Erstaunlich sparsam: Der S 500 Plug-in-Hybrid


Große Versprechen: Über zwei Tonnen Gewicht, etwa drei Liter Verbrauch. Der S 500 Plug-in-Hybrid.

Große Versprechen: Über zwei Tonnen Gewicht, etwa drei Liter Verbrauch. Der S 500 Plug-in-Hybrid.

333 PS, drei Liter Verbrauch, 69 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer: Mercedes stellt das genügsame Luxusmodell S 500 Plug-in-Hybrid vor. Die Besucher der Frankfurter Automesse IAA (12. bis 22. September) werden das Spitzenmodell mit dem Kleinwagenverbrauch näher betrachten können. 

Häufig weichen die Herstellerangaben von der Realität mehr oder weniger deutlich ab. Doch falls sie beim S 500 Plug-in-Hybrid auch nur einigermaßen stimmen sollten, ist der Co2-Ausstoß phänomenal gering. 69 Gramm CO2 pro Kilometer – zum Vergleich: Der Kleinwagen Nissan Micra (80 PS) mit herkömmlichem Otto-Motor stößt laut Hersteller zwischen 95 und 115 g/km aus.

Details

30 Kilometer elektrische Reichweite verspricht Mercedes für seine Plug-in-Hybrid-S-Klasse. Zu den 333 PS und 480 Newtonmetern (Nm) Drehmoment des V6-Motors steuert der elektrische Antrieb zusätzlich 109 PS und 340 Nm bei. Sportwagenartige 5,5 Sekunden soll so der Sprint von null auf 100 km/h dauern – und das mit über zwei Tonnen Gewicht. Bei der Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h ist der Luxuswagen abgeregelt. Die Maximalgeschwindigkeit im rein elektrischen Fahrmodus liegt bei rund 120 km/h.

Insgesamt vier Fahrmodi stehen zur Verfügung: E-Modus (rein elektrisch), Hybrid-Modus (E-Motor und Benzinmotor), E-Safe (nur mit der Kraft des Benzinmotors) und Charge-Modus: Hier lädt sich die Batterie durch die Rückgewinnung von Bremsenergie wieder auf. Natürlich kann die Batterie des Plug-in-Hybrids auch über die Steckdose aufgeladen werden. Das ist der Unterschied zu den beiden Modellen S 400 Hybrid und S 350 Bluetec Hybrid, die keinen Strom über die Steckdose aufnehmen können.

Die Lithium-Ionen-Batterie des S 500 Plug-in-Hybrid hat eine Kapazität von neun Kilowattstunden. Sie wiegt etwa 100 Kilogramm und ist hinter den Rücksitzen verbaut. Dadurch schrumpft das Kofferraumvolumen der Mercedes-Luxusklasse um verkraftbare 100 Liter auf 400 Liter.

Interessantes Detail: Mercedes verspricht geringstmöglichen Verbrauch durch maximale Technik. Ist die Route dem Navigationssystem bekannt, verwendet das Fahrzeugsystem die Streckeninformationen (Autobahn, Landstraße, Steigung, Gefälle, lange Geraden, Kurven, Tempolimits …) und steuert dementsprechend die Ladung und Entladung der Batterie.

Der S 500 Plug-in-Hybrid soll bereits ab 2014 zum Kauf bereitstehen. Der Preis ist noch nicht bekannt. Als Anhaltspunkt könnte der S 500 ohne Hybrid-Antrieb dienen. Er kostet ab 104.600 Euro.

