Fisker künftig ohne Fisker


1303_Fisker_960x640Mit dem Luxus-Elektroauto Karma hat der kalifornische Hersteller Fisker für Furore gesorgt. Doch in letzter Zeit häufen sich die Hiobsbotschaften. Jetzt hat auch noch Gründer und Namensgeber Henrik Fisker die Firma verlassen.

Als Grund für seinen Rücktritt vom Vorsitz des Verwaltungsrats nannte Fisker schwerwiegende Meinungsverschiedenheiten mit dem Management. Das Unternehmen steckt in großen Schwierigkeiten. Die US-Regierung fror einen Kredit über 500 Millionen US-Dollar ein, weil das Unternehmen zugesagte Stückzahlen nicht erreichte und ein versprochenes günstigeres Modell nicht voranbrachte. Im Oktober 2012 meldete zudem der Batterielieferant A123 Systems Insolvenz an.

Der dänische Autodesigner Henrik Fisker hatte die Firma 2007 zusammen mit Bernhard Koehler gegründet, einem ehemaligen BMW-Manager. Koehler verantwortet weiterhin das Europageschäft. Sie entwickelten den Fisker Karma, der viel Lob für sein Design und seine sportlichen Fahrleistungen einheimste. 200 km/h Spitze und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 5,9 Sekunden erreicht die luxuriös ausgestattete Limousine rein elektrisch. Ein Verbrennungsmotor erweitert die Reichweite bei Bedarf von 80 auf knapp 500 Kilometer. Damit bewiesen sie, dass ein Elektroauto höchsten Ansprüchen genügen kann, doch der Preis von mindestens 100.000 Euro in Europa begrenzt die Zielgruppe stark.

Wie bei Fisker haben auch beim E-Auto-Projekt Better Place große Pläne zu großen Turbulenzen geführt. Auch dort hat der Gründer die Firma inzwischen verlassen. Mehr zu Better Place lesen Sie hier.

2 Antworten zu “Fisker künftig ohne Fisker

  1. Atlantis ist in einer anderen Galaxy und ist für Fisker derzeit unerreichbar. Ich hoffe Sie finden einen anderen Batteriehersteller (Ich würde es mal bei Panasonic probieren) und entwickeln den Karma weiter.

  2. Was ich mich bei Fisker immer wieder frage: Warum kann man nicht einfach bei anderen Batterieproduzenten einkaufen? Ist ja nicht so als wenn A123 ein Monopol auf Lithium-Akkus hätte. Und sich nur auf einen Lieferanten zu verlassen ist ja schon grob fahrlässig.
    Klar kann man nicht einfach mal einen anderen Batterie-Typ verbauen. Aber in dieser Branche sollte man schon die Weitsicht besitzen, eine Alternative in der Hinterhand zu haben.
    Ich hoffe dennoch, dass es Fisker schafft, den Atlantis noch diese Dekade auf den Markt zu bringen. Es wird Zeit, dass wir eine echte Auswahl an (brauchbaren) E-Fahrzeugen bekommen!

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