Strom aus Solarenergie: Portable Ladestation für E-Autos


Zwar nicht auf Rädern, aber grundsätzlich mobil: Die Solar-Ladestation für E-Autos - eine Erfindung aus Kalifornien.

Zwar nicht auf Rädern, aber grundsätzlich mobil: Die Solar-Ladestation für E-Autos – eine Erfindung aus Kalifornien.

Kein Fundament, keine Baugenehmigung, kein Netzanschluss, so groß wie ein Parkplatz: Das US-Unternehmen Envision Solar verkauft die weltweit erste mobile Ladesäule „EV ARC“. Die autonome Ladestation kostet ca. 40.000 US-Dollar (rund 30.000 Euro). Das Motto des Herstellers: „Driving on sunshine“.

Eine mobile Ladesäule – das klingt nach einem Traum, wie die Lösung aller Reichweiten-Probleme heutiger E-Autos, immer und überall den Strom im Gepäck zu haben und jederzeit die Batterie nachladen zu können.

Doch ganz so ist es nicht. Denn die Mobilität der Erfindung ist stark eingeschränkt. Nur mit einem Gabelstapler lässt sich die Ladesäule „EV ARC“ von A nach B bewegen, soll dafür aber binnen Minuten aufgebaut und betriebsbereit sein. Envision spricht von lediglich fünf Minuten.

Fakten und Details

Die Ladesäule verfügt über eine Batterie mit der Kapazität von 22 Kilowattstunden (kWh), die im Optimalfall bereits mit Sonnenenergie aufgeladen wurde. Um ein E-Auto nachladen zu können, sollte die Station etwa 24 Stunden in der Sonne gestanden haben. Denn die Solaranlage liefert bei Sonnenlicht pro Tag etwa 16 kWh. Für die optimale Energie-Ausbeute richtet sich die Anlage im besten Winkel gegen die Sonne aus.

Das „EV ARC“ ist kein Schnellladesystem. Um ein herkömmliches E-Auto (Batteriekapazität von 25-30 kWh) annähernd vollzuladen, benötigt die Anlage etwa 24 Stunden. Stünde die Anlage etwa auf dem Parkplatz eines Supermarktes, könnten E-Auto-Fahrer für die Dauer des Einkaufes (etwa eine Stunde) also eher ein wenig „nachtanken“ als vollladen.

Ab sofort sei die mobile Ladestation „EV ARC“ bestellbar („ready to ship to customers“), heißt es auf der Homepage von Envision.

100 Prozent saubere Energie

Envision wirbt damit, dass E-Auto-Fahrer CO2-neutral umweltfreundlich Strom nachladen können, der nur durch Sonnenenergie gewonnen wird. Das Motto des Unternehmens: „Driving on sunshine“. Schließe man E-Autos an die Haushalts-Steckdose, setze sich in den USA der nachgeladene Strom mindestens zu 70 Prozent aus fossilen Quellen zusammen. Ob Envision bei der Rechnung den Stromverbrauch und den CO2-Ausstoß während der Produktion der Solar-Station „EV ARC“ berücksichtigt, ist zu bezweifeln.

8 Antworten zu “Strom aus Solarenergie: Portable Ladestation für E-Autos

  1. … begeistert bin ich erst, wenn mal ein serienmässig verfügbares, autarkes Ladesystem vorgestellt wird, das im Fahrzeug integriert ist.

  2. Was ist wenn die PV-Module CO2 neutral hergestellt wurden ? Das machen ja einige. Ich finde es befremdlich das der ADAC an so einer guten Meldung im letzten Satz durch eine pure Vermutung einen negativen Touch reinbringt. Wieso macht Ihr das ? Ach ich vergaß, der ADAC ist ja nicht Mitglied im Bundesverband Elektromobilität.

  3. Wenn man sich die „Mobilität“ wegdenkt, bekommt man ein Gefühl dafür, was heute schon möglich ist. Einmal 30.000 Euro ausgeben und dann lebenslang umsonst Autofahren. Bei dem Preisverfall im Bereich Photovoltaik sollte da noch Luft nach unten drinnen sein….

  4. … der Hersteller träumt sicher davon, mit seinen Ladeplätzen sämtliche Supermarktflächen, komplette Strassenzüge und die ganze Prärie vollzupflastern. Das ist mit der aktuell verfügbaren Ladekapazität sicher zum Scheitern verurteilt.

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