Das beliebteste E-Auto Frankreichs


Staatlich subventionierter Verkaufsschlager in Frankreich: Der Renault Zoe.

Staatlich subventionierter Verkaufsschlager in Frankreich: Der Renault Zoe.

2013 könnte weltweit ein wichtiges Jahr für die Verbreitung der Elektromobilität werden. Nicht nur in den USA verkaufen sich E-Mobile recht ordentlich. Auch aus Frankreich ist Positives zu hören. Dort fanden sich bis zur Jahreshälfte 2013 etwa doppelt so viele Käufer von E-Autos wie im ganzen Jahr 2012. Vor allem der Renault Zoe erobert französische Herzen. 

Sagenhafte 75 Prozent aller bisher verkauften E-Mobile in Frankreich heißen Renault Zoe.  Allein im Juni verkaufte er sich 750 Mal. Einer der größten Konkurrenten, der Nissan Leaf, ist weit abgeschlagen. Er hat einen Marktanteil von 11 Prozent. Pikantes Detail: Renault und Nissan bilden seit über zehn Jahren eine Unternehmens-Allianz.

Die Gesamtverkaufszahl von E-Autos in Frankreich ist ebenfalls erfreulich. Immerhin verdoppelten sich die Zahlen im Vergleich zum gesamten Vorjahr, obwohl erst rund die Hälfte des Jahres vorüber ist. 2012 kauften 2271 Franzosen ein E-Auto. Im ersten Halbjahr 2013 waren es bereits 4774. Bleibt es bei der bisherigen Kauflaune, könnte die Verkaufsbilanz am Jahresende viermal so hoch sein wie im vergangenen Jahr. 7000 Euro staatliche Subvention scheinen die französische Kaufbereitschaft für E-Autos zu erhöhen. Der Kaufpreis des Zoe sinkt so auf etwa 14.000 Euro.

Der Strompreis könnte die Kauffreude der Franzosen ebenfalls beeinflussen. Bei unserem Nachbarn kostet die Kilowattstunde etwa 14 Cent, je nach Anbieter liegt der Preis sogar darunter. Zum Vergleich: In Deutschland kostet eine Kilowattstunde Strom um die 26 Cent und mehr.

6 Antworten zu “Das beliebteste E-Auto Frankreichs

  1. Ich fahre seit knapp einem Monat und mittlerweile über 1000km einen Renault ZOE. Ich bin sehr angetan vom Fahrzeug und den Fahrleistungen. Das Fahrzeug ist optisch top und preislich durchaus akzeptabel – in der Top-Version ca. 24 TEuro. Natürlich ist ein kein Luxusauto, aber sauber verarbeitet und technisch gut ausgestattet.
    Die Wind- und Abrollgeräusche könnten noch optimiert werden, und auf 10 kg Dämmmaterial an den richtigen Stellen wäre es bei 1,5 to Gesamtgewicht auch nicht mehr angekommen. Dann könnte man das nahezu geräuschlose Fahren noch mehr genießen.
    Ich fahre seit neuestem auch mal ganz gern ohne Radio-Gedudel im Auto.

    Der km-Preis liegt bei 0,04 € (4,00 Euro auf 100 km) und ist damit meines Erachtens recht günstig. Billiger gehts im Verbrennersektor kaum, außer mit einem 3-L-Kleinstwagen.

    Die eigene Ladesäule (heißt: WallBox) ist im Kaufpreis inklusive und lädt das Fahrzeug in der Garage mit 3,7 kW auf. Da man dort ohnehin mind. 6-8 Stunden das Auto stehen hat, kann man den ZOE über Nacht problemlos immer wieder „volltanken“.
    Man spart sogar die lästige Suche nach einer günstigen Tankstelle und den Zeitaufwand an der Zapfsäule oder an der Tankstellenkasse.

    Wer täglich kaum mehr als ca. 100km mit seinem Auto fährt, sollte sich diese Alternative einmal durch den Kopf gehen lassen.

    Die Nennreichweite von knapp 200 km sind meines Erachtens nur sehr schwer zu erreichen. Außer man fährt ausschließlich innerorts mit maximal 50 km/h. Da ich 75-80 Prozent meiner Fahrtstrecke mit 95 km/h (Begrenzer im ECO-Modus) über Bundes- und Landstraßen fahre, liegt meine Maximalreichweite bislang bei 130-140 km.

    Testfahrten über eine Strecke von 4 km und einer Geschwindigkeit zwischen 50 und 55 km/h ergeben laut Bordcomputer einen Verbrauch zwischen 9 und 12 kWh je 100 km. D.h. im Mittel (10,5 kWh/100km) wären dann ca. 200 km Reichweite machbar.

    Im Gegensatz zu Verbrennungsmotoren bekommt also das Elektrofahrzeug seine längere Reichweite, je langsamer es durch einen Ort zuckeln muss und je öfter es an einer roten Ampel steht.

