Warten auf Zoe


Der Renault Zoé erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h und hat eine Reichweite von 210 km.

In Deutschland müssen sich potenzielle Renault-Zoe-Käufer noch gedulden.

Das Warten hat kein Ende. Renault hat erneut die Presse-Präsentation des Elektrofahrzeugs Zoe für Deutschland verschoben. Ein neuer Termin existiert bereits – nun soll der Zoe Anfang März 2013 vorgestellt werden. In Frankreich überreichte Renault derweil einem Politiker den Schlüssel des ersten Zoe im öffentlichen Straßenverkehr.

Die gute Nachricht zuerst: Der erste Renault Zoe fährt auf Frankreichs Straßen. Besitzer des vollelektrischen Kleinwagens ist Industrieminister Arnaud Montebourg. Einige französische Prominente werden wohl bis Jahresende die nächsten Zoe-Modelle medienwirksam überreicht bekommen. Für die breite Masse soll das Auto in Frankreich im Lauf des ersten Quartals 2013 zu kaufen sein. Der Preis wird staatlich subventioniert, mit rund 7000 Euro pro Auto. Der Zoe wird so im Herstellerland etwa 13.700 Euro kosten.

Deutscher Markteinführungstermin ungewiss

Renault-Zoe_3_720x480In Deutschland müssen sich potenzielle Kunden wohl noch gedulden. Renault plante zwar im April 2013 die Markteinführung in Deutschland. Dass der Hersteller diesen Verkaufstermin einhält, ist durch die verschobene Präsentation auf März 2013 recht unwahrscheinlich. Aus Unternehmenskreisen hieß es ursprünglich, der Zoe solle in Deutschland bereits 2012 beim Renault-Händler zu kaufen sein.

Ein positives Zeichen: Renault setzte auf der firmeneigenen Homepage einen voraussichtlichen Preis für den Zoe in Deutschland fest. Demnach soll das Auto 20.600 Euro ohne Batterie und inklusive Mehrwertsteuer kosten, was genau dem Verkaufspreis in Frankreich ohne Subventionen entspricht. Zusätzlich werden Zoe-Kunden je nach Vertrag etwa 79 Euro Miete pro Monat für die Batterie bezahlen.

Vollgeladen in 30 Minuten

Renault-Zoe_4_720x480Eine Besonderheit des Zoe ist das Schnellladesystem „Chamäleon“. Damit kann der Stromspeicher des Wagens mit jeder Ladungsleistung bis 43 kW aufgeladen werden. Es ermöglicht die Standardladung mit 230-Volt-Haushaltsstrom in neun Stunden ebenso wie die Schnellladung mit 400 Volt in nur 30 Minuten. Der Kompaktwagen bezieht die Energie aus einer Lithium-Ionen-Batterie mit einer Leistung von 22 kWh.

Der Elektromotor des Zoe leistet 65 kW/88 PS, das maximale Drehmoment beträgt 220 Nm. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 135 km/h. Der Hersteller gibt eine Maximal-Reichweite von 210 Kilometern an. Die durchschnittliche realistische Maximal-Reichweite im Alltagsgebrauch liegt bei etwa 150 Kilometern.

6 Antworten zu “Warten auf Zoe

  1. Ende der E-Mobilität? Wenn das elektrische Fahrzeug ohne Akkus teurer als das herkömmliche Fahrzeug ist, dass ist das Grundkonzept faul. Nach meiner Einschätzung sollte de Elektromotor weit mehr belastet werden um ihn kleiner und billiger zu machen. Bei Autobahnfahrt im Hochsommer sollte es dann thermisch abregeln.

    • Jedes Fahrzeug bei diesen Stückzahlen mit exklusiven Teilen (in diesem Fall E-Motor, Steuerelektronik, 1-Gang-Getriebe usw) ist/wäre sehr teuer.
      Auch ein Dacia würde das 2-3-fache kosten, falls die Teile eben exklusiv wären, diese erst entwickelt werden müssten, und diese (Entwicklungs-)Kosten auf nur sehr wenige Fahrzeuge umgelegt wären.

  2. Wenn ich in Frankreich das Auto kaufe, bekomme ich nicht auch die Subvention?
    Wir sind doch ein Europa und da müsste das doch für mich als Autokäufer gelten wenn ich in dem jeweiligen Land ein Auto kaufe.
    Ansonsten wäre das doch Diskriminierung und könnte doch vor unserem guten Europäischem Gerichtshof eingeklagt werden,
    ist dies richtig?

    Danke im Voraus!

  3. Wird nix werden, wenn sie noch 79 € pro Monat Batteriemiete kassieren wollen, bei höchstens 12.500 km im Jahr. Jeder vergleichbare Diesel ist da günstiger, im Verbrauch und in der Anschaffung.
    20.000 € ohne Batteriemiete aber mit 8 Jahren Garantie, da würde der Massenverkauf einsetzen und bei produzierten 100.000 Zoe müsste Renault in der Gewinnzone sein.

    • Der ZOE hätte wirklich das Zeug zum Kassenschlager. Aber da merkt man doch wieder, dass Renault es auch nicht so ernst mit der Elektro-Offensive meint. Sonst würde die Markteinführung ganz anders aussehen. Die breite Masse soll gefälligst die Verbrenner kaufen und die, die sich wirklich für elektrisches Fahren interessieren, informieren sich ja ohnehin gezielt im Internet. Leider gibt es aus finanzieller Sicht noch kein wirklich interessantes Produkt. Und eine echte Konkurrenz hat der Zoe ja auch noch nicht. Hoffen wir, dass sich das spätestens 2014 ändert!

      Nein, 2013 wird das nichts mehr, auch nicht bei VW. Man Stelle sich nur mal vor, was los wäre, wenn es einen E-Polo für unter 20.000€ gäbe…

  4. Beim fortschreitenden Lesen tat sich der Haken auf:
    – Frankreich 13.700 EUR (oh – ein greifbarer Preis…)
    – Deutschland 20.600 EUR (öh – nee…)

    Ich vermute, es wird nicht nur mir so gehen.

    Hallo liebe Politiker, die Ihr Euch immer wieder durch herausragende Lobbyarbeit hervortut! Packt an und schafft mal etwas sinnvolles. Zeit wirds…

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