etwas Zeit bis die Beteiligungen mit den deutschen Autohersteller in China Früchte tragen werden, gehen aber einen interessanten Weg (denke 5-10Jahre dann haben die es geschafft)…

    Es ist traurig, unser tolles Land, reich an Erfindergeist an wunderbaren Gedanken und Meisterleistung in jedem Beruf zur Perfektion zu kommen, lässt diese tolle Idee an sauberen, ruhigeren Städte beinahe brach liegen.

    • Ein kleiner Denkfehler: Wenn die deutschen Autobauer aus besagten Gründen auf der Bremse stehen, warum soll dann die Beteiligung der deutschen Autobauer in China Früchte tragen ? Wenn die hier bei uns bremsen, dann tun sie das auch in China!

  4. Suuuper Idee: „eine Senkung der Firmenfahrzeugsteuer“…
    Na klar, beim Strom sind die ja schon befreit (wenn sie halt genug verbraten…), warum nicht gleich eine komplette Steuerbefreiung? Sollen doch auch die, die arbeiten, gleich alles bezahlen.

    Ironie aus.

    Und wie sehr „BMW die Entwicklung von E-Autos unabhängig von staatlichen Zuschüssen vorantreibt“ sehen wir ja wohl alle…
    Wenn´s nicht so traurig wäre, hätt ich jetzt einen Lachkrampf.

  5. Am Preis liegt es sicher nicht. Woran dann ? Technische Probleme ? Politik ? Neuer Großaktionär aus Ölianien ?
    Ich bin enttäuscht und ratlos.

  6. Ich bezweifel mal stark, dass es bei Audi um den Preis geht. Der R8 liegt ja von Haus aus schon im 6-stelligen Euro-Bereich. Wer sich so einen leisten will/kann, den dürfte es kaum interessieren, ob jetzt 120.000€ oder 150.000€ auf der Rechnung steht. Und dass die Elektroversion mehr Fahrspass bietet, dürfte jedem klar sein. Der wahre Grund wird nicht ausgesprochen, was viel Raum für Spekulationen bietet.

    Aber prinzipiell sind beide Aussagen sowieso nur Worthülsen. Weder Audi noch BMW haben bisher ein Auto am Markt, das sich an einer Steckdose aufladen ließe. Daran wird sich auch nächstes Jahr sehr wahrscheinlich nichts ändern.

    Solange der Sprit für einen dicken Geldbeutel bezahlbar bleibt (<5€ / l), werden die Premiumhersteller mit ihren Explosionsmotoren Geld verdienen können. Wozu also Elektroantriebe anbieten, wo man doch die EU gerade beackert hat, dass die Grenzwerte für den Schadstoffausstoss nicht so schnell sinken wie ursprünglich geplant…

  7. Audi, rückschrit durch nicht vorhanene Technik… die sollten sich mal ein beispiel an Opel & demnächst BMW nehmen

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