Zukunft der Elektromobilität: Gemeinsam fährt man besser


Wird sich die E-Mobilität durchsetzen? Das Fraunhofer-Institut hat Antworten.

Die Fraunhofer-Forscher wollen neueste E-Technik sinnvoll zusammenführen.

Was müsste geschehen, damit sich E-Mobilität in Städten durchsetzt? Sechs Fraunhofer-Institute forschen nach Antworten. Am vergangenen Donnerstag stellten sie in Freiburg ihre ersten Ergebnisse vor. 

In großen Städten ist die aktuell noch eingeschränkte Reichweite kein großes Hindernis. Damit E-Fahrzeuge bald das Stadtbild dominieren, müsste aber noch einiges geschehen. „Intermodale Nutzung“ schlagen die Experten der Fraunhofer-Institute als Weg dazu vor.

Damit ist gemeint, dass Stadtbewohner eine Flotte gemeinschaftlicher E-Mobile nutzen sollten, um auf knappem Raum einen hindernisfreien, optimalen Verkehrsstrom zu erzeugen. Dazu muss der Informationsfluss stimmen. Außerdem halten die Experten es für besonders wichtig, induktive, also kabellose, Ladestellen für die E-Mobile zu entwickeln. An dieser Technik forschen sie derzeit intensiv.

Um die Zukunftsvision einer Stadt mit emissionsfreien, leisen E-Autos Wahrheit werden zu lassen, wollen die Fraunhofer-Experten mehrere technische Entwicklungen zusammenführen:

  • Ein On-Board-Unit für gemeinschaftlich genutzte Fahrzeuge in Form einer Telematik-Einheit. Reichweite, nächste Ladestation, technische Infos: Hier laufen alle wichtigen Infos zusammen.
  • Induktive Ladesysteme mit 22 Kilowatt Leistung, die ohne Kabel funktionieren und dadurch besonders platzsparend sind. So können E-Fahrzeuge trotz Raumnot in den Städten schnell und komfortabel nachgeladen werden.
  • Cloud Computing: Jeder kann die relevanten Daten einsehen und wichtigsten Antworten finden. „Wann steht wo welches Auto, das mich mich an mein Ziel bringen kann, wie weit steht es von mir entfernt, wie viel Reichweite hat es noch?“
  • Laser-gesteuerte Ortung aller verfügbaren E-Fahrzeuge.

Die Freiburger Präsentation fand im Rahmen des Fraunhofer-Verbundprojekts „Gemeinschaftlich-e-Mobilität: Fahrzeuge, Daten und Infrastruktur (GeMo)“ statt. Daran beteiligen sich die Fraunhofer-Institute für
Eingebettete Systeme und Kommunikationstechnik ESK aus München,
Offene Kommunikationssysteme FOKUS aus Berlin,
Arbeitswirtschaft und Organisation IAO aus Stuttgart,
Integrierte Schaltungen IIS aus Erlangen,
Solare Energiesysteme ISE in Freiburg,
Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI aus Dresden.

Weitere Informationen über das Forschungsprojekt „GeMo“ finden Sie unter www.gemo.fraunhofer.de

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