Drei, zwei, eins … i3!


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Der Countdown läuft: Der BMW i3 steht ab November beim BMW-Händler. Motorwelt-Redakteur Wolfgang Rudschies ist das revolutionäre Elektroauto bereits gefahren. Er findet, der i3 ist das attraktivste E-Auto des Jahres, mindestens.

Die Strecke ist gespickt mit Pylonen für Slalomfahrt, Ausweich- und Wendemanöver. Gleich darf ich zum ersten Mal ans Lenkrad des BMW i3. Eines Elektroautos mit Fahrgastzelle aus Carbon, für das seit Monaten massiv die Werbetrommel gerührt wird. Beim Tritt aufs rechte Pedal schiebt der 170 PS starke Elektromotor den 1270 Kilogramm leichten Wagen vehement an. Umgekehrt spüre ich beim Gaswegnehmen sofort die Bremswirkung des Energierückgewinnungs-Systems. Jetzt wird Strom in den Akku geladen, der im Unterboden des i3 verbaut ist. Ich versuche, den nächsten Bremspunkt ohne Betätigung des Bremspedals zu erreichen. Es funktioniert.

Dann geht es mit dem noch leicht getarnten Testwagen um die Slalompylonen und durch die Ausweichgasse. Die Agilität des i3 ist beeindruckend. Säßen hinten zwei Mitfahrer, würde denen vermutlich jetzt schlecht. Dass sich die Karosserie in schnellen Kurven leicht zur Seite neigt, irritiert mich etwas.

Agil und geräumig

Aber klar, das Fahrwerk haben die BMW-Ingenieure komfortabler als bei anderen Modellen ausgelegt. Schließlich will man mit einem i3 keine Rennen gewinnen, sondern bequem in die Stadt pendeln. Ich ändere also meinen Fahrstil – und wechsle in den Sparmodus „Eco Pro“. Sofort wird das Ansprechverhalten des Antriebs träger.

Die Bedienelemente sind leider noch mit Fleecetüchern abgedeckt. Ich weiß aber, dass es zwei Displays gibt und den iDrive-Bedienknopf zwischen den Vordersitzen. Kein Geheimnis ist auch, dass es den i3 optional mit Range Extender geben wird: Um zu verhindern, dass der i3 mit einem leeren Akku liegen bleibt. 130 bis 160 Kilometer sollen aber auch ohne zusätzlichen Benzinmotor möglich sein. Bei gemäßigter Fahrweise, versteht sich.

Fazit: Agil, geräumig und mehr als ein Öko-Spielzeug – der i3 ist das attraktivste Elektroauto des Jahres.

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Text: Wolfgang Rudschies

13 Antworten zu “Drei, zwei, eins … i3!

  1. elektroautofahrer

    Gut das mal ein deutscher Hersteller Mut hat und ein Elektroauto von Ground-Up entwickelt hat. Ich wünsche BMW Erfolg mit dem i3. Mich persönlich verwundert es jedoch das man so ein Premiumprodukt nicht zuhause ( per Drehstrom ) schnell laden kann. Da ist der kleine Smart ED mit seinem 22kw AC Schnellader technologisch weiter. Unklar auch ob Wärmepumpentechnologie für die Klimatisierung im Sommer bereitsteht. Wenn nicht, dann kommt der i3 Fahrer/in im Sommerstau wahrlich ins Reichweitenangst-Schwitzen. Ob man in der Stadt versicherungsgünstige 170 PS braucht muß jeder selber beurteilen. Zu BMW passt es jedenfalls.

  2. Zur Reichweite. Wenn tatsächlich jeder jeden Tag 100km fahren würde dann würden alle Benziner mit 4 Jahren über 145.000km auf dem Buckel haben! Und was steht bei den Händlern? Autos welche im Schnitt kaum 20km pro Tag bewegt wurden! Also, diese Diskussion ist nur ein Geschäft den Mineralölkonzernen zuspielen, vielleicht gar von dort angeheizt?! Die Reichweite der E-Autos reicht sicher für den Alltag. Es ist nicht jeder beruflich unterwegs und man fährt auch nicht jedes WE in den Urlaub.

