Deutsche liebäugeln mit Elektroautos


Jeder vierte Deutsche erwägt, sich als nächstes einen Stromer anzuschaffen. Das ergab eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). 

Die Auswahl im Elektro-Sektor wird immer größer.

Die Auswahl im Elektro-Sektor wird immer größer.

Sollten sie tatsächlich ein Elektroauto kaufen, haben die Verbraucher allerdings noch ein paar Bedingungen: Die Hälfte der Befragten legt Wert auf ein flächendeckendes Netz von Ladestationen. Außerdem fordern viele eine Reichweite, die den Anforderungen des Alltags genügt, und moderate Anschaffungspreise. Mehr als 25.000 Euro für einen Stromer auszugeben, können sich ebenfalls 50 Prozent der Befragten vorstellen.

Bisher ist der deutsche Markt für Elektrofahrzeuge recht klein: 2012 wurden 3741 Stromer zugelassen. Dabei zeigen sich die Deutschen gut informiert. 60 Prozent haben sich laut eigener Aussage mit dem Thema E-Mobilität ausführlich befasst, 10 Prozent sind sogar schon einmal Probe gefahren. Das Fahrverhalten kam dabei gut an, auch wenn vor allem einige Frauen das Motorengeräusch vermissten.

Noch 2010 sah das ganz anders aus. Damals fragte die GfK ebenfalls nach der Bereitschaft, zugunsten der neuen Technologie auf Verbrennungsmotoren zu verzichten. Fast jeder zweite Deutsche forderte eine staatliche Kaufprämie, darunter vor allem die Befragten mit einem Haushaltsnettoeinkommen zwischen 2500 und 3000 Euro – also Besserverdienende. Das Thema Kaufprämie, das damals auch öffentlich diskutiert wurde, ist inzwischen vom Tisch. Die Preisdifferenz zwischen Stromern und herkömmlichen Autos bleibt.

10 Antworten zu “Deutsche liebäugeln mit Elektroautos

  1. Wir wollen auf jeden Fall in der Zukunft elektrisch fahren. Aus vielen verschiedenen Gründen ein Elektroauto, aber auf keinen Fall einen Stromer. Dann warten wir lieber bis 2017 und wenn es sein muss auch noch länger.

    • Theo, auch die Wasserstoff-Uneffizienzmaschine fährt mit Strom, der E-Motor braucht halt Strom!😉
      Oder wollen Sie ihren uneffizient hergestellten Wasserstoff auch noch noch viel uneffizienter in einem Verbrennungmotor verbrennen? :-O

      • Andi was bedeutet „elektrisch fahren“?

        Richtig, fahren mit einem Elektromotor, der halt Strom braucht!

        Der Gesamtwirkungsgrad Ihres Stromers liegt bei maximal. 45% ! ! !

        Nur mal nebenbei bemerkt . . .

      • Wirkungsgrad von wo bis wo?
        Und mit der Uneffizienzmaschine Wasserstoff wird der Wirkungsgrad höher?😉 Wenn man den Strom erst zu Wasserstoff umwandelt, es speichert, und dann wieder zurück zu Strom umwandelt?
        Wenn Sie rein elektrisch von 45% ausgehen, dann wären Sie mit dem H2-Zeug bei unter 15%…

      • Gesamtwirkungsgrad bedeutet für mich immer die Summe der Einzelwirkungsgrade in der Summe von „well to weel“.

        Ein „Stromer“ kann dabei zum Beispiel keine Windstromüberkapazitäten nutzen!

      • Ich kenne nur „Well-to-Wheel“. Da können Sie den Fall a) H2-Fahrzeug mit einem b) „direkt-Strom-Fahrzeug“ (Elektroauto) vergleichen, mit dem man ohne hin-und-her-Wandlerei den Strom direkt nutzt.

        Und selbstverständlich könnten E-Autos die Überkapazitäten der Wind- und PV-Anlagen nutzen. Die Autos stehen 80-95% der Zeit nur rum (²), sind eigentlich „Stehzeuge“

        NR (²): bei 20 000 km pro Jahr (durchschnitt in D) und 50 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit fährt ein PKW im Schnitt jährlich 400 Stunden. Das Jahr hat aber 24 x 365 = 8760 Stunden, d.h. 8360 Stunden bzw. 95,…% der Zeit würde das Auto bei diesen Rahmenbedingugen nur rumstehen, gefahren wird nur <5% der Zeit. Bei z.B. 50 000 km und durchschnittlich 50 (100) km/h wäre man bei 1000 (500) Stunden, d.h. gefahren wird nur in der 11,4% (5,7%) der Zeit.

  2. Die Deutschen vielleicht schon, die deutschen Hersteller leider noch nicht.

  3. nun, wir haben inzwischen mehrere Elektro PKW Probegefahren und liebäugeln nun auch mit einem elektrischem. Die Reichweiten gingen so gerade i.o., aber… Ein Elektro PKW wird überwiegend ein Klein/Kleinstwagen sein , wie bei uns eher ein Zweitfahrzeug und kaum ein Reisefahrzeug. Bei, sagen wir mal 6000 – 8000km im Jahr läge nur die Batteriemiete über den Spritkosten eines Kleinwagen und dies bei nahezu doppelten Anschaffungskosten des Stromers. Erst wenn sich die Betriebskosten in etwa die Waage halten, wären die Reichweiteneinschränkungen hinnehmbar.
    Ohne staatliche Anschaffungsförderung in den nächsten etwa 10 Jahren werden die Stromer wohl im 1% Bereich der Zulassungen bleiben.
    Zudem werden, wie wir, viele schon die Kurzstrecken mit einem Pedelec erledigen.

  4. „Die Preisdifferenz zwischen Stromern und herkömmlichen Autos bleibt.“
    Ja klar, ist ja nicht zum Übersehen…

    WARUM nur?

    Wenn man den Aufwand in der Herstellung anschaut, müsste es genau ANDERSRUM sein!
    Die heutigen Doppelturbo etc. Motoren sind ein Wunderwerk der Technik, ist klar. Ein EMotor ist dagegen reinste Steinzeittechnologie!
    Und jetzt hätte ich gerne BEGRÜNDETE Erklärungen für die Daumen nach unten…
    Der EINZIGE Grund ist ja wohl genauso, wie z.B. bei den Druckern, dass die NACHFOLGEKOSTEN für die HERSTELLER einfach nur UNRENTABEL sind!

  5. Beim Preis gibt es nun Kurskorrekturen und sehr konkrete Linien. Die Alltag taugliche Reichweite ist dabei sehr individuell. Wenn mir ein Twizy genügt, muss das nicht allgemein gelten. Grundsätzlich wird die Bereitschaft zum Kauf steigen. Mir wäre wichtig, dass die Hersteller nun endlich akzeptieren, dass man nicht alles neu erfinden muss und schneller zu Serienproduktionen kommen. Das notwendige Netz folgt dann ganz von allein, weil der Kunde es so will und günstige E- Mobile kauft.

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