Der durch den Raum gleitet


Einige Konzepte und Formen haben sich bei aktuellen Straßenfahrzeugen bekanntlich durchgesetzt: Meistens haben Pkw von heute zwei Sitze vorne und zwei bis drei Sitze hinten. Aber ganz ehrlich: Wie oft sitzen in einem Auto samt Fahrer mehr als drei? Diesen Gedanken scheint sich Nissan zu Herzen genommen zu haben und zeigt ein außergewöhnliches Elektroauto mit drei Sitzen auf der Tokyo Motor Show. 

Es hat zwar noch vier Räder und sieht von hinten aus wie ein normales schickes Sportauto. Doch von vorne wird klar: Dieses Auto ist anders. Der Blade-Glider von Nissan ist deltaförmig wie ein US-Tarnkappenbomber. Die beiden Vorderräder stehen so nah zusammen, dass sie fast wie eines aussehen. Man könnte denken, der Blade-Glider ist ein Düsenjet mit gestutzten Flügeln. Dabei hat der Prototyp von Nissan Flügeltüren, die beim Öffnen nach oben schwenken.

Pfeilförmig, flach, wie eine Stromlinie geschnitten: Das radikal neue Elektroauto-Konzept "Blade-Glider" von Nissan.

Pfeilförmig, flach, wie eine Stromlinie geschnitten: Das radikal neue Elektroauto-Konzept „Blade-Glider“ von Nissan.

Der Fahrer sitzt wie in einem Formel-1-Auto mittig. Die beiden Passagiere sitzen nach hinten versetzt links und rechts des Fahrers. Das Auto ist insgesamt enorm flach und bietet kaum Windwiderstand, was für einen phänomenalen cw-Wert sorgen dürfte.

Bisher sind kaum Details über den Blade-Glider bekannt. Sie scheinen bei dem Fahrzeugkonzept auch nicht so wichtig zu sein. Denn viel interessanter ist es, dass Nissan die bisherigen Konventionen pragmatisch und ästhetisch durchbricht. Das Elektroauto verfügt über zwei Radnabenmotoren an den Hinterrädern. Lithium-Ionen-Batterien versorgen sie mit Strom. Sie sind im unteren Heck des Wagens verbaut und verbessern durch den tiefen Schwerpunkt auch die Fahreigenschaften.

Die Nissan-Verantwortlichen kündigten an, noch vor 2017 ein Auto zu bauen, das auf dem Konzept des Blade-Gliders basiert.

3 Antworten zu “Der durch den Raum gleitet

  1. Sehr schönes Konzeptfahrzeug. Nicht die üblichen optischen Entgleisungen die man aus Japan sonst kennt.
    Das Sitzkonzept gibt es allerdings schon in der Mia. Der Kofferraum dürfte dann wohl (wie beim Käfer) vorne sein. Hinten ist dafür kein Platz.
    Leider wird alleine wegen der Radnabenmotoren dieses Konzeptfahrzeug nie gebaut werden. Schade. Dass sich an diese Antriebstechnik aber auch niemand in Serie rantraut…

  2. Sieht chic aus, hat aber keine Chance am Markt. Vorne 2 Sitze rein, dann wird es ein Erfolg (wenn der Preis stimmt)

  3. Frank aus München

    Die „Mia electriqe“ in Sportausführung – leider nicht wetterfest und die Flügeltüren brauchen mehr Platz als die Schiebetüren der Mia. Den Fahrersitz der entgegen kommt finde ich klasse – er müsste sich nur noch ein bisschen drehen, dann hätte ich auch mit Rückenschmerzen keine Probleme mehr.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s