  3. Reine Elektroautos werden wir in naher Zukunft nur wenige sehen.
    Für den Stadtgebrauch reichen eher sehr kleine Wagen, welche man nie als vollwertig bezeichnen würde.
    Vollwertige Autos braucht die Stadt nicht.
    Ein Rangeextender wird mittelfristig für vollwertige Fahrzeuge unumgänglich sein.

  4. Ich würde gerne ein E-Auto fahren, 100km Reichweite reichen mir für 95% meiner Fahrten. Als Stadtbewohner eigentlich der ideale PKW. Nur gibt es praktisch keine Wohnungen in der Stadt bei denen man nachts das Auto an die Steckdose anschließen kann. Am Straßenrand geht’s nicht oder wer legt ein Kabel vom x-ten Stock über den Gehweg zum Auto? In Tiefgaragen erlauben Feuerschutz und andere Vorschriften keine Ladesteckdose, in Garagenhöfen gibt es auch keine Steckdosen. Nur der Hausbesitzer mit angebauter Garage kann zuhause laden. Hier müssen Elektrobetriebe, Stadtwerke und Bauämter ansetzen und Möglichkeiten schaffen. Dann springt auch der Markt für die Autohersteller an.

    • „In Tiefgaragen erlauben Feuerschutz und andere Vorschriften keine Ladesteckdose“ ist schlichtweg FALSCH!
      Allerhöchsten könnte ev. die Eigentümerversammlung dem Einbau einer Ladesteckdose widersprechen, das ist aber rechtlich noch nicht wirklich geklärt.

      Hier in München gibt es übrigens eine Menge leerstehender Tiefgaragen und ausserdem bieten immer mehr Arbeitgeber Lademöglichkeiten an!

  5. Möchte mal wissen, was so manche Kommentatoren hier haben…
    150 km sind KEINE „Kurzstrecke“!
    Das „merkwürdige Design“ auf dem Bild ist der ERKÖNIG! Der i3 sieht absolut gut aus!
    Die Internetverbindung kann auf Wunsch garantiert auch gekappt werden!

    Wenn Ihr jeden Tag 500km unterwegs seid, dann stimmt etwas nicht mit EUCH, aber das hat NICHTS mit dem guten Auto hier zu tun!
    Den es übrigens auch mit RANGE-EXTENDER gibt!!!

    Mannomann…

  6. Die Seitenansicht erinnert mich ein wenig an den guten alten A“ von Audi. Ich finde, es ist ein sehr interessantes Auto und mit Sicherheit auch zukunftsweisend. Der Vergleich mit der Reichweite und den Kaliforniern hinkt ein wenig, da diese Fahrzeuge hauptsächlich für den Stadtverkehr konzipiert sind und die Kalifornier auf ein vollwertiges Fahrzeug mit guter Reichweite setzen, wobei bei entsprechender Fahrweise die Reichweite bei denen auch arg begrenzt sein wird.
    Wenn man nur zwei Jahre zurückblickt wird man feststellen, dass sich in der Batterietechnik schon einiges getan hat. Aber es wird noch ein wenig dauern bis wir soviel Energie in einer Batterie speichern können, die der Leistung von Benzin oder Diesel entspricht. Man ist auf dem richtigen Weg. Vielleicht kommt ja dann bald auch ein vollwertiges E-Fahrzeug von einen deutschen Automobilhersteller auf den Markt mit dem man auch größere Reichweiten hinter sich bringen kann. Es bleibt spannend!!!

  7. Mal eine ernsthafte Frage: „Warum um Himmelswillen müssen E-Autos immer so ein merkwürdiges Design haben?“ Und warum kocht jeder Hersteller sein eigenes „Süppchen? Warum nicht standartisierte Akkupacks? Abgesehen davon ist die Reichweite schlichtweg lächerlich. Und wann endlich wird die Automobil-Industrie wach. Oder werden wir hingehalten? Machen wir uns nichts vor, wenn alle Chinesen und alle Inder „morgen“ Autofahren wollen, ist übermorgen der Sprit unbezahlbar; und drei Monate später nur noch rationiert zu bekommen. Also „AUFWACHEN“ oder sollen die wirklich brauchbaren E-Fahrzeuge aus China oder Korea kommen.

