Investitionen in E-Mobilität stagnieren


Auf unbestimmte Zeit nicht erhältlich: Der Audi R8 e-tron und eine elektrisch angetriebene Version des Opel Adam.

Lange war es ein Gerücht, nun ist es bestätigt. Der Audi R8 e-tron, geplant als teures Nischenprodukt, wird vorerst nicht gebaut. Gleichzeitig überrascht eine weitere schlechte Nachricht für die Zukunft der  Massen-Elektromobilität: Die Entwicklung des elektrisch angetriebenen Opel Adam wird vorerst gestoppt.

Seit mehreren Wochen ging das Gerücht um, der Audi R8 e-tron werde nicht gebaut. Anlass dazu gab auch die lange Entwicklungszeit des Prestigeprojekts von über drei Jahren. Nun ist der Entwicklungsstopp bestätigt. Aufgrund der hohen Entwicklungskosten stoppt Audi vorerst den Elektro-Rennwagen für die Straße. Das erklärte Christian Bangemann, Sprecher des Unternehmens.

Noch vor wenigen Monaten fuhr Markus Winkelhock mit einem Prototypen des R8 e-tron Weltrekord auf der Nordschleife des Nürburgrings.

Bereits gegen Ende dieses Jahres hätte es eine erste Kleinserie des R8 e-tron geben sollen. Nun will Audi im ersten Quartal 2013 die Details prüfen und über das weitere Vorgehen entscheiden. Hauptproblem sollen die zu teuren Lithium-Ionen-Batterien von Sanyo sein.

Opel Adam: Potenzielles Massen-Elektroauto vorerst auf Eis

Rein äußerlich scheint der Opel Adam als Elektroauto ideal geeignet zu sein. Er ist klein, wendig und leicht, könnte gute Chancen haben, mit einer vernünftigen elektrischen Reichweite ein Produkt für die Masse zu werden, das man sich alternativ zu einem herkömmlich angetriebenen Fahrzeug leisten kann und möchte. Aber nun wird die bereits angekündigte Entwicklung des elektrisch angetriebenen Opel Adam vorerst gestoppt.

Als Grund nennt Opel-Chefingenieur Dieter Metz die hohen Entwicklungskosten. Der Verkaufspreis, der nötig wäre, um einen elektrischen Opel Adam rentabel herzustellen, sei derzeit den Kunden nicht zumutbar.

Der herkömmlich angetriebene Opel Adam mit Benzinmotor ist in Deutschland voraussichtlich ab Januar 2013 erhältlich. Etwa 11.500 Euro wird er in der Grundausstattung kosten.

11 Antworten zu “Investitionen in E-Mobilität stagnieren

  1. @Opel:
    WAS ist EUER GRUND dafür:
    „Die Entwicklung des elektrisch angetriebenen Opel Adam wird vorerst gestoppt“.
    ???

    Der einzige Grund, den ich derzeit dafür sehen kann, ist vollkommen unfähige Geschäftspolitik!
    So nach dem Motto: die „Kunden“ in D kaufen sich schon kein eFahrzeug, wenn es nicht in D hergestellt wird.
    Dabei wird aber vor allem auch vergessen, dass auch die Verbrenner nicht mehr in D hergestellt werden.

    Das geht nach hinten los!
    Ihr werdet nicht alle eFahrzeuge sabotieren können!!!
    Und Mutti kann Euch auch nicht unbegrenzt unterstützen…

  2. Passend dazu:

    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/0,2828,866536,00.html

    „Der Kurs ist auch volkswirtschaftlich potenziell brisant. Denn der Vorsprung, den sich die USA, Frankreich und auch Japan inzwischen erarbeitet haben, macht sich nicht nur bei den Absatzzahlen bemerkbar: Während in den Vereinigten Staaten bereits sechs Elektroautos als Serienmodelle vom Band laufen, ist es in Deutschland kein einziges; Daimlers E-Smart wird in Frankreich gefertigt. Der parteilose Stuttgarter Oberbürgermeister-Kandidat Sebastian Turner nannte die Autoindustrie der Schwabenmetropole deshalb bereits wenig schmeichelhaft ein „Klumpenrisiko rund um den Verbrennungsmotor“.“

  3. Audi wird diese Entscheidung noch bereuen. Solche Klöpse sind sehr oft der Anfang vom Ende. Niemand sieht das heute so aber letztlich könnte es darauf hinauslaufen.

  4. Tja:
    „Alle Räder stehen still, wenn mein liebstes Lieschen wil…“
    Lieschen ÖlLobby hat gesprochen, hugh.

  5. Daß man bei einem 100.000+ Fahrzeug argumentiert, die Akkus würden zu teuer werden… heidewitzka.

    Daß die großen Konzerne, die jährlich Mrd. einfahren, auch jene sind, die für das Ausbremsen von Innovationen die höchsten Subventionen vom Steuerzahler einkassieren, ist eine Frechheit. Ob ich es noch erleben werde, daß dieses gesamte vorne Hui, hinten Pfui System mal irgendwann über seine eigenen Füße stolpert?

  6. Mit Stinkern kann man halt gutes Geld verdienen (trifft bei den Autos genauso wie bei DEM Stinker „Suchtdroge“ (Zigarette).
    Nichts neues, LEIDER. Age of stupid.

  7. Derzeit hat wohl eindeutig Tesla die Nase vorn, nicht Audi, von wegen „Vorsprung durch Technik“. Bei Audi müsste es eher heissen „Vorsprung durch versenkte Entwicklungsgelder des Staates“. Echt ein Trauerspiel. Die deutsche Automobilindustrie verschenkt sich die letzten Chanxen.

    Man müsste diese staatliche Unterstützung endlich mal an Bedingungen knüpfen wie eine garantierte Serienfertigung,.

  8. Dass Audi derzeit kein Interesse an E-Mobilen hat, ist ja noch verständlich. Aber dass Opel „das Feld“ VW komplett kampflos überlässt ist äußerst bedauerlich. Immerhin könnten sich dann E-Adam und E-up etwas Konkurrenz machen. Bei Opel hat man in den letzten Jahren unweigerlich das Gefühl, irgendjemand möchte den Hersteller demontieren. Ob hier GM wieder die Finger im Spiel hat?

  9. Naja, das Audi in Sachen Innovation und Technik inzwischen weit hinter Opel liegt (siehe Opel Ampera) ist ja nichts neues, schade das Opel wohl nach dem Ampera (im Gegensatz zu Audi) das Entwicklungsbudget ausgegangen ist… Der E-Adam wird aber wohl trotzdem noch kommen bevor Audi in diese Richtung noch mal irgendwann was unternehmen wird…

  10. Ein Trauerspiel. Schade. Spannend, dass ein Fahrzeug, dass kürzlich erst einen Rekord für ‚Serienfahrzeuge‘ auf dem Nürburgring aufgestellt hat, nicht in Serie gehen wird… ‚Vorsprung durch Technik‘ mal anders verstanden🙂

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