    Elektroautos „erziehen“ ihren Fahrer zudem zu einer ganz neuen Fahrweise – auch durch die ständig präsenten Verbrauchs- und Reichweiten-Grafiken im Bordcomputer. Das bedeutet aber nicht, dass man sich wie ein Verkehrshindernis fühlen muss. Der Ampelstart ist immer sehr flott, lediglich rote Ampeln in der Ferne verleiten zu einer sehr frühzeitigen „Gaswegnahme“, um die Aufladefunktion der Batterie zu nutzen (Rekuperation).

    Fazit:
    Das Fahren in einem Elektroauto macht Spaß. Die Umstellung ist eher eine positive. Wer eine Garage (für Auto und Ladestation) hat und den täglichen Bewegungsradius mit der (realistischen) Reichweite der Batterie vereinbaren kann, sollte sich bei einer Neuanschaffung durchaus einmal ein solches Auto ansehen.
    Vorsicht: Das Probefahren kann süchtig machen!

    Liebe Grüße
    Matthias Fenner

    P.S. Ich bin gern zu weitere Auskünften bereit.

  2. Cand.-Ing. A. Röck

    Von Cand.-Ing. A. Röck : I) Der hohe Preis aller eCars ist nicht zu begründen, sondern pure Abzocke! Allenfalls beim Renault Zoe, ab 20.600 €, (ohne 7000.- Subvention, die nur Käufer in Frankreich erhalten), ist der Kaufpreis halbwegs fair! (Somit Kaufpr = 14.600 €).
    Man sieht daran, dass auch der frz. Staat denkt, dass ein eCar so c.a. 14- 15 T kosten darf!
    II) BMW i3: ca. 38.000 €, purer Wucher ! Also, abstrafen!
    III) Audi A1 (Benziner): Analoger Wucher; er brauchte nur 3 L/100 km wurde kaum gekauft, weil zu teuer! Nur Öko-Alibi-Auto v. Audi !
    IV) Beim A1 und BMW i3 war/ist man wohl unter der Ägide „Öko“ nur an Abzocke interessiert, u. will nicht wirklich große Stückzahlen verkaufen!
    V) In Entw.-Kreisen sagt man, ein Auto aufs Band zu legen, kostet ca. 300 – 500 Mio €, auch mehr, sagen wir heute grosszügig 800 Mio €. Ich sage: die Entw. Kosten und die Bau- + Materialkosten je Stück, sind für Verbrenner-Motor und 5 bis 7 Gang-Getriebe, Doppelkupplung + Diff. Getriebe, viiiel höher, als bei einem e-Motor u. Leistungselektronik. Die Li-Batterie kauft der Autohersteller klugerweise von Sanyo, (Beste Zellen) das auch die TU München tat, bei ihrem MUTE! Also entfallen die Akku-Entwicklungskosten.
    VI) Entw.kosten 800 Mio € / 200.000 Stück = 4000 € Entw.k. je Auto; + Material ca. 8000 € + 4000 € Li-Akku = 16000 €. Bei Verkaufspreis 20.600 € macht Renault einen Gewinn = 20600 – 16 T = 4600 € !
    VII) „Gewinn-Schätzung“ beim BMW i3: 38 T – 5 T Entw.k. – 10 T Material (CFK+ ALU) – 4 T (Akku) = 19 T ; die Definition „Gewinn“ ist hier nicht entspr. einem Industrie-Kontenrahmen – klar? (Für gewisse Schlaumeier!)
    VIII) BMW Philiosophie erschlägt BMW i3:
    1) Der i3 wurde relativ schwer (1195 kg), trotz ALU + CFK; warum (?), denn es entfallen doch [Getriebe, Kardanwelle, 2 Halbwellen, Differentialgetriebe, Grauguß-Krümmer am Zyl. Kopf, 3 m Auspuff+ 2 Töpfe], was mindestens 400 kg Masse-Ersparnis ist; der Li-Akku wiegt das mit 230 kg nicht auf!
    2) Theoretische Energiedichte von Li-Ion-Akkus in Tabellen: 140 – 200 Wh/kg, real = 95,6 Wh/ kg- errechnet aus den empirischen Werten:
    Masse 230 kg –> d.h., die reale Energiedichte = 22 kWh / 230 kg = nur 95,6 kWh/ kg! Woher die große Diskrepanz theor. / real ?
    3) Beim ZOE noch schlimmer: E-Dichte = 2 kWh/ 290 kWh= 75,8 Wh/kg, statt theor. 140 Wh/kg;
    4) Warum baute BMW einen so starken Motor (126 kW/ 170 PS) ein, wo doch in der Li-Batterie nur 22 kWh Energievorrat ist ?
    5) 9. Klasse Schulphysik, vergessen von BMW-Ing.?
    a) Halbe Masse benötigt zum Beschleunigen 1/2 soviel PS.
    b) Falls man in dieser irren, schnelllebigen Zeit, um von 0 auf 100 km/h zu kommen, statt 7,2 sec, 14,4 sec sich Zeit liesse, wären nochmals 1/2 soviel PS nötig, also nur noch 1/4 von 170 PS = 42,5 PS.
    So geht also „Energiewende“ 2013- die absolute Verblödung der Massen durch Autokonzerne! Die nächste Verblödung:
    6) Mercedes B Klasse, F-Cell, schon in 2009 gebaut, kommt angeblich 2015 in Serie: P= 136 PS !!! Warum soviel PS ??? Tank, 700 bar, entspricht 3,8 kg H2. 700 bar sind ca. 75% Dichte des flüssigen H2, also 33 kWh/kg x 0,75 = 24,75 kWh; 3,8 kg also 94 kWh; Verlust (Fuel Cell
    –> 60 % Elektronenstrom = 94 x 0,6 = 56,4 kWhel; Bedarf auf 100 km üblicherweise 15 kWhmec, also Reichweite ca. 376 km. Wo tankt man in 2015 H2 ? Die Gigantomanie-Philosophen sind nicht meine Ing. Kollegen; die wissen das, was ich hier schreibe, ebenso;
    7) Die Versager sind: Volks- und Betriebswirte + Marketingler, Vorstände + Vorst. Vorsitzender! Dieses Gesocks ist fern jeder Öko-Moral, missbraucht die Ingenieure, die für sie die nur die Kamele sind! Ohne jede Hoffnung! A. Röck

