Tesla: Frische Batterien in 93 Sekunden


Erfolgsauto: Tesla Model S

Erfolgsauto: Tesla Model S

Tesla-Chef Elon Musk präsentierte auf offener Bühne, wie schnell die geplanten Batteriewechselstationen des Unternehmens arbeiten. In nur 93 Sekunden tauschte die Maschine vollautomatisch die Akkus eines Model S aus, während der Fahrer im Auto sitzen blieb. Ende 2013 plant Tesla, die erste Station auf der Route San Francisco – Los Angeles in Betrieb zu nehmen.

Obwohl Better Place in Israel mit dem Konzept Akkuwechsel auf freier Strecke in den Konkurs gefahren ist, will Elon Musk die unternehmenseigenen Schnellladestationen mit Batteriewechselautomaten ergänzen. Für 500.000 US-Dollar (ca. 380.000 Euro) das Stück. Ein stolzer Preis – doch dafür sind sie doppelt so schnell wie herkömmliche Tankstellen. Das bewies auf der Präsentation ein Video, in dem ein Tesla-Mitarbeiter einen Benziner volltankte: Während der Sprit in den Tank lief, tauschte die Maschine auf der Bühne bei zwei Elektroautos hintereinander die Akkus aus.

Die Präsentation des Tesla-Batteriewechsels im Video:

Elon Musk kündigte an, dass keine Reservierung für den Batteriewechsel nötig sein wird. Dieser soll etwa 60 bis 80 US-Dollar (ca. 45 bis 60 Euro) kosten. Nach der Interstate 5 in Kalifornien will Tesla als Nächstes die Route von Boston nach Washington mit Wechselstationen ausrüsten. Wer dieselbe Strecke zurückfährt, kann seine eigenen Akkus dann wieder an Bord nehmen. Tesla wird sie auf Wunsch auch gegen eine Zusatzgebühr nach Hause liefern.

13 Antworten zu “Tesla: Frische Batterien in 93 Sekunden

  1. Lieber Andi, das dauert nicht nur länger als das Schnelladen, sondern wird auch wesentlich teurer. Mit was wird die Luft wohl erhitzt werden??
    Wenn es Tesla tatsächlich gelingt, an den deutschen Autobahntankstellen Schnelladestationen mit kostenlosen 20 Minuten Ladezeit einzurichten, dann können zusätzlich noch die deutschen Hersteller ihre Verbrennungsmotore, gleich vom Fließband weg, zum Einschmelzen karren lassen.
    Was für ein Segen für die Lufthülle das blauen Planeten.

  2. Geniale Marketing Strategie. Allen E-Mobility Skeptikern wird damit das letzte Argument „das Laden dauert zu lange und die Reichweite ist damit nicht alltagstauglich“ genommen. Nach einem Jahr wird Elan Musk seine Statistik veröffentlichen, die zeigt, dass der Kunde den Akkuwechsel nicht nutzt und statt dessen lieber in 20min 80% Reichweite umsonst tankt – und deshalb keine weiteren Akkuwechselstationen baut und braucht.
    Thema erledigt, Skeptiker mundtot.

  3. Das Problem ist der vollautomatische Austausch. Könnte der Fahrer den Akkuwechsel selbst mit einigen anwenderfreundlichen Handgriffen durchführen, wäre das Konzept vermutlich erfolgreich.

  4. Tesla will ja die Elektro-Ladestationen in den ganzen USA kräftig ausbauen. 2014 möchte man ein flächendeckendes Netz anbieten.

  5. 45-60 Euro für wieviel Kilometer sind das dann? Echte, nicht die geschönten, die in der Werbung behauptet werden…

  6. Hat Elon Musk sich mit dem kostenlosen, lebenslangen Stromtanken oder Schnelladen übernommen?? Will er jetzt doch kassieren??
    Der Mann macht zwar kaum Fehler, aber Battery Swapping wird so ein Flop wie Better Place zum bader Place wurde.
    Der Durchschnitts-Ami verfrisst lieber die 80 $ und wartet eine Stunde bis die kostenlose Schnelladung den Strom in seine eigene Tesla-Batterie geladen hat.
    W. Herbizid

    • Es gibt schon einen gravierenden Unterschied zwischen Tesla und Better Place. Tesla baut eigene Fahrzeuge und das sehr erfolgreich. Wenn nächstes Jahr das Model X kommt und dann 2016/2017 noch ein weiteres Modell, wird Tesla vermutlich an die 100.000 Fahrzeuge pro Jahr absetzen.
      Zudem werden ja die Wechselstationen nicht irgendwo hingestellt, sondern mit den Supercharchern kombiniert. Da kann dann jeder selbst entscheiden, ob er warten oder zahlen will.

  7. Der deutschen Autoindustrie muss es langsam Angst und Bange werden. Sie ruft ja jetzt schon nach dem Staat, damit die Steuerzahler die notleidende Auto-Industrie unterstütze. Arme deutsche Premium-Marken!
    Was Herr Froitzheim mit seinem Kommentar meint, bleibt mir leider verschlossen. Meint er, dass die Automaten die feuchte Auto-Unterseite scheuen? Der Fahrer muss keinen stinkigen Tankrüssel anfassen und scheint im Trockenen sitzen bleiben zu dürfen.

    • Was ich meine? Bei den Strömen und Spannungen möchte man keine Feuchtigkeit an den Kontakten haben. Wie schaut denn Ihr Auto von unten aus, wenn Sie im Winter im Allgäu oder in Oberbayern unterwegs sind? Dicke Schneekrusten nicht nur in den Radbuchten, sondern auch unten am Rahmen, nehme ich mal an. Das heißt: viel warmes Wasser und entsprechend viel Zeit, allein schon um die Schrauben freizulegen. Also muss das eine Halle mit zwei Stationen sein – Unterbodenwäsche und Batteriewechsel. Und das dann exklusiv für die paar Hanseln, die das Model S fahren? Damit sich das rentiert, braucht man mindestens Marktanteile wie die eines Golf oder 3er BMW.

      • Da ist was dran, und deshalb wird es vermutlich so schnell auch keine anwenderfreundlichen – und preislich akzeptablen – Akkuwechsel geben.

  8. Ich stelle mir das gerade bei unserem typischen Wetter vor. Nass, kalt, unkalifornisch.

    • Bei Better Place wird das Auto vor dem Akku-Wechsel von unten gewaschen und getrocknet. Das sollte bei den Tesla Stationen auch eingebaut werden. Der Tausch in 90 Sekunden waren reines Marketing. In echten Wechselstationen wird Tesla wohl auch bei 4-5 Minuten pro Akkutausch liegen.

    • Man könnte ja zusätzlich ein „Erkennungs-System“ installieren, die dann erstmal schnell prüfen, ob es der Fall ist, und falls ja, dann wie in einer Waschanlage schnell mal den Unterboden mit der warmen Luft alles wegblasen.
      Der Preis der Anlage ist ja hoch genug, dass man sowas für alle Fälle (für nicht so trockene warme Regionen) auch einbauen könnte. Oder gleich mit der Unterbodenwäsche kombinieren😀 (wird aber dann etwas länger dauern).

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