Renault Zoe: Elektroantrieb vom Reifenkonzern


Der Antrieb des Renault Zoe stammt vom Zulieferer Continental.

Der Antrieb des Renault Zoe stammt vom Zulieferer Continental.

Kurz vor dem deutschen Verkaufsstart am 8. Juni hat der Motorenlieferant Continental Details zur Antriebseinheit des Renault Zoe veröffentlicht. Der ADAC Tester bescheinigt dem Kleinwagen aus Frankreich, dass er sich „mit wenigen kleinen Abstrichen richtig gut“ fährt. Der Elektromotor aus dem Reifen- und Autoteilekonzern hat daran natürlich einen großen Anteil.

Als erstes Modell eines europäischen Großserienherstellers wurde der Renault Zoe rein auf batterieelektrisches Fahren hin konzipiert. Continental liefert den kompletten Antriebsstrang, bestehend aus dem Traktionsmotor, der Leistungselektronik und der Hardware des Steuergeräts. Der Motor liefert ein Drehmoment von 220 Nm und eine Dauerleistung von 43 kW (59 PS). Kurzzeitig sind 65 kW (88 PS) abrufbar.

Getriebe und Differenzial sind integriert in die Synchronmaschine, die laut Hersteller „über nahezu alle Betriebszustände hinweg mit einem hohen Wirkungsgrad arbeitet und schnell hohe Leistung abgeben kann“. Sie kommt ohne Metalle der Seltenen Erden aus. Kupferspulen auf Stator und Rotor ermöglichen es, dass der Motor nicht nur für den Antrieb dient, sondern auch als Generator, der die Batterie während der Fahrt lädt, und als Transformator beim Laden an der Steckdose. Stolz ist Continental auf den Wirkungsgrad seiner Komponenten, die dem fünfsitzigen Kleinwagen eine theoretische Reichweite von 210 Kilometern und eine realistische von 100 bis 150 Kilometern ermöglichen.

Der Renault Zoe kostet 21.700 Euro plus monatlicher Akkumiete.

Der Renault Zoe kostet 21.700 Euro plus monatliche Akkumiete.

Zum Start erwartet den Zoe hierzulande ein freundlicher Trend: Während die Zahl der Neuzulassungen im Mai insgesamt um fast zehn Prozent sank, wurden 79 Prozent mehr Elektroautos verkauft als im April. Bei den absoluten Zahlen ist noch viel Luft nach oben: 392 E-Autos wurden abgesetzt. In Frankreich dagegen fand allein der Zoe im Mai 483 Käufer. Allerdings ist das dort eine Enttäuschung, denn im April legten sich noch 748 Franzosen den kleinen Renault zu.

3 Antworten zu “Renault Zoe: Elektroantrieb vom Reifenkonzern

  1. @ yoatmon: € 400,- für ca. 20.000 km und keine KFZ-Steuer, da ist mir die Akkumiete eigentlich ziemlich egal.

    @ Gegendenstrom: Das mit dem Notladekabel bei Renault ist dumm gelaufen, aber das Kabel wird kommen, es gibt Alternativen dazu (von Mennekes) und mit mobilen Ladestationen wie z.B. die crOhm ist das mit Adapter auch möglich.
    Dir würde übrigens mein Aufkleber gut gefallen – passt zu deinem Nickname: http://www.elektroautor.com/sticker-shop/

  2. Ich habe den ZOE am Sonnabend den 8.6.13 zwei Stunden zur Probe fahren dürfen. Im Vergleich mit meinem C-Zero, mit dem ich etwa 16.000 km seit Anfang 2012 gefahren bin, ein Quantensprung in Design, Ausstattung und eingesetzter Technik und Elektronik. Allein die Tatsache, das er nicht an einer Haushaltssteckdose geladen werden kann, hielt mich vom Kauf ab.
    Angesichts der mangelnden Ladeinfrastruktur ist das ein MUSS. Schade, das die Entscheidung bei Renault so gegen die herkömmliche Steckdose getroffen wurde. Das wird sie viele Käufer kosten!!!!

  3. Obwohl der ZOE das Preiswerteste auf dem EV-Markt darstellt, ist er immer noch zu teuer. Die Akku-Leasinggebühr übersteigt den Preis für Diesel den ich mit meinem Yaris in einem Monat verbrauche. So gesehen, rechnet sich die Anschaffung für mich keineswegs. Schade! Ich würde den ZOE sehr gern mein eigen nennen.

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