    • Zum Thema Reichweite: Die Hersteller legen ihre E-Autos (abgesehen von Tesla) für Kurzstrecke aus. D.h. 150-200km max. Reichweite, mehr gibt es derzeit nicht. Der i3 macht hier auch keine Ausnahme, leider. Dessen Reichweite dürfte im NEFZ etwa auf Augehöhe mit LEAF (200km – MJ 2013) und ZOE (210km) liegen. Die realen Reichweiten liegen eher bei 150km. Dank Batteriekühlung/heizung dürften alle 3 im Winter/Sommer nicht allzuviel an Reichweite verlieren. Mehr Reichweite könnte die elektische B-Klasse bieten… sofern die irgendwann mal zu haben sein wird. Aber Mercedes scheint derzeit an anderer Front zu kämpfen (Kühlmittel für Klimaanlage), da bleibt natürlich keine Aufmerksamkeit für die wirklich wichtigen Dinge.

    • Abgesehen davon ist die Reichweite schlichtweg lächerlich.?

      130 bis 160 Kilometer das ist doch schon mal ausreichend für die Fahrt ins Büro..oder fahren sie täglich mehr ?..dann fahren sie ja auch kein E-Auto…
      Aber erstmal meckern….wann kommt den ihre pers. Entwicklung auf den Markt ?

  8. Der i3 könnte die Nagelprobe für Deutschland werden: Die Mitbewerber werden beobachten ob die deutschen Käufer ähnlich zurückhaltend agieren wie beim Ampera. Wenn dem so wäre, dann werden nicht mehr viele Hersteller auf dem deutschen „Diesel“-Markt versuchen E-Autos zu verkaufen. Dies wiederum würde Deutschland ins Abseits stellen. Moderne Entwicklungen finden dann woanders statt. Wir dagegen dürfen Diesel fahren und wie gehabt alle paar Jahre die Fassaden neu anstreichen…

  9. „der i3 ist das attraktivste Elektroauto des Jahres.“
    NEIN,. sorry, des JAHRZEHTS!
    ENDLICH gibt es ein ´(WIRKICH) ernst zu nehmendes eAuto aus D!

    Verfl… lang genug hats gedauert!

  10. Die Angaben zum Gewicht scheinen uneinheitlich zu sein. An vielen Stellen ist von 1195kg die Rede. Die 1270kg würden aber zur EU-Richtlinie (inkl. 68kg Fahrer und 7kg Gepäck) und dem anderen Wert passen.

    Ansonsten bin ich natürlich gespannt, ob hier „im Wald“ beim BMW-Händler im Nachbardorf der i3 in absehbarer Zeit zu haben ist. Neu wäre er mir zu teuer, aber als Jahreswagen kann ich mir den durchaus vorstellen.

    Was mich bei allen neuen E-Autos stört, ist der ganze „unnötige“ Technikfirlefanz und die „Zwangsbeglückung“ mit permanenter Internetnetverbindung. Na wenn das mal keine echte Sicherheitslücke darstellt. Oder anders ausgedrückt: Man kann alle Fahrzeuge permanent überwachen (was z.B. Tesla macht, allerdings auch offen kommuniziert). Klar ist das toll per Smartphone das Auto zu konfigurieren, aber es gibt auch Leute, die das NICHT wollen!

    Ich brauch z.B. kein Navi im Auto. Ich finde meinen Arbeitgeber im Halbschlaf und für weite Strecken nimmt man sicher kein E-Auto mit kurzer Reichweite. Schade dass das alles nicht abwählbar ist. Würde den Preis nochmal um einiges senken. Wenn man bedenkt, dass es in den aktuellen Modellen Serienausstattung gibt (z.B. LED-Scheinwerfer), die es für die anderen Autos nichtmal als teure Option gibt, wundert mich der höhere Preis gegenüber den konventionell angetriebenen Fahrzeugen nicht. Das vorgeschobene Argument mit dem ach so teuren Akku zieht nicht mehr. Der wird inzwischen mit 5.000-6.000€ eingepreist. Ist sicher immer noch viel Geld, aber ich bezweifle, dass ein großhubiger Diesel-Ersatzmotor so viel günstiger kommt bei einem Motorschaden…

    Was mich aber beim i3 etwas verwundert: Hat irgendjemand eine Ahnung, ob der Akku jetzt im Preis inbegriffen ist oder der dazugemietet werden kann/muss? Vom Preis her kann man das nicht so richtig einschätzen.

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