    00.000 Stück wären das
    Beim A1, BMW i3, Zoe wäre es leicht möglich, die Entwicklungskosten auf die ersten 100.000 Stück zu verteilen, statt auf die ersten 100.000.

    • Entschuldigung, aber ich verstehe die Aufregung überhaupt nicht. Bei keinem anderen Thema wird so viel negativer Schwachsinn verzapft wie bei Elektroautos. Ein Auto ist und bleibt ein LUXUSOBJEKT! Völlig egal welcher Antrieb dahintersteckt. Und natürlich ist es legitim von den Herstellern, dass sie ihre Ausgaben (Forschung/Entwicklung) auf neue Produkte umlegen UND zusätzlich noch was damit verdienen wollen!

      Die Rechnerei ist ja ganz toll und viel Theorie, hat aber mit der Praxis absolut nichts zu tun. Bsp. Akku-Gewicht. Darin ist enthalten: Die Zellen, Gehäuse (das muss crash-sicher sein!), Elektronik, Kühlung (bei flüssig gekühlten Akkus kommt hier einiges dazu). Klar, dass bei einem kleinen Akku das Gewicht gleich stark nach oben geht. Das wird sich aber mit jeder Modellgeneration verbessern.

      Warum regt sich eigentlich keiner über Smartphones auf? Jedes neue Modell hat ein noch größeres Display und noch schnellere Prozessoren. Die Akkus wachsen aber kaum mit. Da wird der Akku schonmal in 3-4 Stunden vom 2Ghz-Quadcore mit 5,8 Zoll Display in Full-HD-Auflösung leergelutscht. Regt sich da jemand drüber auf? Nein? Warum bloß nicht?
      Ganz einfach. Die Dinger sind HIPP! Jeder will so ein Spielzeug haben. Und die, die für sowas keine 600-800€ ausgeben wollen, kaufen sich „normale“ Telefone. Thema erledigt.

      Anderes Beispiel und andere Preiskategorie: 4K-Fernseher. Ein 85Zoll-Modell von LG kostet derzeit 20.000€. Schön wer sich das leisten kann. Regt sich jemand drüber auf? Sicher nicht…

      Warum geht das bei Elektroaustos nicht? Was bewegt einen Menschen ein Luxusspielzeug schlechtzureden obwohl er es noch nicht selbst gekauft oder geschweige denn darin gesessen ist? Ist es Neid, weil man sich das selbst nicht leisten kann?

      Elektroautos werden schon ihre Abnehmer finden. Trotz viel Kritik…. oder vielleicht gerade deswegen?

  3. Elektroautofahrer

    Auch in Deutschland ist der Zoe der Renner. Von 489 Elektroautos im Juni waren 228 ein Zoe. Deutschland insgesamt sieht auch gut aus. Jan-Juni 2389 Neuzulassungen bei Elektroautos. Stärkeres Wachstum als Erdgas oder Hybrid.

  4. Tja, da würde man doch gerne naach Frankreich umziehen. Bei der Subvention hätte ich mir auch schon längst ein Elektroauto zugelegt. Hier in D heißt es also weiterhin abwarten bis es attraktiver wird … Schade!

    • Warum soll die deutsche Regierung Elektroautos subventionieren, wenn es die deutsche Autoindustrie nicht schafft ein entsprechendes Angebot bereitzustellen. Logisch aber dennoch Schade!

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