6 Antworten zu “Erstaunlich sparsam: Der S 500 Plug-in-Hybrid

  1. Wo kann man Infos für die nächste Elektromobilia bekommen?
    Ich würde gern einmal auch dahin.
    Auf die Frage, ob man denn weitere Plug-in-Modelle aus dem Hause Mercedes erwarten darf, entgegnet Entwicklungschef Weber: “Ich schließe nicht aus, dass wir den Plug-in-Hybrid künftig auch mit anderen Motoren kombinieren. Schließlich haben wir ein flexibles und modulares Hybrid- und Plug-in-Konzept.”
    mal sehen…

    • Wo kann man Infos für die nächste Elektromobilia bekommen?
      @ „ReifenKaufen! … SCHLEICHWERBUNG ??? Euromaster … aehhmmm

      http://www.elektromobilia.de/‎
      Kompetenztreffen Elektromobilität mit Fachmesse elektro:mobilia. …

      Viele SCHLIPSTRAEGER … aber das ist ja kein Zeichen von KOMPETENZ …
      und Daimler war auch nur auf der ERSTEN Messe mit dabei …
      die Aussteller/Referenten variieren von Jahr zu Jahr (jenachdem welches Foerder(GELD)projekt gerade AUS/AN.-LAEUFT)😉

      Besucher-Tageskarten gibt’s meist vorher beim BEM BSM oder div. anderen
      Vereinen (die noch Restkontingente uebrig haben) … fuer LAU …
      Wobei das eine MIKRIGE VERANSTALTUNG ist – bei der EcarTec oder
      der Messe am Bodensee ist wesentl. mehr los !!!

  2. Diese Verbrauchsangaben grenzen schon an irreführende Werbung. Hier wird nur der Verbrauch auf 70 km angegeben, der Stromverbrauch für die ersten 30 km wird unterschlagen. Das ist zwar alles so korrekt, besser wäre es wenn wir den Verbrauch im Elektromodus (in kwh) und den Verbrauch im Benzinmodus (in Liter/100 km) erfahren würden. Dann könnte sich jeder je nach Fahrprofil ausrechnen was ihn erwartet.

    • man kann diese beiden werte nicht einfach addieren, der Elektromotor springt da ein, wo ein benziner ineffizient ist, womit sich ein um einiges niedrigerer wert als bei der reinen addition ergibt.
      aussagekräftig wäre der verbrauch bei halb geladener batterie (nach messung immernoch halb voll), das heißt nicht dass die fahrt rein per benzin läuft. wer das trotzdem denkt, hat das hybrid system nicht verstanden

  3. „Mercedes verspricht geringstmöglichen Verbrauch durch maximale Technik.“
    Also wieder mal: warum einfach, wenn´s auch kompliziert geht…
    Die werdens nie lernen (wollen).
    Die „vier Fahrmodi“ braucht keiner. Elektrisch (statt 30 km wären ca. 50 km sinnvoll) oder Verbrenner umschaltbar (natürlich BEIDES mit „Charge-Modus“!) würde vollkommen reichen, der Rest verwirrt nur.
    Vor allem im Alltagsgebrauch! Aber da braucht „man“ ja wohl unbedingt statt den lächerlichen 333 PS die suuupertollen 442 PS…
    Mannomann…
    Aber Hauptsache ist ja wohl, dass die „maximale Technik“ genauso gut funktioniert, wie die anscheinend allgemein üblichen derzeitigen Klimaanlagen inklusive Selbstverätzung/-brennung/-vergasung…

  4. … was ch viel erstaunlicher finde …

    Vor ein paar Jahren in Koeln – auf der ersten „Elektromobilia“ … war Daimler mit eine Plugin-Hybrid-S-Klasse vertreten (nicht in der „Ausstellung“ – nein – die sind
    damit ANGEREIST (seitlich foliert „S-Klasse PluginHybrid“)).

    Warum ist das Teil dann wieder fuer ein paar Jahre verschwunden …

    Damals haben die ein RIESEN FASS aufgemacht und was von DEUTSCHEM SUPER AKKU von LiTec (SICHER wegen Separion) erzaehlt …
    und HEUTE backt LiTec „ganz kleine Broetchen“ …

    MAL WAS UEBER SOLCHE HINTERGRUENDE ZU ERFAHREN WAERE INTERESSANT – UND NICHT IMMER NUR DIE PRESSEMAPPE DER INDUSTRIE REINKOPIEREN …

    In diesem Sinne
    Elektrische Gruese
    aus dem Rheinland

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